http://www.sueddeutsche.d…-nadel-1.988052

Ich muss gestehen, dass ich eine gewisse Erheiterung nicht verbergen kann. Unter dem Titel “West-östlicher Scharlatan” hat die SZ in ihrer Samstagsausgabe vom 14.8.2010 über die Akupunktur in Europa geschrieben. Die Menschen in meinem Umfeld wissen, dass ich davon nicht viel halte. Warum, kann ich selbst nicht so genau sagen, irgendwie habe ich keinen Zugang dazu gefunden und wollte das auch nie probieren.

Vor ungefähr 100 Jahren fand die Akupunktur durch einen Franzosen namens George Soulié de Morant ihren Weg nach Europa. Erst jetzt machte sich der Arzt Hanjo Lehmann, der Leiter des deutschen Institutes für traditionelle chinesische Medizin auf die Suche nach den Wurzeln der Akupunktur in Europa. Das was er dabei fand, hat ihn wohl nicht wirklich glücklich gemacht. In einem langen Artikel, der im Deutschen Ärzteblatt erschien, setze er sich mit Wahrheit und Lüge auseinander.

Große Teile des Lebens von George Soulié de Morant stellten sich als selbst gefälscht heraus, inkl. seines Namens und Titel. Die Aussagen, dass er in China gelernt und praktiziert hat, sind nachweislich nicht haltbar. In zwei Aufsätzen, die 1929 und 1931 erschienen, schreibt er, dass er diese Praktiken gesehen und nicht praktiziert hat.

Zusätzlich zum Artikel der SZ hier noch die lange Fassung direkt auf der Homepage von Hanjo Lehmann.

In einem weiteren Artikel werden aktuelle Studien unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen, dass es egal ist, ob oder wo die Nadeln gesteckt werden. Der Glaube daran scheint hier am besten zu helfen.

Apropo Glauben,… wie war das doch? Wir glauben nicht mehr, das ist nicht mehr zeitgemäß?!

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