Marketing bei Rewe oder die Sache mit der Kundenumfrage

Gerade habe ich an einer Kundenumfrage in “meinem” Rewe-Markt teilgenommen. Recht schnell wurde mir beim Beantworten der Fragen klar, dass ein weiterer Blog zum Marketing von Rewe fällig ist.

Im Grunde wurde ich gefragt, wie mir mein Rewe gefällt. Bei den Antworten konnte ich zwischen 4 Kategorien wählen. Die Fragen gingen vom Gesamteindruck bis hin zu speziellen Bereichen wie der Käsetheke. Weil die Fragen keine Texte zuließen, geschweige denn Vorschläge vorgesehen waren, möchte ich meine Anmerkungen auf diesem Wege bringen.

Hallo Rewe, ich wünsche mir mehr Individualität der einzelnen Märkte. Eine Antwort wie “das ist nicht im Sortimentskatalog” mag zwar stimmen, bringt den Kunden auf der Suche nach dem Produkt aber nicht weiter. Es ist schön, wenn es regionale Produkte gibt. Viele Kunden würden diese sicher gerne kaufen, nicht nur ich.

Ich wünsche mir weniger Uniformität bei den Produkten. Klar, aus Optimierungsgründen ist die Gruppe der Hersteller in den letzten Jahren geschrumpft. Dieses Schrumpfen bringt etwas mehr Marge und verliert gelegentlich Kunden.

Alles in allem ist unser Rewe ein austauschbarer Lebensmittelladen. Preis, Sauberkeit und Freundlichkeit werden vom Kunden erwartet und sind kein Argument zur Kundenbindung. Kundenbindung entsteht durch anderes, z. B. Individualität.

Hallo Rewe, redet doch mal mit eurer für’s Marketing zuständigen Agentur. Und by the way: Vielleicht sollte die Agentur auch nochmal an ihrer Kundenumfrage arbeiten.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Basti

    Im Frühjahr habe ich in Süddeutschland und im Sommer in Norddeutschland viele REWE Märkte mit Befragungen unetrstützt.
    Aufgrund meiner Erfahrungen mit unterschiedlichen Auftraggebern dieser Studie nehme ich nur noch das Tageshonorar 120 Euro / Tag an ( 60 lange und 40 kurze Interviews ) und die Erstattung der Fahrtkosten an.

    Ich teile die Meinung meiner Interviewerkollegen und weise auf folgendes hin:

    Dieser Auftrag von REWE erfordert einen hohen Zeitaufwand für Interviewer und eine gute körperliche Konstitution:
    die Auftragannahme erfordert dauerhaftes Stehen das sehr anstrengend sein kann.
    1. “10 Stunden Arbeitszeit” um die Tagesquote zu erreichen, i.d.R. ist der Interviewer 12 Stunden mit diesem Tagesauftrag beschäftigt.
    2. Die Vorgabe im Wechsel früh/ spät den zweiten Tag anzuschliessen ermöglicht keine wirkliche Erholungsphase.
    Einige Interviewer “schaffen” auch 2- 3 Märkte pro Woche: ein fairer und monetärer Anreiz bietet die REWE Befragung eher nicht für die jungen oder unerfahrenen Interviewer – die für die “alten Hasen” einspringen !

    3. Die Anweisung für Interviewer ” keine Stehtische “,und “Befragungen werden ausschliesslich im Stehen durchgeführt” ist für einige Interviewer nicht mehr akzeptabel.
    Besonders (kunden-) unfreundlich und beschwerlich erscheint die “Lang – Befragung für die vielen interessierten Kunden im Seniorenalter. Auf dem Rollator sitzende Interviewes kann man zwar gut befragen aber eine Selektion der gesundheitlich beeinträchtigten Personen zu treffen ist nicht zu realisieren.Eine Seniorin nach einem Interviewabbruch ” mir geht es heute nicht gut” vor der Bäckerei kollabiert!
    Auch in einem kleinen REWE Markt lässt sich gewiss eine Lösung finden, in 99 % der REWE Märkte ist ausreichend Platz für einen Stehtisch.

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