Digitale Technik ist etwas Wunderbares. Überall kann ich meine Mails lesen, ich kann von zu Hause oder auch von unterwegs aus arbeiten. Super!
Diese wunderbare digitale Technik hat aber auch einen entscheidenden Nachteil. Überall kann ich meine Mails lesen, egal ob von zu Hause oder von unterwegs. Dies gilt dabei nicht nur für mich und Alex, sondern auch für unsere Kollegen.
Als Ergebnis bekomme ich inzwischen nachts vermehrt Mails. Eine beliebte Zeit ist zwischen 23 und 2 Uhr nachts. Ich weiß nicht so genau wie die Kollegen das machen, denn wenn ich meinen Schlaf nicht bekomme, kann ich nicht mehr kreativ sein.
Dabei ist der fehlende Endpunkt im Tag, in meinen Augen fast noch schlimmer. Die Struktur eines Tages geht immer mehr verloren. Dabei ist dies etwas, was nicht nur für kleine Kinder wichtig ist, sondern auch für uns Große. Deshalb ist es ein Trugschluss, wenn Unternehmen denken, dass ihre Mitarbeiter produktiver werden. Die Zunahme von Unzufriedenheit und psychischen Themen hat auch in diesem Punkt Wurzeln. Will ein Unternehmen kreative, belastbare und motivierte Mitarbeiter, dann sollten diese nicht noch am Abend Mails lesen und und beantworten.
Ob es jetzt noch praktiziert wird, kann ich nicht sagen. Es hat bei Intel lange Zeit einen emailfreien Tag in den Factorys gegeben, mit der Begründung: Die Kreativität anregen und diese nicht immer wieder unterbrechen zu müssen.
Um den Rechner auszulassen und nicht noch mal am Rechner in die Firma einzutauchen ist Disziplin nötig. Ich weiß, das durchzuhalten ist schwer und nicht immer gelingt es, doch es lohnt sich für alle, die eigene Zufriedenheit und die Arbeitskraft.
Eine polierte Metallplatte ist kein guter Spiegel – Ein Erfahrungsbericht
http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel
Früher waren Spiegel noch nicht so wunderbare und ehrliche glatte Flächen wie heute. Lange Zeit waren sie nur glatt polierte Metallflächen, in denen man sich selbst eher erahnen als sehen konnte. Laut Wikipedia begann die Spiegelentwicklung der Neuzeit im 14. Jahrhundert.
In der Bibel gibt es einen Text in 1. Korinther 13, in dem geschrieben steht, dass wir Jesus jetzt nur durch einen dunklen Spiegel (eher eine polierte Metallplatte) sehen können. Dieser Text beschreibt recht gut auch meine Schwierigkeiten, die ich manchmal mit Jesus Christus habe. Meine Umwelt, die Gesellschaft und die Kirche, sie alle haben ein Bild von ihm. Ob dieses Bild aber stimmt, oder nicht vielleicht in manchen Punkten doch eher einer polierten Metallplatte gleicht, das ist für mich die Frage. Nicht immer kann ich dazu eine Antwort finden.
Ich erlebe, wie wir alle ein eingefahrenes Bild von diesem Jesus haben und das egal, ob wir an ihn glauben oder nicht. Oft steht mir meine Vorstellung im Weg und behindert mich, einen klaren Blick auf ihn zu werfen. So ist mein Kopf dann selbst eine polierte Metallplatte und kein moderner Spiegel.
Das ärgert mich, denn damit sehe ich bestimmt nicht schön aus. Ich will ihn bitten, mir zu helfen und meinen Spiegel upzugraden.
Die Farm der Tiere oder: Warum manche Christen besser sind als andere
http://de.wikipedia.org/wiki/Farm_der_Tiere
Wie steht es in der Farm der Tiere geschrieben: Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher.
Leider ist es im Umgang von Christen mit anderen Menschen öfter mal genauso. Damit stehen sie in einer langen unrühmlichen Kirchenhistorie. Nur macht das die Sache an sich nicht besser. Immer wieder erlebe ich, dass die einen Christen auf die anderen (Christen) mit virtuellen Fingern zeigen, frei nach dem Prinzip: “Wie kann er/sie nur?”. Und dann kommen Dinge wie: Das tun, das essen, das anziehen, das glauben, sich so verhalten, …. usw. Dabei wird der eigene Maßstab als der Mittelpunkt der Welt definiert und damit das eigene Ego.
Ich bin froh, dass ich nicht der Maßstab der Welt bin. Ich finde diese Position viel zu anstrengend. Jedesmal wenn ich in der Gefahr stehe, bitte ich meinen Heiland, mir mit der Neupositionierung zu helfen und er tut es, auch wenn das manchmal schmerzhaft für mich ist. Dem Umgang mit meinem Nächsten hat das wohl noch nie geschadet.
Wenn du auch in der Gefahr stehst, auf einen Anderen durch deinen Bauchnabel hindurch zu sehen, dann bitte doch Jesus, die Brille wieder grade zu rücken. Eines sollten wir nie vergessen: „Alle Tiere sind gleich“. Wir brauchen alle Jesus Christus. Ohne ihn läuft es einfach bei niemanden.
Muffins die keine sind und Angebote, die einer Überprüfung nicht standhalten
Derzeit ist Primelchen bei uns zum Osterbesuch und Alex hat sie in den Keller geschickt, um aus dem Tiefkühlschrank Semmeln zu holen. Die Zeit verging und sie kam nicht wieder. Irgendwann hörten wir ihre Stimme aus dem Off, die rief: Da sind nur Muffins! Alex ging dann mit in den Keller und holte eine Tüte mit Muffins raus. Bei Tageslicht in der Küche wurde sichtbar, dass es keine richtigen Muffins waren, sondern sie nur die Form haben. Beim letzten Backen von Semmeln füllte ich den Teig kurzerhand in diese Formen.
Als wir so die Semmeln anschauten, die wie Muffins aussehen und doch keine sind, fiel uns auf, dass manches in unserem Leben auch so ist. Es gibt viele Angebote, die toll aussehen und viel versprechen, doch erst wenn wir das Angebot nehmen und bei Tageslicht betrachten, fällt uns auf, dass Form und Inhalt nicht übereinstimmen.
Manches Mal wird dabei aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan, so wie bei unseren Semmeln. Doch es muss nicht so sein. Deshalb ist es wichtig, ein Angebot erst unter die Lupe zu nehmen, bevor wir ja dazu sagen.
Unser Server geht wieder! Oder: Gott ist der größte IT’ler, den ich kenne
Es wird mal wieder Zeit, danke zu sagen und dafür ist der Sabbat ein wunderbarer Tag. Unsere interne IT ist immer wieder ein Ding, das für Erstaunen und Verwunderung sorgt. Vor ein paar Tagen hat Alex für unsere virtuellen Maschinen neue Sicherheitsupdates eingespielt. Eigentlich sollte man meinen, kein Problem. Nur leider sollte sich das in dem Fall nicht bewahrheiten, denn danach kamen wir nicht mehr ins Netz. Am ersten Abend bin ich über UMTS ins Netz gegangen um Blog zu schreiben und Emails zu machen. Doch das war kein wirklich sinnvoller Zustand. Gestern ging es immer noch nicht und der Fehler war nicht findbar. Im Laufe der Zeit hatten wir immer interessantere Ideen, aber keine Lösung.
Doch dann haben wir Amen gesagt, d.h. wir haben mit Gott geredet. Wir haben ihm gedankt für die Begleitung in der letzten Woche und auch unser Problem mit dem Server erzählt. Wir haben ihm erzählt, dass er uns ins Netz lassen muss, wenn es einen Blog geben soll. Danach hat sich Alex an seinen Rechner gesetzt und es ging. Warum kann er nicht sagen, nur dass es funktioniert. Danke Gott, Vater, dass du dich auch um unsere IT und den Blog kümmerst.
Interessanterweise war erst beim Abendbrot Gottes Hilfe in unserem Alltag unser Gesprächsthema. Ich weiß nicht warum wir uns bei manchen Themen leichter tun und Gottes Eingreifen erwarten. Während wir uns bei anderen, z. B. wenn es um Gesundheit geht, uns sein Eingreifen oft nur schwer vorstellen können. Eine Antwort dazu habe ich nicht, wenn dann schreibe ich sie. Denn logisch ist das nicht. Gott ist alles wichtig, was uns und unser Leben betrifft, denn er liebt dich und mich. Dazu gehört auch, dass wir gesund sind und dass es uns gut geht. Er will nicht, dass wir leiden.
Jung und verliebt – Das Normalste der Welt
Ich war in der Stadt unterwegs, als ich sie sah. Wobei, zuerst habe ich ihre Schuhe klappern hören, erst danach sah ich sie. Und ich muss gestehen, ich bin den Schuhen dankbar für das Geräusch, das sie taten. Als ich aufblickte, ging ein Pärchen Händchen haltend an mir vorüber. Und, fragst du: Was ist jetzt das Besondere daran? Ich will versuchen es dir zu erzählen.
Die beiden waren noch sehr jung. Doch das allein war es nicht. Es war ihr Verhalten, dass ihre Unschuld widerspiegelte, gepaart mit der Selbstverständlichkeit zusammen zu gehören. Wie lange wird sie ihren gegenseitigen Umgang prägen?
Es ist schade, dass wir Menschen diese Unschuld irgendwann verlieren. Unser Miteinander könnte so viel einfacher sein.
Jesus vergleicht unsere Beziehung mit ihm mit der Ehe. Dabei hat er vielleicht an diese Beiden gedacht. Auf jeden Fall ist damit ein liebevoller und vertrauender Umgang gemeint. Er will mir mit dem Vergleich klar machen, dass ich nicht Versteck zu spielen brauche. Ich kann genauso mit ihm reden, wie wenn ich frisch verliebt bin. So wie die Beiden, die ich in der Stadt traf.
Dazu gehört für mich auch das Selbstverständnis zusammen zugehören. Du nennst dich Christ, wie ist das dann bei dir? Ist Jesus ein integraler Bestandteil deines Lebens. Etwas, was so eng zu dir gehört, dass dies ganz logisch und klar ist?
Für mich war es jedenfalls eine Erinnerung, dass etwas das selbstverständlich ist, trotzdem schön sein kann und romantisch und …..
Betrachtungen über Menschen, die sich von ihren Arbeitgebern ausnutzen lassen
Jedes Jahr, wenn es an die Verhandlungen der Tarifpartner zu den Mitarbeitergehältern geht, kommt eine Diskussion darüber auf, ob diese Erhöhungen gerechtfertigt sind.
Wenn ich in mein Umfeld schaue und die Menschen sehe, in welcher Weise sie sich für ihre Unternehmen einsetzen und auch verheizen lassen, dann komme ich eher zu der Schlussfolgerung, dass die Benefits für die Mitarbeiter noch zu niedrig sind, um diese Leistung zu rechtfertigen.
Dabei kann ich nicht sagen, dass alle in der IT Branche tätig sind oder in einer bestimmten Position. Nein, es ist egal ob das eine Arzthelferin ist oder ein Vorstand, ein Vertriebler oder ein KFZ-Mechaniker. Jeder arbeitet bis an die Grenze dessen, was körperlich möglich ist.
Gleichzeitig erzählen aber alle, dass diesen Einsatz das Unternehmen nicht widerspiegelt. Warum nur arbeiten wir dann alle wie bekloppt? Für Anerkennung (des Arbeitgebers), von der wir wissen, dass wir sie nicht bekommen? Für eine Gehaltserhöhung, die nicht kommt?
Wie ist es, wenn du in die letzten Monate zurüchschaust? Siehst du als zentrales Element die Arbeit in deinem Leben? Wenn das so ist, dann wäre es vielleicht an der Zeit sich mal etwas Zeit zu nehmen und in ein Straßencafe zu setzen. Die Menschen, die vorbeihasten, haben uns heute morgen auf diese Diskussion gebracht.
Und was war das Ergebnis fragst du? Nun, ich habe mich an einen Entschluss zurück erinnert. Ziel war es jeden Tag etwas Schönes zu erleben, das diesen Tag zu einem schönen macht und nicht nur zu einem arbeitsreichen. Es war wohl an der Zeit, mich daran zurück zu erinnern.
Eine Institution in Berlin Mitte: Das Cafe Einstein unter den Linden
Eine interessante Institution in Berlin ist das Cafe Einstein unter den Linden. Zum einen ist es ein gutes Cafe und Restaurant mit Wiener Prägung. Wobei sich dieser Punkt aus zwei Teilen zusammen setzt. Die Portionen sind von guter Größe und Qualität. Die Auswahl an Kaffee in jeglicher Art erfreut das Herz eines jeden Kaffeebegeisterten. Nur das Baguette könnte noch etwas besser sein. Einen besonderen Charme hat aber der Service. Er ist höflich, zuvorkommend und versucht jeden Wunsch des Gastes zu realisieren. Auch wenn davon nichts auf der Speisekarte zu finden ist. Ich zumindest bin davon jedes Mal wieder angetan.
Zum anderen sind es die Menschen, die das Einstein zu einer Institution machen. Es ist eine Mischung aus Touristen (vor allem am Nachmittag) und Lokalkolorit. Dazu gehören sowohl Politiker als auch Fernsehleute. Das ZDF hat sein Hauptstadtstudio gleich nebenan. Wie vor allem diese Gruppe miteinander umgeht, ist eigentlich schon einen eigenen Blog wert. Nebenan sitzend hatten diese Begegnungen und Gespräche teilweise schon groteske Züge.
Wenn du also mal in Berlin bist und nicht in Eile, dann setze dich doch einfach mal eine halbe Stunden ins Einstein. Trinke einen Kaffee und beobachte die Menschen um dich herum. Die Unscheinbarsten sind oft die wirklich wichtigen Menschen im Leben. Das trifft auch auf das Cafe Einstein zu. Einen Dank an die Mannschaft!
Das Lied der Amsel
Leider (oder zum Glück) blieb mir heute morgen nichts anderes übrig als noch im Dunkeln aufzustehen. Etwas später kam mein Mann auch ins Bad und fragte mich ob ich die Amseln auch singen hören würde. Als ich ihn darauf hin groß anschaute, nahm er mich an die Hand und führte mich zum Fenster. Ihr Gesang war so kräftig, dass er durch die geschlossenen Fenster zu hören war. Leise öffneten wir das Fenster und lauschten dem Gesang der Amsel.
Da saß sie auf dem Dach unserer Hütte und begrüßte den kommenden Tag. Dabei begann es erst hell zu werden, noch keine Sonne war in Sicht. Der neue Tag war mehr zu erahnen, als dass er schon sichtbar war. Doch diese Amsel hat es nicht gestört. Sie saß und sang ihr wunderschönes Lied. In diese Melodie versunken standen wir da und lauschten ihrem Gesang.
Was sie wohl sang? Dankte sie ihrem Schöpfer, dass er sie geschaffen hat? Dankte sie für seine Fürsorge? Ich weiß es leider nicht. Doch eines weiß ich gewiss, es war eine Melodie der Freude. Aus jedem Ton kam diese Lebensfreude an mein Ohr und kitzelte es.
Gerne hätte ich diesen Moment fest gehalten und wäre noch lange so am Fenster stehen geblieben. Leider war mir das nicht vergönnt. Wenn ich allerdings die Augen schließe, dann sehe ich diese Amsel auf dem Dach sitzen und singen. Meine Ohren hören ihren Gesang aufs Neue und auf meinem Gesicht erscheint ein Lächeln. Danke für deine liebevolle Begrüßung.
Das Rätsel ebay und mein Kauf von neuen Rosen
Ebay gehört für mich zu den großen Rätseln des Internets. Irgendwie bin ich nicht dazu geschaffen, dort Dinge zu verkaufen oder zu ersteigern. Gestern haben wir es selbst einmal versucht und sind immer wieder kläglich gescheitert. Am Ende haben wir es dann gesteckt.
Es muss ein Geheimnis geben, mit dem man bei Ebay steigern kann und auch den Zuschlag bekommt. Auf jeden Fall hat es nichts mit Logik zu tun. Für mich ist das eher so eine Art Glücksspiel. Etwas, das Zeit erfordert und per Zufall einen Treffer bringt. Falls es wieder Erwarten doch etwas mit Logik zu tun hat und wir nur unwissend sind, bitte ich dich um einen Hinweis zur Bedienung. Danke!
Um am Ende dann doch noch einen erfolgreichen Kauf zu tätigen, habe ich eine neue Rose bestellt. Im Winter sind drei kleinere Rosen erfroren und die werden jetzt durch eine wunderbare, weiße, duftende Rose ersetzt. Stimmt, ich muss gestehen ich finde es nicht so schlimm, dass die andere erfroren sind. Es ist eine neue Sorte und gehört zu den Nostalgierosen. Was ich besonders schön finde ist, dass die Rose duften soll. Ich mag geruchlose Rosen nicht.