http://www.jahrderstille.de/index.php?node=3

Stille ist Luxus geworden. Wenn der Fernseher nicht läuft, dann aber zumindest das Radio und wenn es über Internet ist. Wir kommen mit Stille nicht mehr zurecht.

Ich muss da gerade an einen Skater denken. Wir waren letzte Woche in den Bergen Langlaufen. Dabei grüßten wir einen entgegenkommenden Skater, er antwortete allerdings nicht. Die Sicht war traumhaft, der Wald verschneit, es war herrlich still. Außer von etwas herabfallendem Schnee aus den Bäumen war einfach Stille. Doch dieser Skater nahm von all dem nichts wahr. Er war mit Musik hören beschäftigt. Was er hörte, weiß ich nicht, gerne hätte ich ihn gefragt.

Ein Jahr der Stille ist eine wunderbare Idee. Die Initiatoren haben sich viele Gedanken gemacht. Es gibt Veranstaltungen, Seminare, Bücher und Kalender. Doch alle diese Dinge können nur unterstützen, dem eigentlichen Problem werden sie nicht Herr werden. Stille will gelernt sein. Stille muss man aushalten können, denn nur so wird sie nicht einfach neu gefüllt. Im Füllen von Stille sind wir Weltmeister, denn wer will schon über sich selbst und sein Leben nachdenken. Dabei ist Stille fruchtbar und produktiv. Freunde von uns sind zum kreativ denken weg gefahren. Ich muss gestehen, ich habe sie beneidet. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie so viele gute Ideen haben.

Es muss nicht unbedingt ein Ortswechsel sein. Eine kleine Pause im Alltagstrott ist besser als nichts. Mach einfach mal deinen Rechner aus, sitze einfach nur da und lass deinen Gedanken freien Lauf. Ich wünsche dir viel Spaß. Ich mache das jetzt auch.

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