Gerüchteküche

Heute gibt es einen Gastbeitrag von Marcus.

Momentan ist in der Technikwelt die Suppe kräftig am Köcheln, da in wenigen Tagen das neue iPhone erwartet wird. Seit mehreren Wochen häufen sich Bilder von angeblichen Bauteilen des Innenlebens aber auch der äußeren Form. Einige Designer haben die Einzelteile auch schon virtuell zusammengesetzt und 3D – Modelle des guten Stücks erstellt. Zusammen mit echten Hinweisen wurden ein paar Vermutungen zusammengewürfelt und so ist das Gerüchtesüppchen mittlerweile fast fertig. Ob es nun tatsächlich genauso aussehen wird, dass werden wir wahrscheinlich am 12. September erfahren – aber selbst das ist noch nicht sicher.

Irgendwie ist es halt immer dasselbe mit uns Menschen. Wenn es eine Neuigkeit gibt, dann wollen wir es ganz genau wissen, und dabei basteln wir jeden noch so kleinen Hinweis in unsere Vorstellung, wie das erwartete Endergebnis aussehen wird, hinein. Eine ganz besondere „Neuigkeit“ beschäftigt die Menschen in diesem Jahr sehr intensiv und stellt alles andere in seinen Schatten: das Ende der Welt. Es gibt zahlreiche Vorstellungen aus der Werbung und aus den Filmen, wie dieses denn aussehen könnte, aber es sei einmal dahingestellt, was davon Fakt und was Fiktion ist.

Die Gute Nachricht ist, dass der Erschaffer dieser Erde möchte, dass wir auch wissen warum und wie sie einmal endet. Er möchte nicht, dass uns die Dinge, die uns heutzutage begegnen, beunruhigen oder Angst machen. Es gibt sogar ein ganzes Buch in der Bibel, das er extra hat schreiben lassen, damit wir wissen, dass er durch die Zeitgeschichte hindurch, unser ganzes Leben lang, bis zum Schluss, bei uns ist.

 Wie auch die Berichte über das neue iPhone besteht dieses Buch aus Einzelteilen, Daten und Fakten, die vermischt mit etwas Vorstellungskraft, zusammen ein großes Ganzes ergeben. Und genau wie das neue iPhone wird auch der Neuanfang, von dem in diesem Buch die Rede ist, mit Sicherheit bald kommen. Nur genau wann – das wissen wir noch nicht.

Wenn du also nicht ohne Führung durchs Leben gehen willst, dann bitte Gott einfach jeden Morgen deine Zukunft in seine Hand zu nehmen. Du wirst es nicht bereuen.

marcus

Bitte gib Geld, habe 5 Kinder

Es klingelte an der Tür von Freunden, draußen stand ein südländisch aussehender Mann mit einer Plastiktüte in der Hand und einem kleinen Zettel. Sein einziger Satz war: „Bitte gib Geld, habe 5 Kinder“.

Dieser Satz und seine inhaltliche Verbindung blieben bei mir hängen. Wo sind wir nur angekommen, dass 5 Kinder als Grund zum Betteln verwendet werden. Anscheinend funktioniert es auch noch.

Betteln ist nichts anderes als eine besondere Art von Verkaufen. Der Bettler verkauft, i.d.R. gegen Geld, dem Spender ein gutes Gefühl. Der Bettler nutzt dazu alle erfolgreichen Marketing- und Vertriebsmöglichkeiten die ihm zur Verfügung stehen.

Ein Mensch, der bettelt, wird also nur dann 5 Kinder als Grund seines Bettelns angeben, wenn es auch funktioniert. Warum meinen wir 5 Kinder seien ein Grund um betteln zu müssen. (Stimmt, ich habe gut reden, wo wir es noch nicht mal bis zu Einem geschafft haben.) 

Für mich heißen 5 Kinder eine knappe Haushaltkasse. 5 Kinder heißen für mich auch, andere Werte zu leben. Eines aber sind 5 Kinder in Deutschland auf keinen Fall – ein Grund um betteln zu gehen.

 

Urlaub im Alltag

Mal schauen, ich glaube das wird ein leicht philosophischer Blog werden: Unser Urlaub geht zu Ende, wir befinden uns auf dem Heimweg. Noch sind es einige 100 km und viele weitere Stunden sind zu fahren.

Während die Reifen rollen und der Verkehr um uns herum auch, fangen die Gedanken zu wandern an. Wir erinnern uns an das Wetter, das Wasser und die gemeinsamen Stunden. Irgendwie wirkt das Lob auf 2,5 Wochen Urlaub ein bischen wie eine Beerdingungsrede.

Dabei gibt es doch gar nichts zu beerdigen. Beginnt nicht eine neue spannende Zeit mit den Namen Alltag. Was ist überhaupt Urlaub? Ist es ausschlafen, nicht arbeiten, viel essen, kein Haushalt? Oder ist es feiern, am Morgen ins Bett gehen, am Strand liegen?

Warum verabschieden wir uns von dieser Zeit so, als wäre sie unwiederbringlich vorbei und käme nie wieder? Wie wäre es, wenn wir alle ein ganz klein bischen Urlaub mit den Alltag nehmen würden.

Hier ein paar Vorschläge für die nächsten Monate:

Einen Abend in der Woche ein Spiel mit der Familie spielen und nicht vor der Glotze hocken.

Einmal in der Woche gemeinsam kochen.

Einmal in der Woche gemeinsam Sport machen.

Eine Karte pro Woche an Freunde und Familie schicken.

…

Wir haben entschieden, dass unser Urlaub nicht vorbei sein soll. Wir müssen zwar wieder arbeiten, aber was das heißt bestimmen wir selbst. Unser Motto soll sein: wir lassen uns unsere Zeit nicht stehlen!

begeistert sein

Warst du mal von jemanden total begeistert und deine Freunde kannten diese Person nicht? Du hast geschwärmt und erzählt wie toll dieser Jemand ist, doch deine Freunde konnten mit allem nichts anfangen, weil sie diese Person nicht kannten. Dann hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst weiter und weiter erzählen in der Hoffnung ihre Neugierde doch noch zu wecken oder du gibst einfach auf.

Weil ich aufgeben für doof halte, bin ich eher ein Mensch für die erste Variante. Die Herausforderung bleibt aber auch bei mir eine solche.

Also erzähle ich immer wieder aus meinem Leben und von ihm. Ich berichte was wir miteinander erleben und wie er so ist. (hm, den Punkt muss ich wohl noch ausbauen)

Am Ende sind meine Blogs aber nur Geschichte. Sie sind so lange Geschichte, bis du ihm selbst begegnest.

Die Nordseeküste der Niederlande meine Zusammenfassung

Unsere Reise entlang der Nordseeküste der Niederlande war eine sehr schöne und erholsame Zeit. Im Grund möchten wir einfach noch weiter hier bleiben. Zu unserem Leidwesen geht unser Urlaub aber doch dem Ende entgegen. Der Alltag will sich seinen Weg in unsere Köpfe bahnen und wir werden ihm den Weg wohl frei geben müssen.

Meine ganz persönliche Zusammenfassung über diese Küste heißt: die Insel in deren Mitte Middelburg ist, hat den schönsten Strand, das sauberste Nordseewasser und den schönsten Campingplatz mit sehr schönen kleinen Häusern. Dort werden wir wieder einmal hinfahren. Sonst fahre ich lieber an die Ostsee.

Die Rosinenbrötchen werden uns fehlen. Der Käsebestand für die nächsten Wochen ist gesichert. Damit ist auch klar, was die Familie als Mitbringsel bekommen wird, guten, leckeren Käse aus Holland. Wobei ich gar nicht weiß, ob das alles zu Holland gehört.

Doch ganz soweit ist es (zum Glück) noch nicht, wir gehen jetzt erst einmal an den Strand spazieren.

Müll-Paket-Entsorgung ist möglich

Jeder Mensch macht Fehler, also auch du und ich. Wir machen Fehler und fühlen uns schuldig, uns selbst oder anderen gegenüber. Schuld ist wie ein 20 kg-Müll-Paket. Es ist schwer und du musst es tragen, weil es keine Möglichkeit zur Entsorgung gibt.

Jesus macht das Angebot das Paket zu übernehmen und für uns zu entsorgen. So gibt es die Möglichkeit von dieser Schuld frei zu werden. Dieses Angebot anzunehmen geht im ersten Moment recht einfach:

Ich sage: Hallo Jesus, ich habe Mist gebaut und folgendes getan was nicht richtig war…. Bitte entschuldige und nimm mir dieses Schuld – Müll – Paket weg.

Dann geschieht etwas Spannendes, was du im ersten Moment vielleicht gar nicht merkst. Dieses Schuldpaket wird von dir weg genommen und du bist den Müll los. Jesus hat deine Schuld genommen.

Nach einiger Zeit kommt die Herausforderung. Du hörst dich denken: wie so einfach kann das doch gar nicht sein. Meine Schuld ist so groß, ich kann mir selbst nicht vergeben. Hörst du in dieser Weise auf dich selbst, dann kommt dein Paket wieder zu dir zurück. Denn du beweist damit, dass du an das Angebot von Jesus nicht wirklich glaubst. Indem du so denkst, beleidigst du Jesus. Er schleppt dein Paket zur Müllentsorgung. Wenn Jesus deine Schuld hat, dann kannst du sie ja selbst nicht mehr haben. Denn das Paket kann nur einer haben, entweder er oder du.

Dein Ruf, ich kann mir nicht vergeben, fordert Jesus auf, das Paket an dich wieder zurück zu geben. Deshalb ganz wichtig: Versucht dir irgend jemand, (auch du selbst) weis zu machen, dass die Schuld noch da ist, oder du dir nicht selbst vergeben kannst, dann baue einen Stopp in deinen Kopf.

Schuld weg ist weg!

das große Fressen und die Sorgen

Schon von Weitem rochen wir den strengen Geruch. Als wir näher kamen, sahen wir die vielen unterschiedlichen Sorten Vögel auf einem Haufen zusammen. Alle waren mit dem Gleichen beschäftigt, sie fraßen.

Ein großer Berg kleiner Muscheln war vom Meer an den Strand gespült worden. Es knirschte unter unseren Füßen, als wir näher heran gingen. Friedlich waren alle miteinander um ein großes Mahl versammelt. Ein großes Fressen war angesagt, auch wir wurden dabei nicht als Bedrohung wahr genommen.

Während wir dem großen Fressen zuschauten, musste ich an eine Aussage von Jesus denken. Er sagte, dass für jeden Vogel gesorgt ist. Und so erklärte er weiter, Mensch mach dir doch keinen Kopf um morgen, Gott will sich um dich auch kümmern. Die Vögel sorgen sich nicht und haben jeden Tag was zu fressen, dein Sorgen hilft dir nicht.

Petten, Rosinenbrötchen und Strand

Je weiter die Reise gen Norden geht umso rauer wird das Wetter und auch die See. Während im Süden recht weniger Surfer unterwegs waren, konnten wir hier oben jeden Tag zuschauen. Surfer, die mit 90 km/h über die Wellen rasten waren dabei für mich ein besonderes Erlebnis.

Derzeit sind wir in Petten, mitten im irgendwo zwischen Alkmeer und Julianadorp. Der Strand hier fast menschenleer, so wie der kleine Ort auch. Petten schmiegt sich an die hohen Dünen an und manchmal scheint es so als würde der Ort rufen:  ich bin gar nicht da. Das Leben ist gemütlich und ruhig, keine großen Touristenschwärme. Das Wahrzeichen der Niederlande ist aber auch hier zu finden, der gut sortierte Fahrradladen. Was es doch alles gibt, finde ich schon immer wieder erstaunlich.

Die Dünenlandschaft hier ist einzigartig in der Größe und Vegetation. Manchesmal erinnert sie mich an die Pinienwälder in Italien, dann wieder an die Kiefern der Ostsee und um die Ecke sieht es aus, als wären wir in den Tiefen von Schottland. Ich verstehe die vielen Landsleute schon, die es nach Petten zieht.

Im Nachbarort von Petten, in Callantsoog, gibt es die besten Krintenbollen (Rosinenbrötchen) die wir auf unserem Trip gegessen haben. Die sind so gut, dass ich mich nochmal aufs Fahrrad schwinge und eine größere Ration für die nächsten Tage hole.

Hier kannst du selber schauen: http://www.bakkerijvanderploeg.nl/

Zandvoort und Bloemendaal aan Zee

Als nächster Stop an der Nordsee war Bloemendaal aan Zee geplant. Vorher wollten wir uns Zandvoort anschauen, was als besonders sehenswert beschrieben wurde. Beide Orte liegen direkt nebeneinander auf der Höhe wie Amsterdam. Von daher sind diese Orte wahrscheinlich die Sommerfrische derer aus der Großstadt.

Bereits auf der Fahrt nach Zandvoort sahen wir wie die Häuser und Hecken immer höher wurden. Unserer Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Oft gab es nur ein Schmiedeeisernestor an einem Weg und sonst nichts. Zandvoort selbst war ein richtiger Toruistenort am Meer. Irgendwie fanden wir aber keinen Parkplatz. Langsam fuhren wir durch die Straßen, schauten den Menschen auf den Parkbänken zu und genossen die Sonne und das blaue Nordseewasser.

Während in Zandvoort gilt, sehen und gesehen werden, ist Bloemendaal etwas ruhiger und mehr der Ort zum leben. Der Andrang an beiden Orten ist recht hoch, was sich leider auch in den Preisen niederschlägt. So entschieden wir uns, quasi als Protest beiden Orten den Rücken zu kehren.

Der Vollständigkeithalber hier noch ein Satz zum Strand. Der Strand ist schön und breit, allerdings ist es kein einfaches ins Wasser gelangen, da es recht große Bodenwellen im Wasser gibt. Manchmal ist es schon richtig tief und dann wieder ganz flach. Dadurch gibt es auch unterschiedliche Unterströmungen, die teilweise doch recht kräftig an den Beinen ziehen. Für Kinder ist der Strand damit ungeeignet.  

Den Haag hat uns überrascht

Unsere Reise nach Den Haag sollte nach unserem Willen gleich bei einer Durchfahrt bleiben. Alles was wir vom Auto aus sahen war nicht geeignet um uns aus unserem kleinen Reich zu locken. Die Architektur blieb ähnlich der in Rotterdam, groß und hoch. Teilweise ging das Wasser der Kanäle bis an die Häuser. Während wir langsam an dem Kanal entlang fuhren, flog neben uns im Tiefflug ein größeres graues Etwas. Bei näherem Hinsehen stellte es sich als Graureiher heraus. Wir fanden ihn einige Meter weiter auf seinem Nest im Kanal direkt neben einem der Hochäuser wieder. Was für ein Bild, der Graureiher auf seinem Nest und die hohen Wohnblocks.

Nachdem uns Gott aber direkt in der Innenstadt, gleich zwei Mal hinter einander einen Parkplatz schon fast aufnötigte, nahmen wir doch die Gelegenheit wahr und parkten. So grausig wie wir teilweise die Außenbezirke von Den Haag fanden, so nett war die Innenstadt.

Die Innenstadt ist klein und alles per Fuß erreichbar. Hier macht Shopping Spaß, zumindest meinem Mann und mir. Zur großen Freude unseres Geldbeutels waren aber alle Geschäfte geschlossen. So blieb es bei Ausrufen wie: „Schau mal die schönen Schuhe“, ohne dass eine Konsequenz folgte.

Importieren nach Deutschland würde ich gerne die Möglichkeit des Lunches. Also Mittags nicht warm essen, sondern ein Sandwich und gut. Ein leichtes, schnelles und leckeres Essen. 

Die Innenstadt von Den Haag hat uns also positiv überrascht . Es lohnt sich mit etwas Kleingeld versehen oder bei geschlossenen Geschäften durch die kleinen Gassen zu schlendern. Mit der Metro ist ein Abstecher nach Delft oder Rotterdam kein Problem.

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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