Immer wieder sehe ich die großen traurigen Augen vor mir. Dabei denke ich nicht an Kinderaugen, die enttäuscht wurden, sondern an große Kinder über 40 Jahre. Auch sie wurden enttäuscht vom Leben, von Menschen und Dingen, die in ihrem Leben geschahen.

Immer wieder kommt es uns so vor, als ob wir in den Umständen unseres Lebens gefangen sind. Es gibt keine einfache Lösung und die Umstände und überhaupt….. Wir sehen unser Gefangensein und leiden darunter, doch das Aufraffen und Ändern wollen erfordert Kraft und die nimmt mit den Lebensjahren immer mehr ab. Und so entstehen traurige Augen.

Immer wieder sehe ich an mir selbst, dass es bei der Suche nach Lösungen etwas elementar Wichtiges gibt und das ist Ruhe. Zwei Dinge geschehen, wenn wir zur Ruhe kommen: 1. Wir sammeln Kraft, Kraft die nötig ist um eine Änderung vorzunehmen. 2. Ruhe ermöglicht es uns nachzudenken. Ohne zur Ruhe zu kommen, ist ein Neuanfang nicht möglich.

Immer wieder sehe ich die großen traurigen Augen. Doch etwas anderes als Ruhe empfehlen, kann ich nicht tun. Jeder von uns hat sein Leben selbst in der Hand und muss die Entscheidungen dazu selbst treffen. Freunde von uns haben das kürzlich getan. Schon lange wollte er sie gerne heiraten, doch die Kinder waren dagegen. Jetzt haben sie entschieden, nach ihren Vorstellungen zu handeln und haben mit 80 Jahren geheiratet. Herzlichen Glückwunsch, wir freuen uns mit euch!

Immer wieder sind Neuanfänge nötig um traurige Augen zu behandeln. Es lohnt sich, mit Ruhe suchen anzufangen.

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