Bei Intel gibt es eine wunderbare Einrichtung: das 1:1. Es ist für jeden Mitarbeiter möglich einem anderen Kollegen einen Termin für ein Vier-Augen-Gespräch zu senden. Die einzige Bedingung dabei ist, dass Themen bei der Einladung angegeben sein müssen. Das 1:1 gibt es nicht nur auf der gleichen Hierarchieebene, sondern auch in die vertikale Richtung. Eine geniale Sache.

Gestern hatte ich mit ein paar Kollegen solche 1:1 zum Austausch und zur Planung. Wir sprachen auch über Arbeitsbelastung, Stress und den Umgang damit. Am Beispiel ehemaliger Kollegen und Geschäftspartner schauten wir welche Entscheidungen diese für sich selbst trafen. Dabei gab es tendenziell zwei Richtungen. Die einen waren bereit ihre Leben für die Karriere zu opfern – von den Beziehungen bis zur eigenen Gesundheit. Und dann die Gruppe, die durch eine Erkrankung wach gerüttelt das Leben änderte.

Seit einiger Zeit schon fällt es mir auf, dass es im Leben der meisten meines Umfeldes diesen Punkt einmal gibt. Dann entscheidet sich, wie ihr Leben weiter verläuft.

Karriere ist eine tolle Sache. Sie stärkt das eigene Selbstbewusstsein und fast jeder findet es toll. Die Frage ist nur der Preis, der dafür zu zahlen ist. Wir stellen fest, dass weniger mehr ist. Deshalb gilt: nicht immer gleich ja sagen und auf der Karriereleiter weiter klettern. Ein Freund sagte einmal: “Die eigenen Kinder wachsen zu sehen, kann ich für kein Geld der Welt kaufen. Was nützt es ihnen, wenn ich nie da bin? Ein Konto mit Geld lässt sich nicht umarmen.”

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