http://www.angelesboard.com/

Inzwischen sind wir in Angeles angekommen. Angeles liegt auf Luzon. Diese ist die größte Insel der Philippinen mit einer Gesamtlänge von ca. 1000 km. An sich liegt der Ort mitten im Land. Bis zum Meer ist es ein ganzes Stück zu fahren. Für uns ist Angeles der Ausgangspunkt für einen Flug zum Mt Pinatubo.

Für viele die hierher kommen, spielt der aktive Vulkan allerdings keine Rolle. Da geht es nur um zweibeinige Wesen, in erster Linie weibliche.

Mir war nicht bewusst, dass die Philippinen ganz klar zu den Reiseländern des Sextourismus zählen. Dabei gibt es regionale Unterschiede. Auf der Insel Cebu sind es eher die jungen Männer, die anziehend sind. (Vielleicht sollte ich eher formulieren: die alten Männer mit Geld.)  Hier in Angeles sehen wir selbst am Tag auf den Straßen fast nur die spärlich bekleideten Frauen mit Schuhen, in denen sie nicht gehen können  und jede Menge Männer, die aus der westlichen Welt kommen. Wobei es auch andere Regionen auf den Philippinen gibt, in die bevorzugt Männer aus Asien kommen. Ich weiß nicht so genau warum es Männer hierher treibt. Ist es wirklich so, dass sie in ihren Ländern keine Partner finden?

Am Abend habe ich als europäische Frau ein Problem auf der Straße. Dabei kommt das gar nicht so sehr von den einheimischen Frauen, als vielmehr von den europäischen Männern. Wenn sie mich sahen, fühlten sie sich sichtlich unwohl. Ich muss gestehen, dass ich mich genau so unwohl gefühlt habe auf der Straße. Dabei weiß ich nicht so genau, wie ich nun damit umgehen soll, sowohl mit den Männern als auch mit den Frauen. Wo ist die Henne und wer ist das Ei? – um beim Sprichwort zu bleiben.

Sogar die Stände am Markt haben sich auf das Publikum eingestellt. Es gab nur Klamotten und Unterwäsche, die die Freier für die Frauen kaufen sollten.

Eine Quintessenz? Hm, als normaler Tourist, würde ich das nächste Mal außerhalb schlafen, z. B. in der alten Militärbasis der Amerikaner. Mein Mann würde wahrscheinlich ganz auf den Berg verzichten, nur um nicht hier sein zu müssen. (Das hat er zumindest gerade so formuliert.) Ich frage mich, ob die Männer wirklich finden was sie suchen.

Auf jeden Fall hat sich an der Einstellung zur Frau in den letzten 2000 Jahren nicht so sehr viel verändert. Frauen werden noch immer als Objekt zur Befriedigung des Mannes gesehen. Auch wenn das einem Mann bewusst ist, scheint das auf jeden Fall nicht so sehr zu stören, dass daraus eine Gegenhandlung wird. Deshalb sind die Frauen selbst nicht ein Teil der Kette, sondern nur gehandelte Ware.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.