Die Verletzlichkeit des Menschen zeigen – Don McCullin in der Retrospektive

Von Don McCullin gibt es einige Fotos, die bekannt sind, obwohl die wenigsten wissen, dass sie von ihm stammen. Andere Fotos wie seine Stilleben sind weniger transportiert worden. In der Ausstellung im C/O Berlin sind nur drei Stück ausgestellt. Doch diese drei sind faszinierende Meisterwerke der Fotografie. In der Komposition erinnern sie an alte Meister und doch sind es Fotos. In diesem Punkt wirken sie auf eine andere Art genau so „unwirklich“ auf mich wie die Kriegsbilder oder die Bilder aus England.

Aus dem Libanonkrieg gibt es ein Foto aus Beirut, was Krieg in seinen vielen Facetten beschreibt. Eine tote junge Frau liegt mit ausgebreiteten Armen auf der Straße. Hinter ihr steht eine Gruppe junger Männer. Für sie scheint die Frau nicht dort vor ihnen zu liegen. Sie blicken an der Kamera vorbei auf andere Kämpfer, die der Kamera selbst verborgen bleiben. Einer hat ein Maschinengewehr in der Hand und einer daneben eine Laute. Sie stehen schauen und wirken entspannt mitten im Krieg. Das Bild lässt die Frage offen, ob sie für den Tod der Frau verantwortlich sind. Und doch ist dieses Bild für mich zu einem Inbegriff für die Darstellung von Krieg geworden. Menschen werden getötet und das Leben geht weiter.

Es gibt einen Bildband von Don McCullin mit seinem Namen, in dem viele seiner in Berlin gezeigten Bilder enthalten sind. Erschienen ist er bei www.randomhouse.co.uk. Ich kann ihn nur empfehlen.

Die Welt mit anderen Augen sehen – Die Fotos von Don McCullin

http://images.google.de/i…start=0&ndsp=20

Es gibt viele gute Fotografen und sie machen Fotos, die ich toll finde. Gestern war ich in Berlin in einer Ausstellung im C/O in Berlin. Diese Ausstellung ist bemerkenswert. Die Bilder stammen vom britischen Fotografen Don McCullin. Er ging an Orte und fotografierte, wo andere gar nicht erst hingehen. Er zeigt Fotos aus dem Vietnamkrieg, aus Kambodscha, von Nigeria und aus Beirut.

Dank des gelungenen Aufbaus der einzelen Ausstellungsräume ist es überhaupt nur möglich, das sichtbare Leid, den Schmerz, die Trauer auszuhalten. Jeder der Räume hat mehrere parallel verlaufende Themenstränge. Es gibt die Kriegsfotografie und gegenüber hängend Bilder aus England.

Ich stellte mir die Frage, wie es wohl möglich ist soviel Elend zu erleben ohne daran zu zerbrechen. Du meinst, er kapselt sich ab. Ja sicher, aber wenn er das zu intensiv tut, dann ist es ihm nicht möglich diese Bilder zu treffen. Nur indem er sich mit dem Erleben auseinander setzt, können Bilder entstehen wie die ausgestellten. Zum anderen kann ich mir nicht vorstellen, dass es möglich ist auf einem Lastwagen mit verwundeten und sterbenden Soldaten zu sitzen, selbst verwundet zu sein und das an sich selbst abprallen zu lassen.

Die Ausstellung von Don McCullin läuft  noch bis zum 28.2. im C/O in Berlin. Bist du in der Gegend, dann nimm dir die Zeit und schaue dir diese Bilder an.

(Teil 2 gibts morgen, über drei besondere Bilder von ihm).

Das Art Luise Kunsthotel in Berlin

http://www.luise-berlin.com/

Mitten in Berlin im Regierungsviertel gibt es ein ganz witziges Hotel. Das Arte Kunsthotel. Eigentlich sollte es kein Hotel werden, sondern ein Künstler Lebensraum. Alle Zimmer sind von unterschiedlichen Künstlern sehr kreativ gestaltet. Das Hotel hat keine Nebenleistungen wie Sauna oder Zimmerservice. Auf den ersten Blick kommt es einem nicht so groß vor, doch mit 50 Zimmern ist es nicht ganz klein. Die Preisgestaltung ist recht breit von 49 € für das EZ mit Etagendusche bis zur Suite mit 240€ die Nacht.

Der Service ist immer freundlich uns zuvorkommend. Im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten wird versucht den Gast rundum zufrieden zu stellen. Dazu gehört auch ein kostenloses WLAN.

Einen großen Nachteil hat das sonst wunderbare, nette und empfehlenswerte Hotel, seine direkte Nähe zu den Berliner Gleisen. Auch wenn die Fenster wunderbar schließen und von den vorbeifahrenden Zügen nicht viel hören lassen,  so müssen die Gleise doch als viel befahren gelten. Wer bei geschlossenem Fenster schläft, den stört das nicht so sehr. Noch dazu, wo die Ohrenstöpsel im Preis inbegriffen sind. Sonst ist es einfach laut.

Das Frühstück gibt es im Habel nebenan. Ich habe mir sagen lassen, dass das Habel eine alte bekannte Weinhandlung ist. Und ich muss sagen, sowohl Frühstück als auch Dinner am Abend waren gut. Der Service, die Qualität und der Preis waren überzeugend für mich.

So bleibt in dem Fall ein gemischtes Urteil über das Arte Luise Kunsthotel. Ich werde hier noch zwei weitere Nächte sein. Nachdem ich heute nochmal das Zimmer wechsele, bin ich auf den Lärmpegel gespannt und freue mich aufs Frühstück von morgen.

Oder du bist tot!

http://www.opendoors-de.o…olgungweltweit/

„Werde Moslem, flieh oder du bist tot“

Im Jahr 2007 gab es statistisch betrachtet etwas mehr als 2 Milliarden Christen bei einer Gesamtbevölkerung von 6,6 Milliarden Menschen. Mit anderen Worten: 33% der Bevölkerung dieser Erde sind Christen.

Davon leiden 100 Millionen Christen an Verfolgung und Bedrohung. Mich hat diese Zahl erschreckt. Finde ich es schon schlimm genug, Berichte von China, Nordkorea oder der Arabischen Welt zu hören, so ist die Gesamtzahl einfach schrecklich.

Von dieser Gruppe sterben derzeit in jedem Jahr 160.000 Christen als Märtyrer, d.h. sie sterben, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. Dabei sind das keine besonderen Menschen. Sie tun keine besonderen Dinge. Das große Unterscheidungsmerkmal zu ihrer Umwelt ist, dass sie anders sind. Für diese Menschen ist Jesus Christus nicht ein Randthema, sondern der Sinn und das Ziel ihres Lebens.

Was diese Menschen leiden und verarbeiten müssen ist für uns Mitteleuropäer unvorstellbar. Wenn es also auch bei dir mal einen Tag gibt, an dem du unzufrieden bist, dann denke an diese Christen und danke Gott für den Segen und Frieden, den wir erleben können.

Ruhm und Ehre-um welchen Preis?

http://olympia.ard.de/oly…schwili100.html

Derzeit schauen aller Welt Augen nach Vancouver. Dort haben die Olympischen Spiele begonnen. Noch bis zum 1. März wird um Medaillen gekämpft, um Ruhm und Ehre. Es geht um Geld, um Sponsorengelder, um die Finanzierung der eigenen Karriere, um Ruhm für sich selbst und noch viele Menschen im Schlepptau. Doch für manchen sind die Olympischen Spiele bereits vor der Eröffnung zu Ende gegangen. Am Freitag im Training ist ein 21jähriger Rennrodler aus Georgien tödlich verunglückt. In der letzten Kurve hat er bei 144,3 km/h die Kontrolle über seinen Schlitten verloren. Mit Kopf und Rücken kam er an die Stahlträger der Dachkonstruktion.

Nach dem ersten Schock, geht es weiter. Auch die Rennrodler werden starten.  Als Konsequenz wurden die Bahnen verkürzt und es soll Veränderungen am Eisbelag geben, doch ihn macht es nicht wieder lebendig. Auch wenn die Sportler offiziell keine Profis sind, so stellt sich die Frage, wie viel Gedankengut von Olympia noch vorhanden ist. Geht es wirklich um ein Messen von Leistung nach dem Prinzip, möge der Bessere gewinnen? Wenn es nicht diese vielen Rahmen- und Randbedingungen gäbe, dann würde Olympia vielleicht nicht ganz so spektakulär sein, dafür aber etwas fairer und gesünder für die Sportler. Denn eigentlich wird auf ihrem Rücken Geld verdient. Ruhm und Ehre sind in den wenigsten Fällen der Lohn. Die Mehrzahl der 2630 Sportler werden einfach ihre Gesundheit für eine Idee opfern, die bereits vor längerer Zeit gestorben ist.

Angekommen – Schabbat schalom!

Meistens bin ich Freitags irgendwann einfach nur noch geschafft. Es ist so, als würde meine Energie zu Ende gehen. Für mich ist es an diesem Tag nur noch wichtig, bis zum Sonnenuntergang zu kommen. In dem Moment beginnt bei uns der Sabbat und wir schalten auf Pause. Gestern war wieder so ein Tag. Irgendwie war ich mit der ganzen Welt unzufrieden. Alex war viel unterwegs, Mamas gebrochener Arm hat auch für Beschäftigung gesorgt, der Haushalt, die Arbeit,…. alles zusammen sorgte nicht für große Freude in meinem Herzen.

Weil es immer etwas gibt was uns am Abschalten hindern will, gibt es am Freitagabend bei uns ein Ritual. Wir begrüßen den Sabbat, indem wir singen. Wobei ich muss gestehen, abgesehen davon, dass es mir große Freude bereitet, ist es eine wunderbare Möglichkeit abzuschalten. Danach ist die Arbeit schon weit weg. Das haben wir gestern auch getan. Ich habe gemerkt, wie bei jedem Lied mein Herz leichter wurde. Und doch wollte die Woche noch nicht ganz verschwinden. So setzten wir unser Programm fort und beteten. Doch wir beteten nicht einfach und erzählten Gott unsere Anliegen, nein wir beteten füreinander. Alex für mich und ich für ihn. Es ist interessant, dass dies einen großen Unterschied ausmacht. Du fragst warum? 1. Ich muss mir Gedanken machen, was mich wirklich bewegt und das in Worte fassen. Durch das Reflektieren wird mein Denken sortiert. 2. Wenn der andere für dich betet, dann erlebst du Anteilnahme und das ist Streicheln deiner Seele, einfach wunderbar.

Bei mir funktioniert es immer. So auch gestern. Als wir dann beim Abendbrot saßen, war ich im Sabbat angekommen. Mein Herz ist dankbar für die vergangene Woche und für die Freiheit, dass ich nicht immer alles mit mir rum tragen muss, sondern an Gott abgeben kann. Schabbat schalom!

EDV, das geht schon irgendwie

Wie kaum ein anderes Thema ist der Umgang mit Computern geprägt vom Denken: Das ist doch gar nicht so schwer. Vor allem kleinere (bis 500 Mitarbeiter) Unternehmen unterliegen dem Trugschluss, das interne EDV nicht so wichtig ist. Wenn es denn tatsächlich einen EDV-Mitarbeiter gibt, dann ist der schlecht bezahlt und als Folge auch genauso motiviert. Oder aber es gibt gar keinen, genau so wenig wie ein Konzept. Alle arbeiten mit IT, doch immer noch gibt es viel zu viele Manager, die der Überzeugung sind, dass es schon irgendwie geht. Dabei wird übersehen, das ohne IT weder Angebot geschrieben noch Rechnungen gedruckt werden können.

Die EDV hat die Nische schon lange verlassen und sich zu einem zentralen Bestandteil einer Firma gewandelt. Vor einigen Jahren gab es mal eine Studie, die ermittelte, dass es Firmen gibt, die auf Grund von defekter zentraler IT Pleite gingen. Nicht umsonst gehört der IT/EDV Verantwortliche bei großen Unternehmen inzwischen zur Geschäftsführung.

Nicht immer ist das große Geld nötig für eine sinnvolle und kluge IT Struktur im Unternehmen. Wichtig ist, dass eine klare Strategie vorhanden ist und gelebt wird. Zur Unterstützung kann auch auf Systemhäuser zurück gegriffen werden. Sie können Konzepte entwickeln und das komplette Hosting inkl. Betreuung übernehmen.

Im Jahre 2010 gibt es in Deutschland keine Ausrede mehr, dass es zu teuer ist oder noch besser, nicht nötig sei.  Immer noch wird viel zu viel Geld damit verbrannt, dass nicht verstanden wird was eine gut laufende EDV Infrastruktur bedeutet.

Sie sollen sich schämen – Ein paar Gedanken zum Einkommen unserer niedergelassenen Ärzte

http://www.forum-gesundhe…pl?artikel=0434

In einem langen Artikel über Gesundheitsminister Philipp Rösler werden ein paar Zahlen zur Einkommenssituation der niedergelassenen Ärzte erwähnt. Es wird Andreas Köhler, der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, zitiert. Er hat neulich bekannt gegeben, dass die Einkommen der Ärzte seit 2007 um 3,4 Milliarden Euro gestiegen sind. In der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Ende des zweiten Weltkrieges waren Ärzte also die Ausnahme bei der Einkommensentwicklung. Rein rechnerisch hat jeder Arzt ein Einkommensplus von 37.000 Euro verzeichnet. Nun weiß ich nicht so genau, warum Herr Köhler auf die Idee kommt zusätzlich für dieses Jahr nochmal 1,7 Milliarden Euro zur Einkommensverbesserung zu fordern.

Wenn ich diese Zahlen so lese, dann hätte ich vielleicht damals doch Medizin studieren sollen. Wer hat es schon geschafft im letzten Jahr einen so stattlichen Einkommenszuwachs hinzubekommen? Ich kenne keinen. In den letzten beiden Jahren wurde in der Wirtschaft gespart was das Zeug hält.

Anscheinend geht es Deutschland immer noch zu gut.  Anscheinend kann es sich das leisten, Steuermittel zu nehmen und umzuverteilen. Wobei die Situation eigentlich noch viel bizarrer ist. Der Staat verspricht Mittel, doch er zahlt nur bedingt, das meiste Geld müssen die Krankenkassen aufbringen und damit die Versicherten der Krankenkassen. Wenn diese also die Beiträge erhöhen, wir also mehr zahlen müssen, dann geben wir damit unseren Anteil zum gestiegenen Einkommen.

Wenn du also wieder zum Arzt gehst, brauchst du nicht so viel Scheu zu haben. Denke einfach daran, dass du ihn schon bezahlt hast, obwohl er noch nichts für dich getan hat.

Die tote Lebende aus dem Iran

http://sz-magazin.sueddeu…/anzeigen/32571

Der anhängende Link verweist auf einen Artikel des Wochenendmagazins der SZ. In ihm geht es um die NICHT getötete aber für tot erklärte Iranerin Neda Soltani. Kannst du dich noch erinnern? Im letzten Jahr gab es nach den Wahlen im Iran heftige Demonstrationen. Dabei wurde eine junge Studentin erschossen. Leider nahm es irgend jemand mit der Recherche nicht so genau und verwendete nicht das Foto der toten Studentin, sondern das einer noch lebenden anderen Frau.  Als Ergebnis ging ihr Foto um die Welt anstatt das einer anderen. Leider bekamen das auch die iranischen Machthaber mit. Diese versuchten nun ihrerseits Kapital aus der Situation zu schlagen und wollten die lebende junge Frau erpressen, sich für Propaganda zur Verfügung zu stellen. Was genau dabei alles geschah, darüber schweigt sie. Das Ergebnis war ihre Flucht aus dem Iran und ein zerstörtes Leben.

Der Bericht zeigt auf erschreckende Weise, dass es um Nachrichten geht. Egal ob diese ganz oder halb wahr sind. Hauptsache schnell eine heiße Story, die sich gut an denn Mann bringen läßt. Dabei ist es egal, ob Menschen dabei geschädigt werden. Was ist ein Menschenleben noch wert? Als vor Jahren ein James Bond kam und in „Der Morgen stirbt nie“ ein gnadenloses Nachrichtenwesen dargestellt wurde, glaubten die meisten, dass es schrecklich übertrieben ist. Nach dem Bericht über die junge Frau aus dem Iran bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Über den Sinn von Social Networking

Nein, ich möchte kein Fan einer Brezel in Facebook werden. Auch habe ich keine Bedürfnisse Herzen, die hässlich aussehen, durch die Gegend zu schicken. Viel lieber gehe ich im realen Leben mit einer Freundin essen oder spazieren. Wenn ich mir anschaue, wie dämlich viele Spiele, Tests und Quizze sind, dann frage ich mich wie es um uns Menschen bestellt ist. Wir sitzen vor den Kisten, aber im normalen Leben können wir nicht miteinander reden. Warum ist das nur so? Wobei wenn ich im Netz genauer hinschau, dann frage ich mich, ob wir wirklich mit einander reden oder ob das nicht nur so scheint. An vielen Stellen sind es einfach nur Monologe in der Hoffnung, dass sich jemand dafür interessiert.

Was wäre, wenn wir den Spieß einmal umdrehen würden und nicht selbst irgendein komisches Spiel spielen, sondern die anderen z. B. in der Community fragen, wie es ihnen geht. Wir sollten aufhören darauf zu warten, dass andere sich für uns interessieren. Wir sollten anfangen uns für andere zu interessieren. Frage doch einfach mal nach.

 

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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