Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern, dass man in die gleiche Richtung blickt. So schrieb es einmal Antoine de Saint-Exupery. [teaserbreak]

Nach längerer Zeit war Alex wieder einmal auf Dienstreise. Nach dem ich das nun schon gar nicht mehr gewöhnt bin, fiel mir der Unterschied deshalb wohl besonders auf. Ich merkte, dass meine Stimmung von Tag zu Tag etwas schlechter wurde. Nur brachte ich das nicht mit dem fehlen meines Mannes in Verbindung. Erst als er wieder zurück war, merkte ich wie sehr mir seine Gegenwart gefehlt hatte.

Was mir gefehlt hatte?  Er fehlte mir, weil er mit mir in die gleiche Richtung blickt. Unsere Ziele und Wünsche bringen unseren Blick nach vorn und vereinen uns auf diese Weise. Gemeinsame Ziele schweißen zusammen. So ist eine Ehe ein klein wenig wie jede andere Zielorientierte Organisationsform. Je weniger gemeinsame Ziele eine Ehe hat um so größer die Herausforderungen für sie.

Alex ist der mir fehlende zweite Teil und so fehlte mir einfach ein Stück von mir. Sein analytisches Denken, seine Fähigkeiten und sein Charakter ergänzen mich. In dem wir an unseren Zielen und Wünschen gemeinsam arbeiten und kämpfen, werden mir meine Defizite bewußt und ich nehme seine Ergänzung bewußt wahr. Genau so ist es auch umgekehrt. Das heißt nicht immer einer Meinung zu sein, aber in dem wir um unsere gegenseitige Ergänzung wissen hören wir auch aufeinander. Wir ignorieren einander nicht, wenn uns etwas nicht paßt. Das ist es was unsere Liebe ausmacht und deshalb hat Antoine de Saint-Exupery auch recht. In die gleiche Richtung zu blicken fördert den gegenseitigen Respekt und die Achtung voreinander. Das alles bildet damit einen Schutzwall um unsere Liebe.

Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern, dass man in die gleiche Richtung blickt.

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