Kennst du das Spiel auch? Kinder spielen verstecken, halten sich die Augen zu und rufen: “such mich doch”. Nach dem Prinzip, ich sehe dich nicht und bin ganz still, dann bin ich doch auch weg. Obwohl wir Erwachsenen wissen, dass dieses Spiel nicht funktioniert, spielen wir es auch gelegentlich. Es wird einfach auf Tauchstation gegangen. Ich antworte nicht mehr, stelle mich tot, bin einfach gar nicht da.

Dieses Prinzip wenden wir in unterschiedlichen Varianten in unserem gesamten Umfeld an. Sei es dem Partner gegenüber, in dem Themen einfach tot geschwiegen werden oder Freunden gegenüber. Wir fühlen uns verletzt, überfordert oder haben einfach nur Angst. Post wird nicht geöffnet, geschweige beantwortet, die Bank ignoriert, usw. Blöderweise funktioniert diese Strategie nicht wirklich, denn das Umfeld bleibt da und ruft beharrlich “ich hab dich”.

Ein guter Freund von uns ist derzeit auch auf Tauchstation. Weil wir ihn mögen und nicht verlieren wollen, schicken wir Freunde von uns als Suchtrupp los. Wir haben sie beauftragt, in unser aller Namen zu werben und Vergebung auszusprechen für die Verletzung, die entstanden ist.

Wir alle sind nicht fehlerfrei, auch im Umgang miteinander. Deshalb gilt in unserem Umgang miteinander immer wieder aufs neue die Aussage von Jesus Christus: Ist jemand von euch ohne Schuld, der werfe den ersten Stein (Johannes 8,7).

Wir wollen ihn als Freund behalten und das um seiner selbst willen und nicht mit irgendwelchen Hintergedanken dabei.

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