Warum nur merken wir meistens erst was wir verloren haben, wenn es geschehen ist?

Gerade habe ich nach zwei Jahren Abstinenz mit Hochgenuss in eine Schokoldenprinte gebissen. Was für ein Genuss! Das erste Mal bin ich froh, dass die Weihnachtsartikel bereits so früh in den Läden sind. Printen habe ich schon immer gerne gegessen, doch erst in der Zeit meiner Laktoseintoleranz habe ich an Dingen wie Printen, was mir abgeht. Dank YHWH kann ich nun wieder mit Freude und Begeisterung, ohne Reue hineinbeißen in diesen süßen Weihnachtsgenuss.

Während noch die Schokolade auf meiner Zunge zerschmilzt und die Geschmacksknospen die vielen Aromen auseinander nehmen, gehen meine Gedanken der Frage des “Warum” nach.

Warum nur ist es so, dass uns Werte oft erst nach dem Verlust bewusst werden?

Eine Beziehung zerbricht. Am Ende gibt es keinen Gewinner, sondern zwei Menschen, die zurückschauen. Sie sehen nicht nur Schmerzen, sondern werden sich an die vielen positiven Seiten der Beziehung erinnern. Doch die Beziehung ist zerbrochen und aus menschlicher Sicht nicht mehr zu reparieren.

Wir arbeiten bis zum Umfallen, während die Kinder groß werden. Dann ist die Rente endlich in greifbare Nähe gerückt, man freut sich auf die vor einem liegende Zeit. Doch dann kommt die Diagnose und ein Jahr später bleibt die Familie allein zurück.

Ich empfinde diese Vorstellung als unbefriedigend. Perspektive Leben heißt für mich, eine ausgewogene Lebensbalance im Jetzt zu leben. Dazu gehört besonders ein Blick in das, was unser Leben im Jetzt ausmacht.

Wir sollten  anfangen unser Leben wahrzunehmen. Schau dir dein eigenes Leben an und fange an aufzuzählen wie dein Leben aussieht und was alles zu deinem Leben dazu gehört. Opfere nicht deinem Ego dein Leben, um etwas Schlechteres zu erhalten. Denn der Triumph seinen eigenen Willen durchgesetzt zu haben, bekommt im Blick zurück einen schalen Nachgeschmack.

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