Der Fall Mirco oder: Wie Traumatisierungen Menschen verändern (können)

Heute ein zur Verfügung gestellter Fachbeitrag.

Als der kleine Mirco verschwunden ist, ging wieder einmal ein Aufschrei durch die Medien. Schon wieder ist ein Kind verschwunden, wieder dieses Bangen und Hoffen, dass er lebt. Dann wurde der kleine Junge tot aufgefunden und der Täter war auch schnell gefasst. Heute las ich in der Zeitung, dass der Täter in seiner Kindheit angeblich selbst sexuell missbraucht worden ist und dies ein mögliches Tatmotiv sein könnte. Zunächst dachte ich, was für eine billige Ausrede. Wenn ein sexuell missbrauchtes Kind als Erwachsener wieder Kinder missbraucht, gäbe es keine Menschen mehr, die dieses Schicksal nicht erlebt haben. Doch dann fragte ich mich, ob diese Reaktion nicht zu kurz gedacht ist.

Traumata sind weit verbreiteter als wir denken. Experten gehen davon aus, dass bis zu 80% der Menschen einmal in ihrem Leben ein traumatisches Erlebnis widerfährt: Der plötzliche Tod eines Elternteils, ein Verkehrsunfall, (sexuelle) Gewalt, Naturkatastrophen, … Traumatische Ereignisse sind dadurch gekennzeichnet, dass die natürlichen Reaktionsmöglichkeiten außer Gefecht gesetzt werden, Kampf oder Flucht sind unmöglich: Extreme Hilflosigkeit und unmittelbare Todesangst traumatisieren, der Mensch erstarrt.

Vor allem traumatische Erfahrungen in der Kindheit entstellen das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen radikal, es lassen sich sogar hirnphysiologische Veränderungen im Hirn nachweisen, die durch den extremen Stress entstehen. Das traumatische Erlebnis ist quasi aus der Zeit gerissen, der Betroffene weiß nicht, dass „es“ vorbei ist, sondern erlebt es in sogenannten flash-backs hautnah und ebenso intensiv wie das ursprüngliche Geschehen. Hinzu kommt, dass diese Erinnerungen der Sprache oft nicht zugänglich sind (auch eine Folge der Hirnveränderungen in der traumatisierenden Situation).

Schwere psychische Störungen bis hin zu Selbstverletzungen, Persönlichkeitsabspaltungen oder Dissoziation (= Menschen „steigen“ aus, können Situationen wie Unbeteiligte „beobachten“) können die Folge sein. Die Auswirkungen von Traumatisierungen sind unberechenbar, man weiß nie, was sie an Veränderungen in der Persönlichkeit auslösen.

Für Nicht-Betroffene ist dies schwer nachvollziehbar und auch unverständlich, vor allem für nahestehende Menschen. Allerdings sind diese Symptome vergleichsweise selten, die meisten Menschen verarbeiten traumatische Erlebnisse gut und auch ohne Hilfe von außen. Wenn das nicht gelingt, gibt es natürlich professionelle Hilfe um die Folgen zu minimieren. Auch Gott kann dir helfen, wenn du etwas Traumatisches erlebt hast. Jetzt denkst du vielleicht: Die hat ja gut reden. Ja, das habe ich, denn ich habe es geschafft 🙂 Ich war viele Jahre schweren traumatischen Erlebnissen ausgesetzt und lebe heute, nach noch mehr Jahren harter Arbeit und Gottes Hilfe nahezu ohne Beeinträchtigungen. Und wenn ich das kann, dann schaffst du das auch! Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen dafür, es lohnt sich!

Warum bin ich Christ: Weil ich hier groß geworden bin

Warum bin ich Christ? Diese Frage wurde am Wochenende intensiv diskutiert. Eine Antwort, die kam, war mir dabei neu. Ich hatte sie bis dahin noch nicht gehört.

“Ich bin Christ, weil ich hier im christlichen Abendland geboren wurde. Wäre ich in Indien geboren, wäre ich vielleicht Hindu.” Man könnte auch sagen, weil es halt üblich ist.

Philosophisch betrachtet ist dies sicher ein interessanter Denkansatz. Ich frage mich aber ob die Antwort und die Frage zusammen gehören. Ist nicht die Erziehung und die Gesellschaft nur eine Basis, auf der wir aufsetzen? Irgendwann treffen wir unsere eigenen Entscheidungen und diese gehen nicht immer mit der gelernten Basis konform.

Christsein ist nur auf dem ersten Blick die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Wenn ich mich Christus zuordne, dann ist dies eine willentliche Entscheidung mein Leben über diesen Christus zu definieren. Deshalb greift die Antwort zu kurz.

Ein versteckter Landgasthof vor den Toren von Nürnberg

http://www.landgasthof-gentner.de/index.php

Jetzt am Wochenende haben wir, mitten in einer Siedlung einen Landgasthof entdeckt, der eine Erwähnung wert ist. Die Entdeckung machten nicht nur wir, sondern auch die Bewerter von Guide Michelin.

Mit dem Essen ist genau das gelungen, was sich das Team um Harald Gentner vorgenommen hatte. Eine regionale und bodenständige Küche auf hohem Niveau. Keine moderne Nanoküche, keine Geschmacklichen Verirrungen, keine Experiemente die zu einem Komentar ala ist ja interessant verleiten. Es ist einfach lecker und gut.

Die Inneneinrichtung ist warm, herzlich und sehr geschmackvoll. Es lohnt sich dort hin zu fahren und auch eine größere Strecke in Kauf zu nehmen.

Abgesehen vom Restaurant gibt es im Landgasthof Gentner schöne, schlicht eingerichtete Zimmer, in denen Mann und Frau sich wohlfühlen kann. Für uns persönlich ist es nur die Sauna die fehlt. Für die Hauptzahl der Geschäftsreisenden ist es wohl nicht das Thema.

Hier noch einpaar Fotos zum Eindruck gewinnen.

Hilfe, gebt mir Ruhe

Weise und kluge Leute reden davon, wie wichtig es ist zur Ruhe zu kommen. Manche, die nichtweise sind, auch, so wie wir. Doch am Ende des Tages, wenn man selbst nicht zur Ruhe kommt, steht man da und …nun?

Geht es dir auch so? Die Theorie ist das eine. Alle Kniffe und Tricks hundert mal gehört und selbst ausprobiert. Manche funktionieren, manche nicht.  Doch jedesmal aufs neue wird die Suche nach Ruhe eine Herausforderung.

Kann es also sein, dass unser Leben einfach zu voll ist? Wollen wir zu viel vom Leben? Kann es nicht schnell genug, nicht viel genug sein? Ist es das, was uns die Luft raubt, die wir so dringend brauchen, wenn wir zur Ruhe kommen wollen?

Da geht die Woche zu Ende und du hast das Gefühl, noch jede Menge Dinge tun zu müssen. Die gute Nachricht ist, eine neue Woche beginnt im Anschluss an die alte. Auch wenn wir denken, dass alles noch sein muss, so sind es meistens wir selbst die uns die Aufgaben auflegen.

Etwas, was wir genießen, ist unser Tag Pause machen am Samstag, also heute. Wir erleben wie unser Kopf einige Zeit braucht um zur Ruhe zu kommen. Gott, Alex und ich reden darüber was uns bewegt und in der vergangenen Woche hält. Wir delegieren an Gott ab, was wir nicht lösen können und bitten ihn den Alltag hinter uns zu lassen. Und dann gibt es einen Moment und wir wissen, jetzt sind wir da. Das ist für uns zur Ruhe kommen.

Hast du das noch nicht erlebt? Wir empfehlen es Dir selbst auszuprobieren, um zur Ruhe zu kommen.

Die Verzweifelten oder die Selbstmordrate in Deutschland

http://www.sueddeutsche.d…elten-1.1053113

Nirgendwo liegt die Selbstmordrate in Deutschland so hoch wie in Bayern. Auch wenn der Unterschied nicht riesig ist, so wird er doch signifikant genannt. In Bayern setzen 12,9 Menschen von 100000 ihrem Leben selbst ein Ende. Im Durchschnitt nur 10,6 auf 100000 Einwohner. Es wurden Untersuchungen angestellt, warum dies so ist und nun schon seit einigen Jahren. Genau kann es niemand sagen. Als ich den Artikel zu Hause vorlas, war der Kommentar simpel. Den Bayern geht es einfach zu gut. Sie haben zu viel Zeit über das Leben zu reflektieren. Wenn ich den Vergleich mit Brandenburg nehmen wo die Rate bei 8,9 Suiziden pro 100000 Einwohner liegt, so drängt sich das schon irgendwie auf. Oder haben die Bayern nur mehr Zeit als andere? Ich fand es auf jeden Fall interessant, dass es laut Polizei Brennpunkte gibt, die besonders beliebt sind. Werden diese Stellen entschärft, sinkt die Rate. Anscheinend, so die Schlussfolgerung, weichen nicht alle an andere Stellen aus. Von daher lohnt es sich tatsächlich, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen um die Selbstmordrate zu senken.

Facebook, Social Media und der Umgang damit …. wo geht die Reise hin?

Neulich war ich in Facebook unterwegs und las von meinen Freunden wo sie gerade auf Reisen sind. Der eine schrieb aus NewYork, der andere war beim Ski fahren, zu Hause waren die Wenigsten.

Während ich in einer Mischung von „ich will auch“ bis “ bin ich froh, das nicht“ die Posts las, stellte ich mir die Frage, wer sie wohl sonst noch liest. Kann es passieren, dass nicht nur Freunde lesen, dass die Wohnung leer steht? Wie wäre es, wenn die Wohnung plötzlich um ein paar Gegenstände erleichtert wäre?

Die schöne neue Social Media-Welt ist toll. Sie hat aber ganz klar auch ihre Herausforderungen. Nachdem Unternehmen in den letzten Jahren mit großer Begeisterung den Bereich Social Media förderten, fangen jetzt die Ersten an in die Gegenrichtung zu lenken, zumindest wenn es um die eigenen Mitarbeiter geht. Immer mehr Unternehmen erarbeiten Regeln und Verhaltensvorschläge im Umgang mit geschäftlichen und auch privaten Informationen, die in Facebook und Co. gepostet werden.

Muss wirklich jeder wissen, dass du im Kurzurlaub unterwegs bist und wo? Aber worüber schreibt man dann? Ich glaube, dass wir Nutzer von Facebook und Co. noch lernen müssen, mit dieser neuen Art der Kommunikation umzugehen. Wenn das nicht gelingt, wird es auch nur eine bessere Art von Werbeplattform für Firmen werden.

Ein paar Gedanken zu einer Beerdigungsrede

In der letzten Woche ist eine Freundin von uns beerdigt worden, mit 42 Jahren. Von der Diagnose bis zur Beerdigung lag ein halbes Jahr. Fassungslosigkeit und Unverständnis macht sich in vielen Herzen breit. Die Beerdigung brachte dies durch die hohe Anteilnahme zu Ausdruck.

Wie geht man aber damit um, wenn man die Aufgabe hat eine Beerdigungsrede zu halten. Welche Elemente sollte diese enthalten? Im Grund gibt es zwei Varianten. Nachdem (so ist es Brauch) eine Art Lebenslauf des Verstorbenen erzählt wurde und es in irgendeiner Form musikalische Beiträge gibt, kommen diese Beiden zum Tragen.

Beerdigungsrede Variante 1: die für Nichtchristen

Ist eigentlich schwierig. (Ich möchte nie in diese Lage kommen.) Wenn der Verstorbene nicht an Jesus als seinen Mittler geglaubt hat, dann gibt es für ihn nun keine Perspektive mehr. Damit ist die Möglichkeit eines Wiedersehens ausgeschlossen. So kann sein Tod nur eine Warnung für die noch Lebenden sein, sich richtig zu entscheiden und ihrem Leben eine andere Wendung zu geben.

Beerdigungsrede Variante 2: die für Christen.

Die finde ich recht einfach, da der empfundene Verlustschmerz mehr ein egoistisches „nun bin ich allein“ als eine tatsächliche Verabschiedung ist. Deshalb sollten eigentlich christliche Beerdigungen richtige Feiern sein. Das nächste was der Verstorbene erlebt, ist die Wiederkunft Jesus und damit den Beginn seines ewigen Lebens. In der Zeit dazwischen schläft er. Er hat also das Ziel seines Wollens auf dieser Erde erreicht.

Kommst du mal in die Verlegenheit eine Beerdigungsrede halten zu müssen/dürfen, stellt sich für dich die Aufgabe den Blick der Angehörigen von sich selbst weg zu lenken. Am Besten geschieht das mit Verweis auf Jesus. Dann verwandeln sich die Tränen des Abschiedes in Tränen der Hoffnung.

Warum bin ich Christ: von Jesus reden

http://www.thewoodenbridge.de/category/themen/

Warum bin ich Christ: heute von Fank aus Wolfsburg, Beschreibung: junger Mann

Heute möchte ich eine Empfehlung weitergeben für den Blog von Frank. Gina schrieb: „Es ist leider noch ein kleiner Blog und ich hoffe, dass er noch mehr draus macht, vielleicht fühlt er sich ermutigt, wenn du ihn unterstützen würdest. Ich kenne den jungen Mann persönlich, er geht in meine Jugend und nur durch ihn kam ich auf die Idee meinen Blog zu erstellen. Ohne ihn würde es meetingjesus nicht geben. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und ich möchte ihm ermutigen, dass er mit seinem Blog weiter macht.“

Weil ich das auch finde, habe ich den Vorschlag von Gina aufgegriffen. Herzlichen Dank an sie für die Empfehlung. Seine offene und persönliche Art haben mich angesprochen. Frank schreibt in thewoodenbridge nicht über theologische Theorie sondern über sein Leben.

Hallo Frank, bitte schreibe weiter. Wir lernen „leider“ nun mal am meisten aus unserem Versagen, wenn es richtig weh tut. Deshalb ist dies ein leider notwendiger Teil unseres Lebens. Andere Menschen haben nur dann eine Chance zu lernen, wenn wir ihnen aus unserem Leben erzählen.

Wenn der Zukunftsbringer Davos besuchen würde…

Diese Woche waren die Großen, Reichen und Mächtigen der Welt in Davos zusammen. Es wurde über die Wirtschaft und die Umwelt gesprochen. Es ging um Beziehungen zwischen Staaten, soziale Brennpunkte, Krankheitsbekämpfung und Ernährung. Kurz zusammen gefasst um eine bessere Zukunft.

Doch wie willens die Menschen auch immer sein mögen, gibt es Grenzen, die nicht überschritten werden (können). Käme jetzt ein charismatischer Redner, der genau das versprechen würde hätte er alle Aufmerksamkeit für sich. Was wäre das doch schön…. Jemand, der weiß wie wir es anstellen müssen, dass die Ernährung der immer mehr werdenden Menschen kein Problem darstellt. Einer der eine Lösung hat für das viele Leid, die Kriege und den Hass in unseren Herzen. Wie schön wäre es, wenn wir keine Krankheiten mehr hätten und nicht sterben müssten. … und so weiter.

Was würde dann geschehen? Beim Frühstück heute morgen war das unser Thema. Im Ergebnis sind wir darauf gekommen, dass dieser Mensch wahrscheinlich einen frühen Tod erleiden würde. Denn wer will schon wirklich so eine Welt haben? Oder aber sie würden diesen Menschen in die Psychiatrie einweisen als Spinner.

Genau so gehen die Menschen auch tatsächlich mit dem um, der diese Fragen und Probleme beantwortet hat. Wenn Jesus heute auf die Erde käme, würden wir Menschen nicht besser mit ihm umgehen, als die Menschen damals. Trotzdem bleibt seine Aussage „Ich bringe euch Frieden, Sicherheit, Gesundheit, Leben und damit Zukunft“, gültig. Es liegt an jedem von uns selbst, wie wir auf sein Angebot reagieren.

Beziehungspflege geht nur mit Ruhe und nicht auf der Überholspur

Wir war deine Woche? Kannst du dich noch daran erinnern oder musst du deinen Kalender zur Hand nehmen um zu überlegen was alles gewesen ist? Unser beider Woche war nur halb gut. Halb weil wir nicht zusammen waren und nur wenig Zeit hatten miteinander zu telefonieren. Wenn wir miteinander sprachen, merkte ich, dass wir unzufrieden waren.

Erst als ich Ruhe hatte um darüber nachzudenken, was mir fehlt, wurde mir bewusst, dass es mein Mann war. Wir alle leben in Beziehungen zueinander. Manche sind enger und manche lockerer, doch alle zeichnet ein Band aus, was uns Menschen miteinander verbindet. Wenn unser Leben nur auf der Überholspur ist, kann es passieren, dass wir die Menschen um uns herum verlieren (vielleicht fahren sie in einer anderen Lebensgeschwindigkeit). Deshalb ist es wichtig, dass wir uns nicht nur Zeit nehmen für die Beziehungspflege, sondern auch in Ruhe über die Menschen, mit denen wir verbunden sind, (nach)denken.

Ohne diese Ruhe wird uns nicht bewusst, was wir aneinander haben. Dann sind wir viel schneller bereit diese aufs Spiel zu setzen. Wenn du und ich uns Zeit nehmen, über unsere Familie und Freunde nachzudenken und an sie zu denken, merken wir wieder, was für wunderbare Menschen in unserem Umfeld leben. Dabei ist der Blick auf den anderen das, was wichtig ist, wenn wir zur Ruhe kommen.

Wann bist du das letze Mal zur Ruhe gekommen und hast von deinem Partner oder einem engen Familienmitglied geträumt? Wenn das schon lange her ist, dann wäre heute ein guter Tag um das zu ändern und in Ruhe zu träumen.

PS: Für alle auf der Überholspur: Es gibt auch Parkplätze wo mann sich treffen kann.

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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