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Budapest erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Die einen denken an die vielen Thermalbäder, die Anderen an guten Kaffee (und der Kaffee ist wirklich gut!) und Tokayr. Aber eines haben alle gemeinsam, ein Besuch in dieser Stadt zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Ich habe Budapest als eine Stadt auf der Reise wahr genommen. Ende 19 Jh. hatte die Stadt ihre Blütezeit. Es sieht so aus, als hätte Budapest 100 Jahre geschlafen und würde nun wieder aus dem Dornröschenschlaf erwachen. An vielen Stellen wird gearbeitet, renoviert und neu gebaut.

Eine der großen Herausforderungen dieser Zwei-Millionen-Metropole ist ganz sicher die Steuerung des ausufernden Verkehres. Auf Fußgänger und Radfahrer wird nicht wirklich Rücksicht genommen.

Die Innenstadt auf der Pestseite ist weitgehend baumfrei mit Jugenstilhäusern und Straßen. Erst auf der Buddhaseite und weiter außerhalb beginnt sich das Bild der Stadt zu wandeln. Die Stadt wird grün und die Architektur reicht vom frühen Mittelalter bis zu kleinen Privathäusern im typisch ungarischen Stil.

Die Stadt ist sehr sauber. Überall wird der weggeworfene Müll sofort entsorgt und gekehrt. Durch die alte (graue) Häuserstruktur, wirkt die Stadt trotzdem leicht schmuddelig.

Auf der Buddhaseite wurde auf dem Schlossberg angefangen, die Kirche und das Monument zu renovieren und Sand zu strahlen. Diese hellen Gebäude wirkten im Gegensatz zum grau der Pestseite wie mitten aus Disneyland exportiert, so unreal.

Aus meiner Jugend kenne ich das Bild eines günstigen Ungarn, in dem sich einkaufen gehen lohnt. Diese Bild hat Budapest nicht bestätigt. Ich habe Budapest als eine teure Stadt wahrgenommen. Dieses gilt sowohl für das Leben als Tourist, als auch als Bewohner dieser Stadt.

Werden der Verkehr eingedämmt und die Häuser renoviert sein wird eine tolle Stadt entstehen.

Trotzdem hat diese Stadt einen eigenwilligen Charme, der sich aber erst erschließt, wenn man bereit ist sich darauf einzulassen. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es nicht das letzte Mal in meinem Leben war, dass ich hier war.

Für Investoren und Lebenskünstler ist Budapest sicher hervorragend geeignet. Für Allergiker auch, denn die Lebensmittel werden noch nicht so stark gepanscht wie in Deutschland. Dadurch ist eine Ernährung ganz klar einfacher.

herausfordernde Erfahrungen mit Taxi und Metro in Budapest

Hier mein Bericht über die ersten  24 Stunden in Budapest. In erster Linie ist es ein Bericht über eine herausfordernde Erfahrung. Da ich weder ungarisch noch finnisch spreche, gestaltete sich die Kommunikation in Budapest schwerer als erwartet. Sämtliche Taxifahrer gestern sprachen kein Wort Englisch oder Deutsch. Im Hotel waren beide Sprachen nur leicht ausgeprägt und so entwickelten sich Gespräche sehr schweigsam.

Eigentlich hatte ich erwartet, von beiden Sprachen mehr in Budapest zu finden. Bei den älteren deutsch und bei den jüngeren Englisch. So sollte ich mich doch irren.

Bedingt durch mein mangelhaftes, nicht existentes Ungarisch entschied ich mich in der Metro für die Test Version. Ich stieg ein, fuhr los und schaute dann ob die Richtung stimmte. Im Zweifel wechselte ich nach der nächsten Station die Richtung.

Über die Sicherheit als allein reisende Frau kann ich mir noch kein Urteil erlauben, da unterschiedliche Versionen glaubhaft rüber gebracht wurden. Eine war: gar kein Problem, du kannst als Frau alleine durch Budapest gehen in der Nacht. Die andere: bitte gehe nicht alleine in der Nacht durch Budapest.

Reisen mit der Metro durch Budapest ist auf jeden Fall eine Erfahrung, die jeder einmal getan haben sollte.