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Auf der Suche nach Frühling

Bereits auf der Fahrt nach Hause wurde uns unmissverständlich klar gemacht, dass der Frühling bei uns noch nicht angekommen ist. In Bayern hat es immer noch Temperaturen rund um den Gefrierpunkt. Der Wind ist kalt und durchdringend. Er erinnert uns an die Kälte des Winters und seine unnahbare Präsenz. 

Zu Hause angekommen suchte ich ein schönes freundliches und motivierendes Video mit einem kleinen Ausblick auf die nächsten Wochen. Ein Video, was Wärme und Freude vermittelt, wo schon alleine das Anschauen mehr ist als ein Traum. Ein Video suchte ich, das die Kälte des Windes vertreibt.

Nun habe ich aufgehört zu suchen. Ich habe Frühlingsvideos gesehen, bei denen ich motiviert war, dem Winter in die Arme zu laufen. Manche waren bitterböse und sarkastisch, manche schlecht im Schnitt und dumm vom Inhalt. Alles in allem aber nicht geeignet für den Anspruch, den ich an dieses Video hatte.

Deshalb bleibt uns wohl selbst zu träumen, die Augen zu schließen und Erinnerungen von unserer internen Festplatte abzurufen. Erinnerungen an schöne Momente im letzten Frühling. Kannst du dich noch erinnern? Die ersten zarten Blätter der Rosen, das Entwickeln und Wachsen der Blüten? Steigt in deine Nase auch der durchdringende Geruch der Glyzinie und des Lavendels?

Auch wenn es im Moment nur wie ein Traum scheint, eines ist sicher, der Frühling wird kommen und wir werden es erleben.

Der Gardasee an Ostern Ende März

Da stellte sich die Frage, wo fahren wir denn hin. Schnee? => nein, Sonne sollte es sein! Doch der Wetterbericht sprach keine realisierbaren Empfehlungen aus. Für vier Tage ins südliche Mittelmeer fliegen? Die Preise und die Zeit sprachen dagegen. Also entschieden wir uns für die südliche Badewanne der Münchner und fuhren zum Gardasee.

Auf dem Brenner schneite es bei minus ein Grad Celsius. Der Verkehr wogte an uns vorbei, mittendrin zwischen Großen und Kleinen, Schnellen und Langsamen waren wir und ließen uns von ihnen mitziehen gen Süden. Das zurücklassen des Alltages, der Arbeit und der Termine drängte voran. Alles wollte umgewandelt werden in neue Energie, Bewegung und Entspannung. So erreichten wir einen Gardasee bei 9 Grad Celsius.

Während sich im Herzen ein leichter Frust bemerkbar machen wollte, erinnerte uns unser Kopf an die Null Grad Celsius von München. Was wollen wir eigentlich? Ist doch immerhin um 9 Grad wärmer. Es ist nicht zu erwarten, dass es schneien wird.

Passend zum Karfreitag fing es gegen 16 Uhr an zu regnen und entschied sich bis Samstag Nacht nicht aufzuhören. Sicher war der Regen passend zum Thema gesandt worden, sorgte der doch für Ruhe und Entspannung in den eigenen vier Wänden.

Zum Ostersonntag erwachten wir mit strahlendem Sonnenschein. Ein wiederholender Blick auf das Thermometer ließ unsere Herzen vor Freude hüpfen. Das Thermometer stieg und stieg.

Um uns herum erwachte alles wieder zum Leben. Die Menschen schüttelten sich, als ob der Samstag nur ein böser Traum in der Wetterlandschaft gewesen sei. Zurück zum Leben, so sangen die Vögel ihr Lied dem Tag entgegen. Das Leben erwacht, der Winter ist vorbei. Wenn das nicht die Botschaft von Ostern ist?!

Zu Ostern gibt es Geschenke,…

Was ist Ostern? Ostern? Hm, keine Ahnung. Ein langes Wochenende, Ferien, in diesem Jahr kaltes Wetter, Schnee, Osterhasen suchen.

In meiner Kindheit war Ostern immer ein besonderes Fest. Am Sonntag gingen wir gemeinsam in den Garten und begaben uns auf Ostereiersuche. Bedingt durch die Liebe meiner Mutter und Oma war dieses Suchen immer sehr erfolgreich. So füllte der “Osterhase” meinen Süßigkeitenbestand immer sehr gut auf. Noch heute denke ich gerne an diese Zeit zurück.

Inzwischen sind einige Jahre vergangen und der Osterhase hat ein Upgrade erfahren. Die Süßigkeiten wurden (figurbedingt) gegen nicht essbare Dinge ausgetauscht. Trotzdem ist Ostern ein Fest geblieben.

Es gibt noch andere Geschenke, die wir einander zu Ostern schenken. Sie sind uns noch viel wichtiger. Wir alle verletzen Menschen, die uns wichtig sind. Das geschieht oft unbewusst, manchmal aber auch nicht. So entstehen Verletzungen und Wunden in ihren Herzen und in unseren.

Ostern ist für uns eine Zeit um Vergebung zu bitten und uns zu entschuldigen. Manchmal fällt uns das sehr schwer. Doch das geniale ist das Ergebnis zu sehen. Haben wir uns selbst überwunden und bitten um Entschuldigung, dann ist das ein total geiles Gefühl.

Wir wünschen dir schöne Ostern mit schönen Geschenken!

Wir wünschen dir und deiner Familie Frohe Ostern

Traditionell wünschen wir uns erst am Ostersonntag gegenseitig Frohe Ostern.

Der Grund dafür ist die Geschichte über Jesus. Jesus ist tot gewesen und wieder auferstanden. Deshalb haben wir auch darauf Anspruch. Eine coole und unverstellbare Sache ist das: Auch wenn wir sterben sollten, so bleiben wir nicht tot.

Wenn Jesus ruft, kann uns der Tod nicht festhalten. Wir bekommen ein neues Leben. Dieses Leben wird nicht mehr enden, das ist die Zusage. Es ist ein neues Leben ohne Tränen und Schmerzen. Jesus hat bewiesen, dass diese Zusage gilt.

Das ist der Grund für Ostern und deshalb wünschen sich Christen Frohe Ostern.

Wir wollen uns dem anschließen und wünschen dir und deiner Familie Frohe Ostern!

Blinde Menschen und blinde Herzen

Dieser Tage habe ich einen erstaunlichen Bericht gelesen. Ein blinder Mann hört von einer Möglichkeit, sein Augenlicht wieder zu erlangen. Er versucht diese Hilfe zu bekommen, doch keiner will ihm helfen. Die Menschen, die seine Suche merken, versuchen, ihn daran zu hindern. Sie ziehen alle Argumente und wollen ihm nicht helfen.

Doch der Arzt, der ihm helfen kann, hört sein Rufen und greift ein. Er ignoriert die Menschen, die den Blinden zum Schweigen bringen wollen und ruft ihn zu sich. Er fragt ihn, was er für ihn tun kann und auf die Bitte des Blinden hin gibt er ihm sein Augenlicht wieder.

Ich finde die Geschichte hammerhart. Das Schlimme für mich ist, dass die Menschen um den Blinden herum sehr wohl um die Möglichkeit des Arztes wissen. Sie wissen, dass der Arzt dem Blinden helfen kann. Doch weil der Blinde kein Geld hat, können sie sich gar nicht vorstellen, dass er dem Blinden hilft.

Im Grunde sind es die Menschen um den Blinden herum, die eigentlich blind sind. Sie waren im Herz blind. Sie wollen die Möglichkeiten des Arztes nicht sehen. Ihr Herz war blind für die Not und die Ängste des Blinden.

Wollen wir hoffen, dass wir nicht auch so blind sind wie die Menschen.

Danke für alle Service Mitarbeiter

Reisebedingt ist mein Büro heute eine McDonalds-Filiale. Während ich dort sitze, erinnere ich mich an eine Geschichte der neuen Sherlock-Holmes-Serie. Dort ging es um folgende Frage: Welche Menschen sind in unserer Wahrnehmung so selbstverständlich, dass wir sie nicht wahrnehmen?

Auch hier bei McDonalds gibt es unsichtbare Menschen. Das sind Menschen, die Service am Kunden tun. Das können auch Taxifahrer und Busfahrer sein oder Servicepersonal, das aufräumt und sauber macht, wie hier. Es sind die Menschen, die Straßenkehrer sind und an Informationsstellen sitzen.

Wir nehmen sie meistens nicht wahr. Wir achten nicht auf ihre Arbeit, sie ist selbstverständlich. Erst wenn sie ihren Dienst nicht tun, merken wir, dass etwas Wichtiges fehlt.

Ihnen allen will ich an dieser Stelle  danken! Danke für die Arbeit, die sie tun, für ihre Freundlichkeit. Einfach danke! Ich und alle, die viel zu oft achtlos sind, wir alle wollen Ihnen danken! Wir wünschen Ihnen schöne und erholsame Ostertage. Danke für Ihre Arbeit!

Berlin Marzahn/ Hellersdorf – Quartierplanung als Herausforderung

Unterhalte ich mich mit Stadtteilplanern und Architekten, merke ich welche Herausforderung in der Planung für Quartiere liegen. Unterhalte ich mich mit den Menschen in den Quartieren, dann höre ich Klagen und Unverständnis über die lokale Verwaltung. Neulich klagte ein leitender Beamter der Stadtverwaltung: Wie man es macht, macht man es falsch.

Dabei ist die Planung eines Quartieres immer ein ganzes StückRraten. J,a es gibt viele Zahlen, es gibt Prognosen und Wahrscheinlichkeiten. Alles das ist mathematische Komplexität und damit variabel.

Besonders deutlich wurde das in dem Bericht „Im Wandel beständig“ zur Quartierentwicklung in Marzahn/Hellersdorf. Ein Teil der nicht mehr benötigten öffentlichen Gebäude (138 Standorte) wurde abgerissen, ein Teil der Hochhäuser eingekürzt. Bei nahezu 250.000 Einwohnern ist der punktuelle Abriss von gut 4.000 Wohnungen eher ein kleiner Eingriff in die Landschaft eines Quartieres. Für die betroffenen Menschen war es ein Einschnitt.

Doch was ist Quartierplanung und Stadtumbau? Ich glaube, als erstes ist es eine Vision. Es ist eine Vision für und mit den Menschen, die dort leben. Ohne eine Vision bleiben getätigte Maßnahmen Eingriffe. Eine Vision für ein Quartier funktioniert nur zum Wohle der Menschen, die dort leben. Schreiben die Verantwortlichen das Quartier innerlich ab, hat das Sterben bereits begonnen.

Berlin hat immer wieder gezeigt, dass es lebt. Immer wieder verändern sich die Viertel in Berlin. Deshalb ist Marzahn/ Hellersdorf nicht tot. Denke ich an Marzahn/Hellersdorf, sehe ich den Einsatz vieler Menschen für ihr Quartier. Es ist kein Überlebenskampf gegen einen mächtigen Gegner, es ist der Wille zur Gestaltung. Ich bin der Überzeugung, dass Marzahn/ Hellersdorf eine Zukunft hat. Ein Rückbau vorhandener Strukturen mag dabei punktuell notwendig und sinnvoll sein.

Quartierplanung ist etwas Langfristiges, es geschieht nicht über Nacht. Ein Stadtumbau schafft Neues, er verändert das Gesicht von Häusern und Straßen. Stadtumbau geschieht durch die Menschen, die im Quartier leben (wollen).

 

Worship – was ist das?

Gestern Abend waren wir in München zu einem sehr schönen Worship-Abend. Worship ist Anbetung und Lobpreis von YHWH.

Worship ist die englische Bezeichnung für etwas, was in deutsch Lobpreis heißt und im Grunde eine jahrtausendealte Tradition hat. Hintergrund dessen ist der Wunsch und das Bedürfnis, YHWH anzuerkennen und ihm die Ehre zu erweisen.

Worship hat eine Eigendynamik, denn indem wir Menschen YHWH als Gott anerkennen, nehmen wir sein Wirken auf dieser Erde wahr. Diese Wahrnehmung öffnet unser Herz, so dass eine Begegnung mit ihm möglich ist. Worship ist damit beides. Auf der einen Seite geht Beziehung und Anbetung Gottes nie ohne Emotionen und auf der anderen Seite hat Anbetung und Ehre nichts mit Emotionen zu tun, es ist eine Entscheidung unseres Verstandes, dies zu tun.

Während Menschen Gott anbeten, begegnen sie ihm immer. Die Frage ist nur, wie wir mit der Begegnung umgehen.

Worship ist damit viel mehr als Musik und Texte, es ist unsere Einstellung Gott gegenüber. Sowie wir Gott anbeten, ehren und loben, drücken wir aus, was wir über ihn denken und wie wir unsere Beziehung mit ihm sehen.

Denke ich an gestern Abend zurück, war es ein sehr schöner Abend des gemeinsamen Lobes und der Anbetung von YHWH.