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Die Stunde der Bibel 2.0

Immer noch sind wir auf der Suche nach einem neuen Modell für das, was die alten „Bibelstunden“ nennen. Gemeint ist damit ein persönliches Auseinandersetzen mit dem Inhalt der Bibel. Bibelstunden heißt es wohl deshalb, weil Lesen und Nachdenken nicht nebenbei geschieht, sondern eher die eine oder andere Stunde erfordert.

Wie macht man einen Einstieg in das Buch Bibel? Einfach anfangen mit lesen? Sind Erklärungen dazu nötig oder erklärt sich die Bibel von alleine? Sollten Fragen gestellt werden mit Antwort oder lieber ohne. Wie viele Texte können in einem Thema zusammen gefasst werden? Welche Themen sind überhaupt interessant?

Bis jetzt haben wir keine Antwort darauf. Machen wir uns einfach viel zu viele Gedanken? Irgendwie komme ich immer wieder auf diese Frage zurück. Ein paar Wochen haben wir noch bis wir die Antwort umsetzen müssen. Ende November soll die Seite online gehen und dann wird unsere Entscheidung stehen.

Vielleicht spielen wir einfach mal mit dem Titel: Stunde der Bibel 2.0. Mal sehen, was dabei raus kommt.

Erlebnisse meiner Großmutter oder Wurzeln in der Familie

Beim Aufräumen fand Mama ein Buch mit Erlebnissen meiner Großmutter. Aufgezeichnet sind darin Erfahrungen und Erlebnisse aus einem halben Jahrhundert deutscher Geschichte. 

Weil ich die Schrift meiner Großmutter nicht lesen kann, haben wir angefangen diese Geschichten zu übertragen. Mama liest vor und ich schreibe in den Rechner rein. Das was da in kurzen, prägnanten Worten berichtet ist, bringt mir meine Familiengeschichte nahe. Ich lese von Siegen und Niederlagen, von Freude und Tränen. Ganz nebenbei erfahre ich auch etwas über die Geschichte unsere Landes.

Obwohl sie schon lange tot ist, kann ich mich noch gut an meine Großmutter erinnern. Vor meinem Auge sehe ich eine kleine, alte Dame mit weißen, kleinen Locken und wenigen Falten. Ihre Disziplin und ihre Fürsorge ist mir erst später bewusst geworden. Mich beeindruckt was ich von ihrem Leben höre. Es ist das erste Mal, dass ich beginne sie tiefer kennen zu lernen. Viel zu viel von ihrem Erleben habe ich als Kind wieder vergessen.

Und doch hatten ihr Leben und die Berichte, die sie mir als Kind weitergab, einen tiefen Einfluß auf mich und mein Leben. Ihre Berichte waren reales Leben, kein Kino und es waren spannende Geschichten. Es gab Siege, Kämpfe und Enttäuschungen und alles das prägte mich.

Ich wünsche jedem von uns so eine Großmutter, die aus ihrem Leben erzählt und wie das Leben verlaufen ist. Diese Erzählungen zeigen uns, wo wir her kommen und geben uns Wurzeln in der Familie.

Mein Learning aus dem Plan ein Bügeleisen zu kaufen

Unser Haushalt braucht ein neues Bügeleisen. Kann jemand eines empfehlen?

Derzeit sind wir auf der Suche nach einem neuen Bügeleisen. Unser altes hat das Zeitliche gesegnet und wir brauchen ein neues. Unsere Ansprüche sind nicht so sehr hoch. Es soll einfach gut bügeln können.

So schwer kann der Kauf eines Bügeleisens doch nicht sein, so unser Gedanke und Alex versprach auf dem Heimweg eines mitzubringen. Im Geschäft stellte sich dann die Frage, welches der Geräte ich denn haben möchte. Ein Blick in das Internet sollte Klärung bringen. Leider blieb diese aus. Entweder hatte ich eines, was interessant klang, das es aber im Geschäft nicht gab oder aber er hatte einen Namen den ich nicht im Internet fand.

Am Ende entschieden wir, dass ich wohl lieber selbst eines kaufen gehe.

Meine Learnings waren folgende:

1. Die Hersteller von Hausgeräten verwenden die Produktnamen um ihre Kunden zu verwirren und nicht um ihen bei der Kaufentscheidung zu helfen.

2. Die Bewertungen von Produkten sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt den Unterschied zwischen gekaufter Bewertung und echtem Frust zu unterscheiden.

Danke an unser Team

Kann es sein, dass wir alt werden? Nein, gar nicht. 🙂

Zwei Tage waren wir jetzt als Team zusammen. Viel und lecker essen stand auf dem Programm und ganz nebenbei rauchten die Köpfe von der Arbeit. Gute Ideen wurden geboren, überarbeitet und manches auch wieder verworfen. Es ging um Konzepte, Werbung und immer um uns Menschen in unserem Land.

Wie eigenartig war es doch, als nach diesem intensiven Wochenende das Haus am Abend leer und ruhig war. Unsere Internetleitung fing  an sich zu entspannen, weil der Traffic wieder auf das gewohnte Maß zurück fiel.

Müde und geschafft gehen wir in die nächsten Tage hinein. Mit der Erinnerung an zwei sehr gute und produktive gemeinsame Tage.

Ich bin stolz … auf meinen Vater

Als ich gestern Nachmittag in der U-Bahn saß, ging ein breites Lächeln über meinem ganzen Gesicht. Ich würde sogar sagen, ich schwebte ein kleines Stückchen über dem Sitz. Dabei hatte ich eigentlich nur ein sehr gutes Meeting gehabt. Doch uneigentlich hat mein Vater wieder einmal seine Macht bewiesen. Er hat eine Tür geöffnet für unseren Start up.

Vor vielen Jahren forderte er mich bereits auf in das Familienunternehmen einzusteigen. Doch ich wollte nicht. Im letzten Jahr habe ich dann doch ja gesagt und bin im Familienunternehmen angekommen. Nun baue ich für ihn einen klassischen start up auf.

Ich muss gestehen, dass ist die Herausforderung schlechthin! Noch immer arbeite ich mich in die Familienstrukturen ein. Vieles funktioniert ganz anders als in einem amerikanischen IT-Konzern. Manchmal habe ich das Gefühl in der Arbeit und damit verbundenen Verantwortung unter zugehen. Delegieren, anleiten, Mut machen, in den Hintern treten, loslassen, Pause machen, abwarten, alles das gehört in meinen „start up“ hinein.

Doch immer wenn ich nicht weiter komme, dann bekomme ich Support von ganz oben. Dann greift mein Vater ein und unterstützt. Er öffnet Türen und gibt Ratschläge. Er regelt Situationen und moderiert ein wichtiges Meeting für uns. In solchen Momenten könnte ich ihn einfach küssen und in solchen Momenten bin ich einfach nur mega stolz auf ihn.

Nüchtern könnte ich seine Hilfe einfach erwarten. Will er doch, dass es klappt. Die Betrachtungsweise ist auch nicht so falsch. lach. Für mich ist seine Hilfe ein Ausdruck seiner Liebe und Fürsorge. Gestern hat er mir wieder einmal gezeigt, wie sehr er mich liebt und sich zu mir bekannt. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich mega stolz auf ihn war. Ich habe wirklich nicht nur den besten Vater, den sich ein Mensch wünschen kann. Sondern ich habe einen Vater, auf den ich stolz bin und das ohne Ende!

Kinder handeln anders oder ein Blog über Risikobereitschaft

Erwachsen werden hat wie alles im Leben Vor- und auch Nachteile. Immer wieder wird mir das durch meine beiden großen Kinder deutlich.

Auf der einen Seite kann man unabhängig von den Eltern handeln. Geld ausgeben ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, sich die Nächte um die Ohren schlagen, etc.

Es gibt aber auch viele Nachteile. Eine wurde mir gestern plastisch vor Augen geführt. Kinder handeln, sie haben eine Idee und die wird umgesetzt. Da gibt es keine langen Analysezeiten. Es wird nicht überlegt, ob das sinnvoll ist. Manchmal noch nicht mal ob das richtig ist. Je älter Kinder werden, um so mehr bringen wir ihnen bei, nachzudenken und sinnvoll zu handeln. Sie wägen ab nach Aufwand und Nutzen.

Während sie so analysieren und Entscheidungen treffen, fehlt immer öfter die Risikobereitschaft der Kindertage.

Ob wir als Erwachsene auch so sind? Wieviel Spontaneität haben wir noch? Erstreckt sie sich auf Blumen für die Frau und einen Pizzeriabesuch? Ich wünsche uns jedenfalls mehr Spontaneität, Ideen einfach mal umzusetzen und nicht erst auf das nächste Jahr zu warten.

Liebe (neu) wecken

Heute heiraten die meisten Paare aus Liebe zueinander. Folgende Frage spielt also im Alltag keine Rolle mehr: Wie weckt man Liebe im Herz eines anderen Menschen?

Früher gab es öfters einmal Ehen, die von den Eltern eingefädelt wurden. Da ging es nicht um die Frage der Liebe, sondern um Vermögen und Beziehungen. Die Ehe, das Zusammenleben zweier Menschen spielte bei diesen Betrachtungen eine untergeordnete Rolle. Von manchen Ehen berichtet die Geschichte, dass sie Hund und Katz waren. Doch es gibt auch diese Geschichten, die von Liebe berichten. Eine Liebe, die durch die Beziehung und den Umgang miteinander wuchs und Bestand hatte.

Doch wie weckt man Liebe (neu) bei einem anderen Menschen? Wie kann ich zwei, die perfekt zueinander passen, miteinander  bekannt machen? Mich beschäftigt die Frage, ohne dass ich bis jetzt eine praxistaugliche Lösung gefunden habe.

Ich weiß zwei Dinge, die nötig sind um Liebe (neu) zu wecken. 1. Die Beiden müssen Zeit miteinander verbringen. Ohne Zeit miteinander wächste keine Liebe. 2. Sie müssen ein gewisses Interesse oder Neugier für den anderen haben. Ohne ein Interesse am anderen wächst keine Beziehung heran.

Ich werde sie wohl einfach miteinander bekannt machen müssen und alles andere ihnen überlassen. Dann wird die Zeit zeigen, ob Liebe zu wecken gelang.

PS. Für einen Neustart gilt Gleiches.

 

Kindererziehung im Wandel, was Jungen brauchen und Mädchen auch

http://www.aok.de/bundesw…ktiv-135323.php

Wenn ich über Kindererziehung ein Wort verliere, heißt es sofort „du hast ja keine Ahnung“. Das stimmt. Trotzdem gibt es hier einen Blog zum Thema. Grund ist ein Artikel von Karin Pittermann in der AOK-Zeitschrift 05-2012.

In dem Artikel „Ich will mehr Papa“ schreibt Karin Pittermann über die Jungen (und Mädchen) von heute.

Aus der Beboachterperspektive nehme ich einen langsamen Wandel in den Erziehungsleitlinien wahr. Aussagen wie: „Ohne Grenzen, an denen man sich reiben kann, ist keine Entwicklung möglich“ (Alexander Bentheim) hätte es in den 90ern nicht laut gegeben.

Denke ich an meine Kindheit, dann war das größte Bedürfniss raus und bewegen, nicht nur eine halbe Stunde sondern den ganzen Nachmittag. Denke ich an meine Kindheit, waren ich und meine Freunde in Aktion. Pittermann schreibt dazu: „…statt neuer Events mehr unverplante Zeit zu reservieren und damit für mehr Ruhe als Reize zu sorgen.“

Ein weiteres Thema was in der Kindererziehung verstärkt beworben wird, ist das Thema Regeln und Struktur im Alltag (eines Kindes). Wir alle brauchen Regeln und Struktur in unserem Leben. Es gibt uns Sicherheit und Halt. Wir wissen wo wir hingehören und was von uns erwartet wird. Kindern geht es genau so wie uns Erwachsenen. Pittermann schreibt weiter: „Genau so gut tun Jungen eindeutige Grenzen – wie Mädchen übrigens auch.“ Jeder von uns kennt die Methode Erziehung durch Einsicht in seinem Umfeld. Da wird die Zweijährige gefragt was sie essen möchte und der Dreijährige ob er müde ist. Eine beherzte Ansage nach dem Motto, ab ins Bett – Schlafenszeit – wäre für Jungen und Mädchen einfacher.

Pittermann schließt in ihrem Artikel über Kindererziehung mit der Aufforderung an die Eltern, Vorbild zu sein für ihre Jungen und Mädchen. Väter als Vorbilder, an denen sie lernen können und Freiraum, in denen sie das Gelernte anwenden und üben können. Dem möchte ich mit anschließen.

Kommunikation und Fotos für modobonum

http://www.modobonum.de/

Für den Start der neuen Webseite bei modobonum suchen wir viele unterschiedliche Fotos. Also schrieb ich in der letzten Woche dazu einen Blog. Die Kommunikationswege, die unser Aufruf genommen hat, zeigt viel über unsere virale Kommunikation.

Am Anfang war der Blog. Er wurde auf Facebook gepostet, weiter verteilt und an andere Pinnwände geschrieben. Von dort aus ging er seinen Weg über die Mund-zu-Mund-Propaganda. Woher wir das wissen? Aus allen unterschiedlichen Kanälen kam Rückmeldung bei uns an.

Kommunikaton war und ist immer wieder spannend und sie funktioniert viral.

Wir freuen uns weiter über Fotos für modobonum. Die Fotos werden ab Start November zu sehen sein und ein Copyright beinhalten, dass den Namen des Fotografen und modobonum trägt. Zusätzlich möchten wir gerne den Fotografen in einem kleinen Blog mit Foto vorstellen. (Es sei denn der Fotograf möchte das gar nicht.)

Wir freuen uns über viele schöne weitere Fotos und vor allem auf weitere spannende Kommunikationswege.

Zwei einfache Mittel zum richtigen Umgang mit Missverständnissen

Missverständnisse entstehen immer wieder zwischen Menschen. Sie lassen sich nicht vermeiden. Wie wir damit umgehen, ist unsere Entscheidung.

Du wirst angegriffen und weißt nicht warum es geschieht. Menschen reden aneinander vorbei und es bleibt ein schaler Beigeschmack hängen. Du bist frustriert, verärgert und nicht immer kannst du genau sagen wo das Gespräch in die falsche Richtung lief. In Gedanken siehst du den anderen mit dem Messer auf dich los gehen. Seine Worte verletzen dich.

Ja es gibt Situationen und Menschen wo wir klar wissen, dass wir angegriffen werden. Meistens ist es aber nicht der Fall. Weder der Chef im Büro probte den Krieg , noch der Freund oder die Familie. Das Missverständnis ist entstanden und beginnt in unserem Kopf zu wachsen. Je mehr wir darüber nachdenken um so mehr wächst es und füllt unser Denken aus. So wird tatsächlich aus einer Maus ein Elefant.

Zwei einfache Mittel helfen uns mit Missverständnissen richtig umzugehen.

1. Nachfragen: Hast du das Empfinden, dass ein Gespräch in die falsche Richtung läuft, dann frage nach. Lass ein negatives Ergebnis nicht einfach stehen, sondern frage deinen Gesprächspartner, ob er es wirklich so meint. Entsteht ein Problem, dann sucht eine Ebene zum Lösen. Vermeide Angriffe und indirkete Anspielungen in deinen Formulierungen, sondern frag einfach und verständlich.

2. Gehe immer davon aus, dass der andere dein Bestes will. Dabei ist es fast egal, ob es so ist oder nicht. Weil Mißverständnisse oft in unseren Köpfen entstehen, hilft diese Einstellung sehr. Denke nicht schlecht von deinem Gegenüber. Er ist ein Mensch wie du, mit den gleichen Sorgen und Freuden. Wünsche ihm dein Bestes und nicht schwingende Messer. Überlege dir, wo im Geschehen für dich der Vorteil ist und nicht der Nachteil. Dein Gegenüber will dein Bestes, gib ihm das wieder zurück.