Gerson (das älteste Familienmitglied) hat sich vor kurzem am Auge den Grauen Star operieren lassen. Dabei wäre das schon lange nötig gewesen. Ich weiß gar nicht so recht wie ich es beschreiben soll. Er hat sich nicht getraut. Nicht dass er Zweifel hätte, dass die OP nicht erfolgreich verläuft. Nein, das nicht. Bei ihm war es die Vorstellung der OP. Er sah ein Skalpell direkt auf sein Auge zukommen. Dies Bild war so fixiert, dass einige Jahre der Motivation nötig waren, bis er sich durchringen konnte.

Nun ist die OP drei Wochen her und er ist begeistert. Nicht nur, dass seine Vorstellung falsch war, sondern auch die Verbesserung seines Augenlichtes macht ihn ganz glücklich. Nun freut er sich, das in drei Wochen sein zweites Auge operiert wird. Er meint, dann brauche er keine Brille mehr.

Immer wieder in unserem Leben geschieht es, dass wir vor etwas Angst haben. Die Befürchtungen wachsen zu einem großen Berg und werden immer höher. Am Ende scheinen sie unüberwindlich und wir sind geneigt aufzugeben. Auch in meinem Leben gibt es  solche Berge. Es gehört dann Mut dazu, die eigenen Befürchtungen an den Nagel zu hängen und nicht weiter zu pflegen. Wenn sie nicht weiter gefüttert werden, schrumpfen sie meistens von ganz alleine auf das normale Maß zurück.

Es gibt aber auch Situationen, da ist der Berg tatsächlich so groß und dann kann ich nur noch Gott bitten mich über den Berg hinweg zu heben. Er in seiner Liebe tut das dann auch. Es ist aber auch schon passiert, dass er Berge einfach abbaute. Auf jeden Fall hat er immer geholfen.

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