Klamotten, Shopping und Päckchen aus dem Westen

Gestern war ich mit Mama Shoppen, nach langer Zeit einmal wieder. Dieses Märchen, dass Frauen gerne shoppen gehen, ist irgendwie nicht aus der Welt zu bekommen. Ich weiß nicht warum es sich so hartnäckig hält. Wenn ich die Möglichkeit hätte Klamotten, die mir gefallen und passen in meinen Kleiderschrank gebeamt zu bekommen, gleich passend gekürzt, dann würde ich den Service sofort in Anspruch nehmen. Vielleicht wäre das ja mal eine Geschäftsidee!

Nun, wie auch immer. Jedenfalls war die Laktoseintoleranz schuld am Einkaufstrip. Seit ich keine Milchprodukte mehr esse, hat sich mein Gewicht um drei Kilo reduziert. Da ich nicht so groß und füllig bin, hat sich das mit einer Kleidergröße weniger bemerkbar gemacht. Nun habe ich einen großen Teil meiner Kleider in den Keller gepackt und warte, dass die Jahre vergehen und ich wieder hineinwachse. Im Interesse meiner Klamotten im Keller hoffe ich sehr, dass dies so sein wird.

Das erinnert mich an meine Kindheit. Da kamen, meistens zu Weihnachten, die Päckchen aus dem Westen. In diesen waren die abgetragenen Klamotten meiner Cousinen. Der Geruch der Waschmittel der dabei aus den Päckchen strömte, war einfach toll. Nach der Wende habe ich diesen nicht mehr gerochen, eigentlich schade! Manchmal wollte ich die Sachen gar nicht anziehen, weil sie einfach so gut rochen. So anders, so hmmm. Damals wurden die Sachen die mir zu groß waren auch in den Schrank gepackt und ich musste warten bis sie passend wurden.

Tja, manche Dinge sind wie die Mode. Sie kommen immer wieder zurück.

Wikipedia und die Christen, oder: Suchen Beziehungspfleger

Der Aufruf kommt von Professor Stock, der in seinem Vortrag auf der Bloggertagung in Berlin von Wikipedia und seinem Aufbau erzählte.

Auf der Hauptseite von Wikipedia ist folgendes zu lesen: Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen. Seit Mai 2001 sind so 1.115.553 Artikel in deutscher Sprache entstanden.

Auf diese Art und Weise ist Wikipedia inzwischen zu einer mächtigen Enzyklopädie geworden, die gerne genutzt wird. Auch von mir. Im christlichen Bereich allerdings hat Wikipedia einige merkliche Schwächen. Das Schwierige daran ist, dass diese meistens nur auffallen, wenn „man“ in der christlichen Thematik gut verwurzelt ist. Leider sind die Schwächen aber in Bezug auf den christlichen Glauben selbst von einer gewissen Relevanz und sollten nicht so auf den Seiten verbleiben.

Dadurch, dass Wikipedia die 6. der am meisten aufgerufenen Seiten ist, finden auch die geistlichen Inhalte eine starke Verbreitung und das obwohl sie in manchen Bereichen glatt falsch sind. Wenn aber kein Christ mitarbeitet und dies verbessert, dann wird das leider auch so bleiben.

Da Wikipedia eine freie Enzyklopädie ist kann jeder mitschreiben. Besser du machst das als registrierter Login, denn als anonymer Nutzer. Nach den Regeln kann nur mitdiskutieren, wer mitarbeitet. Deshalb suchen wir Leute die Wikipedia helfen im christlichen Bereich auf Vordermann zu kommen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn du? dich dieser Herausforderung stellen würdest und mitmachst bei der Beziehungspflege mit Wikipedia.

 

Gottes Segen und viele Geschenke für unseren Alltag

Eine Freundin hat mich aufgefordert: schreibe doch mal was zum Segen. Heute und hier will ich das Versprechen einlösen.

Segen ist eines der bekanntesten Worte im christlichen Sprachgebrauch. Trotzdem beschleicht mich immer mal das Gefühl, dass keiner so richtig weiß, was er damit anfangen soll.

Wir wissen, dass Segen von Gott kommt. Wir können darum bitten, für uns und für andere. Wir wissen auch, dass Segen etwas Gutes ist. Um Segen kann jeder Mensch bitten. Es sind keine besonderen Handlungen oder Rituale damit zu verbinden/ zu leisten. Segen ist kein Gut, um das man handeln sollte. Obwohl ich erstaunlicherweise erlebe, dass das tatsächlich geht und das Gott sich darauf einlässt.

Weil das alles so ist, ist Segen ein Geschenk. Besser ausgedrückt, ein materielles Geschenk Gottes. Denn auch Kreativität und „rechtzeitige Erinnerungen“ haben materielle Auswirkungen in unser Leben hinein.

Hier ein paar Beispiele aus unserem Alltag:

Segen ist, wenn die Pflanzen in unserem Garten etwas besser wachsen als in den anderen Gärten. Segen ist, wenn ich gute und kreative Ideen für meine Arbeit geschenkt bekomme. Segen ist, dass die Schnecken bei uns noch was übrig lassen und nicht alles fressen. (Das betrifft auch die Wühlmäuse.)

Mit anderen Worten, Segen sind Geschenke die unseren Alltag, also unser Leben betreffen. Wir bekommen sie, weil Gott uns als seine Kinder liebt und nicht, weil wir dafür etwas Besonderes getan haben. Segen ist immer im Hier und Jetzt erlebbar. Manches ist für uns so selbstverständlich, dass es uns Christen noch nicht mal auffällt, z. B. Sicherheit.

Deshalb ist der beste und sinnvollste Wunsch, den wir einander wünschen können, der Segen Gottes.

Vodafone und der Service – das müssen wir nochmal üben!

Welches Unternehmen wirbt nicht mit einem wunderbaren und umfassenden Service. Service wird als ein wichtiges Kundenbindungsinstrument angesehen. Viele Studien belegen, dass es kostengünstiger ist einen unzufriedenen Kunden in einen zufriedenen zu verwandeln, als diesen zu verlieren und später neu gewinnen zu wollen. Dieses Prinzip gilt nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für private Anwender.

Hier will ich nun meinen Frust über Vodafone in gegossene Worte bringen. Ich wünschte mir, dass jemand von Vodafone diese Zeilen lesen würde und ich endlich ein funktionsfähiges Smartphone bekäme.

Hier ist meine Leidensgeschichte: Vor inzwischen 1,5 Jahren habe ich ein damals neues Smartphone in Betrieb genommen. Nicht nur, dass ich die Anrufe meistens nicht annehmen konnte, weil sich der entsprechende Button nicht so bedienen ließ wie es sollte, dazu kam noch, dass mein Gerät dem Anrufer immer wieder mitteilte, dass die Nummer nicht vergeben sei. Das Gerät wurde deswegen drei Mal getauscht. Jedes Mal bedeutete dies für mich auf dem alten Gerät alle Daten zu löschen und das neue Gerät wieder zu konfigurieren. Schon alleine der Aufwand macht das Gerät inzwischen unbezahlbar.

Seit Juni ringen wir nun um eine Wandlung von Vodafone. Mit den scheinheiligsten und dümmsten Begründungen seitens Vodafone sind wir heute nun in eine neue Runde gegangen. In der Zwischenzeit nutze ich ein altes Gerät mit eingeschränkter Funktionalität. Über meine Begeisterung darüber will ich keine weiteren Worte verlieren. Grrrrr…..

Wenn Vodafone für jede Wandlung über 3 Monate braucht, dann wundere ich mich, dass der Laden noch nicht pleite ist. Eigentlich müsste diese Wandlung inzwischen vergoldet sein, bei dem Aufwand, der da drin steckt.e

Warum bin ich Christ?: Weil seine Liebe mein Herz erreicht hat

Warum bin ich Christ: Heute von Julia aus Lahr, 23 Jahre

Es ist unglaublich wie Gott mich innerhalb einer sehr kurzen Zeit verändert hat. Ich weiß noch, wie ich vor 4 Jahren das erste Mal zum Gottesdienst kam. Als die langen 2,5 Stunden endlich vorbei waren, und ich zu Hause die ganzen Eindrücke auf mich einwirken ließ, habe ich angefangen zu weinen. 

Meiner Mutter konnte ich nicht erklären weshalb ich weine. Ich dachte mir nur: „Wo hast du mich hingebracht? Diese Menschen sind ja nicht von dieser Welt. Sie grüßen mich so freundlich mit offenen Armen, obwohl sie mich zum ersten Mal sehen. Sie freuen sich und sehen dabei so glücklich aus. Ich dachte mir, dass ich niemals so werden würde. Ich bin in einer ganz anderen Welt aufgewachsen. Ich bin nicht in die Gemeinde hineingeboren worden. Ich kenne Gott nicht, für mich ist es schon zu spät !

Trotzdem bin ich meiner Mutter zuliebe oft zum Gottesdienst mit gekommen. Bei einer großen Veranstaltung hat mich eine Ansprache sehr berührt. Bei dem Aufruf zur Entscheidung bin ich nach vorne gekommen und habe damit innerlich entschieden Gott in mein Leben zu lassen. Diese Entscheidung war aber nicht so fest in mir verwurzelt, dass ich diese auch verwirklichen konnte. Ich sah viele Veränderungen auf mich zu gekommen wie z. B. den ganzen falschen und für mich schädlichen Lebensstil zu ändern. Die Angst vor Veränderungen ist damals der Hauptgrund gewesen, weshalb ich mich bewusst gegen Gott entschieden habe. Ich habe den falschen Weg gewählt und das Ergebnis davon ist, dass mein Sohn jetzt ohne Vater aufwachsen muss.

Damals habe ich viele schwere Zeiten erleben müssen in meiner Schwangerschaft. Ich habe befürchtet, dass ich kein gesundes Kind zur Welt bringen würde. Aber Gott hat mich trotzdem nicht im Stich gelassen und mir ein gesundes Baby geschenkt. Für mich war das ein Wunder. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich die Barmherzigkeit Gottes, seine Geduld und seine bedingungslose Liebe nicht mehr ignorieren. Habt ihr schon einmal ein Neugeborenes gesehen, ist das nicht ein Wunder? Wie kann man da noch Gott als Schöpfer ignorieren?

Dies war der neue Abschnitt in meinem Leben. Ich war Gott für meinen Sohn sehr dankbar. Nun war ich nicht nur für mich selbst verantwortlich. Die erste Zeit wusste ich nicht wo ich anfangen sollte. Ich hatte nur diesen Drang, Gott besser kennen zu lernen, meine Beziehung zu ihm zu vertiefen und zu stärken. Das gelingt mir jetzt durch das Studieren der Bibel. Gottes Wort ist ein praktischer Schatz für jeden Bereich des Lebens. Es zeigt mir den Weg, den ich mit Gott gehe.

Jetzt bin ich sehr froh, dass mein Kind das Privileg hat Gott von klein auf kennen und lieben zu lernen. Ich bin mit Dankbarkeit und Hoffnung erfüllt, weil Gott das, was unmöglich erscheint, möglich macht.

Händels Messias – und die Frage ob du auch weißt was du hörst und singst

Alex hat zum Geburtstag eine Aufnahme von Händels Messias bekommen. Gestern fingen wir an ihren Klängen zu lauschen. Es ist eine großartige Musik. Manche Passagen werden öfter interpretiert und gespielt, andere sind nicht so populär. Aber die Musik,…. schwärm!

Während wir so den Klängen von Händel lauschten, schweiften meine Gedanken zu den Sängern. Händels Messias ist europäische Musik in Reinform. Es ist christliche Musik, die zum Lob und zur Ehre Gottes entstand. Vor 300 Jahren waren die Sänger Christen. Damit sowohl mit der Botschaft als auch mit ihrem Inhalt vertraut.

Doch wie sieht es heute aus? Ich kenne großartige Sänger, die in großen Chören singen, doch nicht alle können mit dem christlichen Inhalt etwas anfangen. Sie singen wunderbare Melodien und Texte, doch die Bedeutung ist ihnen verschlossen. Als ich einen dieser Sänger einmal fragte wie es ihm damit gehe, war seine Antwort: „Gar kein Problem, für mich ist das Kultur und Kulturgeschichte, und damit auch ohne eine weitere Botschaft.“

Er hat ja nicht ganz unrecht. Es ist Kulturgeschichte und gehört zu Europa. Aber es ist noch mehr. Musik ist eine Art Botschaft zu transportieren. Bei Händels Messias ist es eine Botschaft in einer wunderbaren Hülle.

Hast du auch mal (mit-) gesungen, ohne über den Inhalt nachzudenken? Es lohnt sich auf den Text zu achten. Denn egal in welchen Zeiten Musik entstand oder entsteht, jeder, der textet und Musik schreibt, legt in die Worte eine Bedeutung. Wenn wir etwas nachsingen, sollten wir wissen was wir singen und am besten noch warum.

Ruhe ist (in Deutschland) gesetzlich geregelt

http://www.suedkurier.de/…t761224,4451704

Auf der Suche nach Ruhe habe ich einen interessanten Artikel zum Thema gefunden.

Was du vielleicht gar nicht weißt ist, dass es in Deutschland ein Gesetz gibt was Ruhe verordnet. In dem Gesetz ist klar geregelt was am Sonntag in Deutschland nicht gemacht werden darf. Einfacher ist es wahrscheinlich die Liste umzudrehen. Es gibt nur 16 Berufsgruppen die laut Gesetz am Sonntag arbeiten dürfen, z. B. die Polizei. Über die genaue Ausgestaltung gibt es immer wieder Streitigkeiten und damit Arbeit für Richter.

Interessant ist, dass in dem Buch der Sonntag als Ruhetag nicht erwähnt wird. An allen Stellen die ich kenne spricht das Buch vom Sabbat als dem siebten Tag der Woche. Auch wenn mancher denkt, dass der Sabbat erst mit den Juden auf die Erde kam, so spricht das Buch eine andere Sprache. Hier ist geschrieben, dass der Sabbat als Tag der Ruhe bereits bei der Gründung und Bevölkerung der Erde installiert wurde.

Gott war dieser Tag aber so wichtig, dass er ihn in ein Gesetz packte. Wie wir es mit dem Sonntag getan haben. In dem Gesetz sagt Gott, dass er will, dass dieser siebte Tag gehalten wird. Er soll ein Zeichen sein, zwischen Gott und den Menschen. Er beinhaltet die Erinnerung für uns Menschen, dass Gott die Erde geschaffen hat. Indem wir Menschen diesen siebten Tag halten, anerkennen wir die Autorität Gottes über diese Erde.

So gibt es zwei Gesetze zum Thema Ruhe, das deutsche und das von Gott. Wie hältst du die beiden?

Job-Sauerei – zu alt für den Job, ab wann bin ich zu alt?

https://dejongsblog.de/blo…de-gibt-es-hier

Das Thema der vielen unbesetzten Stellen möchte ich gerne noch einmal aufgreifen. Dazu drängt es mich auf Grund einer Schlagzeile bei Bild: “ Job- Sauerei!“ Der Artikel berichtet von einer Sekretärin, die mit 49 als zu alt bezeichnet und deshalb nicht eingestellt wird.

Zu recht regt sich die Bild-Zeitung darüber auf. Wieder muss ich an die Aussage der nicht genug geeigneten Bewerber denken. Was das wohl heißt? Wenn ich daran denke, dass in den nächsten Jahren weniger Arbeitnehmer vorhanden sind, dann wird sich an der Einstellung der Unternehmen etwas ändern müssen.

Mit anderen Worten, wir sollten in unser aller Köpfen anfangen. Ich weiß nicht, ob es ein Alter gibt in dem der Mensch wirklich alt ist. Denn in erster Linie ist es eine Sache unserer Einstellung. Wir beurteilen das Alter der Anderen an Hand unseres eigenen Alters. Bin ich 70, dann ist ein 70jähriger in der Regel nicht alt. 🙂 Ich kenne das von meiner Mama.

Wenn wir in Deutschland weiter leben wollen, dann werden die Unternehmen umdenken müssen. Dabei sind es nicht so sehr die Unternehmen, als die Menschen die in diesen Unternehmen die Entscheidungen treffen.

Hallo Deutschland, wach auf! Menschen sind nicht nur Arbeitstiere, die nach Unternehmenswünschen geformt werden können. Deutschland wurde deshalb zu einer Industrienation, weil es Menschen gab, die kreativ waren. Die sich für ihr Unternehmen einsetzten und das aus Freude und Begeisterung taten. Solche Menschen wollen geachtet werden und so soll auch der Umgang mit ihnen sein.

Offene Stellen ohne Ende … gibt es hier

Immer wieder wird uns erzählt, dass Fachkräfte rar sind und es viele offene Stellen gibt. Es scheint 2 Jahres Wellen zu geben. Die letzte große Suche war 2008, davor 2006,….

Aktuell heißt es wieder, dass 70% der befragten Firmen Probleme haben offene Stellen zu besetzen. Dabei gibt es einige Berufe die mehr offene Stellen haben als andere. In der ganzen Diskussion ließ mich ein kleiner Satzteil aufhorchen: “ nicht wie gewünscht zu besetzen“.

Damit stellt sich die Frage, wonach die Unternehmen denn suchen. Nach 30-jährig, 15 Jahre Berufserfahrung, verheiratet, Mann, mobil und immer für das Unternehmen verheizbar, ach und am besten soll er sein Geld gleich mitbringen,…. Dann habe ich eine schlechte Nachricht. Diese Stellen werden immer unbesetzt bleiben, egal wo die Menschen herkommen.

Nach diesen 70% begab ich mich ins Internet und suchte die vielen offenen Fachkräfte Stellen. Der VDI hatte 700 Ingenieure ausgeschrieben. Alle Stellen, bis zum Hilfsarbeiter und Praktikanten auf monster.de waren ungefähr 40.000. Auf Job.Scout gibt es angeblich ca. 200.000 offene Stellen, beim Arbeitsamt weitere 600.000. Bei detaillierter Betrachtung, ist schnell feststellbar, dass die Jobs mehrfach im Netz vorhanden sind. Die 34.000 unbesetzten Stellen für Ingenieure die im Frühjahr verkündet wurden, habe ich nicht gefunden. Nun, vielleicht ist ja auch da der feine Unterschied: unbesetzt muss nicht unbedingt offen für eine Bewerbung, heißen.

Bitte suche mit und zeige, wo es diese Stellen in Deutschland gibt. Vielleicht wissen die Funktionäre des DIHK und des VDI mehr als das Internet preis geben will.

Fotografierende Touristen an „ungewöhnlichen“ Orten

Eigentlich ist das inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. Trotzdem ist es mir erst dieser Tage wirklich ins Bewusstsein gekommen. Vielleicht, weil der Ort dazu keine wirkliche Touristenattraktion darstellt. Worum es geht? Um fotografierende Touristen in Kirchen.

Wenn diese an Orten wie dem Münchner Dom oder der Kirche am Odeonsplatz in Scharen fotografieren, dann kann ich das Interesse an dem Gebäude noch ein Stück weit nachvollziehen. Es ist also nichts Ungewöhnliches mehr. Bei einer Kirche in Koblenz, die sicher nicht zu den architektonischen oder künstlerischen Glanzstücken gehören, wundert mich das schon etwas.

Während Alex und ich nun in besagter Kirche saßen, kamen die Touristen und fotografierten alles was da war. Dabei waren die Techniken des Fotografierens an sich schon unterhaltenswert. Was mir dabei besonders auffiel, war der Umgang am Ort der Besichtigung. Die Menschen bewegten sich wie in einem Museum und nicht wie in einer Kirche.

Damit stellt sich die Frage, ob unsere schönen sakralen Bauten nicht tatsächlich in erster Linie Museen sind oder im besten Fall noch in ihrer Architektur interessant. Wieviel Bedeutung haben unsere Kirchen noch, wenn diese beiden Punkte abgezogen werden.

Wenn du das nächste Mal in eine Kirche gehst, dann denke doch mal über die Menschen nach, die dieses Gebäude errichtet haben und was sie wohl für einen Bezug dazu hatten. Viel Spaß!

 

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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