Einen alten Fußboden zu renovieren, stellt einen immer vor die Frage der Materialwahl. Inzwischen gibt es neben Stein eine Vielzahl attraktiver neuer Materialien mit guten Eigenschaften. Ein Blick darauf lohnt auf jeden Fall, ob Designboden oder Kunstharz, um nur zwei Alternativen zu nennen. [teaserbreak]

Bei uns in der Kirchengemeinde ist eine kleine Renovierung geplant. Der vorhandene Teppichboden ist in die Jahre gekommen und lässt sich nur noch widerwillig reinigen. So soll etwas Neues her. Doch was ist für die Belastung geeignet? Was ist mit der Fußbodenheizung und wie verhält es sich mit der Akustik? Im Wege der Auseinandersetzung fanden wir eine paar interessante Alternativen zu Stein und Keramik.

Klar, konventionell, robust und nahezu unverwüstlich ist Stein. Ein Boden, der im Grunde alles aushält und in der Pflege recht anspruchslos ist. Dafür hat er den Nachteil der hohen Kosten. Ein guter Steinboden ist nicht ganz günstig. 

Als Alternative wählen deshalb viele durchgefärbte Keramik, auch Feinsteinzeug genannt. Im Preis zwischen 30 – 40 Euro gibt es sehr schöne und nahezu wie Stein aussehende Produkte. Teilweise ist die Produktion so perfekt, dass der Unterschied zwischen Stein und Keramik für einen Laien nicht erkennbar ist. Wie bei Stein auch ist Keramik nicht gerade leise. Die Akustik ist ein Thema, dass es besonders zu beachten und behandeln gilt.

Unter dem Namen Designboden gibt es inzwischen eine interessante Weiterentwicklung des konventionellen PVC-Bodens. Das Material ist weicher als Stein oder  Keramik und hat dadurch angenehme Laufeigenschaften. Die Oberfläche ist dabei trotzdem hart und unempfindlich.  Laut der Datenblätter gibt es gute Werte für die Akustik und die Pflegeeigenschaften. Dabei lässt sich der Boden in nahezu jeder Art und jeder Stilrichtung entwickeln und gestalten. Ist eine bestimmte Struktur oder Farbe gewünscht, so lässt sich diese bereits ab einer relativ kleinen Menge von 100m² darstellen. Leider können manche der Designböden bei einer Fußbodenheizung (die mit hoher Temperatur gefahren wird) nicht verwendet werden. Nachfragen ist dafür unerlässlich.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit einen Bodenbelag aus Kunstharz zu gießen. Wie auch beim Designboden sind damit sehr geringe Höhen im Aufbau des Fußboden möglich. Es gibt eine geschlossene und fugenlose Oberfläche. Der Fußboden aus Kunstharz ist sehr robust, hitze- und kälteunempfindlich. Dafür muss dieser vom Fachmann verlegt werden. Von einem Selbstgießen wird dringend abgeraten. Ein weiterer Vorteil für Kunstharz ist die kurze Verlegezeit. Die Räume können sehr schnell wieder verwendet werden. Auch das Design kommt nicht zu kurz. Und ganz klar, dem persönlichen Designwunsch sind nahezu keine Grenzen gesetzt. 

Wir stehen nun vor der Wahl, was wir verlegen wollen. Der Entscheidungsprozess läuft, mal sehen was am Ende verlegt wird. 

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