Es gibt Dinge, die gibt es eigentlich gar nicht.
Wieder einmal bin ich nach Berlin unterwegs. Wie immer habe ich mein Gepäck aufgegeben, weil es zum Reisen angenehmer ist. Dieses Mal hatte ich allerdings im Vorfeld überlegt, ob ich es nicht mit in die Maschine nehmen soll. Weil ich aber dafür keine logische Begründung fand, habe ich es doch aufgegeben. Hätte ich das mal besser nicht getan. Denn in Berlin warteten wir alle vergeblich auf unser Gepäck. Nach einiger Zeit wurde uns mitgeteilt, dass die Gepäckraumklappe ein hydraulisches Problem hat, welches sie derzeit nicht lösen können. Daraufhin hinterlegten alle ihre Daten und seitdem warten wir auf unser Gepäck. Da ich im T-Shirt geflogen war, hatte ich als Erstes die Aufgabe, für meine Meetings ein passendes Geschäftoutfit zu finden. Zum Glück war das Kadewe nicht so weit weg. Doch als es Abend wurde und das Gepäck immer noch nicht im Hotel angekommen war, wurde ich dann doch etwas unruhig. Obwohl ich kein gutes Gefühl in Bezug auf das Finden meines Gepäcks hatte, fing ich an, meinem Vater im Himmel vorzujammern, wie wichtig mir mein Koffer ist und dass ich ihn unbedingt brauche. Es sind nicht nur meine Klamotten, die ich gerne weiterhin anziehen möchte, sondern auch meine Bibel darin. Und so kann ich alles nur in seine Hand legen und ihn bitten mir meinem Koffer bis morgen früh noch zu schicken.

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