Warum ich Christ bin, heute von Hilde aus Mitteldeutschland

Wenn ich mir die Frage stelle, warum ich Christ bin, muss ich an meine Kindheit denken. Verwundert grübelte ich damals darüber nach, wie es sein kann, dass gerade ich das Vorrecht genieße, die allerliebste und beste Mutter zu haben, um in Geborgenheit meine Kindheitstage zu verbringen.

Entsetzt war ich, als ich einige meiner Kameraden im  Kindergarten beobachtet hatte. Wie war der Umgang  zwischen ihnen und ihren Eltern? Als sie gebracht oder abgeholt wurden, konnte ich mir ein kleines Bild darüber machen. Ob sie während dem Spielen und den verschiedensten Aktivitäten zufrieden und glücklich zu sein schienen, wollte ich herausfinden. Ich kam zu dem Schluss, dass es den wenigsten Kindern so gut ging wie mir.

Was machte meine Mutter zu so einer besonderen Mutter? Sie war für uns da, sie gab sich uns ohne es zu bereuen, aus einer tiefen Überzeugung heraus. Immer wieder sprach sie über die Liebe Gottes zu uns Menschen, die Beweise, die sie dafür brachte waren unendlich. Spürbar, greifbar nahe war diese Liebe für mich.

“Aber alle Menschen kennen Gott doch gar nicht und glauben nicht an ihn. Wie kann es sein, dass ich in eine Familie geboren wurde wo Gott Realität ist? Kann man denn der Bibel wirklich vertrauen?” Gedanken von dieser Art kreisten in meinem Kopf.

Ich wollte die Bibel selber für mich lesen, um sichere Antworten zu finden, sie war eines der ersten Bücher, das ich von vorn bis hinten durch las, sobald ich dazu in der Lage war. Die Vertrauenswürdigkeit der Bibel wurde mir immer deutlicher, während ich immer mehr Beweise dafür fand, dass sich bereits die  meisten Voraussagen und Versprechen der Bibel genauestens erfüllt haben. Das zentrale Thema ist ja der Erlösungsplan. Und Gott hatte den Menschen seit dem Sündenfall das Versprechen über einen Erlöser gegeben. Als er auf der Erde lebte, wies er die Menschen auf die Prophezeiungen hin, die in den heiligen Schriften über ihn zu finden waren. Ihr Glaube an ihn als den Messias sollte eine feste Grundlage haben. Zu den Juden, die ihn ablehnten, sagte er folgendes, “ Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.” Johannnes 5,39

Ja, die Beweise über die Vertrauenswürdigkeit der Bibel gaben mir Mut, Gottes Versprechen für mich selbst zu erproben. Ich schenkte ihm  mein Vertrauen, wie einem liebenden Vater, denn seine Versprechen sind für jeden persönlich da, er hat mich gemeint, zu mir hat er gesprochen. Mein Vertrauen wurde mehr als belohnt, denn mein Leben ist zu einem lebenswerten geworden. Keinem wird es erspart auf dieser Welt durch Leid zu gehen, aber es macht einen gewaltigen Unterschied ob man sich geliebt weiß, eine Hoffnung und ein festes Ziel vor sich hat. Außerdem wurde ich von viel unnötigem Leid bewahrt, denn ich schenke (habe) meine Aufmerksamkeit den Ratschlägen Gottes (geschenkt), in denen echte Lebensweisheit steckt.

Immer wieder lerne ich Menschen kennen, die sich ganz neu nach der Bibel ausrichteten. Sie haben Jesus in einem späteren Lebensabschnitt kennengelernt. Durch ihn sind sie vom Scheitern und Versagen zu Erfolg und zu Frieden gekommen.

Sich geliebt zu wissen, gibt Sinn für’s Dasein, Motivation um zu lieben und zu leben. Es heißt in der Bibel: “Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.” Jeremia 31,3 “Er der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?” Römer 8,32

Christ sein bedeutet für mich ein “Leben in Fülle”, dafür bin ich sehr dankbar. Nie würde ich mein Christsein gegen ein anderes Leben eintauschen wollen. Vielmehr sehnt sich mein Herz danach, mein größtes Vorrecht mit allen zu teilen.wi

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