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Mein Alex fehlt mir

Nach längerer Zeit waren Alex und ich wieder einmal geschäftlich unterwegs. Das an sich ist nichts Besonderes. Was ich noch nie mochte ist die Tatsache, dass wir getrennt unterwegs waren. Er an einem Ende der Republik, ich am anderen.

So tauschten wir uns heute morgen per Telefon, über die letzte Nacht, aus: Wie hast du geschlafen? Nicht gut,….

Manchmal liegt es am Verkehr, der durchs Hotel fährt, durch manche Hotelzimmer fahren nicht nur Autos und LKW’s sondern ganze Bahnlinien führen hindurch. Während bei Autos meistens eine Art kontinuierlicher Verkehrsstrom entsteht, sind Züge immer einzeln unterwegs und lassen sich nicht so einfach vom Gehirn rausfiltern. Steht man am nächsten Morgen auf, dann fühlt man sich platt wie der Untergrund, über den diese Verkehrsmittel unterwegs waren.

Was ich aber am schlimmsten empfinde, ist die Abwesenheit meines Alex. Kein Arm zum Anlehnen, keiner, der meine kalten Füße wärmt. Egal, wie sehr ich diese im Bett tastend nach meinem Alex positioniere, das Gegenüber fehlt. Es fehlt der abendliche Austausch, mit der Reflektion auf den abgelaufenen Tag. Wir merken, dass kein Telefon diesen persönlichen Austausch ersetzen kann.

So bleibt die Schlussfolgerung auch nach 10 Jahren Ehe immer noch die Gleiche: Mein Alex fehlt mir! Um so mehr freue ich mich auf ihn und zu Hause. Deshalb wird es ein guter Tag werden. Das wünsche ich dir auch!

Umziehen

Bist du schon umgezogen? Laut Statistik ziehen in Deutschland jährlich etwa 10-11% der Menschen um. Das sind etwa 4 Millionen Einwohner.

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Die Gründe sind vielfältig. Am häufigsten wird umgezogen, um mit dem Partner zusammen zu wohnen, an zweiter Stelle steht der Beruf. Nur etwa 15 % der Umziehenden greifen dabei auf die Unterstützung einer Umzugsfirma zurück. Die meisten Menschen ziehen mit der Hilfe von Freunden, Nachbarn und Familie um. Meine bisherigen Umzüge waren genau so. Im Laufe der Jahre ist der Krempel aber etwas mehr  geworden und so gefällt mir der Gedanke professionelle Unterstützung zu bekommen gut.

Im allgemeinen sind die Kosten für die Umzugsfirma der Hinterungsgrund Nummer 1. Doch diese Betrachtung greift oft zu kurz.

Es gibt viele Gründe, die für eine Umzugsfirma sprechen:

  • Zeitmangel (Beruf, Familie etc. spannen zu sehr ein)
  • Krankheit oder Alter (Möbel können nicht mehr getragen werden)
  • fehlende eigene Motivation zu packen
  • Führerschein erlaubt keinen LKW
  • Versicherung und Ersatz bei Schaden
  • viele Erfahrungen der Firma in Bezug auf Menge und Transport

Letztlich ist das Beauftragen einer Firma mit deinem Umzug Vertrauenssache. Viele Umzugsunternehmen wollen das Geld in bar haben. Bei Kaiser-Umzüge hat mir gefallen, dass ich sofort per EC Karte zahlen kann. Inzwischen sind Umzugsunternehmen moderne und schnelle Logistiker geworden. Eine Anfrage lohnt sich auf jeden Fall.

Gegen Burnout – Erholung und Entspannug

Gestern hat Tobi einen langen Blog zum Thema Burnout geschrieben. Um Burnout zu vermeiden, sind wir ein langes Wochenende im Off. Wir tanken unsere Batterien neu auf, mit viel Schlaf und Bewegung.

Während schlafen für Erholung und Entspannung sorgt, erinnert uns unsere Bewegung daran, dass wir Muskeln haben und diese viel zu wenig benutzen.

Deshalb begeben wir uns jetzt wieder an die frische Luft, in den Schnee, und vielleicht starten wir ja mit einer Schneeballschlacht.

Wir wünschen dir auch ein schönes und erholsames Wochenende mit viel Schlaf und Bewegung zum Auftanken.

 

Ist Burnout eine Modeerscheinung?

Heute gibt es Gastbeitrag von Tobias. Vielen Dank an dich!

In den letzten Monaten wird das Thema Burnout in den Medien immer wieder diskutiert. Der Stern titelte am 29.09.2011 „Total erschöpft – Wie dem Fußball-Trainer Ralf Ragnik geht es Millionen Frauen und Männern in Deutschland: Sie sind ausgebrannt – So erkennen Sie die Alarmzeichen und beugen rechtzeitig vor“. In seinem Leitartikel schildert der Stern recht detailliert Beispiele mehrerer Betroffener und geht wie ich finde recht erfolgreich auf die Suche nach den jeweiligen Ursachen für den Burnout.

Am 28.11.2011 liest sich der Titel des Focus ein wenig kritischer. „Die große Gefahr der falschen Therapie – Was ist Burnout? Was sind Depressionen?“ titelte das Blatt

und zitierte neben anderen Fachleuten den Ärtztlichen Direktor einer Klinik am Chiemsee mit den Worten: „Wenn man objektiv diagnostiziert, haben mehr als die Hälfte dieser Menschen eine depressive Störung.“ (Focus 48/11, Seite 81) In dem Artikel heißt es weiter, die übrigen litten unter Schlafstörungen, Angststörungen, Anpassungsstörungen oder anderen seelischen Problemen, die sich körperlich zeigen würden. Man würde die Diagnose Burnout mitunter stellen, weil sie im Gegensatz zu Diagnosen wie Depression oder Angstörung gesellschaftsfähig sei – so würden sich Betroffene bereitwillig(er) in Behandlung begeben.
In diesem Focus-Artikel sind kritische Untertöne unüberhörbar. Es bestehe die Gefahr, dass Depressionen nicht erkannt werden und der Hausarzt „im täglichen Medizinbetrieb“ die falsche Diagnose stelle, die zu falschen Behandlungen und Ratschlägen führe. So ist Ruhe, in den Urlaub fahren oder einfach mal ausschlafen eben nicht das Mittel der Wahl, um bei einer wirklichen Depression wieder auf die Beine zu kommen.

Der Spiegel vom 06.02.2012 greift mit dem Titelthema „Die gestresste Seele – Was ist noch Erschöpfung? Was ist schon Krankheit?“ diese kritischen Töne auf und konkretisiert sie.
An der erschreckenden Geschichte des heute gerne diagnostizierten ADHS zeigt der Spiegel die Gefahren auf, die sich hinter unpräzise formulierten Diagnosen verbergen können. Schon 1935 forschten Ärzte in den USA mit „zappeligen und unkonzentrierten Grundschülern“ (Spiegel 6/06.02.2012 Seite 127). In den 1960er Jahren war es der US-Amerikanische Psychiater Leon Eisenberg, der derartig auffälligen Kindern Psychopharmaka verabreichte und mit dem Wirkstoff Methylphenidat die gewünschten Erfolge erzielte. Seit 1968 gibt es die Diagnose „hyperkinetische Reaktion des Kindesalters“ – und der Verbrauch von Methylphenidat wächst unaufhaltsam. Waren es 1993 noch 34 Kilogramm des Wirkstoffes, die in Form von Präparaten wie Ritalin in unseren Apotheken umgesetzt wurden, waren es 2011 bereits 1760 Kilogramm. Leon Eisenberg zeigte sich entsetzt über diese Entwicklung. Im letzten Interview vor seinem Tod sagte er 2009: „ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.“ (ebd. Seite 128) Das aber heißt, dass eine Unmenge von Kindern (und Erwachsenen) mit falschen Diagnosen und nicht angemessenen Medikationen durchs Leben gehen.
Eine ähnliche Entwicklung könnte, so der Spiegel, die Diagnose Burnout nehmen. Ich halte ein solches Szenario für gleichermaßen möglich und fatal.

Der Advent-Verlag zitiert auf seiner WebSite in der Rubrik „Adventisten heute Aktuell“ ein idea „Pro und Contra“ zu der Frage „Ist Burn-Out in der Kirche eine Modekrankheit?“ In den beiden dort wiedergegebenen kurzen Statemenst fehlt mir eins ganz deutlich: Die Differenzierung zwischen der häufig ausgesprochenen und damit sicher „in Mode gekommenen“ Diagnose Burnout auf der einen und dem häufig anzutreffenden und damit vielleicht auch „in Mode gekommenen“ Zustand der permanenten Erschöpfung, Überforderung, Frustration und Unfähigkeit, seinen Alltag zu meistern, der zu eben dieser Diagnose führt, auf der anderen Seite. Zwischen beidem sehe ich einen gravierenden, wenn auch eventuell leicht zu übersehenden Unterschied.
Ärzte, Psychologen und Psychiater sind gefordert, fachlich korrekte und eindeutige Formulierungen zu finden, wenn verhindert werden soll, dass Burnout ein ähnliches Eigenleben entwickelt wie ADHS. An dieser Stelle von Modeerscheinungen zu sprechen scheint mir durchaus legitim. Und hier kann und darf die Fachwelt die Verantwortung für die richtigen Formulierungen nicht auf den Patienten abschieben. Vielleicht ist das auch ein Weg, Diagnosen wie Depression oder Angststörung gesellschaftsfähiger zu machen und zu entstigmatisieren.
Betroffene haben das Recht, in ihrem Erleben ernstgenommen zu werden. Einem Betroffenen gegenüber von einer Modekrankheit zu sprechen ist schlicht eine Unverschämtheit. Sicher gibt es Menschen, die auf der Burnout-Welle mitschwimmen – aber die gibt es bei jedem anderen Krankheitsbild auch. Mancher lässt sich beim ersten Hüsteln krankschreiben, manch anderer quält sich noch mit Triefnase und beginnender Lungenentzündung ins Büro oder an die Supermarktkasse. Bei psychischen Erkrankungen gibt es keine OP-Narben, keine Gipse oder Krücken, keine triefenden Nasen und verbrauchten Papiertaschentücher. Um so wichtiger ist es, dass Erkrankte nicht in die Situation gebracht werden, sich für ihre Erkrankung rechtfertigen zu müssen oder für ihr Erleben belächelt zu werden – völlig egal, wie die Fachleute dieses Erleben benennen. Eine Mode, die zu solchen Situationen führt, darf es nicht geben.
Kirche ist ein (gelegentlich zeitverzögerter) Spiegel der Gesellschaft, in der sie stattfindet. Gerade deshalb wäre die Differenzierung dieser beiden Ebenen in besagtem idea-Beitrag wichtig gewesen. Aber wir sind ja alle unterwegs…

Prozesse und Routine

Prozesse ist eigentlich nur ein anderes Wort für Routine. Routine ist das, was unseren Alltag prägt. Damit sind Prozesse und Routine also etwas Gutes. Sie helfen uns unseren Alltag einfach zu halten. Unser Tag gestern war außerhalb unserer Routine. Es gab keinen definierten Prozessablauf. Wir wollten in den Urlaub starten und gleichzeitig hatten wir noch einen Arbeitstag vor uns. Dieser war so angefüllt, dass ich das erste Mal den Blog vergaß. Heute habe wir Urlaub und alles ist wieder Routine. Dieses Mal steht auf dem definierten Prozess “Urlaub”. Wir wünschen dir einen guten Tag, egal ob mit Routine oder außerhalb.

Das gab es noch nicht

Soweit ich mich erinnern kann, ist das in der Chronik von dejongsblog noch nie vorgekommen: Claudia hat ihren Blog vergessen. Sie ist heute für ein verlängertes Wochenende gefahren. Durch den gestörten Ablauf und die fleißige Arbeit auf dem Schreibtisch ist der Blog einfach untergegangen.

Somit möchten wir dich um Nachsicht bitten, es wird eine Ausnahme bleiben. Morgen gibt es in gewohnter Weise wieder einen Blog, etwas früher als heute 🙂

In eigener Sache oder Umgang miteinander

Gestern habe ich einen schönen Blog für heute vorbereitet über ein Zitat von Paulus (in Philipper 4,19). Doch bei meiner Familie fiel der Blog leider als zu sperrig durch. So bleibt der Blog als Entwurf stehen. Mal sehen was daraus wird.

Immer wieder stelle ich fest, dass die eigentliche Herausforderung unsere Sprache ist. Wir nehmen etwas wahr, wir sehen etwas, wir lesen etwas und können doch nicht in der gewünschten Weise ausdrücken, was wir möchten. Wir finden Worte, doch unser Gegenüber hört etwas ganz anderes.

Ich weiß (inzwischen) um die Begrenztheit meiner Sprache, erlebe mein Scheitern und die Glücksmomente, wenn es gelingt. Ich möchte etwas ausdrücken und stelle einige Zeit später fest, dass sich dieses wohl hätte optimieren lassen. Wie damit umgehen?

Bitte Leser, wenn ein Text nicht gut ist oder sperrig, dann habe ein großzügiges Herz und denke einfach: sie hatte einen schlechten Tag. Sieh es mir nach, wenn mein Blog nicht gut war.

Wir alle leben von dieser Großzügigkeit im Umgang miteinander. Wir brauchen sie jeden Tag, denn ohne diese Großzügigkeit würden wir in einer gnadenlosen Welt leben.

Die Brille der Wahrnehmung

Als ich mich mit einem Freund über seine neue Brille unterhielt, kamen wir auf die veränderte Wahrnehmung, die eine Brille mit sich bringt, zu sprechen.

Seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer einer eigenen Brille. Ich bin stolz auf meine Brille, denn seitdem sehe ich die Welt deutlich schärfer. Schaue ich in die Ferne, sind die Konturen plötzlich gestochen scharf. Während in der Nähe meine Brille unangenehm ist.

Mit Brille hat sich meine Wahrnehmung verändert. Die Welt sieht anders aus. Nicht weil wir uns verändert haben, sondern weil sich unsere Sicht verändert hat. Eine Brille hat Randbereiche an denen die Brille zu Ende ist und damit unsere Sicht. Bei Gleitsichtgläsern kommen auch noch unterschiedliche Ebenen dazu, alles das verändert die Wahrnehmung. 

Manchmal haben wir auch nur eine virtuelle Brille auf, denn unser Blick in die Welt verändert sich. Es kann sein, dass wir die Brille der Informationen aufhaben oder die Brille der Liebe. Jede dieser Brillen gibt uns eine andere Wahrnehmung, ohne dass sich die Welt und wir wirklich verändert haben.

Wir können uns gegenseitig helfen beim in die Welt Schauen, aber die Wahrnehmung an sich bleibt eine individuelle Sache. Wir können unsere Wahrnehmung erklären und beschreiben, aber die Wahrnehmung selbst ist auf uns selbst beschränkt. Auch wenn Alex und ich uns den Blick durch die Brille gegenseitig erklären, sehen können wir nur selbst.