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Datenschieberei, ich habe was was du nicht hast oder Danke an total commander

Ich habe was, was du nicht hast und das ist rot. Kennst du das Spiel auch noch aus deiner Kindheit?

Gestern habe ich den ganzen Tag über dieses Spiel gespielt. Ganz konkret war es das Spiel der Datenschieberei. Mit total commander habe ich meine Daten aufgeräumt. Nur war ich mir nicht so sicher, ob es nicht eher einem Versuch gleich zu setzen ist. Alle Daten die nur auf einer Seite vorhanden waren, zeigt total commander rot an. Die Software ist wirklich super, schade, dass es sie nur für Windows gibt.

Viele Stunden lief das Synchronisieren und kontrollieren, ein mühsames Geschäft. Am Ende des Tages war nur ein Teil geschafft. Es lässt noch viel Zeit erahnen, die dafür drauf gehen wird.

Die Datenschieberei ist der Fluch der digitalen Gesellschaft. Wie einfach war es doch früher. Es gab einen Ordner und eine Registratur. Und dort war das einzige Exemplar. Heute gibt es einen Stick und einen Server, Daten auf C und auf der externen Platte. Alle heißen gleich, fast gleich oder ähnlich. Juhu… große Freude. Welche ist nun richtig, und welche die alte Version?

Derzeit läuft eine große Runde Löschen, mal sehen was die nächste Spielrunde bringt.

Süddeutsche-digital-App – was sie kann und was nicht

Seit einigen Wochen hat die Süddeutsche Zeitung auch endlich eine App fürs iPad. Am Anfang haben die Macher wohl gedacht, dass sie ihnen aus den Händen gerissen würde, auch ohne diese ein einziges Mal vorab gesehen zu haben. Inzwischen gibt es die SZ-Digital-App bis zum Jahresende kostenlos.

Als ich gestern installierte sah ich schon die vielen schlechten Bewertungen online und die Spannung stieg. Was sie wirklich so schlecht? Mindestens ein Stück weit tun sie den Leuten von der Süddeutschen unrecht.

Zu sehen ist eine gute deutsche Verlegerarbeit. Jemand der aus dem Printbereich kommt, hat sich Mühe gegeben eine Zeitung ins Netz zu bringen. Sie ist funkionell und klar strukturiert und hat gegenüben dem Papier einen großen Vorteil, bis jetzt habe ich keine Werbung gefunden.

Das, was fehlt, sind die Möglichkeiten, die Onlinesein mit sich bringt. Es ist halt eine Zeitung im Netz. Wer neue Inovation erwartet hat, der wird enttäuscht. Die Möglichkeiten wie Verknüpfungen und Multimediainhalte zu integrieren, sind derzeit noch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft.

Von einem gedanklichen Wandel weg von Print und Papier hinein in eine digitale Welt wird die Zukunft der Süddeutschen abhängen. Wenn dieser Wandel nicht gelingt, dann wird die Süddeutsche irgendwann nicht mehr sein und das wäre echt schade. Wir für uns sind noch nicht sicher, ob wir ab Januar die SZ digital abonieren wollen.