Dass Frauen im allgemeinen emotionale Wesen sind, wird selten bezweifelt. Ja, ich gehöre auch dazu. Studien haben festgestellt, dass Frauen oft intensivere Kontakte zum privaten Umfeld knüpfen und pflegen als Männer. Warum es dann so ist, dass Frauen außerhalb dieses Bereiches immer denken, dass nur und ausschließlich ihre Leistung zählt, weiß ich nicht. Ich erlebe gerade in diesen Tagen, dass es Frauen außerhalb ihres privaten Umfeldes schwerfällt, Emotionen zu zeigen, weil sie dies für unprofessionell halten. Dadurch stellen sie sich aber selbst ein Bein, weil Männer Schwierigkeiten im Umgang damit haben. Wahrscheinlich erwarten Männer von Frauen das Zeigen von Emotionen und tun sich instinktiv schwer mit Frauen, die unemotional auftreten. Emotionen sind ein Teil von uns Menschen, von Männern und Frauen. Wir Frauen wollen Männern nicht in den Ohren liegen und nerven, deshalb wirkt unser Handeln oft steril. Doch indem wir Menschen einander einen ganz wichtigen Teil unseres Persönlichkeit berauben, werden unsere Gespräche und unsere Zusammenarbeit ärmer. Manchmal kann es dann passieren, dass Menschen einfach nur glatt wirken und das empfinden wir als unangenehm, ohne dass wir sagen können warum. Hast du Emotionen wie Freude, Trauer, Schmerz, Angst? Du hast Angst, sie zu zeigen, weil du das Empfinden hast angreifbar zu sein? Vielleicht ist das im Einzelfall so, aber du wirst sehen, dass dein Leben dadurch reicher wird.
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Der verschobene Termin, ein Geschenk zum Sabbat
Wir beide sind aktive Menschen auch in unseren Berufen und deshalb viel beruflich unterwegs. Allerdings wollen wir Gott treu sein und ihm zeigen, dass er uns wichtig ist. Deshalb ist es immer unser Ziel, am Freitagabend zu Hause zu sein, um nicht völlig gestresst und am Ende in den Sabbat zu gehen. Wir haben festgestellt, dass ihm das wichtig ist, weil es jedesmal funktioniert hat, wenn wir ihn darum baten, dies noch möglich zu machen.
In den 10 Geboten (2. Mose 20) ist der Sabbat im 4.Gebot erwähnt. Er ist Gottes Tag, an dem der Mensche ruhen soll von seiner täglichen Arbeit. Gleichzeitig legte Gott auf diesen Tag einen besonderen Segen.
Diesen haben wir jetzt wieder erlebt. Alex sollte für einen Kollegen einspringen und einen Termin übernehmen. Wegen der Komplexität was dies nicht geschickt, erschwerend kam noch hinzu, dass der Termin an einen Freitag sein sollte. Es wäre Alex nicht möglich gewesen, rechtzeitig und ohne Stress zum Abend zu Hause zu sein. Deshalb haben wir darum gebetet, dass Gott den Termin verschiebt, dass der eigentlich zuständige Kollege diesen wahrnehmen kann und Alex nicht am Freitag durch ganz Deutschland reisen muss. Gestern Mittag kam die Mitteilung, dass es so sein wird. Damit sind nun alle glücklich. Wir beide, weil wir unseren Sabbatanfang behalten. Der Kollege, weil es so für ihn einfacher ist und der Kunde auch, weil er nicht alles nochmal einem anderen erklären muss. Solche Geschenke bekommt man nur von Gott.
Wie ich mit Enttäuschungen umgehe
Geht es dir auch so? Du arbeitest mit einem Menschen lange und vertrauensvoll zusammen, doch dann gibt es eine Stresssituation und du hörst Dinge, die der andere lieber nicht gesagt hätte. Die Worte sind gesprochen, auch wenn der andere es zurücknehmen wollte, die Verletzung ist doch da.
So eine Situation hatte ich gestern. Die Enttschäuschung war groß, es hat mich sehr getroffen. Im ersten Moment war ich einfach nur sprachlos. Dann habe ich angefangen zu verarbeiten. Das geschieht bei mir in einem Mehrstufenprogramm. Als erstes habe ich mich distanziert, um nicht noch eine obendrauf zu bekommen. Danach habe ich mir eine Vertrauensperson gesucht und mein Herz ausgeschüttet. Die Vertrauensperson war real, aus Fleisch und Blut. Sie hat mich getröstet. Zusätzlich bin ich damit auch zu meinem Vater im Himmel gegangen und habe geschimpft. Ich bin Gott persönlich dankbar, dass ich im „Verdauen“ schnell bin. Dabei hilft mir das Wissen, dass er auch mein Fehlverhalten vergibt. Dieses Wissen sorgt bei mir für eine Relativierung des erlebten Unrechtes.
Dabei weiß ich aus eigenem Erleben, dass persönlicher Stress nicht hilfreich ist. Wenn ich müde bin oder unter Strom, ist meine Spannkraft, um Schwankungen in der Planung zu erleben, nicht hoch.
Deshalb versuche ich immer im Vorfeld von wichtigen Terminen runter zu fahren und in der Zeit davor Entspannung zu erleben.
Eine weitere Möglichkeit, runter zu fahren geht einfach – Beten. Ich suche mir eine Ecke, bete (ich rede mit Gott), lege den Termin in seine Hand und bitte ihn um Entspannung. Das hat bis jetzt immer funktioniert.
Was der Scheibenwischer unserers Autos mit Gott zu tun hat
Letztes Wochenende sind wir durch viel Regen nach Hause gefahren und der Scheibenwischer ging ganz normal und sorgte dafür, dass wir sehen konnten, wohin wir fuhren. Danach hat es nicht mehr geregnet. Als wir am Montagabend nach Hause fuhren, schaute Alex nach der Serviceanzeige und stellte fest, dass das Motoröl in 240 km fällig ist. Da wir am Mittwoch nach Schwäbisch Gmünd fahren wollten, griff ich kurz entschlossen zum Telefon und vereinbarte für Dienstag morgen einen Termin zum Service in der Werkstatt. Aus irgendeinem Grund war es mir wichtig, und ich wollte nicht bis nächste Woche warten.
Als ich am Morgen mein Auto zur Werkstatt brachte, testete der Meister aus Routine auch den Scheibenwischer. Zu meinem großen Erstaunen ging dieser nicht mehr, sondern gab laute Geräusche von sich und ein paar eigenartige Bewegungen. Ein Blick unter die Motorhaube zeigte, dass die Verankerung des Scheibenwischers sich gelöst hatte. Da wußte ich, wie wichtig es war, in die Werkstatt zu gehen.
Als wir gestern am Abend nach Baden-Würtemberg unterwegs waren, hat es ganz plötzlich angefangen zu regnen. Das war aber kein normaler Regen, sondern eher ein Regensturzflug, der vom Himmel kam. Ohne Scheibenwischer hätten wir nur anhalten können und warten, bis der Regen vorbei wäre.
So hat Gott uns geholfen, obwohl wir ihn nicht darum gebeten haben. Er hat seine Hände über uns gehalten, noch bevor wir überhaupt von dem Problem wussten. Unser Auto ist wieder gesund und wir waren dankbar für die Bewahrung.
7.000 Worte redende Frauen
Angeblich haben Frauen ein Kontingent von ca. 7.000 Worten am Tag. D.h. sie haben das Bedürfnis, in Höhe dieser Anzahl zu reden. Männer haben im Gegensatz dazu „nur“ 2.000 Worte, die sie artikulieren wollen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, aus welcher Studie diese Daten sind, aber auf jeden Fall ist da etwas Wahres dran. Ich erlebe das immer wieder bei mir und Alex. Er ist auf jeden Fall der Schweigsamere von uns beiden. Es gibt Tage, da habe ich dieses Kontingent an Worten recht zügig aufgebraucht. Gestern war so ein Tag. An diesem Tag habe ich über 4 Stunden telefoniert. Nun es ist richtig, ich telefoniere lieber als dass ich Kurznachrichten versende, aber das war dann sogar für mich etwas zuviel. Es ist ja nicht nur das Reden, sondern die vielen Informationen, die der andere gibt und sie sollen ja auch verarbeitet werden.
Manchmal frage ich mich, warum Frauen ein höheres Kontingent an Worten haben als Männer. Wahrscheinlich liegt es daran, dass meistens die Frauen die Kontakte zu Freunden und Familie aufrecht erhalten und das geschieht nun mal besser mit Sprache. Wobei, da fällt mir ein, dass es auch bei Männern Ausnahmen gibt, denn auch diese können reden … und im Netzwerken sind Männer erstaunlicherweise besser als Frauen. Woran das wohl liegt?
Über das Blog schreiben
Eigentlich schreibe ich ja noch gar nicht lange Blog. Es sind erst 115 Tage. Ich weiß, es gibt Menschen, die können sich merken, worüber sie alles geschrieben haben. Ich kann das nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Gedächtnis eher einem Schweizer Käse gleicht, lecker, aber mit Löchern, denn einer Festplatte, getreu dem Motto: Alle Informationen sind auch wieder abrufbar.
Gerade haben Alex und ich gerätselt, wie wir es wohl schaffen, sowohl Fotos als auch Bloginhalt nicht zu wiederholen. Beim Foto haben wir eine einfache Lösung gefunden, nur das mit dem Wiederfinden von Bloginhalt ist noch ungelöst. Dabei trifft es diese Beschreibung ja nur teilweise. Denn es geht ja nicht unbedingt um einzelne Schlagworte, sondern um den Kontext. Dazu bin ich wie gesagt noch auf der Suche. Falls du eine Idee hast, dann bitte einfach her damit. Danke!
Ich werde aber in jedem Fall mal eine Anfrage an den Kreativchef stellen und den Entwickler und Erschaffer meines Hirns fragen, ob er nicht eine Idee hat. Und wenn es nicht über mein Gehirn geht, dann hat er ja vielleicht eine Idee für meinen Rechner.
Oder aber es kann passieren, dass sich Themen im Blog wiederholen. Dann weißt du, dass diese mir besonders am Herzen liegen bzw. mich bewegen.
Wird alles nur schlimm oder schlimmer?
Wir haben uns mit einem befreundeten Steuerberater unterhalten und ihn gefragt, was er denn von der Wirtschaftssituation hält und was er denkt, wie es weiter geht. Das Bild, das er malte, war nicht besonders rosig. Er sprach von einer deutlichen Inflation, von einer neuen Währung, die den Dollar ablöst, von vielen Arbeitslosen im nächsten Jahr, von unserer Regierung und der bangen Frage, was wohl erst nach der Bundestagswahl im September wird. Die Szenarien, die er da beschrieb, waren für mich nicht besonders beruhigend. Ich fragte mich, was dann mit uns werden wird und was das alles für uns bedeutet.
Doch während ich anfing, darüber nachzudenken, erinnerte ich mich an die letzten Jahre. In meiner Zeit bei HP (Hewlett Packard) gab es jedes Jahr eine Abbauwelle, in der eine größere Anzahl Mitarbeiter in Deutschland gebeten wurden, sich einen neuen Job zu suchen. In diesen Zeiten der Unsicherheit wusste ich mich immer von Gott getragen. Ich war mir sicher, dass er mir diesen Job damals gegeben hatte und genau so sicher war ich, dass ich ihn auch so lange behalten werde, wie er das für richtig hält.
In der Bibel steht geschrieben, dass Gott sich um die Spatzen kümmert, dass diese etwas zu fressen finden. Dort steht weiter geschrieben, dass er unsere Bedürfnisse kennt und sich auch um sie kümmert. Deshalb muss ich mir keine Gedanken machen, was einmal sein wird. Er hat unser Leben in seiner Hand und da sind wir gut aufgehoben. Du und deine Familie auch!
Wow, war das beeindruckend
http://www.ko2media.at/farbenspiel/main.htm
Wir haben gestern ein beeindruckendes Konzert erlebt! Alex hatte Technik auf diesem Konzert und so sind wir nach Baden-Würtenberg gefahren. Technik heißt, dass er in einem Team ist, das Konzerte unterstützt, von Lichttechnik bis Ton. Mein Mann ist ein „Ton-Mann“.
Die Gruppe kam aus Österreich und trägt den Namen Adriel. Es waren zwei Sänger und eine Klavierspielerin. Eigentlich sind sie (werdende) Betriebswirte. Die Lieder schreiben sie selbst. Sie erzählen in den Liedern und in den Überleitungen aus ihrem Leben und Erleben, auch mit Gott. Ihre tiefe Liebe zu unserem Heiland, das Hören auf seine Stimme und das Führenlassen von ihm, waren für mich und Alex gleichermaßen beeindruckend. Trotz ihrer Jugend sind die Texte tiefgehend, analytisch und selbsthinterfragend. Noch etwas fand ich beeindruckend: Ihre Ehrlichkeit Gott, dem Publikum und sich selbst gegenüber. Da wir Menschen uns und dem Anderen lieber etwas vormachen, fiel es mir auf, weil es ungewöhnlich ist. Ich wünsche den Dreien, dass ihre Beziehung zu ihrem Erlöser weiter wächst. Dass sie auf der Bühne die gleiche Ausstrahlung behalten, die gestern Abend da war und dass sie Gott weiterhin bedingungslos vertrauen. Dann wird es eine kleine feine Perle bleiben, die von Gottes Wirken in unserem Leben erzählt.
Was war das doch für ein Tag!
Der Tag gestern hatte es in jeglicher Weise in sich. Es war der einzige Tag der Woche, an dem ich am Schreibtisch saß, dementsprechend sah er auch aus. Ich weiß, daran kann „man“ sich gewöhnen, doch das war nur der eine Teil der Medaille. Der andere war einfach die Menge der Themen, die noch vor dem Wochenende bearbeitet werden mußten. So wurde es Nachmittag und der Abend nahte. Nach meinem Empfinden war ich immer noch dabei das Hamsterrad zu bewegen und nicht zu verlassen. Doch so wollte ich nicht in den Sabbat (Samstag, der Tag an dem wir nicht arbeiten) gehen. Also habe ich am Nachmittag gebetet und meinen Gott angefleht, er möge mir doch helfen, dass ich und die vielen Themen in meinem Kopf zur Ruhe kommen. Das Ganze haben Alex und ich dann für seine Baustellen auch gemacht. Obwohl mir vieles durch den Kopf ging, entschied ich mich dazu, den Sabbat einzuläuten und Abendbrot vorzubereiten. So starteten wir unseren Sabbat nicht per Gefühl, sondern per Entscheidung. Etwas später zeigte es sich, dass dies eine gute Entscheidung war. Denn unsere Gefühle kamen mit leichter Reiseverzögerung auch dort an, wo wir waren. So starteten wir gemeinsam in einen erholsamen Tag. 🙂
Gefangen im Hamsterrad
Als ich heute morgen aufwachte, waren meine Gedanken schon auf die Arbeit gerichtet, obwohl ich noch im Bett lag. Ich analysierte die Meetings der vergangenen Tage und dachte über die anstehende Arbeit nach. Das ist für mich immer ein Zeichen für zu viel im Programm.
Dann sagte ich meinen Gedanken „stop“ und fragte mich, ob das die richtigen Gedanken sind, im Bett liegend neben meinem wunderbaren Mann. Mein Ergebnis war, dass ich mir vorkomme wie in einem Hamsterrad laufend. Während ich vorwärts laufe, schiebe ich das Rad selbst immer wieder an. So kam ich zu der Erkenntnis, dass es Zeit wird, das Hamsterrad zu verlassen und von außen darauf zu schauen. Es wurde mir bewusst, dass die Zeit da ist, aufzuräumen, Prioritäten neu zu setzen und zu gewichten.
Wie ich das mache? Im Gespräch mit Gott.
Ich gehe die einzelnen Bereiche durch und überlege mir, was passiert, wenn ich es nicht tue, ob diese Tätigkeit jemand anders übernehmen kann, für die diese Person sogar besser geeignet ist. Nicht immer fällt so eine Erkenntnis leicht, denn wir hängen ja an der Arbeit und sind immer überzeugt, nur alleine etwas zu können.
Dann frage ich Gott, ob er weitere Ideen und Vorschläge hat und spreche über jeden einzelnen Bereich. Er gibt mir Ideen und auch die Unterstützung, um die Dinge umzusetzen. Hoffentlich stehe ich mir nicht so im Weg, dass ich wieder zurück ins Hamsterrad laufe. Falls es dir so ähnlich geht, dann empfehle ich dir auch eine Auszeit zum Rausklettern aus dem Rad. Viel Erfolg dabei!