Alle Beiträge von Alexander

Sicherheit über alles?

Letzten Mittwoch wurde das Selbstverständnis auf Perfektionismus in Deutschland vorgeführt. Das schönste an der Geschichte ist, dass sich der „Täter“ dessen noch nicht mal bewusst ist.

Doch genug des Lästerns. Es ist richtig, dass es diese Kontrollen am Flughafen gibt. Sie haben manchen Vorfall verhindert, von dem die Öffentlichkeit noch nie Wind bekommen hat. Wenn denn tatsächlich Nacktscanner eingeführt werden, wird es ein Stück wie in die Sauna gehen sein. Scham sollte man nicht mehr haben. Ob der Nacktscanner die Sicherheit erhöhen wird, stelle ich in Frage.

Bei einem bin ich mir sicher. So sehr wie Deutschland (und andere Staaten) die Sicherheit erhöhen und perfektionieren will, es wird nicht gelingen. Jedes Konzept ist nur so gut, wie die Anzahl der nicht entdeckten Lücken. Der Anspruch, ein geschlossenes sicheres System zu konstruieren, muss scheitern. Deshalb wäre es manchmal besser, diesen Anspruch von vornherein gar nicht erst zu entwickeln. Das hilft, dass kein Frust entsteht. Denn von einem können wir ausgehen: Wer das System unterlaufen will, findet Wege, seine Pläne in die Tat umzusetzen.

Trotzdem bin ich froh, zu wissen, dass es Menschen gibt, die für meine Sicherheit und die meiner Familie eintreten. Doch noch froher bin ich zu wissen, dass es den einen Gott gibt, der uns schützt, mich und meine Familie und genauso dich und deine.

 

Freunde und Feinde lieben – das Leben von Jackie Pullinger

http://en.wikipedia.org/wiki/Jackie_Pullinger

Gestern Abend haben wir eine interessante Frau kennen gelernt, Jackie Pullinger. Sie besuchte das Gospel Live Center in München und hielt dort Vorträge über ihre Arbeit unter den Drogensüchtigen von Hong Kong und ihre Beziehung zu Gott und Jesus Christus.

Sie startete ihr Werk nicht mit einem guten Konzept und eine gut gefüllter Kriegskasse, sondern ging einfach los. Als junge Frau kam sie nach Hong Kong und startete dort einen Dienst für die Ausgestoßenen der Gesellschaft. Das bemerkenswerte an ihr ist ihre Liebe zu Jesus Christus. Sie sorgt nicht für das Morgen vor, so wie wir es tun. Ihre Aussage ist: „Erst wenn wir alle Reserven aufgebraucht haben, erst dann handelt Gott. Vorher gibt es für ihn keine Notwendigkeit dazu.“ Ihre bedingungslose Bereitschaft selbst zu verzichten, nur damit andere Menschen auch von Jesus erfahren ist gepaart mit einer großen Kreativität und Mut diese Botschaft an den Mann/Frau zu bringen.

Sie erzählte aus ihrem Leben und dass es wichtig war, den Menschen vorbehaltlos zu begegnen. Sie geht auf Prostituierte, Dealer und Bettler gleichermaßen zu, ohne von ihnen Gegenleistungen zu erwarten.

Als ich das hörte, fragte ich mich, wie denn unser Leben aussieht. Oft stellen wir Bedingungen, bevor wir bereit sind Geld und Zeit einzusetzen. Manchmal bremst uns unser Egoismus auch schon vorher ab. Ihr Lebensmotto: Wenn Jesus für mich gestorben ist, damit ich leben kann, dann sollte ich doch nicht an materiellen Dingen festhalten, sondern bereit sein zu geben. Ich denke, es würde sich lohnen das umzusetzen.

Bist du unverwundbar?

Wenn es mir gut geht, dann fühle ich mich stark ohne Ende, stark und unverwundbar. Wir alle haben aber eine Achillesferse. Wenn ich nur die Menschen, die in der Zeitung erwähnt wurden, denke. Da gibt es Herrn Sawicki, seine Achillesferse war er selbst. So unverwundbar wie er schien, war er am Ende doch nicht. Bei den Menschen in Haiti zeigt sich ihre Verwundbarkeit an allen Ecken und Enden. Menschen zeigen ihren wahren Charakter. Sie plündern, morden und zeigen in allem doch nur, wie verletzlich sie sind.

Wir Menschen sind nicht so stark wie wir gerne wären. Egal ob wir selbst dafür sorgen, dass wir abstürzen oder ob ein Ereignis von außen an unser Leben herantritt.

Ich habe einen Schutzschild gefunden, was mich und meine Familie vor vielen Dingen in unserem Leben bewahrt. Der Jesus, der in der Bibel steht, ist keine Fiktion, sondern real. Er ist ein Panzer, wenn du dich rein setzt, dann bist du geschützt. Ich kann ihn nur weiter empfehlen. Frag ihn doch mal, ob du seinen Schutz nicht auch in Anspruch nehmen kannst.

Modelleisenbahn – der Traum meiner Kindheit

http://www.mecl-landshut.de/index.html

Schon als Kind wollte ich eine haben, eine Modelleisenbahn. In der DDR war so etwas allerdings Mangelware, d. h. man  konnte nur durch Geld oder Beziehungen eine kaufen. Beides hatte meine Mama nicht. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als meine Nase bei Freunden oder Ausstellungen platt zu drücken.

Die Begeisterung für diese Miniaturwelt ist geblieben. Zu Besuch gehe ich noch genau so gerne.

Ein besonderer Besuch war Anfang Januar fällig. Jedes Jahr im Januar öffnet der Modelleisenbahnclub Landshut seine Tore für Besucher und dieses Mal waren wir auch dabei. Der Verein ist bereits 52 Jahre alt. Sein Sitz ist passenderweise direkt unter dem Bahnhof. Die Anlage selbst ist in liebevoll renovierten Räumen untergebracht. Mit ihren 110 qm Fläche gehört sie zu den größeren Modelleisenbahnanlagen im Land. Auf dieser Fläche waren 70 verschiedene Züge unterwegs. Sie wurden von 4 Steuergeräten gleichzeitig gesteuert. Am Besucherandrang zeigte es sich, dass nicht nur ich und Alex große Fans sind. Die Anlage war die gesamte Öffnungszeit heiß umlagert. Es wurde über Loks, Züge und Aufbauten philosophiert und teilweise gehandelt. Für einige Minuten wurden Männer zu Jungen und Frauen zu Mädchen zurück verwandelt. Jedes Jahr wird an der Anlage weiter gebaut. Sie wird verändert oder neu modelliert. So sind wir schon gespannt, was in diesem Jahr Neues dazu kommt.

Auf jeden Fall werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein. Ich freue mich schon drauf.

Alte Menschen – was sind sie dir und mir wert?

Irgendwie habe ich den Glauben daran, dass Menschen füreinander sorgen und nicht nur für sich, wohl noch nicht ganz aufgegeben. Sonst wäre ich nicht so entsetzt gewesen über dass was ich hören sollte.

Es ging um alte Menschen und was sie im häuslichen Umfeld erleben (müssen). Ich muss gestehen, ich war entsetzt. Dass es Gewalt gegen Senioren gibts ist ja bekannt. Der Umgang mit ihnen ist oft weder höflich noch fürsorglich. Doch dass Angehörige ihre Eltern oder andere Menschen, die sich in ihrer Obhut befinden, die Treppe runterschubsen in der Erwartungshaltung, dass sie sich Gliedmaßen brechen und dann einige Zeit im Krankenhaus sind, konnte ich mir vorher nicht vorstellen. Wie groß die Anzahl derer ist, die das betrifft, ist nicht bekannt, da sich keiner traut eine Statistik zu erheben und zu veröffentlichen.

Doch mein Erstaunen sollte noch wachsen. Inzwischen gibt es einen eigenen Tourismuszweig, bis jetzt wohl vornehmlich nach Spanien. Da werden die alten dementen Angehörigen mitgenommen und fern der Heimat einfach ausgesetzt. Diese alten Menschen haben keine Papiere bei sich, sind orientierungslos und finden selbst mit Behörden im Normalfall den Weg nicht wieder in ihre Familie zurück.

Bis jetzt stehe ich nicht in der Verpflichtung, meine Mutter bei mir zu Hause pflegen zu müssen. Deshalb will ich nicht mit Steinen auf Menschen, die überfordert und am Ende ihrer Kräfte sind, werfen. Doch diese Beispiele sind unmenschlich und würdelos. Wenn wir mit Tieren so umgehen würden, gäb es eine Strafanzeige wegen Tierquälerei und bei Menschen…?

Eins aber sehe ich auf uns Christen zukommen. Wenn wir Christen sein wollen, dann werden wir nicht wegsehen können, sondern müssen helfen. Nicht nur mit Geld, nein mit Unterstützung und tatkräftiger Hilfe. Mit Begleitung der Fürsorgepflichten und vielleicht mit neuen Konzepten und Wegen. Auf jeden Fall aber mit Mut.

Nirwana ist nicht mein Ziel

 

Neulich beim Abendessen mit Freunden kam die Sprache darauf, warum in Asien das Christentum so stark wächst. Dabei unterhielten wir uns auch über die verschiedenen Religionen, die dort ihren Ursprung haben. Danach wurde uns vieles klarer.

Nirwana ist das höchste Entwicklungsziel für einen Buddhisten. Laut Erklärung wird der Mensch so oft wiedergeboren bis er sein Leben so gut, sozial und charakterlich einwandfrei gestaltet, dass er sich selbst erlösen kann. Dann erreicht er das Nirwana, löst sich selbst auf und hört auf zu existieren. Bei dieser Entwicklung zählen aber nicht nur die Taten des Menschen, sondern auch sein Denken fällt ins Gewicht.

Wenn ich mir überlege, dass ich mich selbst verändern muss, denn ich will ja nicht als Stein wiedergeboren werden, dann setze ich mich automatisch unter Druck. Dabei stelle ich an mir selbst fest, dass es nicht funktioniert. Ich kann mich bemühen wie ich will. Es gibt immer wieder Punkte, an denen ich scheitere. Der Ausblick ist nicht prickelnd. Ich bemühe mich, scheitere und werde quasi als Strafe noch einmal auf diese Erde geschickt um das gleiche wieder und wieder zu erleben. Vor dem Hintergrund ist natürlich das Nirwana eine Erlösung.

Doch es gibt eine gute Nachricht. Es geht einfacher. Mit Jesus Christus haben wir Menschen jemanden, der den Anteil, den wir nicht können für uns übernimmt. Interessant finde ich, dass es das Nirwana tatsächlich gibt. Die Bibel schreibt, dass alle Menschen von Gott zur Rechenschaft gezogen werden für ihr Leben. Menschen die im Gericht stehen ohne Jesus Christus an ihrer Seite , werden verurteilt werden. Als Konsequenz hören sie auf zu existieren. Es gibt keine Erinnerung mehr an sie.

Da gefällt mir die andere Version besser. Ich möchte nicht aufhören zu existieren, also lebe ich bereits hier und jetzt mit Jesus Christus. Er nimmt mich an so wie ich bin und geht mit mir durchs Leben. Das zu erleben gibt einen wunderbaren Ausblick auf die neue Erde, die er denen versprochen hat, die an ihn glauben. Werden wir uns dort sehen? Ich würde mich freuen!

 

Es gibt sogar eine Uni – in Rostock

https://www.uni-rostock.d…24%252523c25002

Derzeit bin ich im hohen Norden Deutschlands unterwegs und besuche die Universität Rostock. Einer der Professoren erzählte, dass er vor der Berufung an den Lehrstuhl erst mal auf der Karte Rostock suchte. Rostock befindet sich ungefähr in der Mitte der deutschen Ostseeküste. Die Uni wurde 1419 gegründet und gilt damit als die älteste nordeuropäische Universität. Soweit sich die Anwesenden erinnern war Gründungslehrstuhl Theologie und Jura. Wie auch immer die genaue Definition ist, auf jeden Fall hat die Uni eine lange Historie. Anfang des neuen Jahrhunderts startete die Universität als erste mit einer Bewertung der einzelnen Lehrstühle. Der Prodekan Prof. Timmermann erzählte von den Herausforderungen und den Erfolgen, die diese Einführung mit sich brachte. Ein schöner Nebeneffekt war die Erkenntnis, dass die Uni in Bezug auf das Einwerben von Drittmitteln ganz vorne liegt in Deutschland. Derzeit sind ca. 14.000 Studenten immatrikuliert und es werden sicher mehr werden in den nächsten Jahren. Damit ist die Uni nicht so riesig, was für kurze Wege und ein hochqualifiziertes Studium sorgt.

Ich kann sie empfehlen. In Rostock kann „man“ gut leben und studieren.

Der eine Moment in der Zeit

Eine neue Arbeitswoche beginnt, was wird sie wohl bringen? Im Gegensatz zu letzter Woche, war dieses Mal die Fahrt zum Flughafen kein Problem. Obwohl es noch recht früh ist, tobt hier bereits das Leben. Die meisten arbeiten hier oder sind unterwegs um zu arbeiten. Wie sagte doch die Mitarbeiterin, die meinen Koffer in Empfang nahm, so treffend. „Leider ist Montag, doch ehe ich mich versehe ist die Woche schon wieder zu Ende.“

Ist es auch bei dir so? Vergeht deine Woche auch so schnell? Für mich ist das immer wieder auf´s neue erstaunlich. Eigentlich vergeht die Zeit an jedem Tag gleich, in jeder Woche und jedem Jahr. Trotzdem wird die Zeit immer schneller. Ob es gar keine Möglichkeit gibt dem zu entrinnen? Wollen wir das überhaupt? Ich vermute manchmal, dass wir alle zwar jammern, aber den Zustand nicht verändern wollen. Wir verschieben unsere Entscheidungen in die Zukunft, auf irgendwann einmal. Doch dann ist die Zukunft plötzlich vorbei.

Wenn dein Kalender in dieser Woche auch sagt, dass du gelebt wirst und nicht, dass du lebst, dann wird es Zeit zum Luft holen. Es gibt Momente, die lassen sich nicht aufholen. Entweder wir nutzen diesen einen Moment oder er ist vorbei für immer. Suche einen solchen in dieser Woche und schiebe für diese Zeit den Alltag einfach mal beiseite. Nimm ein Buch und lies, z. B.: dem kleinen Buch für Lebenskünstler oder geh eine Runde spazieren in den Wald. Ich probiere es mit einer Runde spazieren im Schnee.

Rücksichtnahme ist eine Zier

Gestern haben wir uns zusammen gepackt und sind in den Bayrischen Wald gefahren. Von uns aus ist das nicht so weit. Zu unserem Erstaunen war immer noch nicht richtig viel Schnee da. Am Geißkopf waren nur zwei Lifte geöffnet. Die Loipen waren nicht gespurt. Trotzdem hat alles herrlich verschneit ausgesehen, für die Optik hat es gelangt. Dadurch, dass nicht gespurt war, fuhren wir durch unberührte verschneite Wege. An manchen Stellen war die Spur der Rehe der einzige Wegbereiter für uns.

Da es am Geißkopf auch eine Rodelbahn gibt, wollten wir hinterher noch Rodeln gehen. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht. Bedingt durch die vielen Skifahrer und Snowborder und die wenigen offenen Lifte, herrschte ein reger Andrang am Lift. Schnell standen wir umringt von vielen, die schnell wieder nach oben wollten, um wieder nach unten zu gelangen. Die Menschen rutschten immer weiter und enger zusammen. Jeder schob und drückte nach vorn, wir mittendrin. Ich muss gestehen, dass ich mich in dem Moment am liebsten in Luft aufgelöst hätte. Meine Füße waren den Skiern im Weg, vom Schlitten ganz zu schweigen.

Gerne hätte ich ein Bild von dieser Herde Mensch gemacht, doch wir hatten keine Kamera dabei. Wobei Herde eigentlich das falsche Bild ist, denn Herden nehmen aufeinander Rücksicht und achten aufeinander. Es war wohl eher ein Pulk von Individualisten, die alle schneller sein wollten als der Nachbar.

Schnüff, Fernweh…, Reisen ist so schön…

Gerade haben wir eine Stunde mit einem guten Freund in der Schweiz telefoniert. Er war mit seiner Frau für fast 4 Wochen in den Staaten.  Er erzählte von Pannen und verlorenen Koffern, von schlechtem Wetter und ausgefallenen Flügen. Er berichtete aber auch von gutem Essen, wunderbarem Sandstrand, herrlicher Erholung, Ruhe, Freunde treffen und und und…

Irgendwann, als er von der Kreuzfahrt durch die Karibik berichtete, war es um mich geschehen. Ich schaute nur noch sehnsüchtig meinen Mann an. Meine Augen sagten in dem Moment alles. Fernweh! Als normaler Sachse steckt das wohl doch im Blut. Wenn unser Urlaub doch nicht schon verplant wäre, dann… Nun so träumten wir von Sand und Wärme und das mitten im Schnee.

Dabei bin ich im Verhältnis zu manch Anderem mehr unterwegs. Auch wenn mich meine Reisen nicht bis in die Karibik führen, heißt es ja nicht, dass dies nicht noch werden kann. Auf der anderen Seite, frage ich mich, ob ich das wirklich will. Sind es nicht die Träume, die Dinge erst zu etwas besonderen machen? Wenn wir uns alles einfach und gleich erfüllen können, was ist es denn dann noch wert? Von etwas zu träumen, daran zu arbeiten, dass es Realität wird, das macht unser Leben zu etwas besonderem. Und so träumen wir weiter. Plötzlich beginnt dieser Traum schön und spannend zu sein. Mach doch mit, es lohnt sich.