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Wenn Gott immer so handeln würde wie wir wollen, dann wäre er kein Gott, oder?

Wenn Gott immer so handeln würde wie wir wollen, dann wäre er kein Gott.

Das war der Spruch, den ich gerade beim Mittagessen zu hören bekam. Auch wenn es uns Menschen nicht gefällt es scheint wohl was dran zu sein.

Stell dir mal vor, Gott würde immer nach deinem und meinem Willen tanzen. Mal ehrlich, wäre das gut? Und wer bekommt den Vorzug, wenn die Wünsche sich widersprechen?

Oder du würdest sein Handeln immer verstehen und es wäre immer so gleich unserem Denken. Ich weiß nicht ob das so gut wäre.

Deshalb gilt der Satz wohl doch: Wenn Gott immer so handeln würde wie wir wollen, dann wäre er kein Gott.

Was die Börse mit uns macht und unsere Chancen in der aktuellen Lage

Derzeit knallt es wieder einmal heftig auf unsem Planeten und wir können die Schuld noch nicht einmal von uns Menschen wegschieben. Lange erklärte mir ein Freund, wie es zu der geldpolitischen Situation kam und versuchte sich im Zukunft schauen. Am Ende unseres Gespräches kamen wir auf die persönliche Bereicherung einiger weniger zu Ungunsten vieler zu sprechen.

Vieles ging mir in dem Moment durch den Kopf: Die Menschen haben sich in den letzten tausenden Jahren doch nicht gebessert. Über einen weiteren Gedanken sprachen wir noch zusammen: Es heißt in der Bibel, dass Gott die Menschen für ihr Verhalten zur Rechenschaft ziehen wird. Ich habe dies bereits in meinem Leben erlebt. Gott ist nicht nur eine fiktive Größe.

Doch was macht das derzeitige Börsengeschehen mit uns wirklich? Ist es das Bewusstsein der eigenen Ohnmacht oder die Wut vor der Gier der Anderen? Die Angst vor der ungewissen eigenen Zukunft? Oder ist das ganze Geschehen so weit weg, dass es gar nicht bis in unseren Alltag durchdringt?

Es sind die Krisen in unserem Leben, die uns unsere Ohnmacht bewusst machen. Interessanterweise brauchen wir Menschen solche Situationen um uns auf die Reise unseres Lebens zu begeben. Gibt es keinen, der uns wachrüttelt, dann laufen wir in unserem Alltag einfach vor uns hin.

Nehmen wir also die jetztige Situation als Chance wahr. Eine Chance, nicht einfach zum Alltag zurückzukehren, sondern es besser zu machen: Weniger Unwahrheit und mehr zum Wohle anderer in unserem Umfeld, weniger selbst wollen zu Lasten anderer.

Ich bin der Überzeugung, wenn wir alle ein ganz klein wenig dazu tun würden, die Welt wäre schöner. Ach und,… wichtig! Wir wären mit Sicherheit zufriedener. Denn Selbstraffen macht nicht zufrieden.

Meine These warum der Einzelhandel eingeht oder warum X und Geiz nicht alles sind beim Einkaufen

Personal kostet Geld, also wird alles getan um den Einkauf auf die Kunden abzuwälzen. Damit sind günstige Preise möglich, denn man will etwas für die Kunden tun. Alles nach dem Motto: Geiz ist geil. Ich finde das nicht! Hier ist mein Protestblog!

Gestern war ich am Abend einkaufen. In einer großen Möbelhauskette war von 5 Kassen in der Hauptzeit genau 1 Kasse besetzt. Als ich dort ankam, war eine Schlange von 15 Personen vor mir. Das war dann der letzte Tropfen und mein Fass lief über. Darauf hin ließ ich die wenigen Sachen, die ich überhaupt gefunden hatte an der Kasse zurück. So ähnlich ging es mir dann in zwei weiteren Baumärkten. Wenn ich einen Verkäufer gefunden hatte, war er oder sie in der Regel nett und freundlich. Doch bis ich zu einem solchen fand, waren 5-15 Minuten warten und suchen angesagt.

An der letzten Kasse angekommen war eine Erkenntnis klar. Die nächsten Einkäufe laufen über das Internet. Dort muss ich keinen Verkäufer suchen, der meine Fragen nicht beantworten kann. Dort bekomme ich keine Antwort wie: Das führen wir nicht mehr im Sortiment. Ich kann Ihnen auch nicht helfen. Nein, das geht so nicht. Eine Lösung für Ihren Wasserhahn haben wir auch nicht.

Auch wenn ich ein klarer Verfechter von Einkaufen vor Ort bin, irgendwann sind auch meine Nerven genug strapaziert. Nun sind die Spulen für den Trimmer bei ebay bestellt und werden direkt nach Hause geliefert.

Für mich hat der regionale Einzelhandel einen großen Vortreil. Ich gehe hin und kann mich mit einen Verkäufer austauschen der mich berät was sinnvoll und für mich passend ist. Wenn dieses Prinzip mit dem Verkäufer nicht mehr gegeben ist, dann gibt es keinen Grund mehr hinzugehen. Meine Beziehung zu dem Möbelhaus mit den vielen X ist jedenfalls für die nächste Zeit auf Eis gelegt.

Rezept: Arabische Linsencreme als Aufstrich, megalecker und einfach und vor allem garantiert laktosefrei

Gestern war die Geburtstagsparty für Alex. Unter anderem gab es als Brotaufstrich eine ganz leckere Linsencreme nach arabischen Vorbild. Hier ist das Rezept zum Nachmachen.

1 Zwiebel, gewürfelt

200 g Möhren, in Scheiben geschnitten oder grob geraspelt

Salz, Pfeffer

1 EL gemahlener Korianther

300 ml Gemüsebrühe

100g rote Linsen (!18 Stunden quellen lassen)

1/4 TL Harissa

100 ml Orangensaft

Als erstes die Linsen 18 Stunden quellen lassen.

Dann die Zwiebel und Möhren mit Olivenöl andünsten, würzen und mit Gemüsebrühe auffüllen. Das Ganze zugedeckt ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Linsen und den Orangensaft dazu geben und nochmal 15 Minuten köcheln lassen. Im Anschluss alles pürieren und abschmecken.

Dazu schmeckt frisches Fladenbrot hervorragend. Guten Appetit mit der Linsencreme!

Studie zur Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Deutschland und was es mit uns zu tun hat

http://www.iaq.uni-due.de…port2011-03.pdf

Aufmerksam wurde ich auf die Studie über einen kurzen Kommentar in der Süddeutschen. Die Uni Duisburg-Essen hat eine große Studie zur Arbeitnehmerzufriedenheit auf den Weg gebracht. Je nach Interpretation sind die Daten ein Trend oder besorgniserregend. Wie auch immer man das tun will. Fakt ist, die Zufriedenheit der Arbeitnehmer ist in den letzen 20 Jahren signifikant gesunken.

Die Studie brauchte 1,5 Seiten nur alleine zum Fazit. Die Wissenschaftler versuchten mögliche Gründe für diese Entwickung zu finden und zusammen zu fassen.

Gründe für eine sinkende Zufriedenheit der Arbeitnehmer sind vielfältig. Mir fallen da ganz spontan eine Menge ein: immer weiter steigender Leistungsdruck, die geringer werdenden Erholungsphasen, stetige Veränderung im Arbeitsumfeld, sowohl in Bezug auf die eigene Arbeit als auch in Bezug auf den Vorgesetzten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und berufliche Unsicherheit ganz zu schweigen.

Im Grunde ist es erstaunlich, dass unsere deutschen Arbeitnehmer immer noch ihre Arbeit so positiv bewerten.  Wenn ich mich manchmal so umhöre, könnte man erwarten, dass die Daten noch viel schlechter sind.

Bei allem Mäkeln über die eigene Arbeit und auch wenn wir einige Prozente deswegen abziehen, bleibt doch eine offene Baustelle vorhanden. Die Studie der Uni Duisburg- Essen macht klar, dass es die Notwendigkeit zur Veränderung der Arbeitsumgebung der Arbeitnehmer in Deutschland gibt.

Vielleicht sollten wir gleich in dieser Woche bei uns selbst anfangen.

Feiertag, feiern, Ruhe und was das alles mit Linsen zu tun hat

Bei uns steigt morgen die Party für Alex. Deshalb habe ich rote Linsen eingeweicht, um morgen daraus einen Linsensalat zu machen. Dabei las ich auf der Verpackung einen ganz interessanten Satz: Meistens wird in der arabischen Küche am Abend ein Linsengericht gereicht. Damit ist es das erste Gericht des neuen Tages.

Für mich war das neu. Es wird also nicht nur in der jüdischen Kultur der Tag am Abend begonnen. Ich persönlich bin ja ein ganz großer Fan dieses Prinzipes, auch wenn das konsequente Umsetzen in der westlichen Welt nicht so einfach ist. Auch der Feiertag Gottes, der Sabbat, beginnt am Freitag Abend. Gott hat diesen siebten Tag als Feiertag geplant. Was ja eigentlich total klasse ist. Jede Woche einen serienmäßigen Feiertag. Nicht erst nach einem Grund suchen müssen um zur Ruhe zu kommen, sondern einfach in Anspruch nehmen.

Nur das mit dem Anfang des Feiertages gelingt uns nicht immer richtig gut. Gestern war wieder so ein Tag, an dem wir länger im Freitag hängen geblieben sind als gewollt. Dabei haben wir schon vor Längerem festgestellt, dass es sich lohnt den Sabbat bereits am Freitag abend mit einer kleinen Party willkommen zu heißen. Je besser uns das gelingt um so besser wird der Tag als Ganzes.

Wir wünschen dir einen schönen Feiertag. Eine Feiertag mit Ruhe und Freude, mit Gemeinschaft und Lachen. … und ohne Alltag.

Der 40ste Geburtstag von Alex, älter werden ist doof

Warum nur, werden nicht nur die anderen alt? Immer habe ich gedacht, dass ich jung bleibe und nur mein Umfeld älter wird. Dieser Tage nun hat es uns ereilt. Wobei Alex scheinbar keine Schwierigkeiten damit hat und ich doch erst in 10 Monaten dran bin mit meinem 40-sten Geburtstag.

Doch diese Woche fiel mir auf, dass ich relativ viel von Älter werden und nicht mehr Jungsein sprach. Es hat nicht lange gedauert bis sich in mir ein Zusammenhang zum Geburtstag meines Mannes erschloss.

Nein, bitte tröste mich nicht mit: Jeder wird alt, oder: Jeder ist so alt wie er sich fühlt. Es ist egal, wie alt oder jung ich mich fühle, ich bin einfach frustriert. Die 30er würde ich gerne behalten. Ich will nicht älter werden. Dabei könnte ich mich ja wenigstens mit einer Perspektive trösten. Doch irgendwie ist eine 4 als erste Zahl schon soooo alt….

Ich weiß schon, die Probleme willst du auch haben… lach. Nun, eine 4x ist eine Zahl, in der die Mitte des eigenen Lebens auf dieser Erde schon da ist. Damit rückt die eigene Sterblichkeit plötzlich recht nahe.

Mit 30 wird mann/frau weise und mit 40? Alex meinte gerade, dass in Schwaben der Mann erst mit 40 weise wird. (Da hatte ich ja Glück, dass mein Mann schon vor seinem 30sten nach Bayern kam.)

Wie auch immer. Herzlichen Glückwunsch, mein Alex, zu deinem Geburtstag. Du bist noch ein genau so toller Mann wie vor zwei Tagen.

Gott ist auch in kleinen Dingen groß

Weißt du, wie du dir sicher sein kannst, dass eine Entscheidung die richtige ist? Es ist gar nicht so schwer. Du kannst Gott um Hilfe bitten. Ich hab das ausprobiert und kann dir sagen, dass es einfach toll funktioniert.

Aber ich erzähl dir auch die ganze Geschichte. Ich habe ein gesundheitliches Problem und die Ärzte sind mittlerweile ziemlich ratlos dagestanden. Also wollte ich den Rat einer Heilpraktikerin oder eines Heilpraktikers suchen. Nun gibt es in meinem Arbeitsort mehr als 30 Heilpraktiker. Ja, und wie finde ich nun den, der mir helfen kann? So stand ich ziemlich ratlos am Montagmorgen da. Da ich allerdings nur am Dienstag früh einen Termin machen konnte wegen der Arbeitszeiten, hab ich gesagt: Gott, ich geh zu dem, der morgen früh einen Termin für mich hat. Sorg du dafür, dass ich diesen einen finde.

Also ging ich Montag früh los und suchte die in der Nähe auf bzw. telefonierte zwischendrin mit denen, die weiter weg waren. Nach ca. 15 Telefonaten und Besuchen war ich reichlich frustriert, weil die Wartezeit von mind. 1 Woche bis zu 1,5 Monaten reichte.

Nun war ich eben in der Einkaufspassage und das war mein letzter Besuch, dann hätte ich abgebrochen. Und ich sagte zu der Dame an der Tür: Ich brauche so bald wie möglich einen Termin. Worauf sie meinte: Morgen früh hat einer abgesagt, wollen Sie den gleich nehmen?

Ich glaub, ich hab sie ziemlich dumm angegrinst und ein ja gemurmelt. 🙂

So geht das mit Gott. Sag ihm die Bedingungen und er gibt dir den einen, den du suchst.

IT-Kompetenztraining für medizinisches Fachpersonal wird Realität

Mein Mann weiß, dass ich nicht besonders mutig bin. Ich weiß nicht, ob das schon immer so war. Im Laufe meines Lebens ging mir wohl aber einiges an Mut abhanden.

Als ich nun mit meinem neuen Fahrrad über Stock und Stein sollte, war mir manchmal etwas mulmig zumute. Grund war die fehlende Erfahrung. Seit meiner Kindheit bin ich im Grund fast 20 Jahre kein Rad gefahren. Nun fange ich wieder an, mir Mut anzufahren indem ich übe.

So wie ich fahre und meine Experimente gelingen, so steigt mein Mut weiteres auszuprobieren.

Ähnlich geht es auch unserem medizinischen Personal in Deutschland. Sie sind nicht besonders mutig, wenn es um die persönliche Verwendung von IT auf Arbeit geht.

In der Regel werden die Programme und Masken verwendet, die antrainiert wurden; danach geht die weitere Experimentierfreude gen Null.

Um unserem medizinischen Personal zu helfen, arbeiten wir seit zwei Jahren an einem Konzept für ein IT Kompetenztraining.

Wenn wir unserem medizinischen Personal nicht helfen beim „Fahrrad fahren“ lernen, werden die emotionalen Hürden immer bleiben. Wer will denn schon gerne zugeben, dass er was nicht kann oder schon wieder vergessen hat.

Lange hat es gedauert, von der ersten Idee bis ein Weiterbildungskonzept erarbeitet ist. Um so mehr freue ich mich, dass das DKI auf diese Idee eingestiegen ist und nun ein Pilot zur Erprobung kommen soll.

Wenn diese Erkenntnis zusätzlich noch in die Prüfungsordnung Eingang finden und somit auch die Ausbildungen der medizinschen Berufe mit IT-Know how ausgestattet werden, dann haben wir viel gewonnen.

Stift und Computer, Prozesse und medizinische Anwender

Am Anfang stand eine Art Tablet mit Henkel von Intel. Bei Intel hieß dieses Gerät Medical Clinical Assistent. Bei der Markteinführung zeigte sich, dass die Hürden zu einer flächendeckenden Anwendung nicht in der Infrastruktur liegen.

Wie sagte doch meine jüngere Schwester am Sonntag so schön: Ich möchte den Menschen doch helfen und nicht am Computer sitzen. Darauf entstand ein längeres Gespräch um diesen Punkt. Die Vorstellung Menschen nur zu helfen, wenn ich mit ihnen rede oder etwas tue, ist tief in uns verwurzelt. Doch längst ist der Computer eine Verlängerung unserer Arme und Beine geworden. Dies geschah unmerklich und durchzieht alle Bereiche unseres Lebens.

Ein Aspekt, der die medizinischen Anwender dabei am meisten stört, ist wohl nicht so sehr, der Computer an sich. Es sind die Prozesse, die in digitaler Verwendung noch viel gravierender zu Tage treten. Ich mache immer wieder einen Vergleich: Ein Computer ist wie ein Stift ein Erfüllungsgehilfe. Ist der Prozess nicht richtig definiert oder funktioniert nicht, dann wird dieser Mangel an einem Computer noch viel offensichtlicher. D. h. ist der Prozess in der Realität nicht gut, dann ist der Computer die Lupe, die dies noch eindringlicher zeigt.

Deshalb ist eine der wichtigen Aufgaben den Ablauf und die Prozessschritte immer wieder zu überprüfen und zu optimieren. Es gilt halt nicht der Spruch: das war schon immer so.