http://www.lebensmittelkl…hs.xsl/1052.htm

Ein gutes Beispiel für unterschiedliche Interessen zeigt die Schaltung der Webseite Lebensmittelklarheit des Bundes in der letzten Woche. Der Andrang der Bevölkerung war so groß, dass die Seite nach kurzer Zeit wegen Überlastung zusammenbrach. Gleichzeitig sorgte die Webseite in der Nahrungsmittelindustrie für große Aufregung, nur aus anderen Gründen. Sie wollten die Webseite am liebsten sofort wieder schließen. Als ich Anfang der 1990er nach München kam, gab es ganz leckere Kalbsleberwurst mit Trüffel zu kaufen. Irgendwann machte ich mich mal auf die Suche nach den Inhaltsstoffen und war gelinde gesagt entsetzt. Hauptbestandteil zu über 50% war Schweinefleisch. Danach war die Kalbsleberwurst mit Trüffel Geschichte. Der Lerneffekt war klar und einfach. Das was drauf steht ist nur ein Name und hat mit dem Inhalt nur bedingt etwas zu tun. Die Kreativität der Nahrungsmittelindustrie hat seitdem zugenommen. Leider war sie nicht immer zum Positiven. Inzwischen steigt die Industrie auf das Thema laktosefrei ein. Neulich kam ein Freund um die Ecke und brachte einen laktosefreien Käse mit. Erst im Kleingedruckten auf der Packung klein und versteckt stand den Nachsatz dazu. Der Laktosegehalt ist unterhalb des Grenzwertes von …. (Siehe Blogfoto) Hallo Nahrungsmittelindustrie. Ihr wisst noch viel besser als wir, was alles in dem drin ist, was Nahrungsmittel sein sollten und es manchmal doch nicht sind. Je mehr ihr euch aufregt und gegen diese Webseite vorgeht, um so mehr macht ihr den Menschen im Land klar, dass da etwas nicht stimmen kann. Vielleicht wäre also der umgedrehte Weg zu mehr Offenheit und Transparenz die bessere und effektivere Gegenmaßnahme.

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