Guck mal!

 

Wenn Alex und ich unterwegs sind, dann geschieht es immer wieder, dass er ausruft: Guck mal! Dann deutet er mit dem Arm in die Richtung, in die ich schauen soll. Irgendwie bin ich meistens nicht so schnell mit gucken, bzw. ich gucke zwar, weiß aber nicht worauf. Da bei Alex Vögel sehr beliebt sind, handelt es sich oft um diese. Es muss allerdings nicht so sein. Und so sind wir oft schon am Objekt des Guckens vorbeigefahren bis ich es entdeckt habe. Mich ärgert das, aber das macht es nicht besser. So haben wir jetzt ein Guckmal Training vereinbart. Ich weiß zwar noch nicht, wie wir das machen, aber vielleicht bin ich dann endlich schneller und sehe auch was ich sehen soll bevor wir vorbei sind.

Ist es nicht im Leben oft auch so? Wir leben unser Leben und plötzlich ruft uns jemand zu “guck mal”. Doch wir wissen nicht worauf wir schauen sollen. Wir suchen mit den Augen das Blickfeld ab, doch es gibt soviel was gemeint sein kann. Die Blume im Vordergrund, die Berge am Horizont oder aber etwas ganz anderes. Unser Leben bleibt aber nicht stehen, während wir schauen läuft es mit uns weiter. So gibt es in unserem Leben immer wieder Chancen und schöne Dinge, die uns erfreuen können. Wichtig ist, dass wir unser Auge darauf trainieren, sie zu im richtigen Moment zu sehen.

 

Meine Freiheit der persönlichen Entscheidung ist ein Menschenrecht

Nichts schätzen wir Menschen, zumindest in der westlichen Welt, so hoch wie die persönliche Entscheidungsfreiheit. Gleichzeitig leiden wir unter nichts so sehr wie unter ihr. In ihr sehen wir das individuelle Grundrecht, also einen Teil, der uns als Persönlichkeit auszeichnet. Besonders Amerika ist dafür ein Musterbeispiel, aber nicht nur sie. Der Namensanteil Freiheit wird dabei hoch gehalten. Manchmal kommt es mir so vor, als würde er wie eine Monstranz vor einem her getragen. Zumindest immer dann, wenn eine Entscheidung verteidigt wird. Wenn ich allerdings anschaue, welche Auswirkungen diese persönlichen Entscheidungen auf mein Leben und auf das Leben meiner Umwelt haben, dann wäre es wohl besser, ich würde nicht nur an mich denken bei der Entscheidungsfindung. Es bliebe uns Menschen wohl einiges erspart, wenn wir alle das tun würden.

Dabei finde ich eines noch viel erstaunlicher. Dem Gott, der uns Menschen geschaffen hat, war es wichtig, dass wir Menschen diese persönliche Entscheidungsfreiheit haben. Auch und obwohl wir bei unseren Entscheidungen nicht alles wissen, bzw. dieses Wissen ignorieren. Diesem Gott war es wichtig, dass wir die Möglichkeit haben selbst über unser Leben und die Art, wie wir es führen zu entscheiden.

Weil ich aber nicht alles weiß, darum frage ich ihn um seinen Rat. Ich kann ihm vertrauen, denn er hat mich ja geschaffen. Du kannst das übrigens auch, denn auch du bist von ihm gewollt. Ich frage ihn ob die Entscheidung richtig ist, bzw. bitte ihn mir zu zeigen was die richtige Entscheidung ist. Für mich ist das keine Einschränkung dieser Freiheit, sondern die Möglichkeit mich zu entfalten. Gott bietet mir seine Wissensdatenbank an und das finde ich klasse.

Grippekrank und doch gesund

Am Donnerstagabend kam Alex völlig k.o. von der Arbeit. Als er kam, war das erste was er ansteuerte eine Aspirin. Er fühlte sich total schlapp und hatte Gliederschmerzen. Als unser Besuch gegangen war gingen wir sofort ins Bett. Zu dem Zeitpunkt hatte Alex schon Fieber und das trotz Aspirin. Ich musste schmunzeln als ich ins Bett kam. Auf meinem Kopfkissen lag das Thermometer. Es sollte wohl in seinem Auftrag sagen, hier schau, ich bin wirklich krank.

Als er am morgen, besser gesagt am Vormittag das erste Mal aufstand, sah er aus wie ein Schluck in der Kurve. Nach einem Stück Hefezopf ist er von ganz allein wieder ins Bett getrabt. Dort war er den ganzen Tag und hat geschlafen.

Ich war gar nicht glücklich darüber, dass er krank geworden war. Noch dazu Grippe. Was sollten wir machen? Zwei Termine warten am Wochenende auf uns, wo ich nicht auf ihn verzichten möchte. Heute fahren wir für einen Vortrag (über die Liebe) nach München und morgen werden wir in Schweinfurt sein und ein neues Internetprojekt vorstellen und um Unterstützung werben. Also fingen wir sofort an darum zu beten, dass Gott ihn am Sabbatmorgen wieder fit sein lässt. Ich muss gestehen, dass es für mich spannend war Gottes Wirken zu erleben. Bereits gestern Abend hat er schon wieder viel munterer geschaut, das Fieber war fast weg.

Heute morgen ist er wieder fit und wir können jetzt gemeinsam nach München fahren. Ansonsten bleibt mir nur noch danke zu sagen. Danke mein Gott, das Du unsere Gebete erhört hast und Alex Grippe mit einem Tag schlafen vorbei war.

Leuchtende Augen: Ich hab dich lieb

Ich hab dich lieb, das sage ich meinem Mann jeden Tag. Obwohl er es jeden Tag in meinen Augen sieht, wie sehr ich ihn liebe. Er sagt mir „Ich habe dich lieb“ und das obwohl ich es an seinem Handeln ablese, dass er mich liebt.

Wir Menschen brauchen diese Liebe und Wertschätzung. Sie ist unabhängig vom Handeln und Besitz des anderen. Sie gilt nur ihm und dass er oder sie da ist. Damit ist diese Liebe etwas ganz Besonderes. Sie prägt unser Handeln und ist zu vielen Opfern bereit, nur um mit dem geliebten Menschen zusammen zu sein.

So ist Gott auch. Er liebt dich und mich, und das obwohl wir nichts haben, was wir ihm dafür geben können. Er liebt mich, auch wenn ich diese Liebe gar nicht will und sie nicht erwiedere. Er liebt dich auch dann noch, wenn du ihm untreu bist und einen anderen Gott bevorzugst. Er liebt dich sogar, wenn dein Handeln nicht gut ist. Oder wenn du ihm sagst, dass du ihn auch lieb hast, aber dein Verhalten deiner Familie und Umwelt gegenüber schlecht ist.

Gottes Liebe dir und mir gegenüber ist grenzenlos. Wenn mein Tank mit Liebe leer ist, dann gehe ich zu ihm und bitte ihn diesen Tank neu zu füllen. Das Wunderbare ist, dass er das immer tut. Er füllt ihn einfach so, ohne Bedingungen. Dabei ist es egal wem deine Liebe gelten soll, ob deinem Partner, deiner Familie, Freunden oder Fremden. Er füllt deinen Tank mit großer Freude, denn er gibt gerne an alle, die ihn darum bitten. Dann kannst du, so wie ich, mit leuchtenden Augen jemanden anschauen und sagen: Ich habe dich lieb!

Leckere einfache Hefeklöße, ein Rezept zum Nachmachen

Gestern Mittag war ich dran mit Kochen. Nach einigem Nachdenken haben wir uns für Hefeklöße entschieden. Meine Oma hat die früher immer mal gemacht. Ich hatte es vor langer Zeit mit Germknödeln probiert, doch die waren nicht befriedigend ausgefallen. Also suchte ich ein anderes Rezept. Weil es so mega gut und lecker und einfach ist, hier für dich unser Rezept zum Nachmachen.

500 g Mehl (100 g pro Person), 1 Päckchen Hefe, 10 g Zucker, ca. 250ml lauwarme  (Soja-)Milch, 2 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, Salz

Aus Mehl, einem Teil Milch, Zucker, Hefe einen Vorteig machen und ca. 10 min gehen lassen. Dann alle restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten und eine halbe Stunde gehen lassen. Der Teig darf nicht zu fest sein, lieber etwas weicher. Danach 12 kleine Klöße aus dem Teig formen.

Einen flachen, größeren Topf nehmen und Milch und ca. 100 g Butter hineingeben. Den Boden des Topfes sollte mit ungefähr 2 cm Milch und der Butter gefüllt sein. Die Butter schmelzen lassen. Aber nur warm machen, nicht kochen.

Dann dorthinein die Hefeklöße setzen und noch einmal 20-30 min gehen lassen. Das ganze 20 min bei 160 Grad Umluft backen. Wichtig, den Deckel nicht vom Topf nehmen, bis die Hefeklöße fertig sind!

Wir haben über die Hefeklöße zerlassene Butter gegossen und dazu Pflaumenkompott gegessen. Alex findet, dass dazu unbedingt Pflaumenmus gehört. Heidelbeerkompott schmeckt aber auch gut dazu.

Es ist ein leckeres und einfach zu bereitendes Essen. Uns allen hat es sehr geschmeckt. Es wird es also wieder mal geben.

Guten Appetit!

 

 

 

Was eingelaufene Pfade und Bauchtanz miteinander zu tun haben

Hihi, heute habe ich mich für einen Kurs bei der Volkshochschule angemeldet. Viele Jahre ist es her, als ich das letzte Mal einen Kurs besuchte. Immer wieder scheiterte es an der Ressource Zeit. Meine Mama würde es anders ausdrücken, das Bedürfnis war wohl nicht hoch genug. Nun habe ich es gewagt und mich angemeldet.  Bei was?

Lach, beim Bauchtanzkurs für Anfänger. Vor einigen Jahren bin ich durch einen Fernsehfilm dazu animiert worden. Doch nie habe ich es in die Tat umgesetzt. Vor ein paar Tagen sah ich beim Mediamarkt den Frühjahrskatalog unserer Vhs liegen und nahm einen mit. Und tatsächlich, es wurde auch ein Bauchtanzkurs angeboten. Nach einem kurzen Zögern habe ich mich online angemeldet.

Ich muss gestehen, ich bin total gespannt.  Nach dem Prinzip, ab einem gewissen Alter kann Frau sich nicht mehr blamieren, habe ich es gewagt. Für mich, die ich in Sachen Rhythmus und gleichzeitiger Körperbewegung eine absolute Niete bin, ist das ein echtes Wagnis. 🙂 Doch was ist das Leben, wenn wir nicht mal Dinge tun, die Abseits unseres normalen Verhaltens sind? Wir beide, Alex und ich, verlassen diese Pfade jedenfalls viel zu selten. Wie ist es bei dir? Wenn es dir genau so geht, dann möchte ich dich animieren es mir gleich zu tun und die eingelaufenen Verhaltenspfade mal zu verlassen und etwas Neues zu wagen.

Ich freue mich jedenfalls schon auf meinen Bauchtanzkurs.

Geld allein macht nicht glücklich…

http://www.focus.de/reise…aid_434270.html

…aber es hilft schon sehr. So lautet ein immer gerne zitierter Spruch. Dieser Tage geht ein Österreicher in die entgegengesetzte Richtung. Er hatte diesen Spruch bereits in jungen Jahren Realität werden lassen. Nun verkauft er gerade seine Villa, um mit dem Geld ein Hilfsprojekt für Kleinkredite zu realisieren. In einem Interview für Chrismon sagte er, dass es ihm nicht gelungen ist mit Geld wirkliche Zufriedenheit zu erlangen. Als er das alles hatte, was viele von uns gerne haben wollen, stellte er fest, dass es nichts wert ist. So fing er an seinen Besitz abzuwickeln. Ich finde diese Entschiedenheit bewundernswert. Wie viele Menschen haben den Mut einen so radikalen Schritt zu vollziehen? Doch nicht nur das, reden können wir alle gut und viel. Er hat nicht nur geredet, sondern alles auch in die Tat umgesetzt. Ich stellte mir beim Lesen die Frage, ob ich bereit wäre auf einen Teil meines kleinen Besitzes zu verzichten. Nicht nur theoretisch, sondern praktisch und in der Realität. Ich wünsche ihm, dass er findet, was er sucht. Sicher bin ich mir nicht, denn diese Zufriedenheit, die er sucht, findet er nicht auf diese Weise. Wenn er wirklich und konsequent zufrieden sein will ohne Kompromisse, dann führt an Jesus Christus kein Weg vorbei.

Kulturhauptstadt Europas 2010 ist Essen

http://www.essen2010.com/Deutsch/Start/

Eine weitere Station auf der Reise durch den Ruhrpott war Essen. In Essen war der erste Anlaufpunkt ein wunderbarer Döner. Für Extrawünsche gab es nur das Problem der Verständigung. Schade!

In Essen gibt es abgesehen von einigen klassischen Museen auch die Stiftung Zollverein. Das ist eine alte Steinkohlezeche, die vor einigen Jahren stillgelegt wurde. Wie das Stahlwerk in Duisburg wurde auch dieses erhalten und einer neuen Verwendung zugeführt. In den Hallen gibt es jetzt mehrere unterschiedliche Museen und Veranstaltungsflächen. Außen herum wurde die Fläche in einen Park verwandelt, der sehr schön sein soll. Bedingt durch den Schnee war das für uns nur zu erahnen. Wir schauten uns die alte Kohlewaschanlage an und ließen uns die einzelnen Arbeitsschritte und das Leben in der Zeche erklären. Auch wenn ich bedingt durch meine Kindheit im Erzgebirge einiges zum Thema  Bergbau weiß, ist der Kohleabbau doch noch einmal etwas anderes von seiner Art und Weise.

Die gesamte Anlage konnten wir gestern leider nicht mehr anschauen, deshalb wollen wir dort auf jeden Fall nochmal hin. Es gibt auch noch einige Museen, deren Ausstellungen wir anschauen wollen. Unter anderem das red dot Museum.

Uns haben die Tage im Ruhrpott gelehrt, dass es besser ist sich eine eigene Meinung  zu bilden und nicht die Meinung anderer zu übernehmen. Das Bild über den Ruhrpott hat sich verändert, doch das war nicht zum Schaden der Region.

Das Stahlwerk als Landschaftspark in Duisburg

http://www.landschaftspark.de/de/home/index.php

In meiner Vorstellung ist der Ruhrpott keine Region, die mir gefällt. Es sind viele Menschen auf einem Haufen, es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit und viel Tristes.

Gestern wurde gegen dieses Klischee erfolgreich gekämpft. Wir begannen unsere Erkundungstour in Duisburg im Landschaftspark Nord. Zum Glück kannten wir den neuen Namen am Anfang nicht, denn sonst wären wir dort nicht hingefahren. Wie soll denn auch mitten in Duisburg ein interessanter Landschaftspark sein? In meinen Augen ist es etwas, was nicht zusammen passt. Vom Ursprung ist es ein altes Thyssenstahlwerk. Dieses wurde nicht am Ende seiner Laufzeit abgerissen, sondern nur gesichert. So ist alles zu besichtigen, vom Anlieferbereich der Kohle und des Eisens über das Kühlsystem, bis hin zum eigentlichen Ofen.

Für uns beide war es das erste Mal, dass wir so etwas besichtigten und es war mega-spannend. Jörg und seine Frau erklärten uns, wie die Stahlproduktion verläuft und wie die Anlage genutzt wurde. Wir hörten etwas über die komplizierten Logistikprozesse, die den Betrieb überhaupt möglich machten und wir staunten.

Das Ganze war mit herrlichem Winterwetter gepaart und machte die Besichtigung zu einem Erlebnis. Einen kleinen Eindruck dazu gibt es im Fotoblog meines Mannes zu sehen. Kennst du den Komplex noch nicht, dann lohnt es sich, mal dorthin zu fahren.

 

Kameras und Objektive, wunderbare Spielzeuge

http://www.drachenfotografie.de/default.php

Derzeit besuchen wir Freunde im hohen Westen. Für uns ist Mönchengladbach ziemlich weit oben. Jörg betonte gerade, dass hier Westen und nicht Norden ist. Ursprünglich wollte ich heute etwas von unserer holländischen Familie schreiben. Doch jetzt stehen Alex und Jörg im Arbeitszimmer und diskutieren über Kameras. Im Verhältnis zu uns ist Jörg ein Vollprofi, mit einer Leidenschaft für Nikon. In seinem Büro stehen ganz viele schöne Dinge zum Fotografieren. Alex steht da und spielt. Es werden Blitze und unterschiedliche Objektive ausprobiert und getestet. Es ist einfach ein schönes Bild, die beiden Männer beim Spielen. Das größte Objektiv wiegt 4 Kilogramm und hat einen Spezialstand zur Bedienung. Kennst du den Spruch auch? Kleine Kinder, kleines Spielzeug. Große Kinder, großes Spielzeug. In diesem Fall hat sich das auf jeden Fall bestätigt. Wir werden jetzt losziehen mit vielen Kameras und Objektiven bewaffnet und Schnee fotografieren. Oh, das wird bestimmt ein großes Vergnügen! Denn ich muss gestehen, es ist auch für mich eines. Ich beziehe mich in diesen Spruch mit ein.

In den nächsten Tagen wird es also Fotos von dieser heutigen Tour geben. Ich bin gespannt.

Wir wünschen euch einen schönen Tag.

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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