Zu Hause ankommen

Die letzten Tage in Berlin bin ich das erste Mal mit S- und U- Bahn gefahren. Für mich als Autofahrer war das ein Erlebnis der besonderen Art. Zum einen weil ich das System der Bahnen nicht wirklich intuitiv empfinde und immer wieder mit Suchen beschäftigt war, zum anderen aber wegen der Passagiere. Und einer davon fiel mir heute morgen wieder ein, ihm sei mein Blog von heute gewidmet.

Da lag er auf der queren Fläche der Bank, sitzen war es nicht zu nennen. Der junge Körper wirkte müde und er war es auch. Die Augen geschlossen, hing er auf dieser Bank, die Bierflasche fest in der Hand. Hinter ihm auf dem Sitz lag, genau so müde, ein mittelgroßer sympathisch aussehender junger Hund. Dann nahm er sein Telefon und rief anscheinend zu Hause an. „Ich komme jetzt heim“ …. “ habe aber meinen Schlüssel verloren“. „Ist jemand zu Hause?“

Die Passagiere drum rum schauten auf ihn herab. In ihren Augen war es eine Mischung von Entsetzen, Ekel und Erheiterung über das Telefonat. Mit ihm wollte keiner etwas zu tun haben. Keiner setzte sich zu ihm auf die Bank, rund um ihn war ein großer Abstand.

Doch eigentlich wollte der junge Mann nur nach Hause und er wusste, wo sein zu Hause war. Nur der Schlüssel um hinein zu kommen hat gefehlt.

Ich hätte gerne eine Haltestelle gehabt für diesen jungen Mann. Eine Haltestelle auf der steht: „Palast von Gott YHWH, deinem Vater“ und dazu eine Durchsage: „Bitte alle aussteigen, die hierher nach Hause wollen. Die Tür ist offen, er ist zu Hause und freut sich auf dich.“

Zu Hause ankommen und zu Hause sein ist einfach wunderbar!  Das habe ich heute morgen nach den Tagen Reise wieder einmal besonders erlebt.

Geduld ist nicht meine Stärke

Heute kommt der Blog vom Primelchen, da Claudia momentan mit dem Auto durch Deutschland tourt und gerade auf der Autobahn steckt.

Kennst du das? Geduldig sein und warten auf etwas, was du nicht beeinflussen kannst? Irgendwie warten wir doch alle auf etwas.

Dass es Abend wird und der Partner heimkommt, dass die Kinder groß genug bzw. selbständiger sind, dass der neue Kinofilm endlich anläuft.
Im Moment warte ich auf neue Arbeit. Viele Bewerbungen sind geschrieben und einige Arbeitgeber haben geantwortet, ein Großteil noch nicht. Ein paar vielversprechende Angebote sind dann doch geplatzt – kurzum: Ich sitze und warte, wo ich arbeiten darf. Daran hängt noch mehr: Umzug, neuer Ort, Wohnung suchen, …
Ich muss leider sagen, dass mich diese Ungewissheit nicht so gelassen bleiben lässt, wie ich das gern hätte. Gott weiß ja schon, wo er mich haben will, wo ich leben und arbeiten soll.

Die Ungewissheit nervt mich, die Zeit drängt und es gibt so viel zu tun. Ich will mich nicht auf den letzten Drücker um alles kümmern müssen. Ich will mich darauf verlassen, dass er das Beste für mich vorbereitet hat.

Kennst du diese Spannung? Dann schreibe mir doch, wie du mit solchen Situationen umgehst.
md

Berlin – eine Stadt für Kreative oder eine Liebeserklärung

Wie macht man einer Stadt eine Liebeserklärung, wenn man selbst steinmüde ist und die Nacht einfach nur zu kurz war?

Als ich gestern Nacht noch auf der Friedrichstraße unterwegs war, merkte ich keinen Unterschied zum Nachmittag, außer dass es dunkel war. Sowohl der Verkehr auf dem Gehweg als auch der Verkehr auf der Straße waren reichlich vorhanden.

Es waren nicht die finsteren Gestalten, die sich dort ein Nachttreffen lieferten, sondern Menschen wie du und ich. Von Unwohlsein war nichts zu merken. Es war ein fröhliches, buntes Treiben. Man stand und unterhielt sich oder suchte seinen Weg zum nächsten Ziel.

Durch Berlin zu fahren macht einfach Spaß. Berlin ist nicht festgefahren, sondern bewegt sich. Dadurch wird Berlin zu einer besonderen Stadt. Berlin ist eine Stadt im Aufbruch, eine Stadt für Kreative, die etwas bewegen wollen. Dass Berlin zufällig auch Hauptstadt ist, stört eher selten.

Wenn es eine Stadt gibt, die mein Herz erobert hat, dann ist es Berlin. Berlin ist im wahrsten Sinne eine ungewöhnliche Stadt. Keine Weltstadt ist so günstig zum Leben und wohnen wie Berlin. Dieses niedrige Preisgefüge ist es, was für diese Besonderheiten sorgt. In Berlin ist es möglich beim Bäcker um die Ecke zu frühstücken, weil die Menschen Zeit haben, ein Lächeln ins Gesicht zu schieben und nicht sofort weiter hasten.

Berlin lebt von seinen Menschen. Es sind nicht die Bauten oder die Architektur, sondern die Menschen, die Berlin ausmachen. Es sind die Kreativen und Suchenden, die „schrägen Gestalten“ und die Mütter mit Kindern.

Berlin, bitte bleibe so und versuche nicht so zu werden wie München, Hamburg oder Düsseldorf, das wäre sehr schade!

Danke für deine Freundschaft und wunderbare Freunde

Heute möchte ich einfach mal danke sagen für die vielen wunderbaren Freunde, die es in meinem Leben gibt.

Vielen Dank für deine Fürsorge und deine Anteilnahme. Danke für deine Nähe wenn sie nötig ist und deine Ferne, wenn ich Luft brauche. Danke für dein Kümmern in Zeiten der Not.

Freunde zu haben, wenn es einem gut geht, ist keine Kunst, Freundschaft ist das noch nicht. Eine Freundschaft entsteht erst in schwierigen Zeiten, wenn nicht alles glatt geht. In dieser Zeit zeigt sich, ob die Beziehung belastbar ist und ob man sich auf den Anderen verlassen kann.

Alex und ich haben genau solche Freunde. Sie sind quer durch die ganze Republik verteilt. (Das ist manchmal sehr schade, weil die Wege dann so weit sind und man sich nicht so oft sieht.) Von der Ostseeküste über Berlin, ins Erzgebirge und das Bergische Land und dazwischen auch noch. Ach und an der Nordsee und Schwaben und Bayern und, und, und…

Danke, dass es dich gibt und wir dich zu unseren Freunden zählen dürfen. Besser ausgedrückt: danke, dass du uns zu Freunden gemacht hast.

Gib immer dein Bestes

„Gib immer dein Bestes“ ist recht einfach, wenn ich etwas gerne mache. Wie ist es aber, wenn ich die Arbeit nicht mag?

„Gib immer dein Bestes!“ Ist das nicht ein Spruch aus längst vergangenen Zeiten? Heute gilt das doch gar nicht mehr. Warum soll ich mein Bestes geben, wenn ich Wäsche aufhängen nicht mag und die Wäsche kalt und nass ist?

„Gib immer dein Bestes“ ist unbequem und mühsam. Ich will aber meinen Willen durchsetzen.

Habe ich etwas Wichtiges vergessen?

„Gib immer dein Bestes“ ist der Spruch der Erfolgreichen im Leben. Willst du jemanden kennen lernen und einschätzen wie er arbeitet, dann schaue auf die kleinen Dinge des Alltags. Wie wäscht jemand auf oder bügelt oder hängt Wäsche auf. An diesen Dingen (die die meisten nicht mögen) zeigt sich ob jemand bereit ist sein Bestes zu geben. „Gib immer dein Bestes“ ist eine Entscheidung zur Lebenseinstellung, die sich lohnt.

Die Einstellung „Gib immer dein Bestes“ achtet die Arbeit, die andere tun. Dabei ist die Arbeit der Müllleute genau so gemeint wie die der Mutter und Ehefrau zu Hause. Gibst du nicht dein Bestest, dann ist das ein Ausdruck der Verachtung. Diese Verachtung gilt den Menschen hinter den Sachen und nicht dem Ding an sich. Gibst du also nicht dein Bestes, dann machst du durch dein Handeln dem Anderen klar, dass du ihn und seine Arbeit nicht wertschätzt. Und das hat über kurz oder lang Konsequenzen für dich. Wahrscheinlich werden sie dir nicht gefallen.

„Gib immer dein Bestes“ gilt für uns alle, aber in besonderer Weise für uns Christen. Jesus Christus gab sein Bestes für uns und er erwartet, dass wir unser Bestes geben und nicht nur 30 oder 50 Prozent. Die krasseeste Aussforderung dazu steht im Brief an Titus. Dort werden die Sklaven aufgefordert ihr Bestes zu geben, weil sie Christen sind.

Mikado

Kennst du Mikado? Das sind kleine, dünne Stäbchen, die mit Geschicklichkeit eingesammelt werden, in der Hoffnung, dass keiner dabei wackelt.

Wenn einer der Stäbe wackelt beim Versuch einen Stab einzusammeln, ist der Nächste dran. Mikado trainiert Geduld und eine ruhige Hand und das klingt doch nach einem sinnvollen Spiel. Aber das ist nicht das Wichtigste. Mikado ist vor allem eine extra Portion Lachen.

Mikado kann überall und von jedem gespielt werden. Ich kenne Mikado schon seit meiner Kindheit. Es hat immer wieder Spaß gemacht und die Lachmuskeln strapaziert. Willst du mal wieder lachen, dann greife dir ein paar Freunde und spielt zusammen eine Runde Mikado.

Viel Spaß dabei!

Sabbat feiern heißt träumen

Es war erst heute morgen als ich diese Entdeckung machte. Wieder ist Sabbat und ich war fleißig am träumen. Wir saßen gemeinsam beim Frühstück und hörten Musik, da geschah es einfach so, ich fing an mit träumen.

Irgendwann kehrten meine Gedanken wieder zum Frühstückstisch zurück und mir wurde schlagartig etwas klar: Sabbat feiern ist träumen.

Wenn wir feiern, dann sind das oft Aufgaben, Verpflichtungen und Regeln. Eigentlich alles keine Dinge die uns zum träumen anregen. Um so mehr sollten wir träumen. Ich lade dich heute genau dazu ein. Laß dir nichts anderes erzählen!

Träumen kannst du allein oder auch mit deiner Familie.  Laß deine Gedanken laufen und dich überraschen. Eines meiner liebsten Themen beim träumen ist ein Blick in die Zukunft und auf die neue Erde. Wie wird es wohl werden, wenn es keine Schmerzen und keinen Tot mehr gibt, wenn wir alles können und keine Grenzen unserer Kreativität und Kraft mehr da sind.

Ich träume aber auch von hier und von den Menschen in unserem Land. Doch den Traum will ich heute nicht verraten.

Vergiß nicht: Sabbat feiern heißt träumen!

Frust mit b2evolution und dem Stylesheet für das neue Design

Im März wird unser Blog drei Jahre alt, wahnsinn! Vor ungefähr zwei Jahren entstand ein neues Design. Was wir allerdings nicht erwartet haben ist das Problem der Umsetzung. Unser dejongsblog hat b2evolution als Basis und dafür muss das Design in ein Stylesheet umgesetzt werden.

Im Laufe der Jahre hat sich das als recht problematisch heraus gestellt. Jetzt sitzen wir gemeinsam mit einem Freund daran und versuchen uns selbst, nachdem mehrere Programmierer die Flügel gestrichen haben.

Was nützt uns ein schönes Design, wenn wir es nicht auf dejongsblog bekommen…. Frust! Wenn es irgendjemanden in den Weiten des Internets gibt der Ahnung hat und uns ein paar Tips geben kann, wäre das super.

Auf meine Frage ob ich noch mehr dazu schreiben soll, kam die Antwort: nein, weil damit schon alles gesagt ist.

Danke im voraus an dich fürs weiter helfen und Ideen geben mit unserem Stylesheet und b2evolution.

 

Der Sohn des Untergrunds

http://www.amazon.de/Sohn…y/dp/3765541125

Vor Weihnachten kam wieder die Frage auf, was verschenken wir unseren Freunden? Nach einigem Nachsinnen fiel mein Blick auf ein Buch mit dem Titel „Sohn des Untergrunds“.

In ihm geht es um das Leben von Isaac Liu, dem Sohn des Heavenly Man. Siehe dazu auch meinen Blog über den „Heavenly Man“. Isaac erzählt aus seiner Kindheit und Jugend in Asien, von Hunger, Verfolgung, Not und Angst. Vieles von dem, was er und seine Familie erlebt haben, ist für uns in Deutschland unvorstellbar und so sind wir geneigt, sein Leben als Geschichten abzutun. Wir können uns die berichteten Grausamkeit einfach nicht vorstellen und wie als Selbstschutz setzen wir Behauptungen in die Welt.

Doch leider ist es so einfach nicht. Bloß, weil es uns hier gut geht, heißt es nicht, dass es woanders auch so ist. Das Leben der Christen in China und in vielen weiteren Ländern Asiens ist leider nicht so idyllisch wie bei uns. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen fordern uns heraus. Sie hinterfragen unsere Beziehung zu unserem Gott und laden uns ein, sie neu zu ordnen.

In Der Sohn des Untergrunds erzählt Isaac Liu von seinen Kämpfen und Leben mit dem Gott des Himmels. Das Buch ist in kleine Kapitel unterteilt und hat einen flüssigen Schreibstil. Manches steht zwischen den Zeilen geschrieben, was zum Nachdenken auffordert.

Ich möchte dir den „Sohn des Untergrunds“ empfehlen. Es lohnt sich einen Blick in das Leben von Isaac Liu zu werfen.

Umfrage: was motiviert dich ins Bett zu gehen

Dieser Tage haben wir darüber diskutiert, was uns motiviert ins Bett zu gehen. Ich muss gestehen, bei mir gibt es da nicht so viel an Antwort zu holen, wenn ich müde bin, gehe ich ins Bett.

Klar, wenn ich müde bin, gehe ich ins Bett. So mag die Antwort bei jedem lauten. Wenn das aber bei uns immer so wäre, dann dürfte niemand vor der Glotze oder vor dem Computer einschlafen. Also woran liegt es, dass uns manchmal die Motivation fehlt um ins Bett zu gehen?

Brauchen wir in dem Moment jemanden, der uns motiviert, nach dem Motto: Los, stehe endlich auf, du bist müde, jetzt gehe endlich ins Bett.

Oder haben wir das Empfinden, das zum Tagesabschluss noch etwas Positives, Belohnendes fehlt?

Ist es das Gegenüber, was wir ausschalten müssen um ins Bett zu gehen und das wollen wir nicht?

Was hält uns ab in Bett zu  gehen? Sind es die Träume der Nacht oder die Gewissheit, dass nach dem Schlafen ein neuer (doofer) Tag kommt?

Ich weiß es nicht, im Moment habe ich dazu noch keine Antworten, sondern suche sie noch. Deshalb hier meine Umfrage: Wie sieht es bei dir aus, gehst du ins Bett, wenn du müde bist oder was bringt dich unter deine Decke? Schreibe doch mal bitte wie es bei dir aussieht.

Claudias Gedanken über Gott und die Welt

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