Über viele Jahrhunderte hinweg prägte der Bergbau das Leben der Menschen im Erzgebirge. Das Leben war hart und arm. Es fehlte jegliche Romantik, die beim Blick in die Vergangenheit so gerne kommt. Der Ertrag durch die abgebauten Rohstoffe kam Anderen zu gute.
Die Menschen im Erzgebirge waren so arm, dass es nur zum Überleben reichte. Dieses sorgte aber für einen besonderen Zusammenhalt derMenschen. Durch diese Armut getrieben waren die Menschen aufeinander angewiesen und sie unterstützten einander.
Es entstanden Hutzen (Stuben) abende in denen zusammengearbeitet und gesungen wurde. Es wurden Geschichten erzählt und neue Geschichten entstanden.
Noch heute ist das Erzgebirge eine arme Region. Der Bergbau beginnt inzwischen wieder, aber ob er den Menschen der Region Reichtum bringt, bleibt eher unwahrscheinlich.
Stundenlöhne von 4 Euro und 6,5 Euro pro Stunde (auch mit abgeschlossenem Beruf) machen selbst das Überleben schwer. Und so sind die Menschen weiterhin aufeinander angewiesen. Ohne den Zusammenhalt der Menschen wäre das Erzgebirge bald menschenleer. Doch durch diesen Zusammenhalt im Erzgebirge entsteht der eigentliche Wert dieser Region. Die Wärme der Menschen ist hier besonders ausgeprägt und das ist überall zu spüren. Es ist die Liebe zu ihrer rauen Heimat und es ist die Gemeinschaft die für den Erhalt des Erzgebirgessorgen wird. So lange wie die Erzgebirgler sich dessen bewusst sind, wird es das Erzgebirge geben und das ist gut so.

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