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Was ist Cloud? Eine einfache Definition von Cloud in der IT

Hallo Helmut, danke für deine Einführung in das Thema Cloud. Für mich war es interessant, weil es einige der Schlagworte in meinem Kopf verknüpft und in Beziehung zueinander brachte. Nachfolgend schreibe ich dir meine kurze und einfache Übersetzung für das Thema Cloud.

Im allgemeinen wird eine Cloud als ein Arbeitsplatz auf dem die Daten nicht lokal, sondern irgendwo gespeichert werden, verstanden. Ein Freund definiert dies folgendermaßen: Cloud ist Online-Speicher, der zur Verfügung gestellt wird. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die immer weiter steigenden administrativen Kosten- und Leistungsanforderungen zu bündeln. Nach dem Prinzip: besser ein großer Rechner arbeitet als viele kleine.

Heute habe ich verstanden, dass diese Beschreibung viel zu kurz greift. Zu betrachten sind beim Thema Cloud drei Ebenen.

Es geht um die Steuerung der Rechner (Server) im Rechenzentrum und umfassende Möglichkeiten zur Stromsteuerung. Ein wichtige Rolle spielt dabei der Data Center Manager (von Intel 🙂 ).

Die nächste Ebene beim Thema Cloud betrifft die Software, die auf diesen Rechnern (Server) läuft. Es gibt sogenannte virtuelle Server, die es ermöglichen, parallel mehrere Rechner (virtuelle Maschinen) unabhängig voneinander laufen zu lassen. Dadurch kann ein Rechner mehrere ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Diese Möglichkeiten gibt es seit einigen Jahren. Mittels einer weiteren Management Software ist es inzwischen möglich diese einzelnen virtuellen Maschinen automatisch von einem Rechner zum anderen zu schieben. Das Ganze hilft Kosten zu sparen. Je nach Bedarf können dann die verschiedenen virtuellen Maschinen (VM) auf einem Rechner (zeitweise) konsolidiert werden, falls dadurch ein bessere Effizienz erzielt werden kann. Meist kommt  diese Effizienzsteigerung dadurch zustande, dass in Zeiten geringer Auslastung (durch Konsolidierung der VMs) einige Server komplett ausgeschaltet werden können (Neuhochdeutsch: Server Parking). Dazu kommen dann noch eine ganze Menge von Sicherheitsfunktionen der Cloud um die Datenhaltung und den Transport sicher zu gestalten und dafür zu sorgen, dass keiner die Daten manipuliert oder ähnliches.

In der Konzeptphase ist ein weiterer, wichtiger Bereich, welcher sich mit der Verbindung zum Anwender und dessen Endgerät auseinander setzt. Bis jetzt ist es nicht möglich jeweils zum Gerät passend die Datenmenge sowie die Darstellungsfunktionalitäten zu steuern. Ein Handy hat in aller Regel einen leistungsschwächeren Prozessor als ein Notebook. Deshalb ist es sinnvoll die Datenmengen auf das Endgerät anzupassen und das automatisch und variabel und nicht nur starr auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ebensfalls macht es Sinn die Darstellungsfunktionalitäten (also z. B. hoch animiert in Flash oder hoch auflösende Videos) an das Endgerät dynamisch anzupassen, um dem Benutzer mit einem leistungsfähigeren Endgerät auch eine deutlich bessere Darstellung, und somit einen höhere Nutzen, zu ermöglichen.

Mein Mann nennt das Thema Cloud einfach und dynamisch verteilte und angepasste Rechenleistung. Damit ist Cloud ein Bereich, mit dem wir alle in den nächsten Jahren zu tun haben werden, auch wenn wir es nicht immer merken.

Charité spart oder der Preis der Deutschen Umwelthilfe geht an IT

Immer wieder ist die Charité in Berlin negativ in der Presse. Gestern gab es wieder einmal eine Pressekonferenz. Es waren aber gute Nachrichten, die verkündet wurden.

Die Charité erhielt von der Deutschen Umwelthilfe den Preis für Green IT im Jahr 2011 für die Reduzierung des Stromverbrauches in der IT-Infrastruktur. Über vier Standorte ist die Charité verstreut mit einer über Jahre gewachsenen und damit alten Infrastruktur. Dort IT zu betreiben und das immer und ohne Ausfälle ist eine Herausforderung für die Mannschaft um H.Greger und M.Peuker. Es ist aber auch eine Herausforderung an das Equipment. Gute Konzepte sind gefragt mit einem systematischen Ansatz zur Energie- und Materialeffizienz. Genau dies ist geschehen. Im Ergebnis wurde die Anzahl der Server (19 zu 1) reduziert und die PC-Technik modernisiert. Durch den Einsatz neuer Technologien wie vPro und Virtualisierung konnte der Co2 Ausstoß um über 800 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Umgerechnet bedeutet das eine Reduzierung des Energieaufwandes von über 500.000€ pro Jahr.

Die Mitarbeiter der DUH konnten die Frage wie viel 800 Tonnen CO2 sind, nicht beantworten. Hier ist eine Antwort darauf. 800 Tonnen CO2 ist das, was ein Deutscher in einem ganzen Leben erzeugt.  (10.000 Tonnen pro Person und Jahr in Deutschland.)

In der Pressekonferenz sagte Martin Peuker, stellv. CIO, dass sie dieses Projekt weiter vorantreiben wollen, mit dem Ziel den Energieaufwand weiter zu reduzieren. Sie erwarten nach Abschluss des Projektes Energiekosten in Höhe von 1. Mio € pro Jahr einsparen zu können. Damit ist die Einwerbung für weitere Mittel gestartet.

Herzlichen Glückwunsch Charité. Viel Erfolg beim Geld ausgeben und sparen!

Technik, IT und der Frust der Anwender

IT ist was Wunderbares, was nur immer wieder vergessen wird, ist etwas ganz Einfaches: Es soll einfach gehen und das im doppelten Sinne.

Gestern hat mich das Thema im mehrfachen Sinne ereilt. Zum einen hatte ich ein paar Gespräche mit Klinikern aus unterschiedlichen Krankenhäusern in Deutschland. Dabei klagten alle durch die Bank weg über die schlechte Funktionalität der Software. Sie sei nicht bedienbar, unlogisch und nicht auf die Prozesse in den Kliniken eingestellt. Dazu kam, dass einige der Damen und Herren sich über den schlechten Service der Softwarefirmen massiv beklagten.

Am Abend hatte ich zum anderen mit der eigenen IT zu kämpfen. Seit Tagen hat mein Handy Probleme und obwohl wir alles versuchten, den Fehler haben wir nicht gefunden. Als dann noch meine Rechner streikten, war der Abend gelaufen.

Deshalb ist das hier ein Frustblog. Bitte meine Herren und Damen Entwickler. Wir wollen keine Systeme mit kryptischen Fehlermeldungen ohne Lösungsvorschläge. Wir wollen Systeme, die einfach zu bedienen sind und einfach nur tun, wozu sie entwickelt wurden. Zumindest ich gehe davon aus, dass es nicht Sinn ist, eine Fehlermeldung nach der anderen zu generieren. Falls doch, bitte ich um Benachrichtigung. Danke.

Der Deutsche Konrad Zuse – ein Computer Genie vor seiner Zeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Zuse

Gewöhnlich stellen wir uns einen Start-up in der Computerbranche erfolgreich und spektakulär vor. Doch nicht immer zeigt das Leben seine Sonnenseite.
Konrad Zuse war es nicht vergönnt. Der Berliner baute 1941 den ersten frei programmierbaren Computer in binärer Gleichpunktrechnung. Mit einfachen Worten: er baute den ersten funktionierenden Digitalrechner. Der Computer Z3 bestand aus 30.000 Kabeln und knapp 2500 Relaise. Er konnte 64 Zahlen speichern und brauchte 0,8 Sekunden für eine Addition. Damit war er drei Jahre schneller als Howard Aiken, der 1944 den ersten Computer auf Amerikanischen Boden baut.
Konrad Zuse hatte das Pech im Nazideutschland zu leben. So blieben seine Entwicklungen weitgehend unbeachtet. Als Erfinder während der Nazizeit fielen seine Entwicklungen unter das Staatsgeheimnis. Veröffentlichungen seiner Arbeiten waren nicht möglich.
Konrad Zuse prägte die Informatik der Nachkriegszeit in Deutschland maßgeblich. Doch die Anerkennung, die er sich wünschte, blieb ihm verwehrt.
Nach dem Krieg versucht er einen eigenen Weg zugehen, unabhängig von den Amerikanern. Doch als Deutscher erfährt er von vielen Seiten Misstrauen.
Als Erfinder und Ideengeber war er hervorragend, als Unternehmer konnte er damit keinen Blumentopf gewinnen. Er war kein Unternehmer, sondern wollte Computer bauen und tüfteln. Als Konrad Zuse 1995 stirbt, hat er nie einen PC benutzt.

Das Gegenstück an Größe zeigt Intel in folgendem Video.

Ich bin immer und überall erreichbar – wunderbare digitale Technik

Digitale Technik ist etwas Wunderbares. Überall kann ich meine Mails lesen, ich kann von zu Hause oder auch von unterwegs aus arbeiten. Super!

Diese wunderbare digitale Technik hat aber auch einen entscheidenden Nachteil. Überall kann ich meine Mails lesen, egal ob von zu Hause oder von unterwegs. Dies gilt dabei nicht nur für mich und Alex, sondern auch für unsere Kollegen.

Als Ergebnis bekomme ich inzwischen nachts vermehrt Mails. Eine beliebte Zeit ist zwischen 23 und 2 Uhr nachts. Ich weiß nicht so genau wie die Kollegen das machen, denn wenn ich meinen Schlaf nicht bekomme, kann ich nicht mehr kreativ sein.

Dabei ist der fehlende Endpunkt im Tag, in meinen Augen fast noch schlimmer. Die Struktur eines Tages geht immer mehr verloren. Dabei ist dies etwas, was nicht nur für kleine Kinder wichtig ist, sondern auch für uns Große. Deshalb ist es ein Trugschluss, wenn Unternehmen denken, dass ihre Mitarbeiter produktiver werden. Die Zunahme von Unzufriedenheit und psychischen Themen hat auch in diesem Punkt Wurzeln. Will ein Unternehmen kreative, belastbare und motivierte Mitarbeiter, dann sollten diese nicht noch am Abend Mails lesen und und beantworten.

Ob es jetzt noch praktiziert wird, kann ich nicht sagen. Es hat bei Intel lange Zeit einen emailfreien Tag in den Factorys gegeben, mit der Begründung: Die Kreativität anregen und diese nicht immer wieder unterbrechen zu müssen.

Um den Rechner auszulassen und nicht  noch mal am Rechner in die Firma einzutauchen ist Disziplin nötig. Ich weiß, das durchzuhalten ist schwer und nicht immer gelingt es, doch es lohnt sich für alle, die eigene Zufriedenheit und die Arbeitskraft.

EDV, das geht schon irgendwie

Wie kaum ein anderes Thema ist der Umgang mit Computern geprägt vom Denken: Das ist doch gar nicht so schwer. Vor allem kleinere (bis 500 Mitarbeiter) Unternehmen unterliegen dem Trugschluss, das interne EDV nicht so wichtig ist. Wenn es denn tatsächlich einen EDV-Mitarbeiter gibt, dann ist der schlecht bezahlt und als Folge auch genauso motiviert. Oder aber es gibt gar keinen, genau so wenig wie ein Konzept. Alle arbeiten mit IT, doch immer noch gibt es viel zu viele Manager, die der Überzeugung sind, dass es schon irgendwie geht. Dabei wird übersehen, das ohne IT weder Angebot geschrieben noch Rechnungen gedruckt werden können.

Die EDV hat die Nische schon lange verlassen und sich zu einem zentralen Bestandteil einer Firma gewandelt. Vor einigen Jahren gab es mal eine Studie, die ermittelte, dass es Firmen gibt, die auf Grund von defekter zentraler IT Pleite gingen. Nicht umsonst gehört der IT/EDV Verantwortliche bei großen Unternehmen inzwischen zur Geschäftsführung.

Nicht immer ist das große Geld nötig für eine sinnvolle und kluge IT Struktur im Unternehmen. Wichtig ist, dass eine klare Strategie vorhanden ist und gelebt wird. Zur Unterstützung kann auch auf Systemhäuser zurück gegriffen werden. Sie können Konzepte entwickeln und das komplette Hosting inkl. Betreuung übernehmen.

Im Jahre 2010 gibt es in Deutschland keine Ausrede mehr, dass es zu teuer ist oder noch besser, nicht nötig sei.  Immer noch wird viel zu viel Geld damit verbrannt, dass nicht verstanden wird was eine gut laufende EDV Infrastruktur bedeutet.

Der Frust mit der Technik

Wir wissen nicht so genau, ob wir froh sind, dass der Sonntag vorüber ist oder nicht. Der gestrige Tag wird bei uns in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem unsere Technik streikte.
Am Morgen begann alles mit einer Druckerinstallation, die im Bluescreen endete. Also verschob ich das Scannen auf einen Zeitpunkt in die Zukunft. Danach stellte ich fest, dass im Juni eine unbekannte Anzahl e-mails verschwanden. Einen Kommentar dazu spare ich mir. Später stand noch die Dokumentenverschlüsselung auf dem Programm und wieder hatte ich einen Bluescreen. Mein zweiter Rechner wollte nicht ins Internet und das obwohl ich mit dem ersten bereits online war. Alex ist es auch nicht viel besser ergangen.
So voller Frust ging ich auf die Terrasse und schaute in ein grandioses Wolkenspiel mit der untergehenden Sonne. Da habe ich Pause gemacht und mein Herz ausgeschüttet. Mein Vater im Himmel fragte mich nur ganz leise, warum ich denn nicht früher gekommen sei. Nun, da war ich wohl zu sehr mit Frust schieben beschäftigt.
Für das nächste Mal habe ich mir vorgenommen, es nicht so weit kommen zu lassen, sondern meinen Frust gleich zu Beginn abzugeben. Das ist besser für die Stimmung und die Gesundheit.

Intels Bildungsinitiative

http://www.intel.com/cd/c…/deu/395461.htm

Als ich das erste Mal von diesem Programm hörte, war ich ganz erstaunt. Intel hat eine Bildungsinitiative in Deutschland. Weil ich ein neugieriger Mensch bin, forschte ich nach und fand ein kleines Team, welches seit einigen Jahren Lehrer unterstützt, fit in IT zu werden. Diese Lehrerfortbildung läuft gemeinsam mit den Kultusministerien von Bund und Ländern. Es ist von und für Lehrer entwickelt worden. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der Methodenkompetenz. Es gibt einen Grund- und Aufbaukurs. Intels Bildungsinitiative möchte Lehrer und Schüler auf die Anforderungen von morgen vorbereiten und auf jeden Fall gehört IT zu einem großen Teil dazu. Es ist ja bereits heute so, dass Menschen ohne eMailadresse und Internetzugang von vielen Möglichkeiten und Angeboten ausgeschlossen sind. Diese Situation wird sich weiter verschärfen. Wenn wir unserer Jugend nicht den Umgang mit IT in allen Facetten zeigen, die Chancen und Risiken, dann behindern wir unsere Kinder darin in der Welt erfolgreich zu sein.

IT Forschung in Theorie und Praxis

http://www.offis.de/ueber/index.php

Es war für mich ein besonderes Vergnügen, ein renommiertes Forschungsinstitut besuchen zu können. Das Institut Offis sitzt in Oldenburg. Es beschäftigt sich mit IT in der Theorie und der Umsetzung in die Praxis und dies für drei Themenbereiche. Einer der Schwerpunkte ist Medizin. Dazu trafen wir uns zu einem intensiven Austausch über Entwicklungen für das Gesundheitswesen in Theorie und Praxis. Die Forschung von Offis ist erfreulicherweise nicht politisch getrieben, sondern von der Sinnhaftigkeit des angestrebten Projektes. Es geht also nicht um Forschung um jeden Preis, sondern auch um Unterstützung von älteren Menschen im häuslichen Umfeld. Dabei haben sie erkannt, dass Menschen unterstützende Technik erst verwenden, wenn sie selbst merken, dass es gar nicht anders geht. Nach ihrer Erkenntnis wird kein Mensch Ein- oder Umbaumaßnahmen bei sich zu Hause im Hinblick auf die Zukunft vornehmen. Das bedeutet aber, dass falls Unterstützung nötig ist, diese ohne große (bauliche) Veränderungen im häuslichen Umfeld integriert werden müssen. In diesem Zusammenhang wird noch einiges an Arbeit zu leisten sein. Die Forschung von Offis wird auf jeden Fall dazu beitragen, sinnvolle Dinge zur Unterstützung älterer Menschen zu entwickeln und in die Praxis zu überführen.