Schlagwort-Archiv: gebet

Open doors

http://www.opendoors-de.org/

Zum ersten Mal hörte ich von „Open doors“ vor zwei Jahren, als ich das Buch „Gottes Schmuggler in ChinaZehn Millionen Bibeln für China“ las. In dem Buch über Bruder Yun aus China ist diese Projekt auch erwähnt. „Open doors“ ist ein internationaler christlicher Verein, der das Ziel hat, Christen in bedrohten und verfolgten Ländern der Erde zu unterstützen und zu ermutigen. Die Unterstützung geschieht durch Bibel, Schulungsmaterial, humanitäre Hilfe und viel Gebet. Das war es auch, was mich immer wieder beeindruckt in ihrer Arbeit: Die enge und intensive Verbindung mit Gott im Gebet. Diese tiefe Vertrauen zu Gott und seiner Führung. Lange bevor es Internet gab, verbündeten sich die Christen in Gebetsketten, um für andere Christen zu beten. Wenn du auf die Webseite gehst, wirst du sehen, dass dies auch heute noch so ist. Die Arbeit von „Open doors“ bringt uns Christen zusammen und hilft füreinander einzutreten. „Open doors“ stellt jedes Jahr eine Liste der Christenverfolgungen zusammen. Letztes und dieses Jahr steht Nordkorea an der Spitze, gefolgt von Saudi-Arabien. Derzeit werden rund 100 Millionen Christen weltweit verfolgt.

„Open doors“ hat auf der Webseite auch eine Liste mit Christen, die um ihres Glaubens willen gefangen sind. Diese Liste schreit um Unterstützung im Gebet. Wenn du denkst, du kannst nichts tun, dann irrst du. Du kannst viel tun. Bitte bete für sie!

Zwischen 4.-11.12. gibt es auf Bibel-TV eine Reihe von Sendungen über die Arbeit von „Open doors“ und bzw. Christen in den verfolgten Ländern, speziell Iran, Irak, Nigeria, Nordafrika, Nordkorea.

Land unter, wo ist die nächste Insel?

Heute morgen hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin. Sie jammerte über die viele Arbeit, die sie und ihr Mann haben. Während sie so sprach, fiel mir ein ähnliches Gespräch mit meinem Mann ein. Sie erzählte, dass ihr Mann erst alle Berge aufarbeiten will, bevor sie gemeinsame Überlegungen anstellen wollen, wie sie ihr Leben verändern können. Wir haben gemerkt, dass dies so nicht funktioniert. Deshalb bleiben die Berge irgendwann einfach liegen. Denn was nützt es mir, wenn die Berge weg sind, unser Leben aber zu Ende ist. Wir haben für uns festgestellt, dass wir leben und nicht vom Leben gelebt werden wollen. Und wir merken, wie schwer das ist. Dabei ist es völlig unerheblich, welcher Job oder Beruf ausgeübt wird. Alle in unserem Umfeld stöhnen von hohem Druck und zu viel von allem.

Ein Stück mehr Ruhe in unserem Alltag, das würde uns gut tun. Wenn ich Ruhe suche, dann schalte ich alle Geräusche aus, kein Fernseher und kein Radio, und setze mich aufs Sofa oder auf den Teppich. Dann rede ich mit Gott und erzähle ihm von den vielen Dingen, die mich beschäftigen, mich und mein Umfeld. Ich bitte ihn, dass er mir Ruhe gibt und die Klarheit, die Dinge zu tun, die dran sind und mir zu zeigen, was ich lassen soll. Interessant ist immer wieder, dass er eine andere Prioritätenliste hat als ich. In dem Moment ist es dann an mir, ihm zu vertrauen und das auch so zu tun. Ich muss gestehen, das fällt mir nicht immer leicht. Die Umsetzung gelingt nicht immer, doch manchmal funktioniert es. Auf jeden Fall geht es mir danach besser und ich habe meine innere Ruhe wieder gefunden. Bist du auch Land unter und suchst die nächste Insel, dann probiere es aus. Es lohnt sich.

General Motors, Fritz Henderson und Opel

http://www.ftd.de/unterne…n/50032990.html

Wenn in Deutschland 30.000 Arbeitsplätze betroffen sind, dann ist das für unser Land mehr als nur eine Randnotiz. So ist auch das Interesse der Presse nicht gering. Faszinierend finde ich, wie unterschiedlich dabei die Berichterstattung zwischen den verschiedenen Zeitungen und Medien ist. Manches Mal frage ich mich, wieviel von dem, was ich lese, welchen Wahrheitsgehalt hat und wieviel davon Wunsch und Kreativität ist. Da die Unterschiedlichkeit zum gleichen Sachverhalt doch recht hoch ist.

In einem Artikel des Handelsblatts geht es um den Weggang von Carl-Peter Forster, dem Europa Chef. Es wird erwartet, dass noch weitere Manager den Meinungswechsel von GM nicht mittragen wollen und das Unternehmen verlassen. Leider können es die meisten der 30.000 Beschäftigten ihnen nicht gleichtun. Wenn die Enttäuschung und der Frust, der geschrieben steht, real ist, dann scheint es so zu sein, als ob viele das lieber sofort tun würden.

Welches Spiel die Herren in den USA an der Spitze von GM auch spielen, hier in Deutschland ist es nicht auf Gegenliebe gestoßen. Verwunderlich finde ich zwei andere Dinge. Wie kann ein 77-jähriger noch ein starker Aufsichtsratsvorsitzende sein? Wobei, vielleicht soll er das auch gar nicht. Warum wusste Barak Obama nichts davon, als Angela Merkel ihn einen Tag vorher getroffen hat? Immerhin gehört derzeit der Hauptanteil der Aktien dem amerikanischen Staat. Wir werden beides nicht so schnell erfahren.

Für uns in Deutschland heißt es für die Betroffenen da zu sein. Dazu gehört für mich in dem Fall auch das Gebet. Denn die Scherben, die bei den Menschen in Europa zerbrochen wurden, füllen sicher viele Züge. Da ist viel Leim nötig um einen guten Weg in die Zukunft zu finden – für alle Beteiligten.

 

Beten die schnellste und effektivste Art Situationen zu ändern

Heute habe ich mit einem Geschäftspartner telefoniert. Das Gespräch hat mich nachhaltig beschäftigt. Im Gespräch kam zum Ausdruck, dass mein Gesprächspartner und ich von zwei ganz unterschiedlichen Punkten aus ein Projekt betrachteten. In dem Telefonat hat sich keine Lösung gezeigt, wie wir beide zum gleichen Betrachtungspunkt gelangen können. Daraufhin haben wir das Gespräch abgebrochen und auf morgen vertagt. Es hat mich so beschäftigt, dass ich mich auf meine ursprünglichen Themen nicht mehr konzentrieren konnte. Mein Kopf arbeitet fieberhaft an einer Lösung. Meine Umwelt konnte es förmlich rauchen sehen. Aber auch das hat nichts genützt, denn eine Lösung hatte ich nicht gefunden.

Dann kam mein Mann nach Hause. Ihm schüttete ich mein Herz aus und bat ihn mit mir gemeinsam zu beten. Nachdem er einen Überblick über die Situation hatte, taten wir es. Bis zum Zeitpunkt des Gespräches mit Gott hatte ich mein Projekt gedanklich schon beerdigt. Dann beteten wir beide, sprachen also mit Gott über unseren Tag und das Erlebte. Ich bat Gott,  dass er uns morgen eine Lösung schenkt und heute einen guten restlichen Tag. Das Ganze hat maximal 5 Minuten gedauert. Danach war die Situation immer noch die gleiche, mit einem entscheidenden Unterschied. Es hat mich nicht mehr gestört. Ich weiß noch nicht, wie ich morgen damit umgehe, doch das ist heute nicht wichtig. Gott wird uns morgen Antworten geben und Lösungen schenken. Ich finde, dass beten damit die schnellste und effektivste Art ist innerlich zur Ruhe zu kommen, Abstand zu gewinnen und Situationen zu verändern.

Probier´s doch mal aus, es lohnt sich.

Heavenly man: Die Geschichte von Bruder Yun aus China

http://www.brunnen-verlag…idcat=30&lang=1

Derzeit lese ich ein Buch, das mich sehr beeindruckt. Geschrieben ist darin die Lebensgeschichte eines Chinesen und seiner Familie, der in jungen Jahren sein Leben Jesus Christus übergab. Nach langen Jahren der Verfolgung, Folter, Flucht und Gefängnis lebt er seit 2001 in Deutschland. Im Rahmen der Bewegung „Zurück nach Jerusalem“ setzt er sich von hier aus für die Evangeliumsverkündigung ein. Doch das alles ist es nicht, was seine Geschichte auszeichnet. Neben seiner kompromisslosen Liebe zu seinem Erlöser Jesus Christus gibt es noch etwas anderes. Yuns tiefes Vertrauen zu Jesus Christus äußert sich in der festen Gewissheit, dass Gott alles kann. In dieser Gewissheit wurde er nie enttäuscht. Seine Gebete bewegten Gottes Arm und das äußerte sich in seinem Leben und im Leben anderer Menschen. Wir in Zentraleuropa denken, dass wir in unserem Leben gefangen sind, ohne wirklich etwas daran ändern zu können. Das ist falsch, denn wenn wir nur Gott ehrlichen Herzens suchen würden und mit ihm reden,  dann würden wir Gottes Arm auch bewegen. Heute freuen wir uns darüber,  wenn es uns gelingt den Finger Gottes zu bewegen, wie wäre es erst, wenn er seinen Arm bewegen würde?

Seine Frau Deling schreibt in dem Buch von Yun, dass sie seine enge Beziehung zu Gott und seine Liebe für andere Menschen am meisten bewundere. Er würde immer das Beste im anderen sehen und das auch, wenn sonst niemand mehr an sie glauben würde (Seite 234).

Wenn wir doch dieses Zeugnis auch hier in Deutschland voneinander geben würden!

Neue Treiber für den Server wurden zur Nachmittagsbeschäftigung

Bei uns liegen die Daten auf einem kleinen Server im Keller.  Das macht das Arbeiten sehr viel angenehmer und leiser ist das ganze obendrein. Das gute Stück hat nur einen entscheidenden Nachteil.  Wie alles im Leben braucht es von Zeit zu Zeit etwas Liebe.  Im aktuellen Fall sah das so aus,  dass Alex die Firmware auf den aktuellen Stand bringen wollte.  Dabei sollte auch die Netzwerkkarte neu installiert werden. Eigentlich ist das etwas ganz Simples, sollte man meinen.  Leider sollte sich diese Einschätzung als falsch heraus stellen.  Alex sagte mir,  dass ich jetzt kurzfristig nicht ins Netz kann, weil er installieren wollte.  Damit war er im Keller verschwunden und tauchte nicht wieder auf.  Einige Zeit später ging ich nachschauen und wollte wissen,  wie es denn aussieht.  Da sah er nicht sehr glücklich aus.  Das Netzwerk ging einfach nicht.  Damit verbunden ging kein Internet, arbeiten auf dem Server war auch nicht möglich.  Er wirkte nicht glücklich.  Auf meine Frage ob wir darum beten wollen, dass er wieder tut,  sagte er:  „ich denke darüber nach“. Wieder einige Minuten später standen wir zusammen und beteten. Wir erzählten Gott, dass er dem Menschen die Kreativität geschenkt hat,  Elektronik zu entwickeln.  Also muß er doch auch wissen wie sie repariert werden kann.  Wir baten ihn um die richtige Idee oder wenn nötig um Heilung. Danach experimentierte mein Alex weiter.  Es dauerte noch eine Zeit,  aber dann hatte Alex den Fehler gefunden und konnte die Konfiguration reparieren.  Wir sind sehr dankbar dafür,  dass wir wieder arbeiten können und nicht am Wochenende weiter nach der Lösung suchen müssen.

Familienrat ist eine tolle Sache

Heute habe ich das erste Mal richtig gutes Material für eine Familienerfrischungskur in der Hand gehalten.  In „Mach‘ deine Familie stark“ gibt es unter anderem eine Empfehlung für einen Familienrat.  Wir haben diese Institution vor einigen Jahren eingeführt und sie hat sich bewährt.  Wie das funktioniert? Ganz einfach. Wenn Alex oder ich ein Thema haben, dann berufen wir den Familienrat ein. Jeder von uns beiden hat das Recht einen einzuberufen. Bei der „Einladung“ wird Thema,  Datum und Uhrzeit bekannt gegeben. Dann beten wir im Vorfeld und bitten Gott um seine Gegenwart und dass er uns hilft beim Denken und Reden.  Zu Beginn setzen wir uns beide an den Tisch und beten noch einmal. Das ist wichtig, weil es uns hilft auf einander zuzugehen, auch und besonders in der Unterschiedlichkeit in der Frau und Mann an Themen herangehen. Das Gebet schafft eine gemeinsame Basis, denn es erinnert uns daran,  dass wir gleichwertige Kinder Gottes sind. Wir haben eine Mindmap, mit der wir vor langer Zeit einmal angefangen haben und seitdem führen wir diese fort. Diese Mindmap unterstützt uns Dinge zu strukturieren und in Verbindung zu bringen,  ihnen eine Gewichtung zu geben und nichts zu vergessen. Darin ist unser ganzes Leben aufgegliedert, alle aktuellen Themen, unsere Wünsche, Familie, Freunde und auch unsere Finanzen. Als Erstes sammeln wir alle anstehenden Themen und sortieren sie in die Mindmap. Im Familienrat wird z.B. entschieden wo wir,  wie wir Urlaub machen wollen und welche Anschaffungen nötig sind.  Unser Familienrat bringt immer viele neue Gebetsanliegen hervor. Dabei sind die Anliegen so bunt gemischt wie das Leben. Es sind nicht nur Anliegen, die uns beide betreffen, sondern auch unsere Freunde, Nachbarn und Kollegen.

Ich kann es dir nur empfehlen. Meine Beschreibung klingt vielleicht im ersten Moment etwas zu durchorganisiert, aber es klart den Kopf und gibt einen guten Überblick. Dazu kommt etwas ganz Wichtiges: Es stärkt den Zusammenhalt als Familie.


Mamas Kreditkarte ist weg

Am Nachmittag kam Mama bei uns vorbei. Weil es noch so warm draußen war,  saßen wir im Wohnzimmer und unterhielten uns.  Mama kam vom Tanken zurück und war etwas aufgelöst.  Sie wollte an der Kasse mit ihrer Kreditkarte bezahlen,  dabei merkte sie, dass diese nicht in ihrem Geldbeutel ist.  Daraufhin stellte sie ihre Tasche auf den Kopf, doch es war keine Karte da.  Dann fuhr sie nach Hause,  um dort zu suchen und war nicht erfolgreich.  Sämtliche Taschen – nichts,  in den Jackentaschen – nichts,  im Sekretär – nichts: Überall wo die Kreditkarte hätte sein können,  war sie nicht zu finden.  So kam Mama nun zu uns und klagte uns ihr Leid.  Das einzige was mir noch einfiel, war die Frage, ob die Karte vielleicht im Auto liegen könnte,  einfach raus gerutscht.  Also suchte sie im Auto, da das aber nicht so groß ist,  ging das recht schnell.  Auch dort war die Kreditkarte nicht zu finden.  Daraufhin stellten wir drei uns zusammen und legten diese Sorge Gott vor.  Wir beteten und baten ihn,  dass die Karte doch wieder auftauchen möge und dass er Mama zeigt, wo die Karte liegt.  Desweiteren baten wir ihn,  dass er doch Mama vor Schaden schützen möge,  dass die Karte doch zu Hause sein soll und nicht wo anders.  Wir erinnerten Gott daran,  dass sein Sohn Jesus Christus für uns eintritt und das dies auch für verlorene Dinge gilt. Danach dankten wir ihm,  dass die Karte wieder auftauchen wird und das er unser Gebet erhört.  Immer wieder bin ich beeindruckt , wie schnell Gott Gebete erhört.  Als Mama einige Zeit später nach Haus ging,  klingelte recht schnell danach das Telefon.  Sie teilte uns mit,  dass sie die Kreditkarte zwischen ihren Sachen gefunden hat. Wie sie dort hingekommen ist,  bleibt offen.  Hauptsache, sie ist wieder da.  Danach haben wir alle miteinander wieder gebetet und uns bedankt für die schnelle Erhörung unserer Bitte.

Die Schweiz, wir Menschen und mein Urlaub

Inzwischen sind wir wieder zu Hause angekommen. Eigentlich sollte hier noch ein Blog über ein kleines nettes Cafe, die Konditorei Schober kommen, welches wir ausprobiert haben und wo es richtig lecker war. Doch irgendwie fehlt die Motivation.  Deshalb nur der kurze Satz:  wenn du Zürich besuchst, dann geh doch dort eine Kleinigkeit naschen.  Als Abschied aus der Schweiz wären auch ein paar Zeilen über den Fleischschmuggel der Schweizer erheiternd.  Da verdienen die Schweizer soviel mehr im Verhältnis zu den Nachbarländern und doch scheinen sie es nötig zu haben,  Fleisch zum Grillen ins Land zu schmuggeln,  weil ihnen ihre eigenen Lebensmittelpreise zu hoch sind.  Wie auch immer, die beiden Links zum Cafe und zum Artikel sind eingefügt.

Zu Hause war  alles in bester Ordnung.  Das ist das Stichwort:  Mama hat unsere Gartenhütte während unserer Abwesenheit aufgeräumt.  Mancher fand es vorher schon ordentlich,  doch jetzt traue ich mich gar nicht mehr etwas zu machen,  so perfekt sauber und aufgeräumt ist es.  Trotzdem haben wir uns heute morgen verführen lassen im Garten etwas zu arbeiten.  Daraus ist dann etwas mehr Zeit geworden,  so dass ich am späten Nachmittag ganz frustriert war.  In meinem Frust habe ich mich einfach hingesetzt und mit meinem Vater im Himmel ein Gespräch geführt.  Ich habe ihm erzählt,  dass ich es wohl nicht hinbekomme von mir aus,  meine Füße still zu halten und Urlaub zu machen. So habe ich ihn gebeten,  dass er mir doch hilft,  dass der Urlaub zu Hause eine besondere Zeit wird.  Der Sinn von Urlaub kann nicht sein,  dass wir das erledigen,  was wir im Alltag nicht schaffen.  Mein Jammern hat auch funktioniert,  danach ging es mir wieder gut und ich bin in einen schönen restlichen Urlaub gestartet.

Der Flug, das Geschenk des Tages

Während der heutige Blog entsteht, ist eigentlich gestern und ich sitze im Flieger zurück nach München. Nachdem ein Meeting um ein vielfaches kürzer war als geplant, versuchte ich meinen Flug umzubuchen auf eine Maschine die 2 Stunden früher ging. Als die Lufthansa Hotline mir mitteilte, dass es zwar eine Maschine gäbe, diese aber komplett ausgebucht sei, merkte ich wie meine Kopfschmerzen und mein Frust zu einem riesigen Berg anwuchsen. Die Vorstellung noch über drei Stunden “rumzusitzen” war in dem Moment nur schrecklich. So startete ich Versuch Nummer zwei und telefonierte mit unserer Reiseagentur. Die teilte mir mit, dass die günstigste Möglichkeit früher zu fliegen ca. 200 € kosten würde. Trotz meines Wunsches heim zu kommen, konnte ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, also verzichtete ich. Dennoch nahm ich ein Taxi zum Flughafen, um dort auf meinem Flug zu warten. Als ich am Schalter für die nächste Möglichkeit nach München vorbei kam, hatte ich die Wahrnehmung, dass ich fragen solle, ob es nicht doch noch einen Platz gäbe. Auch sie teilte mir mit, dass die Maschine ausgebucht sei, sie wolle mich aber auf die Warteliste setzen und vielleicht hätte ich ja Glück. So saß ich gegenüber und wartete. Währenddessen betete ich zu meinem Vater im Himmel und bat ihn um diesen Flug, um meinetwillen. Und er und die Sachbearbeiterin hatten Mitleid mit mir. Es gab noch einen freien Platz für mich. In diesem Moment hätte ich die Frau am Schalter küssen können, so froh war ich.
In dem Zusammenhang ist mir etwas Wichtiges bewusst geworden. Wenn ich nicht auf Gottes Impuls in mir gehört und gefragt hätte, dann hätte Gott hundert Plätze für mich haben können. Sie hätten mir alle nichts genutzt.
Wenn ich ihn nicht um Hilfe gebeten hätte, dann würde ich jetzt noch in Berlin am Flughafen sitzen. (In diesem Punkt bin ich mir ganz sicher!)
Danke mein Vater, für dieses Geschenk, dass Du mich jetzt schon nach Haus fliegen lässt.