http://www.bahn.de/p/view/index.shtml

Nach langer Zeit bin ich diese Woche mal wieder Zug gefahren. Erst kurzfristig habe ich mich dazu entschieden. Auf der Hinfahrt ging alles soweit glatt. Erst auf der Rückfahrt hat es mich ereilt, mit 35 Minuten Verspätung. Die erste Reaktion ist: Nun ja, die Bahn … Dabei kann die Bahn nur bedingt etwas für einen defekten Zug vor uns und noch viel weniger für spielende Kinder auf den Gleisen. Trotzdem ist im allgemeinen der erste Gedanke: Die Bahn ist schuld.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir mit der Bahn immer das negative Image von Verspätung und Problemen verbinden.

Nicht immer hat die Bahn einen Anteil daran, dass die Züge Verspätung haben. Doch der Bahn das Bedürfnis auf Gewinnmaximierung abzusprechen, halte ich in der heutigen Zeit für blauäugig.

Ich bin froh, dass es die Bahn gibt. Dass ihre Mitarbeiter die Kunden erdulden und höflich bleiben, auch wenn es nicht immer einfach ist. Und wenn ich da an die Jugendlichen denke, die ohne Fahrkarte aus dem Zug gesetzt wurden, dann gehören sicherlich immer zwei zu einer Geschichte.

Ich wünsche der Bahn mal einen guten PR-Manager. Der nicht nur da ist, wenn Prügel verteilt werden, sondern uns allen erzählt was für eine logistische Leistung die Bahn jeden Tag vollbringt. Ich weiß nicht, ob es auf der Welt ein dichtbefahreneres Schienennetz gibt. Wenn ich zum Beispiel an den letzten Winter denke. Es war eine Meisterleistung, dass an manchen Tagen und Strecken überhaupt noch ein Zug gefahren ist.

Danke Bahn, auch du bist nicht perfekt. Doch wer ist das schon auf dieser Erde? Also sollten wir Bahnfahrer uns überlegen, ob wir wirklich den ersten Stein auf die Bahn werfen sollten. Hier muss auch ich mich wohl selbst an die Nase  fassen.

 

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