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Die Bank im Garten

Wir haben es fast geschafft! Nur der morgige Tage trennt uns noch vom Urlaub. Wenn wir diesen erreicht haben, werden wir uns im Nichtstun üben. Ich weiß, dass ist für uns sehr ungewöhnlich, doch die letzten Wochen haben das Bedürfnis geweckt, einfach nichts zu tun. Wie wir das tun wollen? Wir setzen uns auf unsere Bank im Garten, sehen dem Hasen zu, wie er durch unseren Garten läuft und tun nichts. Dieses werden wir ganz ausgiebig tun. Wenn uns dann doch das Bedürfnis nach Lageveränderung überkommt, dann stehen wir von unserer Bank auf und gehen im Garten spazieren. Falls das immer noch nicht langt, dann schauen wir auf die Liste, die bei uns im Regal hängt und überlegen uns, ob wir die bayrischen Schlösser besuchen oder baden gehen. Wenn es allerdings wieder Erwarten ganz schlimm wird und wir unbedingt am Computer sitzen wollen, dann müssen wir wohl drastische Maßnahmen ergreifen und ganz profan in Urlaub fahren. Wobei ich das eigentlich um jeden Preis vermeiden will. Also schau rein und lass dich überraschen von den nächsten drei Wochen bei dejongs.

Von Hasen und Gurken

http://dejongsblog.de/blo…aenge-der-gurke

Gestern Abend haben wir eine Gurke mit knapp 60 cm Länge geerntet. Das Foto, welches das dokumentiert, ist im Fotoblog zu sehen. Alex hat es extra auf die Platte gebannt. Unsere zwei Gurkenpflanzen tragen wunderbar und decken unseren gesamten Bedarf ab. Eigene Ernte schmeckt einfach viel besser als alles, was es im Laden zu kaufen gibt.
Als wir gestern im Garten unterwegs waren, saß mitten in den Kräutern ein kleiner Hase. Als ich ihn störte, lief er in großen Sprüngen davon. Dabei war er genau so erschrocken wie ich. Um uns herum ist das größte zusammenhängende Hasengebiet in Niederbayern, erzählen uns die Alteingesessenen. Für uns ist immer wieder eine Freude, die Langohren über die Grünstreifen laufen zu sehen. “Unser” Hase scheint schon ein paar Tage im Garten zu wohnen, denn die Nachbarn haben uns auch schon von ihm erzählt. Bis jetzt hat er noch keine Spuren hinterlassen. Der Hase im letzten Jahr hat das Grüne der Frühlingszwiebeln meines Mannes gefressen. Danach sind diese eingegangen. Nun bin ich gespannt, wie lange er bei uns “wohnen” wird. Im letzten Jahr wurde der kleine Hase nach einigen Tagen von einem großen Hasen abgeholt.
Ein Garten ist einfach etwas Wunderbares.

Schnecke auf der Flucht

Eigentlich wollte ich hier gerade mein Herz ausschütten über eine Freundin, die in einem gemeinsamen Projekt aufhört.
Doch während ich in Trauer und Selbstmitleid zerfließen will, geht Alex durch unseren Garten und schaut nach dem Rechten. Da sehe ich ihn den Gartenweg entlang rennen. Auf meine Frage hin antwortet er: “Schnecken!”. Als nächstes höre ich ihn mit den Schnecken reden: “Ihr denkt wohl, wir pflanzen den Salat für euch!” Nun ist er fleißig damit beschäftigt, die Schnecken zu eliminieren und so unsere Pflänzchen zu retten. Das tut er nun schon eine ganze Weile, es scheinen also viele zu sein.
Ich freue mich in solchen Momenten auf die neue Erde. Denn wenn es dort Schnecken gibt, dann fressen die wenigstens nicht mehr unseren Salat. Falls wir dort überhaupt Salat anpflanzen, ist es auch nicht mehr schlimm eine Schnecke im Garten anzutreffen.

Wühlmäuse

Ich habe mich mit meinem Kollegen in Hamburg unterhalten über Maulwürfe und Gartenpflege. Dabei sind wir auch auf die Wühlmäuse gekommen, die wir lange Zeit im Garten hatten. Er erzählte mir von seinem Garten und ich von unserem Anbau und wie man Maulwürfe und Wühlmäuse unterscheiden kann, auch wenn einem die Erkenntnis wenig nützt. In den letzten Jahren haben wir andere Gartenbesitzer befragt uns mit dem Gartenfachhandel unterhalten um unsere Wühlmäuse zum Umzug zu bewegen. Doch alles was wir taten hat nicht wirklich was genützt. In diesem Winter war dann Mama, als die alleinverantwortliche Managerin unseres Gartens so frustriert, dass sie ihren Job kündigen wollte. Da realisierte ich, dass die Lage wirklich ernst ist! Als letztes Mittel fiel mir dann nur noch beten ein. Denn wenn Gott diese Tiere geschaffen hat, dann kann er doch auch dafür sorgen, dass sie umziehen. Es gibt um unseren Garten drumrum genug freie Fläche, so dass kein Problem ist. Nachdem ich dies meinem Vater im Himmel so erzählt hatte und unserem Frust und Hilflosigkeit zum Himmel schrie, hatte er Mitleid mit uns und hat sie umgezogen. Ich weiß nicht wohin sie verschwunden sind aber sie sind weg. Mama freut sich und wir freuen uns alle mit. So haben wir jetzt Kartoffeln gesetzt und Möhren gesät. Und so habe ich meinem Kollegen gesagt, auf die Frage wie wir sie wegbekommen habe, dass ich gebetet habe.

Rasenmäher

Gestern Abend haben wir beiden das erste Mal in diesem Jahr Gras gemäht. Da es regnen sollte, waren wir vernünftig, weil das Gras schon sehr hoch war. So haben Alex und ich uns das mähen geteilt. Doch irgendwie war ich mit dem Schneidbild des Rasen gar nicht so richtig zu frieden. Als erstes habe ich den Fangkorb inspiziert, doch der war nicht voll. Also habe ich weiter gemäht. Wieder einige Reihen weiter, habe ich unten den Mähbereich geprüft und von dem dort hängen Gras befreit. Trotzdem war das Ergebnis nicht so gut wie ich es wollte. Zu guter letzt kam dann das Mähmesser selbst dran und dort habe ich auch den Verursacher gefunden. Nun kann Alex heute das Mähmesser ausbauen und neu schleifen, auf das der Rasen in Zukunft nicht mehr so zerrupft aussieht. Während ich so vor mich hin brummelte, stellte ich mir die Frage ob nicht unser Leben auch so ist. Wir gehen durchs Leben und oft geht es nicht so wie wir es wollen. Bei uns ist es zumindest so. Dann schaue ich auf das Ergebnis und bin nicht zufrieden, obwohl ich mich angestrengt habe. Und so ist es wie bei den Beurteilungen, “bemüht” ist ehrenwert aber oft nicht ausreichend. Ich wünsche Dir und mir einen guten Tag, das er gute Ergebnisse bringt und es dir nicht so geht wie mir mit meinem Rasen.

Eröffnet

Gestern abend war es endlich soweit! Die Eröffnung der Gartensaison wurde gefeiert. Wir haben Alex, Mama und ich im Garten zu abend gegessen.  Alex hatte den Grill angeworfen und aus dem Garten gab es den ersten eigenen Salat. Außer dass es doch noch etwas kalt war, war es für alle ein großes Vergnügen. Mit dem Essen wurde ein erfolgreicher Gartentag zu Ende gebracht. Am Morgen haben die beiden Kartoffeln gesetzt und am Abend die Bohnenstangen. Dazwischen wurden die Tomaten im Gewächshaus angepflanzt und ich habe unsere Gartenmöbel fertig abgeschliffen und gestrichen. Im Garten zu arbeiten ist einfach schön. Am Abend bin ich geschafft, doch es lohnt sich denn ich sehe was ich getan habe. Wenn ich im Vergleich die gleiche Zeit am Rechner sitze, dann fühle ich mich selten so zufrieden, wie wenn ich im Garten war und gebuddelt habe. Der große Nachteil beim Computer ist, dass ich oft das direkte Ergebnis nicht sofort sehe. Logisch ist es zwar da, doch in den wenigsten Fällen kann ich es real anfassen, geschweige denn essen. Dabei gehört Mama das Lob für unseren Garten. Sie schafft dort fleißig und ist mehr aktiv als Alex und ich zusammen. Einen eigenen Garten zu haben ist einfach schön.