Alle Beiträge von Alexander

SEPA, Zypern und das Geld

Schon mal was von SEPA gehört? Bis gestern abend ging es mir auch so. Nun weiß ich, dass SEPA Single Euro Payments Area ist.

Ab Februar nächsten Jahres entfallen unsere schönen kurzen Kontonummern und alles wird europaweit einheitlich. IBAN mit 22 Zeichen und BIC mit 11 Zeichen, das sind Zahlen für Menschen mit gutem Gedächtnis.

Dafür können wir in einem Geltungsbereich mit 27 EU Staaten plus Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und Schweiz unser Geld ohne komplizierte unterschiedliche Überweisungsformulare hin und her überweisen.

SEPA soll alles einfacher machen. Die Zeitfenster für den Zahlungsverkehr sind dann einheitlich definiert. Es ist klar, wie lange was dauern wird. Erstmal gibt es die Möglichkeit Lastschriften auch über Landesgrenzen hinweg zu realisieren. Welche Auswirkungen SEPA auf die Kostenstruktur unserer Banken haben wird, bleibt abzuwarten.

Für alle Teilnehmer im Geldverkehr ist es also dann überhaupt kein Problem mehr, unser Geld auf Zypern anzulegen und dafür einen mehrfach höheren Zins zu erhalten. Siehe dazu die Welt am 21.3. in einem Artikel . Während in Deutschland ein Sparer inflationsbereininigt 100€ Zinsen erhielt, wurden auf Zypern für die gleiche Summe und Anlagezeit 1.852 € Zinsen gezahlt.

Mich würde interessieren, für wen SEPA und der europäische Zahlungsverkehr eine so hohe Bedeutung haben, dass sich der enorme Aufwand lohnt. Vor allem aber, ob die die davon am meisten profitieren, auch am meisten dafür zahlen.

Wenn Mitmenschen unsere Messlatte einreißen

Über welche Messlatte wirst du heute springen und wie hoch ist die Messlatte für deine Mitmenschen?

Wir haben eine Erwartungshaltung an das Verhalten unserer Mitmenschen. In unseren Köpfen gibt es eine klare Vorstellung über ihr Verhalten. Doch dann geschieht etwas und unser Bild vom Anderen ist zerstört, er hat die Messlatte unserer Erwartungen nicht übersprungen, sondern eingerissen.

In unseren Köpfen entwickelt sich das Ganze weiter. Die Fehler unserer Mitmenschen werden immer größer und dominanter. Aus der gerissenen Messlatte wird der Klatsch und Tratsch mit Nachbarn oder in den Kirchengemeinde. Es sind die Unterstellungen über Verantwortliche in Ämtern, Wirtschaft und Politik und es ist das Auseinandernehmen von Prominenten in den Medien. Meistens geht es um Fehler, Schwächen, Fehlverhalten, eher selten um Positives.

In unserer Enttäuschung über die gerissene Messlatte übersehen wir viel, vor allem die eigenen Unzulänglichkeiten. Wir messen uns selbst und unsere Mitmenschen mit zweierlei Maß. Viel zu oft ist die Erwartungshaltung für unseren Mitmenschen so hoch, dass er über diese angelegte Messlatte gar nicht kommen kann. Hat er dann (erwartungsgemäß) unsere Messlatte gerissen, fühlen wir uns bestätigt. Von uns selbst denken wir, dass wir die Messlatte locker schaffen und merken nicht, wie wir sie selbst auch reißen.

Das besonders Bedauerliche daran ist, dass wir uns auf diese Weise am meisten selbst enttäuschen. Vielleicht sollten wir unsere Messlatten etwas tiefer hängen, das erspart uns Frust an Stellen, an denen es nicht nötig wäre. Es hilft uns neu aufeinander zuzugehen und stärkt gegenseitiges Vertrauen.

Über den Sinn einen Blog zu schreiben

Mach doch einfach einen eigenen Blog! So lautet die Empfehlung vieler, wenn es um die eigene Sichtbarkeit im Internet geht. Doch macht das wirklich Sinn?

Aus unseren Erfahrungen der letzten vier Jahre würde ich ein klares JEIN formulieren. Deshalb hier ein paar Anregeungen die bei der eigenen Entscheidung helfen können:

  • Ziel: Warum will ich den Blog schreiben?
  • Inhalt: Was will ich schreiben? Gibt es regelmäßig interessante Informationen?
  • Anzahl der Beiträge: Wie oft will ich schreiben? Kann ich einen regelmäßigen Beitrag, z.B. ein Mal pro Woche durchhalten?
  • Bekanntheit: Wie mache ich meinen Blog bekannt? Denn nur ein Blog der gelesen wird, bringt Erfolg.
  • (Finanzierung: Habe ich die Finanziellen Mittel, um das alles im Zweifel zu beauftragen) 

Beantwortetes du diese Fragen in Bezug auf deine Leser und Kunden positiv, wünsche ich dir viel Erfolg!

 

 

 

dejongsblog hatte Geburtstag – zeit zurück zu blicken und nach vorne

dejongsblog gibt es nun seit vier Jahres. Zeit zurück zu blicken und nach vorne.

Alles begann mit einer amerikanischen Studie über das Verhalten unserer Generation. Alex setzte einen Blog auf und sagte: … fang mal an mit schreiben und dann sehen wir weiter. Start für dejongsblog war der 14.3.2009.

[teaserbreak]

So begann ganz einfach und leise etwas, was unser Leben (rückblickend betrachtet) doch sehr verändert hat. Vier Jahre in denen täglich ein Blog geschrieben wurde. (Ich glaube, mit insgesamt 3 Ausnahmen.) Die Urlaubsplanung läuft anders, muß doch der Blog sicher gestellt sein. So werden Hotels und Länder gesucht, in denen ein brauchbarer Internetzugang realisierbar ist. Es gibt eine sich ständig verändernde Liste mit noch zu schreibenden Blogbeiträgen. Interessante Artikel, Gedanken oder Nachrichten kommen auf diese List, um irgendwann einmal ein Blog zu werden.

Als wir das Experiment dejongsblog starteten, war die große Frage: Wie lange würden wir durch halten? Gibt es wirklich jeden Tag etwas zu schreiben? Haben wir die Disziplin auch zu schreiben, wenn wir keine Lust haben? Finden wir die Sprache derer die bei dejongsblog lesen, so dass sie wieder kommen?

Wir denken, dass unser Blog aus dem „Gröbsten“ raus ist. Wir haben die Themengebiete über die wir schreiben eingegrenzt und festgelegt, das Design funktioniert mit sämtlichen Browsern. Wir lernten mit den ganzen Funktionen im Hintergrund umzugehen, von Schlagworten bis Verknüpfung. Sowohl der Blog, als auch das Foto erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Verbleibezeit auf dem Blog zeigt, dass der einzelne Beitrag gelesen wird, wenn User über Suchmaschinen zu uns kommen.

dejongsblog wird inzwischen auf anderen Webseiten als Referenz angegeben und ganz nebenbei hat der Blog inzwischen einen eigenen Wert entwickelt. Alles das sind Dinge die uns freuen und Anlaß geben ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Zeit also für Neues: hm, … ich würde gerne das Design ändern. Doch Alex meint, nicht dieses Jahr. Mal sehen, es gibt da ein paar Ideen, aber die will ich noch nicht verraten. Auf jeden Fall stehen viele interessante Beiträge auf der Warteliste.

Und du? Was was würdest du dir wünschen oder verändern?

 

Soziale Netzwerke und was sie leisten

Soziale Netzwerke sind IN. Das hat auch die Bild-Redaktion gemerkt und sich des Themas Soziale Netzwerke angenommen.

Sie haben sich die Mühe gemacht und einige der Sozialen Netzwerke zusammen getragen. In Gruppen sortiert kam eine bunte Mischung zustande. Wie wäre es mit Tumblr und Xymble oder doch lieber buddycloud?

Wie Pilze sind sie in den letzten Jahren aus dem Boden geschoßen. Facebook war der Nährboden für sie. Jeder will es etwas anders machen. Doch am Ende sind alle sozialen Netzwerke nur soziale Netzwerke. Was nützt der beste gepostete Beitrag, wenn ihn keiner liest?

Wer das Wort sozial bei Netzwerk übersieht, versteht das Prinzip dahinter nicht. Menschen verknüpfen sich, weil sie in Beziehung miteinander stehen (wollen). Soziale Netzwerke helfen Brücken zu schlagen und Verbindungen zu halten. Bei Business-Netzwerken ist es nicht anderes. Das (hoffentlich gemeinsame) Business ist der Motivator einer Verknüpfung.

In der analogen Welt (1.0) gab es die diversen Vereinigungen und Clubs und sie hatten das gleiche Ziel, Menschen miteinander in Beziehung zu bringen.  In einem Kommentar zum Artikel wurde folgendes geschrieben:“Das beste soziale Netzwerk ist für mich mein Esstisch. Da kann man real sprechen, fließend!, trinken, essen, Karten spielen und beisammen sein. Da läuft niemand mit nem Werbebanner um die Tafel und niemand muss mit erstmal seine Kreditkarte vorlegen. Geniale Erfindung so’n Tisch.“

Und so sind soziale Netzwerke eine klasse Sache – an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit und mit den richtigen Menschen.

Trauer, Ohnmacht und Tränen

Liebe Schwester, gerade habe ich deine Nachricht gelesen. Deine Nachricht ist es die mich dazu drängt dir zu schreiben.

Obwohl wir beide Geschwister sind haben wir uns bis jetzt nicht wirklich persönlich kennen gelernt. Doch über unseren gemeinsamen Bruder Jesus Christus sind wir miteinander verwandt. Aus der Ferne haben wir an deinem Leben und Leiden teilgenommen. Um so mehr hat uns die Nachricht einer erneuten OP betroffen gemacht.

Ich bin stumm, obwohl ich dir Mut machen möchte. Meine Lippen schweigen und nur meine Augen reden. Ich habe keine „frommen“ Texte und Ratschläge für dich, denn du kennst sie alle selbst. Wir wollen dich auf diesem Weg in den Arm nehmen und mit dir weinen. Wir können nicht physikalisch bei dir sein, viele Kilometer trennen unsere Orte voneinander. Aber unsere Herzen sind bei dir.

Wir fühlen unsere Trauer und unsere Ohnmacht. Ja, unser Gott Vater kann alles. Nur habe ich bis heute nicht verstanden, wann dieses real sichtbar wird durch sein Eingreifen. Wir wünschen uns: Ach Herr, nur ein Wort und die Krankheit ist besiegt. Doch es geschieht nicht. Warum nur verzögert Gott sein Eingreifen in unserem Leben? Ich weiß es nicht…

Auch wenn es mir nicht gefällt, fühle ich, dass je älter ich werde um so weniger Antworten habe ich auf die Fragen um mich herum. Ich erlebe unsere Abhängigkeit von ihm, YHWH jeden Tag aufs Neue.

Unsere Schwester, Familie hat die Aufgabe füreinander einzutreten, das wollen wir tun. Darüber hinaus bleibt nur unsere Erfahrung, vertrauen zu dürfen/müssen/können. Wir umarmen dich! 

Danke Stadtverwaltung Landshut für einen Pfosten

Mein Blog heute ist ein Dank an unsere Stadtverwaltung. Eigentlich geht es nur um das Setzen eines Pfostens.

Bei uns in der Siedlung gibt es einen Kindergarten mit dem schönen Namen Meilenstein. Dieser Kindergarten befindet sich an einem verkehrsberuhigten Platz. Sinn dieser Maßnahme war es, dass Kinder sich dort bewegen können ohne dass ein Auto die natürliche Bewegungsfreiheit einschränkt.

Irgendwann im Leben geht dieser Bewegungsdrang wohl zurück, denn erwachsene Autofahrer entdeckten einen bequemen Weg doch auf diesen Platz zu fahren. Sie fuhren über die Parkstreifen und den Gehweg, der am Kindergarten entlang läuft, bogen um die Ecke und schon waren sie mitten auf dem Platz, direkt vor dem Kindergarten.

Nach einigen für Kinder und Autofahrer kritischen Situationen baten die Eltern die Stadt, diesem ein Ende zu bereiten. Jetzt nun ist der Pfosten da und wir wollen im Namen der Kinder und Eltern danke sagen!

Die Menschen von Marzahn/Hellersdorf in Berlin

Nach meinem Besuch im Bezirk Marzahn/Hellersdorf bat ich um weitere Unterlagen beim dortigen Bezirksrathaus. Umgehend kam ein dicker Umschlag mit viel Material und Informationen. (Herzlichen Dank!)

Unter dem Titel „im Wandel beständig“ lagen 300 Seiten A4 Bericht zu Marzahn/Hellersdorf vor mir. Es war ein Prügel, der in seiner ständigen Präsenz nicht zu übersehen war. Es hat insgesamt fast ein halbes Jahr gedauert, bis ich beim Fazit in 12 Punkten angekommen war. Um so stolzer bin ich, vermelden zu können: ich habe es komplett gelesen und es hat sich gelohnt.

Die Veröffentlichung „im Wandel beständig“ zum Bezirk Marzahn/Hellersdorf ist ausgewogen und in seiner Vielfalt gelungen. Wer Marzahn und Hellersdorf aus der Ferne kennen lernen will, sollte dies lesen.

Ein Besuch vor Ort lohnt aber (trotzdem) in jedem Fall. Die Menschen, die in Marzahn/Hellersdorf wohnen, tun dies aus Überzeugung. Nicht wegen einer bestimmten Gesinnung oder aus Mangel an Gelegenheit. Sie leben in Marzahn/Hellersdorf, weil es ein freundliches, helles und grünes Quartier ist.

Der Bezirk Marzahn/Hellerdorf ist trotz allem eine Herausforderung für Städteplaner und Behörden. Platte ist für viele halt nicht gerade ein Lockruf. Ich glaube aber, dass darin auch die große Chance liegt. Bezirke mit eingefahrenen Strukturen ohne Herausforderungen tun sich  mit den Veränderungen in der Gesellschaft mitunter schwer. Lese ich von den letzten 20 Jahre Marzahn/Hellersdorf, dann sind sich die Behörden der Herausforderungen im Bezirk sehr wohl bewusst. Lösungen sind nicht einfach, denn fehlerfreie Entscheidungen gibt es nicht. Gerade deshalb ist der Bericht ein positives Zeugnis über die Menschen, die in Marzahn und Hellersdorf leben.