Seit einigen Wochen hat die Süddeutsche Zeitung auch endlich eine App fürs iPad. Am Anfang haben die Macher wohl gedacht, dass sie ihnen aus den Händen gerissen würde, auch ohne diese ein einziges Mal vorab gesehen zu haben. Inzwischen gibt es die SZ-Digital-App bis zum Jahresende kostenlos.

Als ich gestern installierte sah ich schon die vielen schlechten Bewertungen online und die Spannung stieg. Was sie wirklich so schlecht? Mindestens ein Stück weit tun sie den Leuten von der Süddeutschen unrecht.

Zu sehen ist eine gute deutsche Verlegerarbeit. Jemand der aus dem Printbereich kommt, hat sich Mühe gegeben eine Zeitung ins Netz zu bringen. Sie ist funkionell und klar strukturiert und hat gegenüben dem Papier einen großen Vorteil, bis jetzt habe ich keine Werbung gefunden.

Das, was fehlt, sind die Möglichkeiten, die Onlinesein mit sich bringt. Es ist halt eine Zeitung im Netz. Wer neue Inovation erwartet hat, der wird enttäuscht. Die Möglichkeiten wie Verknüpfungen und Multimediainhalte zu integrieren, sind derzeit noch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft.

Von einem gedanklichen Wandel weg von Print und Papier hinein in eine digitale Welt wird die Zukunft der Süddeutschen abhängen. Wenn dieser Wandel nicht gelingt, dann wird die Süddeutsche irgendwann nicht mehr sein und das wäre echt schade. Wir für uns sind noch nicht sicher, ob wir ab Januar die SZ digital abonieren wollen.

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