Uhren sind schon etwas Faszinierendes. Sie sind so klein und alles muss hochpräzise sein, damit die Uhr genau geht. Schon als Kind war ich vom Uhrenmuseum in Dresden begeistert. Im letzten Jahr waren wir in Glashütte und haben uns dort die Ausstellung angeschaut. Immer wieder bin ich begeistert. Das ist alles so winzig und wenn ich dann meine Finger sehe, frage ich mich wie DIE das wohl machen.

Neulich las ich einen Artikel über eine kleine Uhrenmanufaktur im Schwäbischen. Dort werden Uhren noch in Unikaten gefertigt und das spiegelt sich auch im Preis wieder. Ob die Uhren auch getragen werden? Wie auch immer, hier ist ein kleines und beeindruckendes Viedo dazu:

Letztes Jahr ging Mamas Uhr kaputt und sie wünschte sich eine Neue. Die Neue, die sie geschenkt bekam, war eine klassische Industriefertigung, nichts Besonderes. Keine Schnörkel, keine wirkliche Handarbeit, sondern irgendwo vom Band gefallen. Nein, nicht teuer… sondern eher Made in China, also günstig, richtig günstig. Trotzdem ist diese Uhr für Mama wertvoll. Sie ist so wertvoll in ihren Augen wie eine der Uhren von Jochen Benzinger.

Als ich diese Uhr neulich an ihrem Arm sah, musste ich an die Hand gearbeiteten Uhren von Jochen Benzinger denken und schmunzeln. Jedes Ding bekommt nur dadurch Wert, dass der, der es besitzt (will), ihm diesen Wert gibt. Weil Mamas Uhr für sie wertvoll ist, hat sie einen Wert bekommen. Weil es Sammler gibt, die bereit sind, ein Vermögen für die Arbeit von Jochen Benzinger zu bezahlen, bekommen seine Uhren einen Wert.

Dabei sind es nicht die Anderen, die etwas zu einem wertvollen Besitz machen, sondern immer nur wir selbst. Was ist dir so wertvoll, dass du es nicht eintauschen würdest?

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