Rotterdam, der Osten grüßt den Westen

Unsere Reise entlang der Holländischen Nordseeküste ging weiter nach Rotterdam und Den Haag.

Wir erreichten Rotterdam als ein kleines Autorennen in Gang war. Die Lautstärke war so Ohrenbetäubend, dass Flucht für uns das einzige Mittel blieb. Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind wahlweise und von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Wir haben noch kein wirkliches Muster entdeckt.

Die Innenstadt von Rotterdam erinnert mich an die Bauweise der Ostdeutschen Architekten in den 70- und 80- iger Jahren. Schön finden wir das nicht gerade. Es gab viele und hohe Plattenbauten, mehr oder weniger ansprechend aussehend. Das was wir als Innenstadt entdeckten, hat uns nicht vom Hocker gerissen. Es sah eher wie eine Zweckbau aus.

Der Hafen ist in seiner Größe und Art das wirklich beeindruckende an Rotterdam. Nach Wikipedia ist der Hafen in Rotterdam der Drittgrößte weltweit, mit einer Fläche von ungefähr 100 Quadratkilometern. Eine Hafenrundfahrt lohnt sich also auf jeden Fall mehr als ein klassischer Stadtbummel. (Es sei denn, dass unsere Besichtigung in der “falschen Ecke” von Rotterdam lief.)

Weil wir Beide doch gerne und vor allem gut essen, führte uns unser Weg nach Chinatown zum Dim Sum essen. Es war das erste Mal in Europa ein echter authentischer Chinese. Uns Beiden hat es großes Vergnügen bereitet und da alles bestellte Vegetarisch war, bestand auch keine Gefahr bei “Hund und Katz” zu landen. Kommst du nach Rotterdam, solltest du auf jeden Fall in Chinatown Dim Sum essen gehen.

Und so grüßt der Osten den Westen auf vielfältige und manchmal auch überraschende Art und Weise.

Internetzugang im europäischen Ausland, ein Bericht zu O2 und Vodafone

Heute beginnt sie wieder, die spannende Zeit. Fünf Tage waren wir jetzt an einem wunderbaren Campingplatz mit WLAN, heute starten wir weiter gen Norden und „müssen“ unser vertrautes Netz zurücklassen. Was werden wir finden?

Dass es mitten in Europa so spannend werden würde einen Zugang ins Internet zu bekommen, hätten wir nicht geglaubt. Unser Handyanbieter O2 versprach uns vollmundig einen Zugang. In der Realität und im Kleingedruckten entdeckten wir eine Geschwindigkeitsdrosselung ab 25 MB. Nun im ersten Moment klingen 25 MB sehr schnell und sehr viel. In der Realität ist das eine sehr knapp bemessene Kiste. Nach den 25 MB war die Geschwindigkeit so langsam, dass noch nicht mal ein Chat auf Facebook klappte. Wir fühlten uns von O2 doch etwas auf den Arm genommen. So war ein Arbeiten nicht möglich.

Also begaben wir uns auf die Suche nach höherem Trafic. Wir fanden ihn als Prepaid-Angebot von Vodafone im Shop. Das Ganze kostete uns 30 Euro für einen Monat und beinhaltet 750 MB. Laut Shop und Vodafone sollte alles einfach und sofort funktionieren. Dieses war leider nicht so. Das iPhone von Alex wollte ihn keine holländische App herunterladen lassen, um mal eine der Herausforderungen zu beschreiben. Am Ende waren es einige Stunden Mühen und vor allem das WLAN unseres Campingplatztes was die Nutzung doch noch möglich machten.

Vielleicht sollten Vodafone und O2 nochmal an ihren Angeboten arbeiten, um den Frust beim Kunden runter zu bringen. Was dann wieder für eine verstärkte Nutzung und damit Umsatz sorgen würde.

Wir starten jetzt und lassen uns überraschen, wie es mit unserem Internetzugang aussehen wird. Guten Tag!

Ausgewählter Makler von YHWH

Am Wochenende hatten Alex und ich ein interessantes Gesprächthema. Es ging mal nicht darum, was wir essen wollen und was die nächste Station unserer Reise sein wird, wir hatten eine Person als Gesprächthema. Wir beide kennen diese Person, ob gut kann nur sie selbst sagen.

Im Normalfall haben Personen einen Namen, doch diese hat keinen, den wir kennen. Bekannt ist, dass diese Person viele gute Eigenschaften hat. Sie ist dafür da, uns zu unterstützen und hat einen hohen Anteil an unserer Kommunikation. Sie ist immer für uns erreichbar, ohne Netz und Handy. Wenn wir sie um Rat fragen, bekommen wir immer eine Antwort. Manchmal gefällt uns diese Antwort nicht. 

Jeden Tag aufs Neue nutzen wir diese Person als Dolmetscher zu unserem Vater YHWH. Er sagt von dieser Person, dass sie nicht nur eine Person ist, sondern jedes seiner Kinder einen Anspruch darauf hat. Aufgabe dieser Person ist es uns in unserem Leben und Alltag zu helfen.

Wir haben also hin und her überlegt und versucht das Ganze in eine Sprache zu bringen, die wir selbst verstehen.

Es gibt Menschen, die mit heilig etwas anfangen können. Ich bin nicht so, ich brauche einen Begriff, der in meinem Alltag vorkommt. Heilig kommt in meiner Sprache nicht oft vor und noch weniger als Lob und Anerkennung. In der Bibel wird diese Person als heiliger Geist bezeichnet. Immer wenn ich einen Theologen frage, bekomme ich folgende Antwort: heilig heißt besonders, ausgewählt. Für mich heißt das, dass es ein besonderer/ausgewählter Geist von Gott ist. Doch das ist mir nicht griffig genug.

Wir haben einen anderen Begriff gefunden, der diese Person für uns verständlicher beschreibt: Diese Person ist ein ausgewählter, besonderer Makler von YHWH.

Darunter habe ich eine Vorstellung und du hoffentlich auch.  

Was für eine Verschwendung

Stelle dir mal eine richtig attraktive junge Frau vor. Herrliches langes Haar, ebenmäßge Augenbrauen, einen Hauch Sonne auf der klaren Haut. Der schlanke Hals betont das ebenmäßige Gesicht mit den wunderschönen Lippen und der geraden Nase. Ein Traum von einer Frau.

… und dann nimmt die Frau eine Zigarette und raucht dich an.

Was für eine Verschwendung! In einigen Jahren sind ihre weißen Zähne gelb geworden, die Haut hat seinen Glanz verloren und altert schneller, und und und … Doch das Allerschlimmst für mich ist etwas anderes. Wenn du diese Frau küsst, dann küsst du immer einen Aschenbecher. Der Geruch von Rauch ist überall auf der Haut zu finden. Ihr eigener Körpergeruch, das was Frauen attraktiv macht, der geht verloren. Nicht mehr sie selbst wird gerochen, sondern der Zigarettenrauch, der ihren eigenen Körpergeruch abtötet.

Wer behauptet, dass Rauchen cool macht, irrt gewaltig.

Urlaub in Zeeland

Immer noch sind wir in der Nähe von Middelburg. Der Strand ist schön, das Wasser sauber und klar, die Sonne scheint, und wir sind faul.

Alex hat gestern seinen Rechner beim installieren eines Treibers abgeschossen. Zum Glück sind die Fotos für die nächsten Tage schon auf den Server geladen. Wir hoffen, dass er wieder zum laufen kommt. Alex sagt gerade, dass er wieder tut. (Danke, YHWH)

So bleibt mir nur noch, dir einen schönen restlichen Tag zu wünschen. Ich setze mich jetzt wieder in den Schatten und träume weiter. Ach nein, ich packe die Tasche für den Strand.

 

 

erlebt, lost and found in Middelburg, Niederlanden

Unser Tagesziel war Middelburg auf Zeeland, eine Stadt aus dem 9. Jahrhundert. Sie entstand als Burg zum Schutz gegen die kriegerischen Normannen. Das Zentrum ist nicht riesig und lässt sich deshalb gut zu Fuß ablaufen. Es gibt viele kleine Restaurants und Geschäfte. Bummeln gehen macht hier Spaß.

Begeistert waren wir von  den Straßenzügen mit den wunderschönen alten Häusern. Im Grunde besteht die gesamte Innenstadt aus solchen, verwinkelten und teilweise engen Straßenzügen. Alex und ich mögen diese holländische Architektur, mit großen Fenstern und viel Licht. 

Von den vielen großen Seglern und Jachten wollen wir lieber gar nicht erst schreiben. In Middelburg sind einige sehr schöne Fotos entstanden, die sicher in den nächsten Wochen auf unserem Fotoblog auftauchen werden. Die Stadt ist wirklich klein und nett und fein.

Doch in Erinnerung wird uns Mideelburg in einem anderen Zusammenhang bleiben. Für uns ist es die Stadt der verlorenen Schlüssel. Wir hatten unsere Fahrräder am Marktplatz angeschlossen und liefen zu Fuß durch die Straßen. Als wir nach einen größeren Kreuz-und-Quer-Weg und Stunden später wieder zu unseren Fahrrädern kamen, waren die Schlüssel nicht da. Trotz mehrfacher Suche in allen Taschen blieb es dabei. Also starteten wir unsere Tour noch einmal. Alle Geschäfte in denen wir waren gaben die gleiche freundliche Antwort: nein, wir haben nichts gefunden.

Unser Rundweg ging zu Ende und die Schlüssel blieben weg. Der Frust stieg, doch die Schlüssel blieben verschollen. Als letztes stand die Eisdiele an und ich halte es noch jetzt für ein Wunder. Dort wurden die Schlüssel abgegeben. Warum ausgerechnet dort und nicht beim Cafe gegenüber? Nur damit wir die Schlüssel wieder bekommen.

Wir dankten unserem Vater für die wiedergefundenen Schlüssel und traten mit einer riesigen Erleichterung und 1,5 Stunden Verspätung den Heimweg an. 

Die Nordseeküste in Belgien, ein persönlicher Eindruck

Die letzten Tage waren wir an der Nordsee in Belgien unterwegs. Für uns Beide ist es das erste Mal und vorerst auch das letzte Mal.

Wir waren unterwegs zwischen Ostende und Knocke Heist, was eine Strecke von ungefähr 45 km bedeutet. Wir fanden ein Ostende, in dem Party das eigentliche Element ist und ein Knocke Heist, dass eher einen gediegenen Badeort für betuchte Kunden darstellt. Dazwischen angesiedelt war De Haan und Zeebrücke. Alle Orte hatten eines gemeinsam: Es gab viele, hässliche und vor allem hohe Gebäude. Leider waren diese Gebäude alle in unmittelbarer Strandnähe gebaut und bildeten so eine natürliche Begrenzung zwischen dem Ort selbst und dem Strand. Es waren und sind Mauern, vielleicht auch tatsächlich als solche gedacht. Dabei lässt sich noch nicht mal sagen, dass diese Häuser alle alt sind und vor 40 Jahren erbaut wurden. Unser Eindruck war dies nicht.

Der Strand selbst war schön. Der Sand fein, mit vielen kleinen Muscheln übersäht. Eine große Dünnenlandschaft, teilweise bewaldet, bildet die natürliche Barriere zwischen der Nordsee und dem Festland überall da wo die Hochhäuser fehlten.

Die Nähe zu Frankreich hat sich auf die Restaurants nicht positiv ausgewirkt. Das Essen war teuer und die Qualität oft nur Durchschnitt. Gute Croissants waren Mangelware, die meisten kamen von der Stange.

Hm, irgenwie bin ich wohl von der Ostsee geprägt. Dort gibt es zwar keine Croissants, aber auch keine Hochäuser am Strand. Im Zweifel ist mir diese Mischung dann die liebere.

Die Bedeutung von „Ich liebe dich!“

Ich liebe dich! Ich kann dich gut riechen, schmecken und fühlen. Was heißt aber “Ich liebe dich!”?

Jede Beziehung kommt irgendwann an einen Punkt in der beide Partner eine Antwort darauf finden müssen, wenn sie in dieser Beziehung bleiben wollen. Diese Frage für sich selbst beantworten zu können, bedeutet eine große stabile Mauer um die eigene Beziehung zu bauen.

Ich liebe dich! Es sind nur drei Worte. Doch diese Worte sind stärker und haben größere Macht als alle Armeen und Bankhäuser dieser Erde zusammen. Menschen sind bereit alles zu tun, nur um diesen Satz zu hören. 

“Ich liebe dich!” Beginnt Realität zu werden, wenn das Handeln des Partners diesen Satz bestätigt. Diese Worte sind leicht ausgesprochen. Das persönliche Handeln dazu ist oft eine Herausforderung an sich selbst. Doch genau darum geht es, wenn dieser Satz verwendet wird.

“Ich liebe dich!” rechtfertigt keinen Besitzanspruch und dient keinem Selbstzweck. Ich liebe mich, wäre in diesem Fall die bessere Formulierung. Ich liebe dich, heißt dem Partner das Beste zu geben was ich kann und habe.

 “Ich liebe Dich!” heißt, seine eigenen Wünsche zurück zu stecken und bereit zu sein seinem Partner zu folgen. Diese Worte ausgesprochen, geben meinem Partner Macht über mich und mein Leben. Sie drücken Vertrauen aus und das ohne Bedingungen zu stellen. “Ich liebe dich!” heißt, ich verstehe dein Handeln nicht, aber ich stehe zu dir.

Antwerpen in Belgien

Das Foto dazu ist hier zu finden.

Einen Tag vor Brügge stand Antwerpen auf dem Programm. Eine Stadt, die groß und laut, lebhaft und nicht immer wirklich sauber ist. Nobelboutiquen in heruntergekommenen Häusern, das ist Antwerpen. Eine Stadt, die wächst, nicht überall ist dieses Wachsen schön zu nennen. Doch im Gegensatz zu Brügge lebt diese Stadt aus sich selbst heraus und nicht wegen der Touristen. Antwerpen ist die Stadt für den zweiten Eindruck. Eine Stadt, die erkundet werden will, aber bitte nicht zu früh am Morgen. Ein Hinweis, früh ist alles vor 11 Uhr. In Antwerpen, beim Bäcker um die Ecke gab es auch die besten Croissants unserer Reise. Wir hätten doch noch ein paar mehr kaufen sollen.

Fahrräder können an vielen Velostationen ausgeliehen werden. Die Bezahlung funktioniert mit einer Art Vorbuchung im Schecksystem. Einfach mit Kreditkarte hingehen funktioniert nicht.

Die Innenstadt hat überall Wegweiser mit kleinen Karten für Touristen stehen. Selbst ohne Stadtplan ist verlaufen damit in der Innenstadt nicht möglich. Bei unserer nächsten Belgientour werden wir Antwerpen noch einmal ins Programm nehmen.

Brügge, das Venedig von Belgien

Unsere Reise führte uns in das Venedig von Belgien. Hochgelobt, eine wunderbare Altstadt, tolle Häuser und unbedingt sehenswert, so wurde uns Brügge beschrieben. Der Name Brügge solle auf die vielen Brücken und das damit verbundene Wasser hinweisen. Erst ein Belgier erzählte uns von den Schwierigkeiten bei der Parkplatzsuche. So gewappnet mit vielen Erwartungen erreichten wir Brügge. Mit etwas Mut, denn die Touristenherden versperrten die Straßen, erreichten wir auch das Ziel unserer Reise, einen kostenlosen Parkplatz. Sämtliche Parkplätze in der Innenstadt sind mit einer 4 Stunden Grenze belegt, mehr Zeit ist nicht, es sei denn gegen Geld oder außerhalb.

Brügge selbst ist tatsächlich eine alte Stadt mit einer interessanten Architektur und vielen schönen kleinen Gassen und Straßen. Der Vergleich mit Venedig war für uns allerdings nicht ganz einleuchtend. Die Stadt hat zwei Wasserkanäle die die Stadt in zwei Ringen umfließen, ob das aber den Namen Venedig des Nordens rechtfertigt? Doch nach einigem Nachdenken und beobachten der Touristenströme viel mir doch noch ein Grund ein warum die Bezeichnung gerechtfertigt ist. Wie in Venedig ist die Stadt völlig überfüllt und teuer. Wer Brügge also wirklich kennen lernen will, hat keine Wahl als in Brügge zu schlafen und die Stadt in den Abendstunden zu erkunden. Ab 18 Uhr, wenn die Touristen die Stadt verlassen haben entwickelt diese Stadt ihren Charme.

Ob das eine Reise wert ist, wissen wir nicht so sicher.

Das Foto dazu ist unter Foto zu finden, da unsere Bandbreite bei 25 MB liegt, was für uns nix ist. stöhn! Es war gar nicht leicht ein Foto zu machen, in dem nicht nur Menschenmassen sind. Das Foto ist direkt am Hauptplatz entstanden.

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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