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Microsoft ist schuld

Heute morgen erfuhren wir online davon, dass Microsoft schuld ist. Schuld am Einbruch auf dem PC-Markt. Dem will ich an dieser Stelle massiv widersprechen.

Nach den nüchternen Zahlen zum Einbruch am weltweiten PC Markt werden Schuldige gesucht. Doch wer kehrt schon gerne vor der eigenen Haustür? So wurde Microsoft zum Buhmann der Branche erklärt. Waren sie es doch, die zum Ende des Jahres ihr neues Betriebssystem Windows 8 nahezu verschenkten.

Microsoft zum Schuldigen zu erklären ist ein einfacher Weg, von den eigenen Schwächen abzulenken. Wer in den PC-Markt der letzten Jahre hinein schaut, begegnet einer Unmotiviertheit zur Produktinnovation. Die Unternehmen von Amerika bis Japan gingen auf Kundenwünsche nicht ein. Warum nur sollten sie das tun, wo der Markt doch gut lief? Dabei ist der Trend weg vom PC nicht erst mit Windows 8 „vom Himmel“ gefallen. Bereits vor 4 Jahren war dieser Trend den Hardware-Herstellern bekannt. Doch sie reagierten nicht.

Wer als Businesskunde ein schönes Design in einem Businessgerät will, hat im Moment nur eine Wahl. Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass die anderen PC-Hersteller keine guten Ideen haben.

Dass Microsoft gescholten wird für die Ausrichtung des Unternehmens in Richtung Zukunft ist doppelt erstaunlich. Das neue Betriebssystem war überfällig und es ist gelungen. Nicht der Start eines Produktes zeigt seine Qualität. Erst im Ziel wird es sich zeigen ob Windows 8 diese Schelte verdient hat und der Weg ins Ziel ist noch lang.

Über den Bericht zur Lage der Jugendlichen in Deutschland

http://www.unicef.de/file…endern_2013.pdf

Unter dem Titel Leistungsstark, aber unglücklich wurde diese Woche eine Studie der Unicef veröffentlicht. Thema darin ist die Situation der Jugendlichen in einer Auswahl von Industrieländern.

Befragt wurden 29 Industriestaaten mit Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren. In Bezug auf das persönliche Wohlbefinden gaben knapp 85% der deutschen Jugendlichen einen positiven Wert über 6 (bei einer Skala von 0-10) an. Anders ausgedrückt: knapp 85% unserer Jugendlichen sind mit ihrer Lebenssituation zufrieden.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten, diese Zahlen zu lesen.

  1. Die Lebenssituation von Jugendlichen in Deutschland hat sich in ihrer Selbstwahrnehmung tatsächlich verschlechtert
  2. Die Lebenssituation der Jugendlichen in anderen Ländern hat sich verbessert, während in Deutschland alles gleich geblieben ist
  3. Deutsche Jugendliche bewerten anders als Jugendliche in anderen Ländern
  4. Deutsche Jugendliche haben eine andere Erwartungshaltung an ihr Leben

Dass Zufriedenheit nichts mit Besitz zu tun hat, wissen wir alle. Studien dazu gibt es reichlich. Vielleicht könnte man die Studie also auch einfach als einen Ansporn an uns alle sehen. Hans Bertram, Mitglied des deutschen Komitees für Unicef, sagte dazu: Unsere an Ressourcen reiche Gesellschaft versagt offensichtlich dabei, allen Mädchen und Jungen Hoffnung und Perspektive auf gerechte Teilhabe zu geben.“ 

Zufriedenheit geschieht, wenn Jungen und Mädchen in ihrer Persönlichkeit wachsen und Bestätigung finden. Das ist nicht an materiellen Besitz, sondern an persönliche Herausforderungen und Gemeinschaft gebunden. In diesem Punkt gibt es wahrscheinlich tatsächlich Optimierungsmöglichkeiten.

Berlin im Nebel

Heute morgen ist Berlin durch einen dicken Nebel eingehüllt. Es scheint fast so, als wollte die Natur manches unter diesem Nebel verstecken.  

Wie kaum in einer anderen Stadt unterscheiden sich Selbstbild und Fremdbild. Derzeit streife ich wieder einmal durch die Straßen und Bezirke von Berlin und unterhalte mich mit ihren Menschen.

Ich höre von der guten alten Zeit, als die Mauer noch stand. Mancher kritisiert, dass die Straßen schmuddelig sind. Die Bevölkerungsstruktur ist in jedem Viertel komplett anders. Immer noch sind die Lebenshaltungskosten in Berlin sehr niedrig und der Anteil an Hunden relativ hoch.

Alles das prägt diese Stadt, die im Grund genommen aus vielen einzelnen Bezirken besteht. Heraus kommt eine bunte Mischung Lebenskunst.

Im Fremdbild werden die Details nicht aufgenommen. Es bleibt nur das Ergebnis, was die Menschen wahrnehmen. Die Kunst zu leben. Diese Kunst zu leben macht Berlin zu einem faszinierenden und besonderen Ort.

Zu gut für die Tonne

Immer wieder lesen wir über die große Menge der Lebensmittel, die weggeschmissen werden. Die Zahlen schwanken etwas, aber in Summe ist die Menge der entsorgten Lebensmittel viel zu hoch. 

Wir alle die mit Zahlen wie „jedes 8 Lebensmittel“ konfrontiert werden, kommen zu dem gleichen Ergebnis. Ein Grund dafür ist unsere fehlende Kreativität. Uns fehlen einfach die Ideen. Was lässt sich aus 100g von diesem und 150g von jenem denn machen?

Jetzt gibt es eine App die Abhilfe schaffen will: “Zu gut für die Tonne”. Die App ist sowohl für Apple Produkte als auch bei Google Play kostenlos downloadbar.

Der Anspruch ist hoch. “Zu gut für die Tonne” hat nur einen Schönheitsfehler. Derzeit ist es (hoffentlich noch) nicht möglich, meine restlichen Zutaten in diese Datenbank einzugeben und ein Rezept zurück zu bekommen. Vielleicht habe ich es aber einfach nicht gefunden. Ohne diese Funktionalität ist es ein Günstig-Kochen-Kochbuch.

Wie auch immer: Die Idee ist gut, schau mal vorbei und bilde dir ein eigenes Urteil.

Was das iPad lehrt

Drei Jahre ist das iPad nun schon auf dem Markt. ERST?  Zeit zurück zu blicken.

Auf der Apple-Seite für Investoren ist eine lange Reihe von Zitaten zum iPad zu lesen. Zum Start des Gerätes waren viele Bewertungen nicht so freundlich. Manche der unfreundlichen Worte waren sicher dem Neid geschuldet. Zitate wie: „einfach wegen der wirtschaftlichen Gegebenheiten des Marktes für Unterhaltungselektronik. Es ist dreimal so schwer und 30 Prozent dicker als ein E-Reader. Du brauchst zwei Hände, um es zu halten. Es hat einen Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung und es ist zu teuer.“ von Russ Wilcox, damaliger Chef von E-Ink am 28. Januar 2010, zeigen aber auch die Fehleinschätzung mancher in der IT-Branche.

Inzwischen wurden über 121 Millionen iPads verkauft. Wer würde da  nicht an der Stelle von Apple stehen wollen?

Die Geschichte vom iPad macht noch mehr deutlich:

  1. Menschen können sich irren. Dabei ist die persönliche Einstellung der Hauptmotivator zur Einschätzung, auch wenn es um IT geht.
  2. Markteinschätzung funktioniert nicht nach dem Prinzip „das gab es schon immer und das andere braucht keiner“. Immer wenn Menschen mit dieser Einschätzung ans Werk gehen, kommt jemand, der das Gegenteil beweist.
  3. Menschen wollen begeistert werden. Das werden sie, wenn Nutzen und Ästhetik einander begegnen.

Das Arbeitszeugnis und seine Bedeutung

http://www.welt.de/wirtsc…itszeugnis.html

Ein Arbeitszeugnis ist wichtig und sollte wohlwollend positiv sein. Gleichzeitig muss es die Wahrheit über den ehemaligen Arbeitnehmer aussagen. Manchmal ist das ein Spannungsfeld, das nicht darstellbar ist.

Unterschiedliche Auffassungen über den Inhalt eines Arbeitszeugnisses führen die beiden Parteien regelmäßig vor Gericht. Dort geht es dann um den Inhalt und seine Bedeutung. Einfacher wurde es nicht, als die Personalleiter anfingen hinter positiven Formulierungen negativen Inhalt zu verbergen.

Seit einigen Jahren verändert sich der Umgang mit dem Arbeitszeugnis. Viele Unternehmen verlangen kein Arbeitszeugnis mehr. Stattdessen fordern sie Referenzen vom ehemaligen Arbeitgeber ein. Ein neuer potentieller Mitarbeiter hat dann 1-2 Referenzen von seinen alten Arbeitgebern zu nennen. Das neue Unternehmen nimmt zu diesen Kontakt auf und überprüft auf diese Weise die Angaben im Lebenslauf. Zusätzlich erhält es detailliertere Informationen zum potentiellen Mitarbeiter.

Ob ein Arbeitszeugnis noch von Bedeutung ist, hängt von der  jeweiligen Branche ab. Wenn ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer auffordert, sein Arbeitszeugnis selbst zu schreiben, dann wird es Zeit, dieses abzuschaffen.

 

Nordkorea und sein Volk

Gerade habe ich einen Bericht über Nordkorea gelesen. Das meiste, was dort beschrieben ist, sind keine neuen Erkenntnisse. Sie bekommen durch ihren Führer Kim Jong-un eine Bedeutung.

Der 1983 geborene Kim Jong-un herrscht seit gut einem Jahr als „Oberster Führer“ über Nordkorea. Er ist in dem Nordkorea, was sein Vater maßgäblich geprägt hat, aufgewachsen.

Mich erinnert die aktuelle Situation um den jungen Kim Jong-un an ein anderes Volk in einer anderen Zeit. Dort gab es auch einen mächtigen absolutistisch herrschenden König. Er knechtete das Volk um sein Leben in Luxus bestreiten zu können. Als er starb und sein Sohn an die Macht kam, bat das Volk um eine Lockerung der Lebensbedingungen. Doch dieser junge Machthaber wollte nicht auf sein Volk hören. Damals stand das Volk auf und rebellierte gegen ihn. Das Reich zerbrach.

Wie es in Nordkorea weitergeht, werden wir erleben. Gewalt erzeugt Gewalt und wer Brutalität als Machtmittel verwendet, wird einmal dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Das war so und das wird so bleiben.

Was Computer mit unserem Tanken in Italien zu tun haben

Gestern ging es bei uns um die vielen automatischen Hilfen durch Computer. Was für eine schöne Welt. Der Computer, dein Freund und Helfer. Er erkennt automatisch, ob das Auto zu schnell ist und noch in der richtigen Spur. Das Finanzamt erfährt per Computer von der letzten Gehaltserhöhung. Alles das und noch viel mehr ist Realität und dient der Entlastung von uns Menschen.

Vor zwei Tagen waren Alex und ich auf dem Rückweg von Italien, als wir an einer solchen Computerhilfe beim Tanken scheiterten. Nein, es war nicht die Sprache, denn der Automat konnte insgesamt 5 Sprachen. Es war seine Fehlfunktionalität. Sämtliche Kreditkarten, die wir ihm anboten, wollte er nicht haben. Bargeld war die einzige wählbare Option. Nur leider fiel unser Geld beim Sensor des Computers durch. Er behielt unser Geld, ohne dass wir Diesel dafür bekamen.

Was macht man dann? Wir fingen an, mit dem Computer zu reden. Nur leider nützte uns das nicht so viel, da er unsere Sprache nicht verstand. Erfolglos suchten wir nach einem Bediensteten der Tankstelle. Vom Coputer bekamen wir eine schöne Quittung, aber nicht unseren Diesel. Wer Böses will, könnte eine Programmierpanne vermuten. Bei jedem (x) Kunden der eine andere Sprache anwählt, wird das Geld einfach einkassiert.

So ist der Computer zwar hilfreich, denn die Kunden tanken alleine ohne dass ein Mitarbeiter Dienst tun muss. Nur leider heißt es für uns unserem Geld hinterher zu telefonieren. Eine Vorstellung, die zumindest mir nicht besonders gefällt.

Meine Schlussfolgerung: Manchmal hilft der beste Computer nicht.