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Die Blüten der Königin der Nacht

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Vor fast 7 Jahren haben wir zur Hochzeit eine kleine, eigenartig aussehende Pflanze geschenkt bekommen. Das Einzige, was wir wussten, war: „Das ist eine Königin der Nacht und ihr werdet sie nicht tot bekommen.“ Am Anfang wuchs das kleine Pflänzchen etwas langsam und kümmerlich. Doch mit der Zeit entwickelten sich lange Arme, wie Tentakeln. Da rief ich das erste Mal bei unseren Freunden an und fragte, was ich denn machen kann, darf und soll. Sie meinten, ich könne alles machen. Daraufhin habe ich die „Arme“ zurück gestutzt. Diese kleinen Teile habe ich in Wasser wurzeln lassen und mehrere Pflanzen zusammen in einen Topf gesetzt. Dabei habe ich nicht auf den Blätterverlauf geachtet und die Pflanzen an der falschen Seite wurzeln lassen. Seitdem wächst unser zweiter Topf in einer anderen Weise als sein Original. Das Witzige ist, dass dieser nun zum dritten Mal geblüht hat und die Blüten immer reichlicher kommen. Unsere Originalpflanze hat nur ein Mal geblüht. Meistens verpassen wir es, wenn unsere Königin blüht. Doch dieses Mal war die Blütenpracht so reichlich, dass sogar wir uns davor nicht verschließen konnten. Erst richtig in der Nacht fängt sie an ihre Blüten zu öffnen. Unsere Fotos sind bis 23 Uhr entstanden. Als wir 6 Uhr wieder munter waren, waren ihre Blüten bereits wiedergeschlossen. Ein paar Stunden später war alles vorbei und zurück blieben die Fotos und ein paar abgespeicherte Bilder auf der persönlichen Festplatte im Kopf. Die Blüte selbst ist ein faszinierendes Gebilde. Die Blütenblätter unserer Königin der Nacht sind so zart und fein wie Federn, dünne weiche Federn. Immer wieder bin ich versucht diese Blätter einfach zu befühlen und darüber zu streichen. Ich finde es wunderbar, dass so eine unscheinbare, krakelige Pflanze eine so wunderschöne Blüte hervorbringen kann. Gott hat diese Pflanzen wirklich sehr schön gemacht.

Derzeit befindet sich unsere Familie im Streik.

Seit vergangenen Samstag befindet sich unsere Familie im Streik mit Gott. Wir haben ein Anliegen im Gebet vorgebracht und erwarten, dass er seine Zusage einhält und handelt. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, streiken wir. Wir wollen durch unser Handeln im Alltag zeigen, dass unserer Familie das Anliegen wichtig ist. Es soll nicht nur ein Anliegen sein, was wir im Gebet vorbringen.

In dem wir unseren Alltag anders gestalten, gibt es jedem selbst einen intensiveren Bezug zum Gebetsanliegen. Dabei ist die Art zu streiken bei jedem Familienmitglied anders. Gerson hat drei Tage nicht gegessen, er kann das gut. Mama würde dabei aus den Schuhen kippen. Alex hat auf seine Pizza verzichtet und ich, die ich Schokolade und Kuchen liebe, verzichte darauf.

Jeden Abend kommen wir alle zusammen, singen und beten gemeinsam. Dabei erinnern wir uns dessen, was wir mit Gott erlebt haben und loben ihn dafür. Wir lesen in der Bibel und erinnern Gott im Gebet an seine Zusagen, die er in seinem Wort gemacht hat.

Bei einem Streik muss keine bestimmte Form eingehalten werden. Die Bibel nennt das Fasten und schreibt, dass wir dadurch für Gott und sein Wirken sensibler wären. Wichtig ist unser Herz, also der Beweggrund unseres Handelns und das sieht Gott. Ich bin gespannt, wie er handeln wird, denn dass er handelt, dessen bin ich mir sicher.

 

Hilft beten wirklich? III.Teil

Wenn ich mit der Erwartung bete, dass ich erhört werde, dann gehört noch ein weiterer Aspekt dazu und das sind Regeln. Oft haben wir Schwierigkeiten damit in unserem Leben, wenn ich nur an die Straßenverkehrsordnung denke. Stöhn! In der Bibel gibt es auch Regeln. Sie nennt das Gebote. Die Aussage von Jesu: „Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst“  fasst diese Gebote in einem Satz zusammen. (Lukas 10,26-27)

Wenn ich bete,  dann wende ich mich an jemanden, der klare Vorstellungen hat und erwartet, dass ich mich als Betende(r) auch daran halte. Vergleichbar ist es mit den Gesetzen in Deutschland. Lebe ich hier, dann habe ich mich auch daran zu halten. Wenn ich bete, betrete ich virtuell einen anderen Hoheitsbereich. Dort gibt es auch Gesetze, an die ich mich halten muss, wenn ich gehört werden will.

Manche behaupten, dies würde bedeuten Gott  „weich kochen“  zu wollen. Das ist Unsinn. Umgedreht wird ein Schuh daraus. Mit meinen Taten zeige ich, dass ich ihn und seinen Anspruch, der einzige Gott in meinem Leben zu sein, akzeptiere und ernst nehme. Mit Verweis auf die Aussage von Jesus Christus will ich noch einen Schritt weiter gehen. Wenn ich jemanden lieb habe,  dann will ich es ihm auch zeigen.

In einem Brief von Johannes ist das ausgedrückt mit: „Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns,  und wenn wir wissen, dass er uns hört,  worum wir auch bitten,  so wissen wir,  dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben.“ (1.Johannesbrief 5,14-15)

Wenn es für mich ums beten geht, steht deshalb immer die Frage nach dem Willen Gottes in Bezug auf mich an erster Stelle und das heißt, ihn fragen. Vielleicht ist das der eigentlich innovative Ansatz. Es ist wohl mal an der Zeit, Gott nach seinen Willen zu fragen und nicht nur zu wünschen.

 

Hilft beten wirklich? II.Teil

Beten hat noch weitere Facetten. Eine, die uns als Familie derzeit besonders beschäftigt, ist die Dringlichkeit (m)eines Wunsches. Für die meisten von uns ist es möglich in einem überschaubaren Zeitraum sich selbst viele materielle Wünsche zu erfüllen. Deshalb kommen wir gar nicht auf die Idee, Gott über längere Zeit um ein Anliegen zu bitten. Dabei steht es an vielen Stellen der Bibel beschrieben, wie Menschen Gott intensiv „in den Ohren“ lagen.

Ich kenne das von mir und auch von Freunden, dass sie sagen: „He, ich habe es ihm doch gesagt, das muss doch langen.“ Wenn das Gebet dann nicht erhört wird, kommt die Antwort: „Es scheint nicht Gottes Wille gewesen zu sein.“ Und wir hören auf  zu beten. Dabei ist unser Verhalten in diesem Moment eher das eines schmollenden Kindes.

Wir haben heute als Familie darüber diskutiert, ob das nicht vielleicht ein falscher Ansatz ist. Jesus erzählt von einem Gleichnis, in dem eine Witwe dem Richter, der ihr Recht sprechen soll solange in den Ohren liegt, bis er ihr Recht spricht, nur um seine Ruhe zu haben. (Lukas 18,1-7)

Für uns heißt das, nicht aufgeben, wenn es beim ersten Mal nicht funktioniert hat! Wir beten weiter. Elia hat sieben Mal gebetet bis Gott dem Land Regen schenkte. (1.Könige 18,41- 46) Bis dahin haben wir noch weitere 5 mal vor uns. In einem sind wir uns sicher, Gott wird unsere Gebete erhören. Gott sei Dank!

Hilft beten wirklich? I.Teil

Das ist eine Frage, die sich viele Menschen auf der Welt stellen und ganz unterschiedlich beantworten. Die einen sagen,  es funktioniert ganz sicher und von anderen bekommst du das Gegenteil zu hören.

Der Definition nach ist es ein Gespräch mit Gott, mit dem eine Bitte, ein Hilferuf verbunden ist. Der Betende hat die Hoffnung, dass Gott sein Gebet erhört.  Dabei sind die Bitten ganz unterschiedlich: Eine Arbeitsstelle, Gesundheit, einen liebevollen Partner, dass Gott jemanden anderen bestraft, ect.

Ein Problem von uns Menschen ist, dass Gott eine andere Prioritätenliste hat als ich. Das stelle ich immer wieder fest, manchmal auch zu meinem Leidwesen.  Es gibt Gebete, die er  sofort erhört, manchmal dauert es etwas länger. Es gibt aber auch Gebete, da scheint es, als würden sie an der Decke hängen bleiben. Doch alle werden gehört.

Ein Punkt beim Beten ist, dass wir bedenken müssen, dass Gott kein Wünschdirwas-Gerät ist, sondern der Erschaffer der Welt. Er will als allererstes, dass es mir gut geht und dazu gehört auch, dass ich nicht auf die „Herdplatte“ langen soll. Wenn ich ihn also um eine solche bitte, dann wird er mein Gebet nicht erhören,  weil ich mir sonst die Finger verbrenne. Sein oberstes Ziel ist es, alles was ihm möglich ist zu tun, damit ich am Ende der Erdenzeit mit ihm auf der neuen Erde lebe.

Ich finde das sehr beruhigend, denn es hilft mir immer wieder nachzudenken, ob das, was ich gerne haben möchte, wirklich gut für mich ist oder mir eher schadet.

 

Am Sonntag ist Bundestagswahl oder: Was Kirchen und Parteien miteinander gemeinsam haben

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2009

Wieder einmal ist es soweit: Am kommenden Sonntag wird der Deutsche Bundestag gewählt. Mit einer Erst- und Zweitstimme ausgestattet,  können alle Bürger über 18 Jahre an der Wahl teilnehmen.  In den letzten Wochen wurde in den Medien viel darüber philosophiert,  wie die Wahl wohl ausgehen wird und was das Ergebnis bedeuten könnte. Jedes Mal,  wenn Wahl ist,  denke ich an meine Kindheit zurück.  In der Schule wurde uns beigebracht,  dass nur wer wählen geht auch meckern kann.  Deshalb gehen wir alle wählen.  Zu denken,  dass wenn man nicht wählen geht,  es den anderen Verdruss bereitet und deshalb etwas geändert wird ist falsch. Nur die,  die ein Kreuz machen,  drücken ihre Meinung wirklich aus.  Meine Mama sagte:  „Wer nicht wählen geht,  wählt die Falschen.“ Zum Glück ist es heute einfacher geworden,  sich über die vielen Parteien und ihre Programme zu informieren.  So ist es auch mit den unterschiedlichen Kirchen.  Alle haben andere Schwerpunkte.  Doch es gibt noch mehr Ähnlichkeiten.  Genau so wie die großen Parteien, verlieren die großen Kirchen Mitglieder und damit finanzielle Unterstützung. Beide Gruppen machen Politik,  kümmern sich aber nur am Rand um die Menschen.  Beide versprechen das Blaue vom Himmel,  doch in der Umsetzung hapert es.  Beide Gruppen sind politisch miteinander verbunden,  so dass Abhängigkeiten entstehen.  Ich wünsche mir eine Partei,  die sich für die Menschen in Deutschland einsetzt und nicht nur Wahlgeschenke macht.  Ich wünsche mir,  dass Kirchen und Parteien offen und ehrlich sind und das nicht nur wenn es in ihre Strategie passt.  Eigentlich wäre es an der Zeit,  denn mehr denn je wollen wir Menschen ernst genommen werden.

Wenn die Kirchen ihren Auftrag ernst nehmen würden, …

http://www.sueddeutsche.d…63/488558/text/

… dann würden die Menschen nicht mehr scharenweise die Kirchen verlassen. In der letzten Woche hat die Deutsche Bischofskonferenz die Zahlen der Kirchenaustritte in Deutschland bekannt gegeben. Wieder scheinen die Austritte zugenommen zu haben. Der Sprecher des Erzbistums München Bernhard Keller sagte: „… dass sie die Austritte nicht kalt lassen. Jeder einzelne schmerzt uns, weil es bedeutet, dass wir den Kontakt zu ihm verloren haben.“ (SZ) Nun, wenn das alles ist, dass es schmerzt, dann ist auch verständlich, warum die Kirchen die Menschen nicht suchen. Denn Kirchen bestehen aus Menschen und sind nicht nur Organisationsform. Kontakt zu Menschen zu haben ist gut und wichtig, doch das alleine ist es nicht.  Wenn unsere Kirchen in Deutschland dem Auftrag, den sie haben, wieder verstärkt nachkommen würden, dann wäre vieles anders. Wie viele Christen kennst du? Und von wie vielen weißt du, dass sie leben, was sie sagen? Soziale Arbeit ist wichtig und gut, doch wenn wir den Menschen die frohe Botschaft der Bibel nicht weitergeben, dann ist alle soziale Arbeit nur eine Ablenkung vom Eigentlichen. Kirchenpolitik zu betreiben, bringt die Menschen nicht in die Kirchen und erst recht nicht auf die neue Erde. Sollte nicht das das Ziel sein? Vielleicht wäre es an der Zeit für eine andere Agenda 2010.

Die fünfte Jahreszeit in München, das Oktoberfest

Letzten Samstag hat das Oktoberfest begonnen und damit ist für zwei Wochen Ausnahmezustand in München. Viele Münchner nennen diese Zeit die fünfte Jahreszeit. Dazu gehört, dass Männer, egal welchen Berufes plötzlich knielange Lederhosen tragen und „Bein“ zeigen. Spannend finde ich auch, dass jetzt die Kolleginnen plötzlich in Dirndl laufen. Dies ist deshalb so faszinierend für mich, weil bei einem Dirndl andere Maßstäbe an die Figur gestellt werden. Bei Männern und Frauen ist eine gewisse Figur von Vorteil um die Bekleidung optimal zur Geltung zu bringen. Zu keiner anderen Zeit im Jahr ist so viel Heimatverbundenheit in der Kleidung zu erkennen. Nachdem ich von meiner Mama eine Tracht „geerbt“ habe, werde ich nächste Woche das erste Mal auch „korrekt“ bekleidet zum Oktoberfest gehen. Abgesehen von der Bekleidung ist es noch wichtig zu wissen, wieviele Schläge der Oberbürgermeister benötigt zum Anschlagen des ersten Bierfasses. In diesem Jahr waren es zwei Schläge. Wobei Christian Ude dabei eine gewisse Routine hat und zum anderen immer wieder extra dafür vorher übt. Mit rund 1 Million Besucher am ersten Oktoberfest-Wochenende waren die Veranstalter mit dem Wiesn-Auftakt zufrieden. Ich bin gespannt. Nach einigen Jahren Pause werde ich mich in einer Woche auch mal wieder ins Getümmel werfen. Dann bringe ich einen Bericht und Fotos mit.

Erinnerung an den Koffer auf dem Gepäcklaufband

Dieses Mal hat es funktioniert!
Irgendwann auf einem Flug nach Berlin habe ich meinen Koffer auf dem Gepäckband im Sicherheitsbereich des Flughafens Berlin-Tegel vergessen. Als es mir endlich auffiel, dass ich meinen Koffer vergessen hatte, war es zu spät und ich konnte nicht zurück. Also musste ich spät am Abend nach meinen Terminen nochmal zum Flughafen und meinen Koffer abholen. Damals habe ich Gott gefragt, warum er mich nicht daran erinnert hat, dass ich mit Koffer unterwegs bin und dass ich diesen mitzunehmen habe. Seine Antwort an mich war: „Du hattest gar keine Ohren für mich, du warst mit deinen Gedanken viel zu beschäftigt um meine Stimme zu hören.“ Das Schlimme war, er hatte recht.
Gestern bin ich in München gelandet, hole meinen einen Koffer vom Gepäckband ab und gehe in Richtung Ausgang. Als ich auf Höhe des Zolls bin, kurz vor der Ausgangstür, da hat das mit der Erinnerung geklappt. Ich wurde an meinen zweiten Koffer erinnert. Also bin ich zurück zum Gepäckband und habe Nummer zwei auch noch eingesammelt. Danach habe ich mich gefühlt wie ein Schneekönig. 🙂 Ich war so happy, dass ich dieses Mal meine Ohren offen hatte und seinen Impuls wahrgenommen. So bleibt mir heute eine zweite Fahrt zum Flughafen erspart. Danke!!

Wir waren Kartoffeln stoppeln

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Seit wir in Landshut wohnen, gehen wir im Herbst immer auf die Felder stoppeln. Das ist immer ein großes Vergnügen für uns. Wenn die Felder abgeerntet sind, gehen wir hinterher. Wir sammeln ein, was die Bauern nicht geerntet haben, weil es z. B. der EU-Norm nicht entspricht oder nicht so ansehnlich ist. Bei den Möhren sind das z. B. welche, die nicht nur ein Bein haben, sondern mehrere. Irgendwann bin ich auch mal zum Bauern gegangen und habe ihn gefragt, ob das so in Ordnung ist für ihn. Er hat gelacht und meinte, dass er sich darüber freuen würde, wenn jemand die Sachen nimmt und sie so nicht verkommen würden. Das hat uns dann auch gefreut. Der Begriff stoppeln kommt von meiner Mama. Sie waren in ihrer Kindheit nach dem Krieg, nach der Ernte bei den Bauern auf den Feldern unterwegs zur Nachernte. Dieses Jahr gibt es Zwiebeln und Kartoffeln, im letzten gab es Möhren und Kartoffeln. Mit dem, was wir auflesen, kommen wir eine ganze Zeit hin. Wobei ich dabei gestehen muss, dass wir wenige Personen sind und nicht jeden Tag kochen. Ich vermute, dass die Zwiebeln bis Weihnachten ausreichen werden. Bei den Kartoffeln lässt es sich noch nicht genau sagen, da die Ernte noch läuft. Wir vermuten, dass der Bauer am Mittwoch wieder ernten wird und dann geht´s wieder aufs Feld.