Heute waren wir am Leuchtturm auf der Insel Darß. Wie alles im Leben hatte dieser Besuch zwei Seiten. Auf dem Weg dorthin waren Drachen vorgelagert. Die Drachen waren in dem Fall klein, stechend und in großer Zahl vorhanden. Für mich waren die Drachen abertausende von Mücken. Auf dem Weg zum Leuchtturm mussten wir mitten durch ihre Kinderstube hindurch. Grausig! Belohnt wurde das Ganze mit einem nahezu menschenleeren Ostseestrand. Es bot sich ein wild romantisches Bild, mit Wind, vielen Wolken und immer wieder einmal Sonne.

Im Gegensatz zu anderen Regionen ist an der Ostsee im Normalfall nicht wirklich Wellengang vorhanden. Deshalb waren die kleinen Wellen am Leuchtturm auf dem Darß schon richtig schön. Als meinen Lippen ein Kommentar über den Wind seinen Weg fand, meinte mein Alex nur: wie sollen denn sonst die Wellen kommen?

Bist du schon mal über das Meer oder einen großen See gefahren und der Wellengang war so heftig, dass sogar die Seeleute Angst um ihr Leben hatten? Und kannst du dir in so einem Moment vorstellen zu schlafen? Nun, ich kann das nicht.

Es gibt aber eine Geschichte im Buch, die über Jesus berichtet wird. Dort lag er im Boot seiner Freunde und schlief. Das ist Ruhe, wow. Die Natur tobt als wollte sie alles verschlingen. Wind peitscht die Wellen hoch und über das Boot hinweg und Jesus hat die Ruhe weg und schläft.

Am Ufer sitzend fand ich den Blick auf die Ostsee auch toll und genieße die Ruhe mitten im Wind. Der Wind war kalt, aber es war ein herrliches Schauspiel der Natur.

Als seine Freunde keinen Ausweg mehr sehen und sich dem Untergang geweiht, wecken sie ihn. Doch er hilft nicht mit schöpfen oder rudern. Er steht auf und befiehlt der Natur zu schweigen. Jetzt geschieht das Geniale. Die Natur gehorcht. Probiere du das mal.

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