Hochwasser Ursache und Schuld

Noch ist das Hochwasser nicht vorbei, da beginnen bereits die Fragen nach der Ursache. Warum waren die Folgen so dramatisch? Was ließe sich besser oder anders machen? Wer ist Schuld?  [teaserbreak]

Wir hören von Berichten über Anwohner, die gegen den Bau des schützenden Dammes klagten. So wurde der Damm nicht gebaut und ein Stadtviertel ertrank in den Wassern der Elbe. Wir erfahren von Behörden, die zu langsam in der Bearbeitung für das Bauvorhaben Damm waren. Alle gingen davon aus, dass so eine Hochwasserflut nicht so schnell wieder den Weg durch Deutschland findet. Wie mag es diesen Menschen jetzt gehen?

Es wird berichtet, dass Überlaufgebiete nicht ausreichend zur Verfügung standen oder aber mit zu viel Natur bepflanzt waren. Es gibt wohl eine Analyse, die sagt, dass nur ein Teil der benötigten Überlaufgebiete zur Verfügung steht. Vielleicht wird deshalb schon über die “Notfall”-Zwangsenteignung von Land nachgedacht, um solchen Hochwasser-Situationen besser begegnen zu können. Wer will sich schon gerne in die Verwendung seines Grundbesitztes rein reden lassen?

Was ich bis jetzt recht wenig höre ist die Frage: Warum hat Gott das zugelassen? Vielleicht liegt es daran, dass wir als Menschen sehr wohl wissen, was vorbeugend hätte getan werden können. Deshalb ist uns klar, dass wir ihm nicht unser Versagen in die Schuhe schieben können. Es ist unser Umgang mit der Natur, der jetzt so dramatische Auswirkungen für unser Land hat.

Ich hoffe und wünsche mir, dass die Folgen unseres Verhaltens in unseren Köpfen gespeichert sind und wir nach dem Sinken der Pegel nicht wieder zum Alltag zurück kehren, sondern handeln.  

 

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