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Umgang mit Beerdigung

Eine Beerdigung ist immer unangenehm. Tränen fließen, viele Emotionen sind spürbar, der Verstorbene wird gelobt. Und das alles steht mir heute bevor. [teaserbreak]Vor zwei Wochen verstarb erwartet und in hohem Alter mein Onkel in München. In der Bibel heißt es “alt und lebenssatt”. Diese Aussage trifft auf ihn zu. Wir freuen uns, dass er ohne langes, schweres Leiden eingeschlafen ist. Es ist ein Tod, wie wir ihn uns wohl alle in der Art wünschen würden.

Wir als Christen wissen um die Wiederbegegnung auf einer neuen Erde. Deshalb fällt das Loslassen-Müssen nicht so schwer. Ja, Menschen, die sich mögen vermissen einander. Doch der Schmerz ist ein anderer, als wenn man wüsste, dass mit der Beerdigung alles vorbei ist.

Was ziehe ich also an? Etwas buntes Farbenfrohes, weil er es geschafft und sein Ziel erreicht hat? Oder sollte ich doch der Tradition folgend schwarz zur Beerdigung tragen? Ich kann mich an eine Trauerfeier erinnern, die eher einer Party glich. Irgendwie empfanden wir das alle als sehr angenehm.

Besonders für Christen passt das Bild der trüben, tristen, monotonen Feierlichkeit nicht. Ist doch eine Beerdigung etwas Frohes für den Betroffenen. Eigentlich eine interessante Frage: Wie ist die Tradition unserer Beerdigungen entstanden?

So hängt die Art und Weise einer Beerdigung als erstes von dem Umstand der Hoffnung ab. War es das oder steht das Eigentliche noch bevor? Als Christen sind wir dieser Überzeugung und deshalb wähle ich das kleine Schwarze (mit roten Pumps – lach!)

Ich freue mich auf die Familie, das Wiedersehen im großen Kreis, die Gespräche und das Essen.

Nachruf für einen tollen Schauspieler: Dieter Pfaff ist tot

Gerade habe ich bei Stern die Nachricht gelesen, dass Dieter Pfaff heute im Alter von 65 Jahren  verstorben ist. Es war gelinde gesagt ein Schock für mich. Dieter Pfaff war ein großartiger Schauspieler  – viele kennen ihn als “Der Dicke” und aus den Anfängen des Tatorts. 

Ich selber liebe den dicken Psychologen und Psychotherapeuten Dr. Maximilian Bloch, der seit 2002 auf sehr einfühlsame Art mit den großen und kleinen Problemen seiner Patienten umzugehen wusste.

Vor allem die oftmals sehr unkonventionellen Behandlungsmethoden machten ihn mir symapthisch, auch wenn dies in der Realität niemals möglich gewesen wäre. Toll zu sehen ist sein Ringen für den Patienten um ihm wirklich helfen zu können.

Im Jahr 2012 ist Dieter Pfaff an Lungenkrebs erkrankt. Er blickte auf eine große schauspielerische Karriere zurück. Schade, dass es nun keine Fortsetzungen von Bloch mehr gibt, es war wirklich jedes Mal ein Erlebnis.

Danke, Dieter Pfaff, für die vielen heiteren und nachdenklichen Momente, die du mir geschenkt hast. 

Manuela D.

Himmel oder Hölle – alles nur ein Kinderspiel?

Heute gibt es wiedermal einen Blog von Eva: Himmel oder  Hölle – alles nur ein Kinderspiel?

Himmel oder Hölle,  fragte mich Sarah und hielt mir ein Papierspiel vor die Nase. Wer will schon in die Hölle?  Erstaunlicherweise ist die Hölle ist gar nicht so selten in unserem Vokabular. Leichtfertig spricht mancher es aus, wenn ihm die Arbeit zu viel wird oder ihm sein Weib nicht mehr gefällt. Doch erlebte Hölle gibt es tatsächlich auf Erden.  Es gibt viele Wege dorthin: Alkohol, Drogen, Macht, Krieg oder Sex.  Und Frauen, ja sogar Kinder kommen heute unfreiwillig an diesen Ort. Human trafficking heißt der Weg dorthin. 

Ich hatte auch eine Zeit, in der ich meine Definition für Hölle fand: Wenn Du mit Deinem Mann den Du  liebst zusammenlebst und  weißt, dass er eine andere Frau liebt, das ist die Hölle auf Erden.

Die Bibel warnt uns aber noch vor einer anderen Hölle. Sie hat etwas Endgültiges.  Die Kirche sprach lange vom ewigen Feuer, eine endlose Qual. Nein, so ist mein Gott nicht. Aber gerecht ist ER.
“Was meinst Du, ich bin ja ein überzeugter Atheist,”   fragte mich eine Freundin. “Wenn es Gott doch geben sollte und ich als guter Mensch gelebt habe, komme ich dann in den Himmel oder in die Hölle?” “Was meinst Du denn, was mit Dir passiert, wenn Du stirbst?” fragte ich sie. “Na, ich werde wieder zerfallen in viele kleine Atome und verschwinde im Nichts.”  “Das ist für mich die Hölle”,  antwortete ich ihr.  “Nur mit dem Unterschied, Du wirst Jesus noch sehen und ER wird zu Dir sagen ich kenne Dich nicht.”

Erstaunlicherweise respektiert Gott Deinen freien Willen. Schon auf den ersten Seiten der Bibel sagt er: “Entscheide Dich für Segen oder Fluch.”  Die Entscheidung für Jesus ist heute. Das Gut Sein bringt Dich nicht in den Himmel. Es gibt nur einen Weg in den Himmel. Der Verbrecher am Kreuz neben Jesus hat Hölle auf Erden gelebt und dennoch hat Jesus zu ihm gesagt: “Du wirst mit mir im Paradies sein.”  Wow! Denk mal darüber nach, wie das möglich ist.

Und sie wollten sie umbringen oder Ruhe und Pfingsten

Die erste Gemeinde gründete sich von ganz alleine. Die Freunde Jesu hatten den Wunsch sich zu treffen um miteinander zu reden.  Je mehr sie von dem Erlebten erzählten, umso größer wurde die Gruppe der Freunde Jesu.

Recht schnell schon wollten die Gegner Jesu diese Gruppe umbringen. Es wurde ein Meeting einberufen und sie diskutierten darüber wie sie dies in die Tat umsetzen könnten. Ein Wort gab das Andere und die Fetzen flogen. Doch einer hatte sich noch nicht geäußert, Gamaliel. Er ergiff das Wort und alle lauschten.

An Beispielen zeigte er, dass Jesus nicht der erste religiöse Spinner war. Viele Gruppen vor Jesus waren schnell wieder verschwunden. Ein paar Jahre in denen die Begeisterung hoch schwappte. War der Führer erst einmal tot, dann ging alles wieder unter.

Deshalb war Gamaliel’s Vorschlag einfach: bringt sie nicht um. Ihr Leben wird zeigen, woher die neue Lehrer kommt und ob sie Bestand hat. Damit sagte er nichts anderes als Jesus einige Zeit vorher: An ihrem Verhalten werdet ihr meine Freunde erkennen.

Gamaliel ging noch einen Schritt weiter in seiner Begründung: Oder wollt ihr am Ende gegen Gott selbst kämpfen?

Seit der Entstehung der ersten Gemeinde mit Freunden Jesu, sind viele Jahrhunderte ins Land gegangen. Immer wieder kam die Frage auf: bringen wir sie um? Nicht immer ging es so glimpflich aus für die Freunde Jesu, die erst einmal Ruhe hatten. Doch die Gruppe der Freunde Jesu wuchs und wuchs und verbreitete sich rund um die Erde.

Nachzulesen ist die Geschichte in der Bibel: Apostelgeschichte 5,33

Der Regebogenwald in Coburg – eine tolle Idee

http://www.verwaiste-elte…nbogenwald.html

Wenn du den Titel Regenbogenwald liest, wirst du dich bestimmt fragen, was dahinter steckt. Ja, so hab ich auch reagiert, als ich auf Wanderschaft in meinem Ort Coburg ging und das Schild mit der Aufschrift Regenbogenwald las.

Die Neugier war geweckt, also nix wie hin, das wollte ich wissen. Auf den ersten Blick sah ich viele bunte Bilder und Bäume, einen Regenbogenwald halt. Ich hab sie mir näher angesehen und erst zum Schluss das Hinweisschild mit der Erklärung gefunden. Die Idee ist genauso einfach wie hilfreich. Es ist ein Ort der Erinnerung für Eltern die ihre Kinder verloren haben. Jeder Elternteil kann einen Baum pflanzen und ein Bild gestalten, als Erinnerung an das verstorbene Kind. Und so entsteht ein Regenbogenwald.

Es ist ein Ort der Ruhe, des Gedenkens und Erinnern wie auf einem Friedhof. Nur das hier keine Gräber sind, sondern gleichzeitig – und das gefällt mir besonders – etwas Neues wächst: Bäume. Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass es den Eltern damit ein Stück leichter fällt um ihr Kind zu trauern. Hier an diesem kleinen Wald ist es sehr schön und nicht so traurig wie auf manchem Friedhof. Die Eltern können ihr Kind mit dem jeweiligen Baum verbinden und beobachten wie er wächst. Es hilft loszulassen und den Schmerz zu verarbeiten. Damit gibt das ein bisschen inneren Frieden zurück, der durch den Tod gestört wurde.

Ich bin von der Idee begeistert und kann die Idee eines Regenbogenwaldes für verwaiste Eltern nur weiter bewerben.

Die Empfehlung des Tages: besser leben ohne Schuld oder Zeit zum Vergeben

Heute morgen haben wir ein paar Verse in der Bibel gelesen, die uns nachdenklich in den Tag entließen.

In Matthäus 6,14.15 steht: Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben.

Das Erste, was mir nach dem Lesen dieses Textes einfiel, waren die Verantwortlichen bei Tepco in Japan. Mein Mann richtet den Blick auf unser Leben persönlich.

Schuld, Versagen … Wir alle werden schuldig. Keiner ist unfehlbar. Wir töten mit Worten und Betrügen mit den Augen. Wir wollen mehr und mehr, zu Lasten anderer. Wir handeln wider besseres Wissen und sind damit alle gleich in Gottes Augen.

Die Bibel schreibt in Römer 3,12Keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger.” Als Menschen eine Frau steinigen wollten, sagte Jesus zu den Verantwortlichen seiner Zeit: “Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen!” ( Johannes 8,7)

Interessanterweise trennt Gott Schuld nicht in Kategorien. Für ihn ist Schuld Schuld, egal ob es eine Lüge ist oder ein Mord. Weil wir alle von ihm Vergebung brauchen, erwartet er das Gleiche auch von uns.

Nicht immer ist das leicht und einfach. Der Text gibt uns eine wichtige Motivation, sich mit Erlebten auseinander zu setzen. Alles beginnt mit unserem Willen zum Leben. Nicht vergeben wollen, ist wie ein Gift, was sich immer tiefer in uns hineinfrisst und und uns am Ende zerstört.

Ein paar Gedanken zu einer Beerdigungsrede

In der letzten Woche ist eine Freundin von uns beerdigt worden, mit 42 Jahren. Von der Diagnose bis zur Beerdigung lag ein halbes Jahr. Fassungslosigkeit und Unverständnis macht sich in vielen Herzen breit. Die Beerdigung brachte dies durch die hohe Anteilnahme zu Ausdruck.

Wie geht man aber damit um, wenn man die Aufgabe hat eine Beerdigungsrede zu halten. Welche Elemente sollte diese enthalten? Im Grund gibt es zwei Varianten. Nachdem (so ist es Brauch) eine Art Lebenslauf des Verstorbenen erzählt wurde und es in irgendeiner Form musikalische Beiträge gibt, kommen diese Beiden zum Tragen.

Beerdigungsrede Variante 1: die für Nichtchristen

Ist eigentlich schwierig. (Ich möchte nie in diese Lage kommen.) Wenn der Verstorbene nicht an Jesus als seinen Mittler geglaubt hat, dann gibt es für ihn nun keine Perspektive mehr. Damit ist die Möglichkeit eines Wiedersehens ausgeschlossen. So kann sein Tod nur eine Warnung für die noch Lebenden sein, sich richtig zu entscheiden und ihrem Leben eine andere Wendung zu geben.

Beerdigungsrede Variante 2: die für Christen.

Die finde ich recht einfach, da der empfundene Verlustschmerz mehr ein egoistisches “nun bin ich allein” als eine tatsächliche Verabschiedung ist. Deshalb sollten eigentlich christliche Beerdigungen richtige Feiern sein. Das nächste was der Verstorbene erlebt, ist die Wiederkunft Jesus und damit den Beginn seines ewigen Lebens. In der Zeit dazwischen schläft er. Er hat also das Ziel seines Wollens auf dieser Erde erreicht.

Kommst du mal in die Verlegenheit eine Beerdigungsrede halten zu müssen/dürfen, stellt sich für dich die Aufgabe den Blick der Angehörigen von sich selbst weg zu lenken. Am Besten geschieht das mit Verweis auf Jesus. Dann verwandeln sich die Tränen des Abschiedes in Tränen der Hoffnung.

Wecke die tote Christenheit! – Warum sollten wir das tun?

Gerade habe ich ein Interview mit Dr. phil. Andreas Püttmann im Medienmagazin pro gelesen. Dieses hat in mir einige Fragen aufgeworfen. Die These von Püttmann: “Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit”.

Was wir alle nicht bedenken, dass wir alle zusammen nur dann etwas tun, wenn wir etwas davon haben. Weil allerdings die Begründung für den Glauben an Jesus unbequem und unbeliebt ist, wurde über viele Jahrzehnte nur ein Teil transportiert und die Begründung unterschlagen. Damit allerdings wurde dem Glauben ganz langsam und sehr wirksam die Basis entzogen. Weißt du, warum du an Jesus glauben solltest?

Wenn Christen bewusst wird, dass es bei der Entscheidung für Jesus um alles oder nichts geht, erst dann wird sich etwas ändern. Sowohl im Leben der Christen als auch im Leben der Anderen. An Jesus scheiden sich die Geister, einen Weg an ihm vorbei gibt es allerdings nicht.

Deshalb ist es zwar wunderbar einen Weckruf zu schreiben für mehr Christsein. Lieber wäre es mir aber, wenn Herr Püttmann und wir Christen gemeinsam den Gekreuzigten verkündigen. Mit anderen Worten, ohne Jesus ist dein Leben tot und damit sinnlos.

Der König der Provokation ist tot, ein Nachruf auf den Selbstdarsteller Malcolm McLaren

http://www.stern.de/kultu…en-1557486.html

Nach etwas Suchen habe ich das Foto der SZ aus dem Jahr 1976 doch noch im Netz gefunden. Dieses war es, was mich an dem Artikel hängen bleiben ließ. Bei einem Blick in google sah ich, dass nicht nur die SZ Malcolm McLaren einen großen Beitrag in ihrer Samstagsausgabe widmet, sondern auch sämtliche andere große Zeitungen. Ich kenne weder die Sex Pistols noch irgendein anderes seiner mehr oder weniger großen Werke.

Auf dem Foto sah ich nur einen jungen Mann auf der Suche. Sein rastloses Leben passt jedenfalls zu diesem Foto. Provokation als Lebensstil, könnte das Motto seines Lebens gewesen sein. Gefolgt sind ihm viel, befriedigt wurden sie nicht. Auch wenn es im Moment der Provokation Vergnügen bereitet, am Ende bleibt die innere Leere bestehen.

Nun ist er tot und was bleibt von ihm? Es gibt Nachrufe in den Medien und dann? Hat sein Leben einen positiven Nachhall bei den Menschen, die noch leben oder bleibt es bei der Provokation und Selbstdarstellung?

In der Bibel steht: lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Psalm 90,12)

Ist er am Ende klug geworden? Wir werden es nicht erfahren. Und so ist sein Tod für mich eine Mahnung, nicht zu vergessen. Ich will Gott bitten, dass ich klug werde und nicht als Provokation für meine Mitmenschen ende.

Fassungslosigkeit über die brutale Gewalt

http://www.sueddeutsche.d…23/487527/text/

In den Zeitungen ist das Geschehen von letztem Samstag reichlich vertreten,  als zwei Jugendliche einen 50-jährigen mit 22 Schlägen und Tritten töteten. Dabei wollte dieser nur eine Gruppe Teenager schützen.

Berichtet wird in allen Variationen und je nach Stil der Zeitung,  doch das tragende Element ist die Fassungslosigkeit über das Geschehene. Interessant finde ich,  wie unterschiedlich sich diese Fassungslosigkeit äußert. Da gibt es die Gruppe, die die Schuld anderen zuschiebt. Entweder den Passanten, die nicht eingriffen oder der fehlenden Überwachung. Dann gibt es die Gruppe, die schnell merkt, dass ihnen das vielleicht helfen könnte. Das sind  z. B.  Politiker im Wahlkampf oder Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder. Beide nutzen das Beispiel, um ein anderes Ziel zu erreichen. Eine weitere Gruppe hatte oder hat nur einfach Angst.

Am Ende bleibt die Fassungslosigkeit über die brutale Gewalt.  Ich bin kein Journalist und so fällt es mir schwer,  das, was ich lese und höre, in Worte zu gleiten.  Deshalb möchte ich hier die SZ vom 15.9. im Münchner Teil zitieren:  “Am Tatort,  auf dem S-Bahnsteig in Solln, hat ein junger Mann einen Zettel abgelegt.  Dort wo Dominik Brunner von zwei Jugendlichen getötet wurde, weil er vier Kinder schützen wollte.  “Ich möchte Ihnen danken,  dass sie auf meine Schwester aufgepasst haben”,  hat der Bruder geschrieben. “Danke.””

Ich möchte an dieser Stelle den Angehörigen mein aufrichtiges Beileid ausdrücken. Kein frommer Spruch kann das erklären und die Tat rechtfertigen. Gemeinsam schweigen und trauern ist das Einzige, was angebracht ist.