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Die Welt verändert sich durch meine Einstellung

An diesem Wochenende hatte ich ein Aha-Erlebnis in doppelte,Sinn. Auch wir wünschen es uns manchmal, Menschen ändern zu können. Wir verstehen ihr Verhalten nicht, wir entdecken vieles,was uns an dem “Anderen” nicht gefällt. Manchmal scheinen es ganze Berge zu sein. Je nachdem versuche ich dann Einfluss zu nehmen oder aber ich ziehe mich zurück. In der Bibel gibt es einen Text,  in dem es heißt, dass wir nicht den Splitter im Auge des anderen entfernen sollen, sondern erstmal unseren eigenen Balken. Im allgemeinen sagen dann alle,  ja der Text hat recht. Und jeder einzelne meint damit das Verhalten einem selbst gegenüber. Jetzt habe ich erlebt, wie gut es funktioniert, wenn ich mein Denken verändere. Diese Übung hatte ich jetzt ganz real. Nachdem ich meine Einstellung geändert hatte, war es überhaupt kein Problem mehr miteinander zu reden, sich zu treffen und auszutauschen. Wow! Es war nicht einfach zu meinem Kopf zu sagen, dass er falsch liegt. Doch es hat funktioniert und ich bin ganz glücklich darüber. Umgedreht habe ich das auch erlebt. Viele Jahre lang habe ich Vorbehalte und die Distanz gespürt und gestern ist das Eis geschmolzen.  Ich weiß nicht,was den Ausschlag gegeben hat und ich freue mich jetzt noch darüber.

Wir Menschen haben es (meistens) in der Hand, ob wir mit unseren Mitmenschen klar kommen oder nicht.  Unsere Einstellung anderen gegenüber beeinflusst unser Handeln. Trauen wir jemanden etwas nicht zu, dann wird das immer unsere Wahrnehmung bleiben. Bin ich mit ihm/ihr nicht zufrieden, dann werde ich immer etwas finden. Es lohnt sich,das eigene Denken auf den Kopf zu stellen und zu hinterfragen.  Es lohnt sich, egal ob das der Chef ist, der Ehepartner, die Kinder oder …..  Meine Beziehungen gewinnen und deine auch.

Meine Mama ist die beste Mama der Welt,…

…das heißt aber nicht, dass sie fehlerfrei ist.
Vor einigen Wochen wurde sie 75 Jahre alt. Ich muss gestehen, dass ich darüber nicht glücklich bin. Schon als Kind wollte ich immer eine jüngere Mama haben, doch das funktioniert ja bekanntermaßen nicht. Dabei ist sie immer noch eine “fitte ältere Dame”. Trotzdem merke ich, dass ihr vieles nicht mehr so leicht fällt und sie öfter und längere Erholungsphasen braucht. Auch wenn wir Menschen viel tun und versuchen um den Alterungsprozess aufzuhalten, so ist es doch nur sehr bedingt gelungen.
Diese meine Mama hat durch mich viel gelitten. Ich war nicht die optimale Tochter, die Eltern sich wünschen. Nachdem aber dann doch auch bei mir das Gehirn etwas gewachsen ist, bzw. Gott mir eine größere Portion nachgereicht hat, bin ich nun bestrebt ihre Tränen abzuwischen.
Meine Mama hat für mich alles getan, was in ihrer Macht stand, dazu gehörten vor allem viele Gebete. Ich habe sie in ihrem Handeln nicht immer verstanden und tue das auch heute nicht immer. Aber egal was ist, sie bleibt meine Mutter und deshalb möchte ich ihren Lebensabend schön gestalten, mit den Möglichkeiten, die ich habe. Wenn sie einmal tot ist, dann ist es zu spät dazu. Falls du da noch eine Baustelle haben solltest, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt über deinen Schatten zu springen.

Mir etwas Gutes tun…

Gerade habe ich eine Mail von einer lieben Freundin gelesen, sie schreibt mir: “Ich solle mir mal etwas Gutes tun”. Eigentlich ist das ein ganz einfacher Satz. Vielleicht hat er mich nur gerade im falschen Moment erwischt, denn dieser Satz wurde zum Ausgangspunkt einiger philosophischer Betrachtungen. Was heißt es für mich, mir etwas Gutes zu tun? Ist es gleichzusetzen mit etwas, was mir Freude macht? Doch tue ich mir damit immer etwas Gutes, bloß weil es mir Freude macht? Kann ich diese Aussage überhaupt so stehen lassen, auch wenn es fürsorglich gemeint war? Impliziert nicht dieser Wunsch an mich die Aussage, du tust dir selbst nichts oder zu wenig Gutes? Das hieße aber, dass ich mich nicht um mich selbst kümmere. Spätestens jetzt muss ich widersprechen. Also bleiben als Erklärung nur die unterschiedlichen Lebensmodelle übrig. Was ich als gut für mich empfinde, muss für den Anderen nicht gut sein. Es gibt nur einen Punkt, der mir einfällt, der für alle Menschen gut ist und das ist eine Beziehung zu Jesus Christus. Mit ihm durch´s Leben zu gehen ist für jeden Menschen gut, ohne Ausnahme. Wenn dieser Wunsch so gemeint ist, dann habe ich mir schon vor ein paar Jahren etwas Gutes getan und ich tue es immer wieder neu, wenn ich diese Freundschaft zu Jesus Christus erneuere. So möchte ich ihren Wunsch an dich weiter geben: “Tue dir doch mal was Gutes!”

Was Rad fahren mit meinem Glauben zu tun hat

Heute Nachmittag wollten wir Fahrrad fahren. Am morgen hatten wir einen Termin und danach wollten wir nochmal los. Als wir dann mit etwas Verspätung im Hotel ankamen regnete es. Nicht sehr stark, aber man konnte es schon als Regen bezeichnen. Das hat uns dann etwas irritiert. Doch das Bedürfnis war einfach da und mir war klar, dass wenn wir den Nachmittag am Rechner versumpfen, dies nicht die Stimmung steigert. Also beteten wir im Zimmer um gutes Wetter zum Rad fahren. Dann machten wir eine kurze Pause und zogen uns um. Es regnete unverändert. Dann gingen wir an die Rezeption, holten uns die Fahrradschlüssel und fuhren los. Es regnete nicht sehr stark aber wir konnten nicht sagen, dass es aufgehört hätte. Aber eingedenk des Mottos, das wir Gott auch zeigen wollten, dass wir daran glauben das es aufhört fuhren wir weiter. Also fuhren wir durch Erkner und kamen zum Wald. Bis dahin verirrten sich immer wieder Regentropfen vom Himmel. Da fing ich in meinem Kopf an Gott zu verteidigen. Nach dem Motto, er wird schon einen Grund haben, doch ich konnte mir das gar nicht erklären. Während ich darüber nachdachte wurde mir bewusst, dass dieses Gott verteidigen wollen, ein ganz normales Verhalten ist für jemanden der zu ihm eine Beziehung hat. Das hat also nichts mit dem Anderen zu tun, sondern mit dem eigenen Verhältnis zu Gott. Dieser Gedankengang war mir eine Lehre im Umgang mit meinem Nächsten und hat mir gezeigt, den Anderen anzunehmen und nicht zu kritisieren.
Als ich fertig war mit denken, hatte es auch aufgehört zu regnen. Die Sonne kam raus und wir hatten einen strahlend blauen Himmel. Mein Vater ist Gott und der ist treu.