Eigentlich ist das inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. Trotzdem ist es mir erst dieser Tage wirklich ins Bewusstsein gekommen. Vielleicht, weil der Ort dazu keine wirkliche Touristenattraktion darstellt. Worum es geht? Um fotografierende Touristen in Kirchen.

Wenn diese an Orten wie dem Münchner Dom oder der Kirche am Odeonsplatz in Scharen fotografieren, dann kann ich das Interesse an dem Gebäude noch ein Stück weit nachvollziehen. Es ist also nichts Ungewöhnliches mehr. Bei einer Kirche in Koblenz, die sicher nicht zu den architektonischen oder künstlerischen Glanzstücken gehören, wundert mich das schon etwas.

Während Alex und ich nun in besagter Kirche saßen, kamen die Touristen und fotografierten alles was da war. Dabei waren die Techniken des Fotografierens an sich schon unterhaltenswert. Was mir dabei besonders auffiel, war der Umgang am Ort der Besichtigung. Die Menschen bewegten sich wie in einem Museum und nicht wie in einer Kirche.

Damit stellt sich die Frage, ob unsere schönen sakralen Bauten nicht tatsächlich in erster Linie Museen sind oder im besten Fall noch in ihrer Architektur interessant. Wieviel Bedeutung haben unsere Kirchen noch, wenn diese beiden Punkte abgezogen werden.

Wenn du das nächste Mal in eine Kirche gehst, dann denke doch mal über die Menschen nach, die dieses Gebäude errichtet haben und was sie wohl für einen Bezug dazu hatten. Viel Spaß!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.