Alle Beiträge von Alexander

Bei Christen geht immer alles glatt oder?

Das ist die These, die in den Köpfen der meisten Christen festsitzt. Irgendwann passieren dann Dinge in unserem Leben, die wir nicht erklären können. Sie geschehen und wir haben keinen Einfluss. Ganz zwangsläufig kommt die Frage, warum das Ganze und warum ausgerechnet ich.

Derzeit sind Alex und ich schwer krank. Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben mit so einem aggressiven Keim gekämpft zu haben.
Verstehen können wir das nicht. Unser Urlaub, das Ski fahren, die Erholung und das Zusammensein, alles das fand nicht statt.
Alex liegt in der Klinik und das wird auch noch ein paar weitere Tage so bleiben. Ich liege zu Hause und es bleibt nur das Telefon zum miteinander reden.

Als ich aus dem Urlaub zurück nach Hause fuhr, hatte ich viel Zorn und Unverständnis auf Gott im Herzen. Warum hat er uns unseren Urlaub in dieser Form geklaut?
Doch während ich so vor mich hin fuhr, kam mir eine Aussage in den Sinn: dein Wille geschehe.

Ich fing an mit ihm über diesen Satz zu diskutieren. Nun, auf Gott und seinen Willen zu hören, wenn es dem Eigenen entspricht ist einfach. Bereit zu sein, Gottes Willen geschehen zu lassen, wenn es nicht dem eigenen Willen entspricht, ist nicht so einfach. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass sich Menschen die keine Christen sind damit leichter tun.

Christen denken immer, das darf doch nicht sein. In meinem Leben mit Gott kann so etwas nicht geschehen. Er muss doch tun was ich will, denn immerhin höre ich auf ihn und mache was er sagt. LACH,
Das ist zwar eine „Gutmensch“-These, aber leider fand sie in unserem Leben bisher keine Bestätigung.

Christsein heißt, das die Zeiten, die nicht nach dem eigenen Willen gehen, die wirklich interessanten und spannenden Zeiten sind.

Deshalb sind wir gespannt, was noch kommen wird. Mit unserer Keimkolonie und mit diesem Jahr.

Grüße vom Krankenlager

Was für ein Start ins neue Jahr! Alex ist immer noch in der Klinik und das wird wohl auch noch so bleiben. Ich fühle mich das erste Mal wieder als Mensch und nicht nur als Brutstätte von Bakterien.

Mich würde schon interessieren, was das für Keime sind, die uns nieder ringen wollen. Erklären kann ich die Intensität und Agressivität nicht. Ich sehe nur die Auswirkungen an uns.

In Bayern sind diese Woche noch Ferien und alle unsere Standartärzte sind in Urlaub. Auch wenn ich mich für sie freue, für uns war das ziemlich unangenehm. Interessant war an der Sache aber das Kommunikationsverhalten zwischen den Ärzten und ihren Patienten. Manchmal war es makaber, manchmal traurig und manchmal auch erfolgreich.

Wenn mein Kopf wieder seinen Motor anschmeißt, werde ich darüber noch ein paar Blogs schreiben. Jetzt gehe ich erstmal zurück aufs Sofa und lass meinen Körper weiter kämpfen.

Schön, dass jemand an dich denkt!

Aufgrund der Krankheit im Hause de Jong kommt heute ein Gastbeitrag von David.

Völlig unerwartet erhielt ich heute einen Anruf von einem Freund. Ich nahm den Anruf entgegen, ohne die Telefonnummer des Anrufers zu erkennen. Ein Mann mit einer angenehmen Stimme meldete sich: „Hallo, hier ist Tim. Wie geht es dir?“
Ich hatte lange nicht mehr mit Tim gesprochen. Es schien gefühlt mehrere Jahre, seit dem ich das letzte Mal mit ihm sprach. Ich erwiderte: „Danke, mir geht es gut.“
Wir sprachen einige Minuten und er sagte mir einfach, dass er in der letzten Zeit öfter an mich dachte. Erst jetzt hatte er die Zeit gefunden mich anzurufen.
Das sind mir fast die liebsten Anrufe. Welche, die sich einfach ergeben und ein lieber Mensch mal „Hallo“ sagen will. Ich bin dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die einen selbst nach langer Zeit nicht vergessen.
Fast genauso ist es auch mit Gott. Der Unterschied ist, dass Gott uns jeden Tag erneut versucht zu erreichen. Das Problem: Unsere (Telefon-) Leitung ist besetzt oder wir gehen nicht ran.
Nimm dir heute Zeit, für deinen ganz persönlichen „Anruf“ von Gott! Gute Verbindung!

Entscheidungen treffen ist (manchmal) gar nicht so schwer

Heute könnt ihr einen Beitrag von Eva lesen:

Gestern habe ich etwas Wunderbares erlebt. Ich habe eine Musikanlage, die spielt nur Lieder, die ich mag. Sie ist programmiert mit meiner Musik. Wenn ich kein Album aussuche, stellt die Anlage die Lieder selbst zusammen. Ja, sie trifft  sogar meine momentane Gefühlslage. So geschah es gestern, als ich das erste Lied hörte:

“Als ich ganz unten war, da zogst du mich hoch, als ich am Ende war, da sagtest du mir, das was mir das Ende schien, der Anfang sei bei dir. Ich weiß nur eines, dass dir mein Leben gehört, mach was daraus, was du willst, du machst es nicht verkehrt.”

Ich fühlte mich gerade um einige Kilos leichter. Nicht, weil ich eine erfolgreiche Diät hinter mir hatte, nein, ich hatte endlich eine wichtige Entscheidung getroffen. Kennst du dieses Gefühl? Nach monatelangem Grübeln, nach schlaflosen Nächten, nach vielen Gesprächen und vielen unterschiedlichen Meinungen ist sie endlich da, deine Entscheidung. Kinder Gottes hören seine Stimme, heißt es. Aber du kannst die vielen Stimmen, die auf dich einprasseln von der Stimme Gottes  manchmal nicht mehr unterscheiden. Dann fühle ich mich wie gelähmt, weil ich keine Fehlentscheidung treffen will. Eines weiß ich inzwischen:

Wenn du Gottes Stimme hörst, dann zieht Frieden in dein Herz. Und wenn du darauf antwortest, dann kommt noch mehr Frieden und du möchtest tanzen. So ging es mir bereits, als ich das Lied von Manfred Siebald hörte und ich tanzte dazu.

Muss ich eine Entscheidung schnell treffen,  kann es mir passieren, dass ich voll daneben lande, obwohl ich nach Gottes Willen gefragt  habe. Jesaja sagt über Gott: “Mit eigenen Augen werdet ihr ihn als euren Lehrer sehen. Und kommt ihr vom richtigen Weg ab, so hört ihr hinter euch eine Stimme. Halt, dies ist der Weg, den ihr einschlagen sollt.”  (Jesaja 30, 20)

Also, entspann dich. Gott kennt dein Herz. Er will dein Bestes und passt auf dich auf.

esk

VorBereitet für Neues?

Heute kommt der Blog von David.

Irgendwie ist es wieder Zeit, dass uns der Alltag einholt… Auch wenn wir das nicht wirklich mögen. Die ganze Feierei, Silvester, Weihnachten und haste nicht gesehen muss irgendwann mal zu Ende gehen.
Bist du darauf vorbereitet, dass der „Normalzustand“ wieder einkehrt? Oder hast du dir vielleicht vorgenommen, dass sich der Normalzustand in 2012 verändert?
Ich fühle mich noch gar nicht richtig vorbereitet und dennoch hat mich das Leben schon wieder zurück. Verzweifelt denke ich in all dem Schlamassel nach, wie um alles in der Welt ich das ändern könnte und komme zu dem Entschluss, dass der Versuch es ändern zu wollen total sinnlos ist. Es ist, als wollte ich mich an meinen eigenen Barthaaren aus dem Moor ziehen.
Und trotzdem brauch ich mich jetzt nicht deprimiert in die Ecke setzen und für den Rest des Jahres zu schmollen, denn dort ist jemand, der mir helfen kann. Ja Freunde zu haben ist gut und wichtig, aber es gibt einen Freund, der kann mehr tun als nur ein „normaler“ Mensch. Mit seiner Superkraft hat er bereits eine Lösung für alles Schwierige in der Zukunft geschaffen und will mich dort einfach durchführen. Willst du auch an der Hand des Schöpfers, an Gottes Hand, in die Zukunft gehen?

Das Alte wird weggeräumt

Wegen Krankheit kommt der Blog heute von Marcus.

Es ist früh am Morgen und alles ist still. Die lauteste Nacht des Jahres ist vorbei. Überall, wo man hinsieht, die abgebrannten Überreste von Böllern und Feuerwerkskörpern. Hier und da steht eine Raketenbatterie, fast so als ob sie noch rauchen würde und die letzten Reste ihrer Existenz aushauchte. Aus der Ferne sieht es fast skurril aus, die menschenleeren Straßen so voll mit Feuerwerksschrott. So erhöht über der Stadt ist der Überblick sehr gut, und es ist gut zu erkennen, wie die Putzkolonnen anrücken, um die Umgebung wieder in den Ursprungszustand zurückzuversetzen.

Es gibt die verschiedensten Ansichten, Gedanken und Gefühle über Silvester und Neujahr. Für manche ist es einfach ein weiteres Fest als Grund zum Betrinken, einige genießen den Jahreswechsel in der Natur um von einem erhöhten Standpunkt das Farbenspiel der Raketen zu beobachten und andere feiern im Kreis von Freunden einen geselligen Abend mit Spielen. Und dann gibt es noch die notorischen Silvesterverweigerer, die nichts Besonderes am Jahreswechsel finden. Sie sind eh schon weit vor Mitternacht muffig ins Bett gegangen.
Das alte Jahr ist nun vorbei, und im Rückblick gibt es bestimmt viele Dinge, die anders vielleicht besser gelaufen wären, hätte es die Möglichkeit gegeben, die Szenen noch einmal zu leben. Viele dieser Dinge liegen im Leben noch umher, so wie der Raketenschrott, und hindern daran nach vorne zu sehen und voranzukommen. Wir merken das, und vielleicht kommen daher auch die guten Vorsätze für das neue Jahr, in dem wir alles besser machen wollen.
Endlich mehr Zeit für die Kinder und den Partner nehmen. Nicht mehr so spät ins Bett gehen, weniger Süßigkeiten und mehr Sport. Mehr Geld an wohltätige Einrichtungen spenden. Nicht mehr lügen, schlecht über andere Leute reden und über Arbeitskollegen herziehen. Nicht mehr diese dunklen Gedanken haben, die niemals ein anderer erfahren darf. Manche dieser guten Vorsätze schaffen wir vielleicht wirklich umzusetzen, zumindest eine Zeit lang. Aber was ist mit den Dingen, die wir einfach nicht in den Griff bekommen, die uns aber so beschäftigen, dass wir uns wirklich schlecht dafür fühlen?

Es ist noch immer still, und die Putzkolonne ist auch noch da und geht ihrer Arbeit nach, die Straßen zu säubern. Ich sitze da und bin froh, dass ich jemanden habe, der in meinem Leben aufräumt, der den alten Schrott beseitigt und den Weg frei macht für Neues. Ich habe mir auch ein paar Dinge vorgenommen, die im neuen Jahr besser werden müssen, und ich bin froh, dass mir mein Gott dabei helfen wird, diese Dinge umzusetzen. Und dass er mir auch hilft mit den Folgen umzugehen, falls es mal wieder nicht so geklappt hat, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe. Gott hat uns Menschen hierfür sogar sein Ehrenwort gegeben.

”Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.” (Philipper 2:13)

Was immer aus dem alten Jahr zurückgeblieben ist, lass es von Gott aufräumen. Und wenn du Hilfe brauchst, deine Vorsätze umzusetzen, dann sag es ihm, er wird dabei dabei helfen.
Ich wünsche dir einen guten Start in das neue Jahr 2012!

Ein weiteres oder ein neues Jahr?

Was für ein Jahresende! Wir beide sind mit einer Grippe im Bett, der Kopf ist leer und die Temperatur steigt. Aber immerhin ist eines sicher. Es kann nur besser werden.

Ein neues Jahr im Kalender beginnt. In deinem Leben stellt sich die Frage, ob ein neues Jahr beginnt oder ob du das alte Leben fortsetzt.

Im Grunde gibt es nur dann einen neuen Start zu feiern, wenn du neu anfängst. Willst du dein Leben einfach fortsetzen, dann brauchst du im Grund auch nicht zu feiern. Dabei ist ein Neubeginn mit dem Kalender zusammen ein guter Anfangstag.

Du musst ja nicht sofort dein ganzes bisheriges Leben über den Haufen werfen. Oft sind es die kleinen Dinge, die einen Neuanfang ausmachen. Hast du spontan keine Ideen, dann hier ein paar Vorschläge:

– Jeden Tag eine gute Tat, jeden Tag eine zärtliche Geste zum Partner, ein Mal weniger Kritik pro Tag, eine Stunde weniger Fernsehen, eine halbe Stunde spazieren gehen,….

Wir wünschen uns und dir „gute Besserung“ und ein gutes Jahr 2012. (Ob es ein neues Jahr wird, entscheidet erst der Blick zurück.)

Das Jahr geht zu Ende

Das Jahr geht zu Ende, dabei haben wir uns endlich an das Jahr gewöhnt oder bist du froh, dass dieses Jahr zu Ende geht?

Für uns war es wieder einmal ein spannendes Jahr. Nicht alles ist so gelaufen, wie Alex und ich uns das gedacht haben.  Ich vermute aber, dass es dir genau so geht.

Trotzdem wollen wir Abschied nehmen von diesem Jahr. Alex und ich wollen uns hinsetzen und eine persönliche Jahresrückschau halten. Wir wollen in dieses Jahr reinschauen und Positives und Negatives aufarbeiten. Es ist das gemeinsame Gespräch, was wir daran schätzen.

Was entdeckst du beim Blick in das vergehende Jahr? Lass dich nicht entmutigen und lauf nicht weg. Wenn du dich deinem Jahr stellst, wirst du Gutes entdecken. Lass dich nicht unterkriegen, der Blick in das Jahr lohnt sich.

Wir wünschen dir viel Erfolg dabei.

Die Erinnerungen an unsere Kindheit und Jugend

Mit Freunden haben wir gerade in alten Zeiten geschwelgt. Damals in unserer Jugend, das erste Auto,….

Kannst du dich noch erinnern, was wir alles angestellt haben? … Es war eine große Runde zum Lachen, wir saßen am Küchentisch und hatten Tränen vom Lachen in den Augen. Wir erzählten vom Bus fahren und dass die Buse auch damals nicht nach unseren Terminen fuhren. Von der Notwendigkeit zu Fuß zu gehen, weil kein Bus mehr fuhr.

Darauf klagten die Kinder, dass es doch heute nicht mehr geht. Bei dieser Aussage bleiben meine Gedanken hängen.

Zu zwei Ergebnissen bin ich dabei gekommen:

Später einmal sind das die Erinnerungen die unsere Kindheit und Jugend zu dem machen was sie in unserer Erinnerung sind. Die Erinnerungen sind es, die unsere Kindheit und Jugend prägen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Kind alleine Bus gefahren bin, zu Mama ins Krankenhaus, in die Stadt oder im Winter alleine mit dem Zug. Da war ich noch Kind, kein Teenager und keiner war dabei, der sich gekümmert hat.

Das wirklich Entscheidende ist aber etwas anderes. Weil nicht alles bequem und einfach geht, darum nur sind wir zu dem geworden, was wir sind. Unsere Kindheit und Jugend hat uns auf das Leben vorbereitet. Die Schwierigkeiten und das Durchschlagen durchs Leben hat damit nicht nur für Geschichten und Erinnerungen gesorgt, sondern uns geholfen, durch das Leben zu kommen.

Es hat uns nicht geschadet, vier Stunden auf den Bus zu warten oder zu laufen, weil kein Bus mehr fährt. Nachts als 15-Jährige auf dem Bahnhof festzusitzen war damals aufregend. Heute muss ich darüber lachen.

Wenn also nicht alles in deinem Leben so läuft wie geplant, dann ist das nicht so schlimm. Es bringt dich nicht um, aber es hilft dir dein Leben neu zu sehen, so wird dein Leben bunt. Später einmal wird es dir so gehen, wie uns „Alten“ und du wirst lachend deinen Kindern von dir erzählen.

Glück auf, die Mettenschicht im Erzgebirge

Zum Weihnachtsausklang waren wir gestern in der Bergmettenschicht auf dem Sauberg in Ehrenfriedersdorf. Ich muss gestehen, es war ein besonderes Erlebnis für mich. Eingeladen hatte die Berggrabebrüderschaft und alle waren gekommen. Der Saal vom Bergwerk war ausverkauft und das bei 400 Plätzen.

Im Vorfeld hatten wir bereits über das Internet versucht Karten zu bekommen. Doch keine Chance, weil keine Informationen. Über das Erzgebirge lässt sich viel lesen und zu den touristischen Attraktionen gibt es eine Menge Informationen zu finden. Über das was zu Weihnachten im Erzgebirge passiert herrscht weitgehend schweigen. Ganz so als wöllten die Menschen in der Zeit unter sich sein.

So brauchten wir das Zauberwort Beziehungen um an zwei Karten zur Mettenschicht zu gelangen. Obwohl mir die Sprache des Erzgebirges seit meiner Kindheit vertraut ist, muss ich gestehen, war die Mettenschicht bei einigen Sätzen eine Herausforderung für mich. Machte sie mir doch klar, dass es Zeit wird meine Beziehungen zur alten Heimat zu verstärken.

Zurück zur Mettenschicht. Es war eine Feier auf das Erzgebirge und seine Menschen. Es war eine liebvolle und fürsorgliche Feier, die Freude macht und Begeisterung für die Heimat weckt.

Für mich war es eine Begenung mit meiner Kindheit und meiner Familie. Am Ende kam die Hymne des Erzgbirges und alle haben aus vollem Herzen und mit tiefer Dankbarkeit mitgesungen: Glück auf der Steiger kommt,…

Auch wir wünschen dir „Glück auf“ für das neue Jahr.