http://www.heilige-nacht….chtssingen.html

Vor Jahren erzählten uns Freunde vom Münchner Weihnachtssingen und gestern waren wir da. Karten zu bekommen, geht eigentlich einfach, weil online und langfristig möglich. Nur wer kauft schon im Frühjahr- Sommer Karten für ein Weihnachtssingen?

Enrico de Peruta als die tragende Gestalt in Form des Erzählers, machte die Weihnachtslegende nach Ludwig Thoma auf wunderbare Weise lebendig. Zwei Stunden mit Musik und wunderbaren Texten. Zwei Stunden mit Nachdenklichem und Anspruchsvollen. Zwei Stunden, die Freude machten.

Noch nie habe ich über die “Weihnachtsgeschichte” aus dem Lukasevangelium mal wirklich intensiv nachgedacht. Welche Strapazen und Enttäuschungen, welche Belastung und welcher Stress doch in der Geschichte liegen. Für uns heute ist das eine Geschichte, die halt zum Fest gehört. Aber darüber wirklich nachgedacht, was dort steht, habe ich noch nie.

Wir tun immer so, als ob das alles ganz entspannt und friedlich abgegangen ist, weil wir uns etwas anderes gar nicht vorstellen können. Ich bin eigentlich froh, diese Geschichte einfach lesen zu können und nicht erleben zu müssen. Wenn wir mal anfangen nachzudenken, über diese Weihnachtsgeschichte, dann fordert es uns heraus. Es fordert uns auf Position zu beziehen, auf welcher Seite der Geschichte wir stehen.

Eine Frage wurde im Singspiel am Ende gestellt: “Was war wohl der Grund, dass Gott seinen Sohn zu den Ärmsten der Armen in eine Krippe legte?”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.