Geschenke finden für den Wohnungsumzug oder zu einer Einladung, auch zum Geburtstag ist nicht immer einfach. Das alles bereitet den meisten Menschen inzwischen Beschwerden. Deshalb gibt es an allen Ecken Gutscheine zu kaufen. Diese erfüllen zwei Funktionen, 1. es sorgt für Umsatz und 2. der Verschenkende muss sich keine Gedanken machen. Alles schon fertig, nur noch überreichen. Doch dabei macht das nur halb so viel Freude. Das Geschenk muss ja gar nicht teuer sein. Wichtig ist die Botschaft, die dahinter steckt. Jedes hat seine eigene und zeigt, wie viel einem der andere Wert ist.
Mama hat mal zu mir gesagt: Dinge die einem wichtig sind, dafür nimmt man sich Zeit. Das gilt auch für Geschenke. Ich suche Geschenke, in dem ich als Erstes wegstreiche. Dazu gehören, Socken und ähnliches. Zu Geburtstagen verschenke ich auch keine alltäglichen Haushaltsgegenstände, es sei denn diese sind gewünscht, z.B. bei Haushaltsgründungen. Danach überlege ich, ob es etwas gibt, was der andere sich schon immer gewünscht hat und ob ich davon etwas realisieren kann. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Ausflug oder einem selbst gekochtem Essen? Die größte Freude, die mir mein Mann bereiten kann, ist, wenn er mir einen Liebesbrief schreibt. Denn ich weiß, dass diese Zeilen aus seinem Herzen kommen. So haben sie einen Wert, den kein Geschenk, egal wie teuer es sein mag, aufwiegt. Mein Mann hat heute Geburtstag. Was er wohl bekommen wird?
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Liebesgrüße vom Finanzamt
Wenn ich etwas abschaffen könnte, dann wäre es das komplizierte Steuersystem in Deutschland. Vor zwei Wochen wurden uns die Liebesgrüße vom Finanzamt zugestellt. Gestern habe ich dran gesessen und versuchte diese Post zu verstehen. Nach einiger Zeit stoppte ich erstmal, um am Abend mit meinem Mann gemeinsam weiter zu rätseln. Einen Teil konnten wir beantworten, doch nicht alles. Nun bitten wir das Finanzamt uns zu erklären, was es uns sagen will.
Wie froh bin ich, dass die Bibel sich selbst erklärt, im Gegensatz zum Steuerbescheid des Finanzamtes. Dabei wollen wir dem Staat ja geben, was ihm gehört. Wir sind froh über gute Straßen, eine hervorragende Infrastruktur und Sicherheit im Land. Doch auf Liebesgrüße, die ich nicht verstehe, könnte ich glatt verzichten. Wenn ich allerdings an die vielen Menschen denke, die damit ihr Geld verdienen, dass unser Steuersystem so kompliziert ist wie es ist, dann könnte ich geneigt sein, das als Beschäftigungsmaßnahme zu sehen. Nun wie auch immer, wir warten jetzt auf neue Liebesgrüße vom Finanzamt. Denn eines ist sicher: kommen werden sie, fragt sich nur wann.
Die Lust am Essen
Meine Freunde und Kollegen wissen, dass ich viel Wert auf gutes Essen lege. Wenn etwas nicht gut ist, empfinde ich es als eine Verschwendung von Ressourcen. Woran wir leider immer wieder zu wenig denken: ist, dass dazu Zeit gehört. Das beinhaltet nicht nur die Zubereitung, nein, auch die Zeit zum Essen gehört dazu. Es ist nicht möglich, sein Essen wahrzunehmen und auf die einzelnen Geschmacksnerven im Mund wirken zu lassen, wenn ich nebenbei Zeitung lese oder am Computer sitze. Essen will unsere ganze Aufmerksamkeit. Leider hat das auch in unserem Leben viel zu wenig Platz. Oft geschieht essen nur zur Nahrungsaufnahme. Es schmeckt gut, doch wir vergessen, dass damit noch weitere Dinge gekoppelt sind. Zum einen gehört dazu das Entspannen und zum anderen auch die soziale Komponente.
Erst in der letzten Woche hatte ich ein Mittagessen, dass in diesen Punkten komplett versagt hat. Es war gut gekocht und serviert, doch der Rahmen darum …. ist sichtbar auf den Fotos vom Freitag Manager beim essen. Wie wunderbar war dagegen der gestrige Tag. Die Gerichte waren nicht spektakulär. Es gab kein großes Menue, sondern frische Ernte aus dem Garten. Das entscheidende dabei war die Zeit, um wahrzunehmen wie wunderbar frische Möhren und Tomaten schmecken. Nicht die Menge ist entscheidend, sondern die Einstellung und die Zeit, die damit verbunden ist. Selbst zu kochen bereitet Lust und dazu kommt die Lust am Essen.
Guten Appetit!
Straßenfest und andere Gelegenheiten
Kennst du deine Nachbarn? Wenn nicht, dann ist es jetzt gerade die richtige Zeit das zu ändern. Bei uns fand das zweite Straßenfest statt. Ein paar Häuser weiter wurden die Garagen ausgeräumt und alle in der Straße und angrenzend trafen sich zum Grillen. Jeder brachte seinen Anteil selbst mit. Manche nennen das Potluck. Auf jeden Fall trafen sich 20 Paare und eine Menge Kinder. Das Wetter hat gehalten, es hat nicht geregnet, auch wenn die Temperaturen nur bei ca. 18 Grad Celsius lagen. Das Straßenfest jedenfalls ist eine gute Möglichkeit seine Nachbarn kennen zu lernen, mit ihnen zusammen zu sitzen und ein Bier zu trinken. Es muss ja nicht unbedingt Grillen und Stockbrot sein, es geht auch bei Kaffee und Kuchen oder einer Flasche Bier. Schon an mir merke ich, wie eingefahren die Kommunikationswege sind und wie wenig außerhalb der Arbeit mit Menschen gesprochen wird. Angeblich ist es ja das Kommunikationszeitalter. Doch in meiner Wahrnehmung reden wir Menschen aneinander vorbei. Wir reden über uns selbst und wie toll jeder ist. Dabei vereinsamen wir und so ist das eine Spirale, die sich immer weiter dreht. Das nächste Mal steht „man/frau“ in der Gefahr so eine Einladung nicht mehr anzunehmen, denn worüber soll ich denn mit dem Anderen reden?
Schade, ich kann unser Straßenfest nur empfehlen. Uns hat es Spaß gemacht.
Der Flug, das Geschenk des Tages
Während der heutige Blog entsteht, ist eigentlich gestern und ich sitze im Flieger zurück nach München. Nachdem ein Meeting um ein vielfaches kürzer war als geplant, versuchte ich meinen Flug umzubuchen auf eine Maschine die 2 Stunden früher ging. Als die Lufthansa Hotline mir mitteilte, dass es zwar eine Maschine gäbe, diese aber komplett ausgebucht sei, merkte ich wie meine Kopfschmerzen und mein Frust zu einem riesigen Berg anwuchsen. Die Vorstellung noch über drei Stunden “rumzusitzen” war in dem Moment nur schrecklich. So startete ich Versuch Nummer zwei und telefonierte mit unserer Reiseagentur. Die teilte mir mit, dass die günstigste Möglichkeit früher zu fliegen ca. 200 € kosten würde. Trotz meines Wunsches heim zu kommen, konnte ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, also verzichtete ich. Dennoch nahm ich ein Taxi zum Flughafen, um dort auf meinem Flug zu warten. Als ich am Schalter für die nächste Möglichkeit nach München vorbei kam, hatte ich die Wahrnehmung, dass ich fragen solle, ob es nicht doch noch einen Platz gäbe. Auch sie teilte mir mit, dass die Maschine ausgebucht sei, sie wolle mich aber auf die Warteliste setzen und vielleicht hätte ich ja Glück. So saß ich gegenüber und wartete. Währenddessen betete ich zu meinem Vater im Himmel und bat ihn um diesen Flug, um meinetwillen. Und er und die Sachbearbeiterin hatten Mitleid mit mir. Es gab noch einen freien Platz für mich. In diesem Moment hätte ich die Frau am Schalter küssen können, so froh war ich.
In dem Zusammenhang ist mir etwas Wichtiges bewusst geworden. Wenn ich nicht auf Gottes Impuls in mir gehört und gefragt hätte, dann hätte Gott hundert Plätze für mich haben können. Sie hätten mir alle nichts genutzt.
Wenn ich ihn nicht um Hilfe gebeten hätte, dann würde ich jetzt noch in Berlin am Flughafen sitzen. (In diesem Punkt bin ich mir ganz sicher!)
Danke mein Vater, für dieses Geschenk, dass Du mich jetzt schon nach Haus fliegen lässt.
Das beste Hefezopfrezept, das ich kenne
Derzeit ist die jüngere Schwester von Alex bei uns zu Besuch. Sie habe ich gebeten, ihrem Bruder einen Liebesdienst zu tun. Was sie auch gerne tat.
Alex isst mit großer Begeisterung Hefezopf. In den Jahren unserer Ehe habe ich so gelernt wie ein guter Hefeteig entsteht und wie daraus auch ein leckerer Hefzopf wird.
Doch der, den ich jetzt gegessen habe, der ist einen Blog wert! Jede einzelne Scheibe ist auf der Zunge zerschmolzen. 🙂
Dabei gebührt das Lob für das gigantisch gute Rezept meiner Schwiegermama.
Hier ist das Rezept für den weltbesten Hefezopf!
600g Mehl
100 g Zucker
100 ml Öl
250 ml Milch
1 Ei
1 Päckchen frische Hefe
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
Alles gut kneten und eventuell noch Rosinen zufügen, zu einem Zopf formen, gehen lassen, bei 180 Grad Umluft backen, ca. 30 min. (Wenn er anfängt braun zu werden, mit einem Holzspies anstechen und probieren, ob er gut durchgebacken ist)
Viel Spaß beim Backen, GUTEN APPETIT!
Was sind uns unsere Kinder wert?
Alle reden gerne davon, wie wichtig die Kinder und ihre Betreuung für Deutschland sind. Ab 2013 gibt es den Rechtsanspruch für beitragsfreie Kindergärten. Doch das ist im Moment ganz weit weg. In den letzten Monaten haben die Erzieherinnen um eine Verbessung ihrer Gehälter gekämpft. Beide Seiten, die kommunalen Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften haben dabei intensiv verhandelt und alle sich bietenden Möglichkeiten genutzt. Jetzt ist eine Einigung erreicht und es gibt 120 € mehr für die Erzieherinnen.
Für die Eltern der Kinder ist diese Nachricht sicher wunderbar. Kein weiterer Streik, der in der Luft hängt, sondern alles läuft wieder in geregelte Bahnen.
Für eine Erzieherin die ca. 1200 € brutto verdient, sind 120 € eine Menge Geld. Sind es doch 10% ihres Gehaltes. Da gibt es zwar eine wunderbare Tabelle in der steht, dass die Leiterin einer Tagesstätte in Bayern als maximales Gehalt 3500 € verdienen kann, die Realität sagt, dass die „normale“ Erzieherin bei einem Gehalt von 1500 € landet.
Doch wenn uns unsere Kinder so viel wert sind, warum verdient diese Berufgruppe dann so wenig Geld?
Der Lärmpegel in einer Kindertagesstätte ist lauter als auf einer Baustelle mit Ohrenschützer. Wie sieht es mit einem Erschwerniszuschlag aus? Warum gehen die Eltern nicht für ihre Erzieherin auf die Straße? Für dieses Mal ist eine Einigung erzielt, doch die nächste Auseinandersetzung kommt ganz sicher. Dann wäre es gut und sinnvoll, die Erzieherinnen offensiv zu unterstützen und das nicht nur bei den Ärzten zu tun.
Wenn Augen reden
Manchmal sprechen die Augen eines Menschen eine andere Sprache als der Mund. Das habe ich bei einer guten Freundin erlebt. Ihre Augen sehe ich immer noch vor mir. Es waren keine fröhlichen und tatkräftigen Augen, auch wenn ihr Mund dieses kündete. Seit letztem Jahr ist sie schwer erkrankt. Sie steht in Beruf und Familie auf ihrem Platz und ist für alle da. Doch ich mache mir Sorgen um sie. Gerne würde ich sie nehmen und schütteln, sie bitten doch zu reden und loszulassen. Noch lieber würde ich ihr erzählen, dass es Hilfe für sie gibt. Das schwierige ist, dass sie die Hilfe annehmen muss. Ich weiß aus dem eigenen Erleben, dass dies zu den schwersten Übungen schlechthin gehört. Zuzugeben, dass der eigene Köper nicht so funktioniert wie man will, ist wahnsinnig schwer. Dies funktioniert am besten mit einer tragfähigen Hoffnung. Doch sie muss sich für dieses Angebot selbst entscheiden. Ich kann ihr von meinem Gott erzählen und davon, dass er hilft, hier und jetzt, wagen muss sie es allein.
Wenn ich doch irgendwas tun könnte. Irgendwas um die traurigen Augen wieder in fröhliche Augen zu verwandeln. Ich würde es so gerne tun.
Los, fahr zu! – Ferien auf der Autobahn
http://www.bmvbs.de/Anlag…hrs-Ordnung.pdf
Was bin ich froh, wieder zu Hause zu sein und nicht mehr auf der Autobahn! Vor einem halben Jahr haben wir mit Freunden ausgemacht, sie in der Nähe von Mannheim zu besuchen. Leider dachten wir dabei nur an die bayrischen Ferien und nicht an den Rest der EU. Dazu kam, dass gerade als die Ferien begannen alle Straßenarbeiter sich verschworen und anfingen die liegengebliebenen Arbeiten auf den Autobahnen zu vollenden.
Alles zusammen brachte Ergebnisse, die nicht zu denen gehören, die frau unbedingt braucht. Ein Kollege meinte in der letzten Woche, dass jeder Stau auf der Autobahn mit einem gelben Nummernschild beginnt. Zur Ehrenrettung dieser Nummernschilder muss ich schreiben, dass die weißen mit einem D noch trauriger fuhren. Angeblich gibt es auch in Deutschland ein Gesetz, das vorschreibt, dass rechts zu fahren ist, sobald die Spur frei ist. Ich würde mir wünschen, dass dieses Gesetz auch Anwendung findet. Das würde eine merkliche Entlastung auf den Autobahnen bringen und die Stimmung nicht so in den Keller befördern.
Ja ich weiß schon, in der Präambel der Straßenverkehrsordnung steht etwas von gegenseitiger Rücksichtnahme. Diese ist leider irgendwann abhanden gekommen.
Nun, wenn alle die sagen, dass sie Christen sind, sich auch auf der Straße so verhalten würden, dann würde das schon eine Menge bringen. In dem Sinne: Los, fahr zu!
Themen über die wir Menschen reden und die uns verbinden sollen
In der letzten Woche hatte ich Training. Im Inhalt ging es um das Potential welches jeder Mitarbeiter hat, das aber verloren geht, weil die Kollegen nicht miteinander reden. Wobei miteinander reden tun die meisten, nur mit welchem Inhalt? Dieser Berater gab Hinweise und Ideen, wie diese Kommunikation gefördert werden kann. Unter anderen erzählte er, dass es bestimmt Themen gibt, mit denen ich mich mit jedem Menschen auf der Erde unterhalten kann, unabhängig von seiner Kultur und seinem Lebensumfeld. Wie alt die Studie ist, kann ich nicht sagen, aber es gab eine Studie, die das wohl offiziell ermittelt hat. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass die Themen Menschen verbinden sollen und nicht trennen.
Das Ergebnis fand ich interessant. An erster Stelle stand der Sport. Platz zwei nahm die Musik ein und Platz drei das Essen.
Wenn ich aber an diese drei Themen denke, dann frage ich mich, ob wir Menschen uns seitdem verändert haben. Im Sport bekämpfen sich unterschiedliche Fangruppen, Musik zerstreitet ganze Gruppen von Generationen und beim Essen bilden sich Eliten.
Vielleicht sollte die Studie doch mal wiederholt werden. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Menschen einenden Themen verändert haben. Ob da das Internet an erster Stelle stehen würde?