Begleitung beim Sterben zu Hause, Palliativteams helfen

Keiner stirbt gerne und doch tun wir es alle, am liebsten zu Hause in vertrauter Umgebung. Doch oft ist die Voraussetzung dazu eine kompetente medizinische Versorgung. Begleitung gibt es über Palliativteams. [teaserbreak]Aufmerksam wurde ich auf das Thema durch eine Projektvorstellung in Südhessen. Das Wort palliativ ist aus zwei Worten des Lateinischen zusammengesetzt, pallium = der Mantel,  und palliare = mit dem Mantel bedecken, umhüllen. Im Grunde ist das auch schon die Definition. Eine Versorgung, Unterstützung für schwerst erkrankte Menschen in einer umhüllenden, versorgenden und schützenden Weise.

Keiner stirbt gerne und doch tun wir es. Manchmal geschieht es einfach so und gleicht damit eher einem Einschlafen. Doch viel zu oft ist es ein Herausreißen aus dem Leben, schmerzhaft und gnadenlos. Wenn Menschen spüren, dass ihre Zeit zu Ende geht, wünschen sie sich oft nach Hause. Doch nicht immer geht das so einfach. Bei der Frage nach einer komptenten medizinischen Versorgung zu Hause kommen die Palliativteams ins Spiel. Sie entstanden um den Wunsch der Menschen gerecht zu werden. Der Wunsch zu Hause zu sterben, die letzten Tage mit der Familie zu verbringen, also nicht im Krankenhaus zu sterben, ließ diesen neuen medizinischen Bereich entstehen.

Palliativteams bestehen aus medizinischem Fachpersonal, die zu diesem Dienst bereit sind. Menschen im Sterben zu begleiten ist ein psychisch herausfordernder Beruf, der eher einer Berufung gleicht als dem des Geldverdienens. Inzwischen gibt es für die Mitarbeiter der Palliativteams gezielte Weiterbildungen in allen Themenbereichen.

Vor 5 Jahren hat die Bundesregierung den Weg zur spezialsierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) schwerst kranker Menschen mit den §37b Sozialgesetzbuch V (SGB V) und §132d SGB V freigemacht. Seit dem steht zumindest formal allen Bürgern eine fachkompetente Betreuung im heimischen Umfeld zur Verfügung. Der Weg in ein auch nur annähernd flächendeckendes Angebot ist noch weit.

Aber es gibt Hoffnung. Die Angebote werden mehr, neue Palliativteams entstehen, quer durch das Land. Regional sind die Palliativteams unterschiedlich organisiert, ebenso unterscheiden sich die Konzepte und Angebote. Beziehungen entstehen, zwischen den Mitarbeitern des Palliativteams und dem Kranken und seinen Angehörigen. Deshalb ist zu Beginn immer eine Art gegenseitiges Bewerbungsgespräch nötig.

Loslassen beginnt im Leben. Palliativteams begleiten beim Leben.

Weitere Informationen dazu sind über das Palliativportal verfügbar.

Der Postillion bekommt den Grimme Online Award

Herzlichen Glückwunsch an den Postillion zum Grimme Online Award.[teaserbreak]

Mit mehr als fünf Millionen Aufrufen im Monat gehört der Postillon mittlerweile zu den erfolgreichsten deutschen Webangeboten. Die Satireseite schreibt erheiterndes und bissiges als täglicher Nachrichtenblog, mit Augenzwinken und manchmal auch mit einer Keule bewaffnet.

Vielen Dank an den Postillion für heitere Momente am Rechner. Mir bleibt deshalb einfach nur: viel Spaß beim lesen.

 

Juuport ein Medienprojekt von und für Jugendliche

http://www.juuuport.de/main/

Juuport ist ein Medienprojekt von Jugendlichen für Jugendliche. Jugendliche helfen sich gegenseitig bei Problemen rund ums Internet. Wobei es eigentlich nicht ums Internet selbst geht. Vielmehr geht es um Angriffe und Attacken gegen Jugendliche, die über das Internet ausgeführt werden.

Die Angriffe sind im Grunde eine Weiterführung von Schikane im Schulhof. Das Internet ist groß und weit, die schützende Situation eines Schulhofes ist nicht gegeben. So sind Jugendliche im Internet besonders verletzbar und die Angriffe wiegen noch schwerer.

Auf Juuport helfen Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren. Sie beraten und moderieren ehrenamtlich, also kostenlos. Um die 4000 Anfragen bekommen Sie jeden Monat zu Themen wie Cybermobbing, Abzocke und technischen Funktionen.

Finanziert wird Juuport von einer Reihe Bundesländer in Form ihrer Landesmedienanstalten. Neu eingeführt wurde die Spechzeit für Eltern und sofort gut angenommen. Es lohnt sich also in jedem Fall mal vorbei zu klicken.