Der Blick aus dem Zugfenster macht mir mit weißer Pracht klar, dass mein Wunsch nach Frühling noch nicht erfüllt wird. Schaue ich auf die Uhr, erinnert sie mich an die Verspätung meines Zuges. Auch wenn es mir nicht gefällt, hätte ich mir doch frühes Aufstehen sparen können. So erinnern mich viele Tage ans Zug fahren. Der Tag geschieht mit mir und oft habe ich keine Einflussmöglichkeit. Oder ist ein liegengebliebener Zug vor unserem Zug in deiner Einflussmöglichkeit? In meiner nicht.

Erlebst du auch solche Tage und bist darüber frustriert? Dann sei dir eine kleine Geschichte erzählt.

Mit geschlossenen Augen träumte ich von meinem wunderbaren Bett zu Hause, als eine Stimme an mein Ohr drang. Zu meinen Füßen kniete ein junger Mann und streckte seine Hände in Richtung meiner Beine. Ungläubig schaute ich auf den jungen Mann und überlegte was er wohl gerade gesagt hatte. Ich versuchte mir schnell über die Situation klar zu werden, während er immer noch redete und seine Hände den Boden unter meinen Füßen gefunden hatte. Dann kam seine Entschuldigung auch in meinem Bewusstsein an und er entdeckte die Kappe seines USB Sticks. Ich entspannte mich und wir beide lachten.

Im danach geführten Gespräch stellten wir fest, dass Lachen Freude bringt und wir nicht so verbissen Zug fahren sollten. Der Zug fährt mit uns auf seinen Gleisen zu den Zielen die wir gesetzt haben. Doch er tut es mit seinem Tempo. An uns liegt es, in welcher Stimmung wir ankommen. Können wir mit unseren Mitreisenden lachen oder hoffen wir mit unserem verbissen sein den Zug zu beschleunigen?

Wohin du auch reist, ich wünsche dir lachende Mitreisende! Gute Fahrt!

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